Umfrage: Eure Meinung zum Nintendo-3DS-eShop!

Der Start des Nintendo 3DS lief für Nintendo vermutlich nicht wie geplant. Wir möchten hier nicht von Verkaufszahlen reden, eher von einem Feature des Nintendo 3DS, welches zum Launch noch überhaupt nicht vorhanden war: Dem eShop, wo ihr Virtual-Console-Klassiker, 3D-Remakes und DSiWare-Spiele herunterladen könnt. Anfangs hieß es, dass der eShop mit dem Software-Update im Mai nachgereicht wird. Dieses Update verschob sich allerdings auf Juni und kam nur mit einer mickrigen Auswahl an Spielen daher. Einzig allein Super Mario Land, Alleyway und Tennis bot der japanische Konzern den Spielern.

Das hat man 2006 mit der Wii deutlich besser gemacht. The Legend of Zelda: Link’s Awakening wurde noch in der ersten Woche nachgereicht. Es folgten außerdem noch Donkey Kong und Kirby’s Dreamland. Immerhin steigt die Zahl der Virtual-Console-Spiele auf dem 3DS wöchentlich, überwiegend auch mit durchaus guten Titeln. Doch Nintendo hat es immer noch nicht geschafft, eShop-Karten einzuführen. Wer also nicht über eine Kreditkarte verfügt, muss also weiter warten. Derzeit ist Ende Juli für diese Karten terminiert.

Doch was haltet ihr von der aktuellen Gesamtsituation? Reicht euch die überschaubare Auswahl an Klassikern und DSiWare-Titeln aus? Was haltet ihr von den 3D-Videos, die heruntergeladen müssen und nicht gestreamt werden? Fehlen euch noch Features für den eShop? Lasst uns eure Meinung wissen! Viel Spaß beim Abstimmen!

Umfrage-Ergebnis: U are the winner!

Auch in diesem Jahr fand im Juni die wichtigste Videospielmesse der Welt in Los Angeles statt. Die Electronic Entertainment Expo, kurz E3, bereitet einigen Videospielfans schon im Vorfeld die eine oder andere schlaflose Nacht. Wenn dann auch noch geniale Ankündigungen auf der Messe gemacht werden, gibt es für den einen oder anderen Zocker keinen Halt mehr. Während Microsoft weiterhin auf Kinect setzt und Sony mit der PlayStation Vita endlich den PSP-Nachfolger in den Startlöchern hält, punktete Nintendo mit der Ankündigung der Wii U.

Wir haben euch gefragt, welcher der drei großen Hersteller die diesjährige E3 gewonnen hat. Microsoft und Sony teilen sich gleichermaßen den zweiten Platz, da sie jeweils 16% der Stimmen einkassiert haben. Nintendo schlägt mit überzeugender Mehrheit mit 68% zu Buche. Unserer Meinung nach kam dieses Ergebnis nicht sehr überraschend, da das innovative Konzept der Wii U durchaus vielversprechend ist. Abschließend möchten wir uns noch bei allen Teilnehmer dieser Umfrage bedanken: Dankeschön!

Partner: Mario-Kart-Wii-Turnier #7

Der Sommer im NextGen-Forum wird heiß, denn am 17. Juli 2011 lassen wir ordentlich die Reifen quietschen – im siebten Mario-Kart-Wii-Turnier des NextGen-Forums. Seit 2008 wird diese Veranstaltung ein bis drei Mal jährlich ausgefochten und jedes Mal gehen alle Teilnehmer mit einem Lächeln aus dem Spiel. Wenn ihr auch Interesse an Mario Kart Wii habt und euch mit einer der besten Communities des Internets messen wollt, dann würden wir uns sehr freuen, wenn ihr euch bis zum 16. Juli 2011 im Thread registrieren würdet.

Review: The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D

Im Jahr 1998 erschien mit The Legend of Zelda: Ocarina of Time ein wegweisendes Spiel auf dem Nintendo 64. Mit diesem erfolgreichen Action-Adventure zeigte Entwicklerlegende Shigeru Miyamoto, wie sich Serie und Genre in Zukunft entwickeln sollten. 13 Jahre später beglückt Nintendo die Fans mit einem Remake in autostereoskopischen 3D!

An der bereits damals märchenhaften Handlung hat sich bis heute nichts getan. Nach wie vor kontrollieren wir den jungen Hylianer Link, der fernab seines Volkes im Dorf der Kokiri lebt. Vom mächtigen Deku-Baum erhalten wir den Auftrag, eine Prinzessin in einem gar nicht so weit entfernten Schloss zu beschützen. Unsere Reise führt uns durch das mystische Land Hyrule. Schon bald erfahren wir, dass sich der Großmeister des Bösen Ganondorf dem Triforce, einer  sagenumwobenen Macht, bedienen möchte, um Hyrule zu unterjochen und die Herrschaft an sich zu reißen. Das können wir natürlich nicht tatenlos mit ansehen und schicken unseren Helden, nach etwa einem Drittel der Spiels, durch die Zeit – auch wenn die daraus resultierende Handlung nicht ganz ohne Paradoxon ist.

