Review: Dr. Stone (Vol. 2)

Nachdem im März 2021 der Startschuss für die Anime-Serie im deutschsprachigen Raum fiel, dauerte es lediglich zwei Monate, bis es mit der zweiten Volume weiterging. In der zweiten Ausgabe springt Dr. Stone mit neuen Erfindungen auf die nächste wissenschaftliche Ebene.

So schnell kann es gehen: In nur wenigen Sekunden wurden alle Menschen und Schwalben auf der Erde in Stein verwandelt. 3700 Jahre später konnte sich Ishigami Senku aus seiner steinernen Hülle befreien. Er macht sich daran, die Menschen zu befreien und will mit ihnen die Zivilisation peu à peu wieder aufbauen. Ihm gelingt es nicht nur, seine beiden Freunde Ōki Taiju und Ogawa Yuzuriha von ihrer Versteinerung zu lösen, sondern auch den durchtriebenen Shishiō Tsukasa. Dieser ist von Senkus Plan nicht gerade angetan und verfolgt stattdessen das Ziel, nur die jungen und starken Menschen wiederzubeleben und die alte Bevölkerung bequem loszuwerden. Gegen Ende der ersten Volume von Dr. Stone gelang es Tsukasa offenbar, Senku zu töten. Seine beiden Freunde konnten Tsukasa jedoch ablenken und Senku retten. Dennoch trennen sich die Freunde am Ende, damit sie ihren eigenen Weg gehen und die neue Welt kennenlernen können. Während Taiju und Yuzuriha sich Tsukasa als Spione anschließen sollen, will Senku nach den mysteriösen Rauchzeichen am Horizont Ausschau halten. Kurz nach seiner Abreise trifft er auch schon auf die junge Kriegerin Kohaku, die mit ihren Freunden in einem kleinen Dorf lebt. Senku bekommt auf diese Art und Weise die Gelegenheit, neue Freundschaften und vor allem neue Bündnisse zu schmieden.

Wissenschaftliches Vorgehen

Damit sich die Dorfbewohner jedoch Senkus Vorstellung des „Königreichs der Wissenschaft“ anschließen, muss er die Dörfler erst einmal vom Aberglauben der Magie befreien und ihnen die Lehren der Wissenschaft erklären. Neben Flaschenzug und Rädern kommt es auch zur Wiederentdeckung der Elektrizität. Auch die Herstellung von Glas, das Schmelzen von Gold und die Verwendung von Magneten sind essentielle Bestandteile der Erzählung der sechs in der zweiten Volume von Dr. Stone enthaltenen Folgen. In handlungstechnischer Hinsicht wird es definitiv nicht langweilig, was auch am Zwist mit Tsukasa liegt. Da die „Leiche“ von Senku nie gefunden wurde, sucht dieser immer noch verzweifelt nach ihm, um ihn zu erledigen, damit die Wissenschaft aus der Welt verschwindet. Also schickt Tsukasa Späher aus. Einer der Späher landet auch im Dorf von Kohaku. Dabei handelt es sich um den selbstsüchtigen Asagiri Gen, der nur zu seinem Vorteil handelt. Ob es Senku gelingt, Gen auf die Seite des Dorfes zu ziehen, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Allgemein lässt sich sagen, dass die sechs jeweils circa 24-minütigen Episoden eher ruhig sind und sich die Story auf die Figuren und den teils echt überdrehten Humor konzentrieren kann. Das funktioniert außerordentlich gut, sodass es in keiner einzigen Minute langweilig für den Zuschauer wird.

Atmosphärisches Gesamtbild

Abseits der Handlung von Dr. Stone, die sich nach wie vor auf wissenschaftliche Techniken und Ideen stützt, kann die Anime-Serie auch in der zweiten von insgesamt vier Volumes der ersten Staffel mit ihrer visuellen Ausgestaltung punkten. Im bildschirmfüllenden 16:9-Format kommen sowohl die Panoramen und näheren Umgebungsgrafiken als auch die dazu passenden Charaktermodelle wunderbar zur Geltung. Letztere dürften für den einen oder anderen Zuschauer aber etwas zu detailarm und verbesserungswürdig sein. Auch wenn es den Figuren optisch an Details mangelt, geht der farbenfrohe Stil in der Auflösung von 1080p mit den Hintergründen Hand in Hand. Der Soundtrack von den Komponisten Katō Tatsuya, Tsutsumi Hiraoki und Kanesaka Yuki passt durchgehend zu den dargestellten Situationen und wirken prähistorisch und auch mittelalterlich, wodurch Aufbruchsstimmung ins Zeitalter der Wissenschaft aufkommt. Ebenfalls gelungen ist die Auswahl der Synchronsprecher, die zu den ihnen zugewiesenen Rollen passen. Dies betrifft sowohl die sehr gute japanische, als auch die ebenbürtige deutsche Synchronisation im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0. Als Bonus gibt es bei der physischen Version ein 36-seitiges Booklet obendrauf. Digitale Boni gibt es leider auch bei der zweiten Volume von Dr. Stone nicht, was durchaus etwas bedauerlich ist.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Dr. Stone ist eine Anime-Serie, die sehr leicht unterschätzt werden kann. Aufgrund dessen, dass das Szenario einerseits bekannt und andererseits recht frisch ist, kann es für Dr. Stone vielleicht schwierig sein, zahlreiche Fans zu finden. Ich hoffe jedoch, dass es dazu kommen wird, denn die Geschichte ist interessant und spannend zugleich. Auch wenn die Action etwas zu kurz kommt, sind es gerade die spaßigen Dialoge und allgemein die Charaktere, die Dr. Stone so sehenswert machen. Es ist echt eine Freude, die Figuren beim Tüfteln und Erfinden altbekannter Errungenschaften zu beobachten und sie auf dem Weg, die Zivilisation zurückzuholen, zu begleiten. Ein Unterfangen, was wohl noch viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Allerdings gibt es ein Ziel, was vielen Anime-Serien fehlt. Dr. Stone hat in den ersten zwei Volumes gezeigt, dass das Potenzial vorhanden ist. Ich bin gespannt, wie sich die Handlung ab der dritten Volume entwickeln wird!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dr. Stone (Vol. 2)!

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