Preview: Grand Theft Auto: The Trilogy – The Definitive Edition

Mit Grand Theft Auto III revolutionierte Publisher Rockstar Games 2001 das Action-Genre. Zusammen mit Grand Theft Auto: Vice City aus dem Jahr 2002 und Grand Theft Auto: San Andreas von 2004 bilden diese drei Titel Grand Theft Auto: The Trilogy – The Definitive Edition.

Schon länger hat die Gerüchteküche gebrodelt. Inzwischen ist Grand Theft Auto: The Trilogy als Definitive Edition für den PC, die PlayStation 4, die PlayStation 5, die Xbox One, die Xbox Series X und sogar für die Nintendo Switch offiziell angekündigt. Damit werden so gut wie alle zum Veröffentlichungszeitpunkt gängigen Plattformen bedient, sodass auch all die Spieler in den Genuss der drei Spiele kommen können, die sie in den ursprünglichen Versionen damals nicht spielen konnten, nicht alt genug dafür oder vielleicht noch gar nicht geboren waren. Beim Begriff der „Definitive Edition“ ist es aber immer schwierig, alleine vom Namen auf das fertige Produkt zu schließen. Die Änderungen könnten schließlich sowohl marginal ausfallen als auch so umfassend sein, dass sich die Spielerfahrung maßgeblich ändert. Im ersten Trailer zeigt Rockstar Games, dass sie optisch ordentlich an der Grafik geschraubt haben. Unserer Meinung nach ist das nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig, denn beim direkten Grafikvergleich, den der Trailer hergibt, fallen die matschigen Texturen und vor allem die verstaubten Gesichtsanimationen sofort auf. All das wirkt wie für eine neue Generation aufbereitet, auch wenn ein richtiger Quantensprung ausbleibt. Trotzdem ähneln die Spiele deutlich mehr Grand Theft Auto IV von 2008 und kaschieren so geschickt ihre PlayStation-2-Herkunft.

Stimmungsvolle Überarbeitung

Bei Grand Theft Auto: The Trilogy – The Definitive Edition wirkt alles direkt sehr viel stimmiger. Vor allem die Licht- und Schatteneffekte bereichern die Atmosphäre. Wenn wir bei Regen durch das von New York City inspirierte Liberty City in Grand Theft Auto III düsen, dabei durch die tatsächlich einzeln zählbaren Regentropfen das Scheinwerferlicht unseres Autos dringt und dieses auf der nassen Straße gespiegelt wird, ist das einfach nur atemberaubend. Ähnlich sieht es bei den Neonlichtern im Las-Vegas-Verschnitt Las Venturas in Grand Theft Auto: San Andreas aus. Ein kleines und gar nicht so unwichtiges Detail ist hingegen das Verkehrsaufkommen. So verspricht der Trailer anhand einer Szene im Miami-Ersatz in Grand Theft Auto: Vice City, dass nun deutlich mehr Fahrzeuge auf der Straße zu sehen sind. Ob das wirklich stimmt, werden wir aber wohl erst dann erfahren, wenn wir selbst Hand an das Spiel legen können. Immerhin war der Mangel an Fahrzeugen selbst bei Grand Theft Auto V aus dem Jahr 2013 noch ein nicht unerhebliches Problem, das jeder Fan zugenüge kennt: Gerade dann, wenn wir unseren Wagen in einem Augenblick der Unachtsamkeit geschrottet haben, ist das nächste Auto meilenweit entfernt. Rockstar Games hat bei der Definitive Edition endlich die Möglichkeit, dieses recht nervige Manko der Reihe ein für alle Male auszuradieren.

Vielversprechende Neuerungen 

Es gibt aber auch wichtige Neuigkeiten, auf die der Trailer nicht, die offizielle Homepage von Grand Theft Auto: The Trilogy – The Definitive Edition dafür umso mehr eingeht. Allen voran sei hier erwähnt, dass Missionen auf Knopfdruck neu gestartet werden können, anstatt vom Krankenhaus oder vom Polizeirevier umständlich wieder zum Startpunkt der Aufgabe zu fahren. Wer trotzdem gerne die Gegend erkundet, soll auf der Minimap Wegpunkte setzen dürfen. Auch im Bereich der Steuerungsmethode verspricht Rockstar Games ein paar Verbesserungen. Unter anderem sollen die für Grand Theft Auto: San Andreas wichtigen Drive-by-Shootings besser von der Hand gehen. Ganz allgemein soll sich die Steuerung stark an der von Grand Theft Auto V orientieren. Entsprechend dürfen wir mit verbesserten Auswahlrädern für Waffen und Radiosender rechnen. Auf der Switch soll Zoom und Menüauswahl über den Touchscreen und Zielen via Gyrosensor möglich sein. Gesehen oder gespielt haben wir davon aber noch nichts. Antworten wird uns erst das fertige Produkt ab dem 11. November 2021 liefern. Fraglich ist ebenfalls, welche Songs in der Definitive Edition enthalten sein werden. Rockstar Games hat 2015 aus der Downloadversion von Grand Theft Auto: Vice City zum Beispiel über zehn ikonische Songs herausgeschnitten. Es wäre echt klasse, wenn diese für die Definitive Edition zurückkehren könnten. Dem Nostalgiefaktor würde es definitiv nicht schaden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf dem offiziellen Trailer und den Informationen auf der Homepage der Trilogie): Grand Theft Auto ist für mich eine der wichtigsten Videospielreihen überhaupt. Kaum ein anderes Franchise hat so gut bewiesen, wie sich eine Reihe entwickeln kann, wenn sie die zweidimensionalen Strukturen nahezu vollständig hinter sich lässt und in die Dreidimensionale gehievt wird. Ich freue mich so sehr darauf, die drei Klassiker in einem frischen Gewand zu erleben. Noch einmal Liberty City zu erkunden, den Strand von Vice City unsicher zu machen und die offene Spielwelt in Form des Staates San Andreas zu erleben, wird mit ziemlicher Sicherheit wieder ein sehr großer Spaß werden. Durch Verbesserungen wie eine aktualisierte Steuerung, die deutlich mehr Komfort verspricht, kann Rockstar Games sicher nicht nur alte Hasen, sondern auch neue Spieler ansprechen, die die drei Klassiker noch gar nicht kennen. Ich hoffe lediglich, dass die originalen Soundtracks möglichst vollständig mit an Bord sein werden, denn diese machen für mich einen essentiellen Teil der drei Spiele aus. Wenn Rockstar Games das ebenso bewusst ist, wovon ich einfach einmal frech ausgehe, kann bei Grand Theft Auto: The Trilogy – The Definitive Edition gar nichts schiefgehen.

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