Zeitenreisen – inklusive Paradoxon

Dieses Spielkonzept fühlt sich auch 13 Jahre nach der Erstveröffentlichung im Jahr noch taufrisch an. Dieses Feature müssen wir für Nebenaufgaben und selbstverständlich auch für den wichtigen Story-Verlauf mehrmals nutzen, um im Spiel voran zu kommen. Pflanzen wir beispielsweise in unserer Kindheit eine magische Bohne ein, können wir sieben Jahre später auf einem schwebenden Blatt somit ein Herzteil (vier davon erweitern unsere Lebensenergie) auf einer vorher unpässlichen Anhöhe erreichen. Oder wir müssen während unseres Lebens als Erwachsener ein Lied erlernen, womit wir in der vorherigen Epoche ein bestimmtes Ereignis auslösen können. Aber nicht nur durch das Zeitreise-Element tun sich uns immer mehr Möglichkeiten auf. Viel wichtiger ist es, die in den Dungeons gefundenen Gegenstände sinnvoll in der weitgehend offenen Spielwelt zu benutzen. Steine können mit Bomben gesprengt oder mit einem Hammer aus dem Weg geräumt werden, fliegende Gegner holen wir mit unserem Bogen vom Himmel – die Möglichkeiten sind durchaus groß. Nebenaufgaben finden wir in Hyrule fast wie Sand am Meer. Da möchten entlaufene Hunde eingefangen, spezielle Hühner aus einer Menge an Gefieder ausgesucht und Bogenschießwettbewerbe gewonnen werden. Beschäftigungsvielfalt wird in den Nebenaufgaben genauso groß geschrieben, wie die facettenreichen Dungeons.

Von Rätseln und Bossgegnern

Die im Spiel vorkommenden Labyrinthe unterscheiden sich untereinander sehr. Während wir im Feuertempel mit extremen Temperaturen kämpfen und im Schattentempel nur mit dem Auge der Wahrheit versteckte Plattformen aufspüren, müssen wir im Geistertempel einfallende Lichtstrahlen geschickt auf bestimmte Objekte projizieren, um Durchgänge zu öffnen. An der Methode, wie wir an einen Tempel herangehen, ändert sich im Spiel durchgehend allerdings nichts. So finden wir meist zuerst Karte und Kompass, damit wir uns in den Dungeons nicht verlaufen und noch nicht geöffnete Schatztruhen aufspüren können. Durchstöbern wir das Verlies lange genug, finden wir früher oder später in einer Truhe ein neues Item, mit dem wir dann meistens auch den jeweiligen Bossgegner besiegen können. Hier erwartet uns im Übrigen auch schon die erste Neuerung des Spiels. Keine Sorge, die Bosskämpfe fühlen sich nach wie vor noch so an, wie einst 1998. Allerdings können wir nun gegen jeden Bossgegner, den wir bereits besiegt haben, nochmals kämpfen. Dazu müssen wir uns einfach in Links Baumhaus aufs Bett legen und den entsprechenden Kampf auswählen. Allerdings sind wir nur so stark, wie wir auch zum Zeitpunkt der ersten Auseinandersetzung waren. Es ist also nicht möglich, Bomben auf Spinnenkönigin Gohma zu werfen oder mit dem Bumerang König Dodongo zu bekämpfen. Hier hat Nintendo ordentlich Potential verschenkt, da besonders diese Möglichkeiten für experimentierfreudige Fans sicherlich sehr interessant gewesen wären. Da die 3DS-Cartridge ebenfalls über keine Online-Modi oder Street-Pass-Funktionen verfügen, ist der Austausch von Highscores ebenfalls ausgeschlossen.

Ver(schlimm)besserte Menüführung

Trotzdem macht das Fehlen dieser Komponente aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D noch lange kein schlechtes Spiel. Die Entwickler haben dann doch an allen Ecken und Kanten versucht, den Titel eine neue Spielerfahrung zu verpassen. So entfällt in der neuen Fassung das ständige Aufrufen des Menüs, um im Wassertempel die Eisenstiefel ständig an- und abzulegen. Ab sofort fallen die ehemaligen Ausrüstungsgegenstände in die Kategorie der Items. Das ist sinnvoll und hat den flüssigen Spielablauf bei unserer Durchspielsession deutlich erleichtert. Außerdem ist das Menü nicht mehr starr angeordnet, wie noch auf dem Nintendo 64 oder dem Gamecube. Jedes Objekt kann miteinander vertauscht werden, um etwaige Suchen nach einem bestimmten Item zu erleichtern. Apropos Menü: In den Dungeons wird auf dem unteren Bildschirm die Karte samt ungeöffneten Schatztruhen eingeblendet. Der Ansatz hat uns gefallen, doch wird die eigene Position nur auf der Minimap des oberen Screen angezeigt. Warum sich Entwickler Grezzo für diesen sinnfreien Schritt entschieden hat, wissen wir nicht.

