Review: Fairune 2

fairune-2-1Fairune 2 sieht auf den ersten Blick wie ein japanisches Rollenspiel der alten Schule aus. Es versucht mit fröhlichen Grafiken und knallbunten Texturen zu begeistern. Wer allerdings einmal genauer hinschaut, wird einige Abweichungen entdecken.

fairune-2-2In Fairune 2 schlüpfen wir in die Haut einer jungen Abenteurerin, die sich auf Geheiß eines magischen Buches in eine Fantasy-Welt aufmacht, um verschiedene Feen zu retten. Auf unserer Reise schicken wir Monster ins virtuelle Nirwana, sammeln Erfahrungspunkte, entdecken viele Geheimnisse an unterschiedlichen Orten und setzen gefundene Gegenstände an bestimmten Punkten geschickt beziehungsweise bedacht ein. Das klingt zwar alles nach einem typischen japanischen Rollenspiel, doch das ist Fairune 2 nicht. Um Monster zu besiegen, müssen wir einfach nur auf sie losstürmen. Handelt es sich dabei um schwächere Feinde, nehmen wir währenddessen keinen Schaden. Je stärker die Monster jedoch sind, desto mehr Energie verlieren wir beim Angriff. Zum Glück verrät uns das Buch, welche Monster wir uns als nächstes vorknüpfen sollten. Das mündet mit dem Lösen von eigentlich simplen Schalterrätseln in einem weitgehend linearen Abenteuer, das mit ständigen Laufwegen demotiviert. Zwar kann der charmante Grafikstil mit seinem einprägsamen Soundtrack durchweg überzeugen, doch können diese beiden Punkte das lahme Kampfsystem mit gut gemeinter Puzzle-Nähe und die von nervigen Laufwegen begleiteten Rätsel nicht entschädigen. Fairune 2 hätte an vielen Ecken und Enden überarbeitet werden müssen, um nicht im Mittelmaß zu versinken.

Erics Fazit: Fairune 2 ist optisch und akustisch wirklich ein wahrer Genuss für Nostalgiker, die sich prompt an ältere Spiele wie Mystic Quest für den Game Boy erinnern dürften und sich zugleich über die satten Farben freuen. Inhaltlich ist das Spiel aber nur durchwachsen. Die Kämpfe fallen durch die Puzzle-Nähe sehr lahm aus und die restlichen Rätsel münden zu oft in einfallslosen Laufwegen. Fairune 2 hätte wesentlich mehr sein können, ist aber nur ein Titel für experimentierfreudige Rollenspieler geworden.

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