Review: Harukana Receive (Vol. 2)

Während die erste Volume von Harukana Receive am 3. Juni ihren Weg in den deutschsprachigen Raum fand, folgte die zweite Ausgabe erst zwei Monate später am 5. August 2021. Die Story wird in der zweiten Hälfte mit ein paar neuen, aber sehr seichten Ideen fortgeführt.

Längst sind die Sommerferien vorbei, doch Ōzora Haruka hat sich mittlerweile auf Okinawa und in der Oberschule eingelebt. Zu Beginn der siebten Folge machen Haruka und ihre Cousine Higa Kanata Bekanntschaft mit der übereifrigen Ōshiro Akari. Diese versucht die Zwillingsschwestern Emily und Claire Thomas zu überzeugen, mit ihr ein Team zu bilden, damit sie ein echtes Beach-Volleyball-Idol werden kann. Allerdings scheint weder Emily noch Claire Interesse daran zu haben. Haruka riecht jedoch den Braten und bietet ihr einen kleinen Wettkampf an. Würde Akari im Spiel unterlegen sein, muss sie sich dem Volleyball-Club der vierköpfigen Truppe anschließen. Mit Marissa Thomas liegt der Fokus in der achten Folge auf einer weiteren neu eingeführten Figur. Bereits in den letzten Folgen hier und da erwähnt, handelt es sich bei Marissa um die Mutter der beiden Zwillinge. Sie beginnt damit, Haruka und Kanata zu trainieren, damit sie peu à peu zu ihren Töchtern aufschließen können. So wird der Zuschauer auch im zweiten Episodenpaket von Harukana Receive Stück für Stück mehr in die Welt des Beach-Volleyballs eingeführt. Obwohl teilweise auch Regeln und Techniken erklärt werden, konzentriert sich die Anime-Serie deutlich mehr auf die Charaktere und die Freundschaft zueinander. So bilden Story und Setting den dichotomischen Rahmen der Serie.

Angenehme Fortführung des Konzepts

Zwischenmenschliche Beziehungen sind in Harukana Receive überaus wichtig, da gerade dieser Aspekt den Anime rund um den Beach-Volleyball-Sport so interessant macht. Es sind glaubhafte Figuren, die alle ihren eigenen Weg gehen, die sich aber mehrmals schneiden und zu einem guten Stück gleich verlaufen. Wirkliche Höhe- und Tiefpunkte sind hierbei deutlich greifbarer als noch in den ersten sechs Folgen, aber das richtige Drama spielt sich nur auf dem Spielfeld ab. Vor allem in den letzten Episoden der zwölfteiligen Anime-Serie gibt es ein paar spannende Momente, wo sich das Training der Charaktere bemerkbar macht. Da die Anime-Serie auf Zickenkriege und unnötige Anfeindungen untereinander verzichtet, kann das Werk sehr viel gute Laune versprühen. Das liegt vor allem am sommerlichen Setting, denn Okinawa glänzt auch trotz des Einzugs gehaltenen Winters noch genauso stark wie zu Beginn. Hinzu kommen liebevolle Dialoge, die einfach zu den durchweg weiblichen Figuren passen. Auch die unnötig starke Betonung diverser Körperstellen fällt nicht mehr ganz so stark ins Gewicht. Der Humor ist nach wie vor sehr seicht und wird meistens mittels überzeichneter Gestik und Mimik ausgedrückt, was durchaus spaßig ist. Wem das angenehme Seriendebüt gefallen hat, wird auch bei der zweiten Volume von Harukana Receive definitiv nicht enttäuscht werden.

Bekanntes Erscheinungsbild

Sowohl die deutsche als auch die japanische Synchronisation im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0 im Falle der Blu-ray-Fassung weiß zu gefallen. Hinzu kommt ein ganz angenehmer Soundtrack, der die Dramatik während der Spiele gut unterlegt. Das farbenfrohe Bild selbst liegt in der Auflösung von 1080p vor und ist bildschirmfüllend, sodass problemlos die ganze Beach-Volleyball-Action auf dem Fernseher erstrahlen kann. In puncto Bonusmaterial steigert sich die zweite Volume von Harukana Receive nur bedingt. So gibt es im digitalen Bereich neben einer Clean-Version des zweiten Openings selbiges auch mit dem zweiten und dritten Ending. Interviews oder Making-ofs gibt es leider abermals nicht. Besonders Einblicke von der Umsetzung der Manga-Vorlage zur Anime-Serie wären interessante Inhalte gewesen. Hier verschenken Lizenzgeber und Publisher Potenzial. Ein wenig besser sieht es bei den physischen Dreingaben aus. Laut den Angaben des Herstellers liegen der zweiten Volume einerseits ein Booklet und andererseits ein Poster bei. Die beiden Materialien standen leider nicht zu Rezensionszwecken zur Verfügung. Es ist jedoch von der gewohnt hohen Qualität des Publishers auszugehen. Unterm Strich bleibt aber dennoch eine leicht unterhaltende Anime-Serie, die mit ihren sommerlichen Vibes Fans von Sport-Anime-Serien zufriedenstellt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nach der ersten Volume habe ich ehrlich gesagt keine große Steigerung von Harukana Receive erwartet. Diese ist in meinen Augen auch nicht eingetroffen, denn weder ist die Story besonders tiefgründig, noch erwarten die Charaktere großartige Höhen und Tiefen. Am spannendsten sind da schon die Wettkämpfe, die sich zum Ende der Serie häufen. Diese werden dem Zuschauer gut dosiert serviert und sind eine willkommene Abwechslung zur seichten Geschichte. Wer das ganz große Drama erwartet, wird vermutlich nicht viel mit der Anime-Serie anfangen können. Wem das aber nicht so wichtig ist, darf sich aber zumindest über eine sehr entspannende Erfahrung freuen. Die Serie vermittelt Werte über Freundschaft und Zusammenhalt. Hinzu kommt, dass sie mit dem selbst im Winter noch sehr warmen und farbenfrohen Okinawa wunderbar sommerliche Vibes versprüht. Genau dieser Ansatz ist es auch, mit dem Harukana Receive in Erinnerung bleiben wird. Wem die erste Volume der Serie gefiel, darf auch bei der zweiten Ausgabe zugreifen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Harukana Receive (Vol. 2)!

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