Links Augen und der 3DS

Steuerungstechnisch hat sich ebenfalls etwas getan. Zwar kontrollieren wir den jungen Link wie gewohnt noch über das Schiebepad und geben unsere Befehle mittels Tasten und Knöpfen ein, doch können wir dieses Mal auch die Bewegungssensoren des 3DS ausnutzen. Wenn wir durch die Ego-Perspektive schauen, brauchen wir nun nicht mehr mühevoll das Schiebepad bewegen – es reicht nun vollkommen aus, dass wir den 3DS in alle Himmelsrichtungen schwenken. Allerdings haben die Entwickler nicht daran gedacht, dass diese Funktion bei eingeschaltetem 3D-Feature eher schlecht als recht funktioniert. Wir müssen genau darauf aufpassen, dass wir unsere Augen simultan zum Handheld bewegen. Zwar können wir in den Optionen auf die allseits bekannte Schiebepad-Steuerung umstellen, doch empfehlen wir eher für den kurzen Moment die 3D-Funktion abzustellen. Besonders beim Bogenschießen fällt uns nämlich auf, dass die Bewegungssteuerung deutlich besser funktioniert.

Die Zelda-Identität

Änderungen der Gamecube-Version, wie das Entfernen der auf den Islam zurückzuführenden Symbole, von Mond und Stern auf dem Spiegelschild, wurden durchgehend übernommen. Nintendo hat es aber trotz allen doch noch geschafft, Nebencharakteren neue Namen zu verleihen. So heißen die beiden Vogelscheuchen auf einmal Peter und Paul und die Zimmermänner hören nun nicht mehr auf die Namen der Beatles. Auch die Hommage an die Comicserie Gespenstergeschichten in der Zitadelle der Zeit hat durchweg ihren Sinn verloren. Diese Änderungen stehen natürlich nicht für die restliche Qualität des Spiels ein, doch hat man hier dem Spiel ein wenig seine ursprüngliche Identität geraubt. Eine positive Änderung ist allerdings die aufgebohrte Optik des Titels. Wo man nur hin sieht, wirken die Texturen nun deutlich schärfer (wenn auch ein bis zwei Texturen bei genauem Hinschauen auch mal etwas matschig wirken). Die Umgebungen erstrahlen in satteren Farben als noch beim Original und auch jeder einzelne Charakter wirkt nun deutlich glaubhafter. Einzig allein selten auftretende Einbrüche in der Bildwiederholungsrate und sporadisch auftretende Grafikfehler, wie das falsche Einfügen des 3D-Effekts können das Spielerlebnis kurzzeitig beeinträchtigen.

Trotz Mängeln ein würdiges Remake

Der imposante Soundtrack unterlegt das Geschehen jederzeit sehr, sehr gut – allerdings fragen wir uns, warum Nintendo sich beim Remake eines der unter Fans wohl beliebtesten Teile der Reihe nicht für einen orchestralen Soundtrack entschieden hat. Dass das technisch umsetzbar ist und auch durchaus gut klingt, erfahren wir beim Abspann, wo der einzige orchestrale Titel aus den Lautsprechern dröhnt. Abschließend bleibt uns nur zu sagen, dass The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D trotz der vereinzelten Mängeln ein würdiges Remake eines zeitlosen Klassikers darstellt. In kaum einem anderen Spiel haben wir später nochmals so viele Nebenaufgaben, Mythen und Geheimnisse entdecken können – und wenn doch, dann gehört dieser Titel vermutlich sowieso zur The-Legend-of-Zelda-Reihe. Sammler haben aufgrund des Soundtracks (den es bei einer Registrierung bis zum 30. Juni kostenlos dazu gab) bereits zugeschlagen, Kenner brauchen den Titel allerdings nicht noch einmal im Regal stehen haben, da die Änderungen im Grunde nur im Detail liegen. Jüngere Spieler und jene, die dieses Spiel schlichtweg nicht gespielt haben, kommen um den Kauf allerdings nicht herum, um einen der besten Teile der Serie in seiner ganzen Pracht erleben zu können.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der 3DS-, Gamecube- und Nintendo-64-Version): Kurz vor der Jahrtausendwende hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit, The Legend of Zelda: Ocarina of Time spielen zu können. Da es eines meiner ersten Spiele in einer dreidimensionalen Spielwelt war, habe ich mich anfangs noch relativ schwer damit getan. Vor jedem Absprung musste ich aus Reflex den A-Knopf des dreizackigen Nintendo-64-Controllers drücken, da ich aus meinen Super-Nintendo-Zeiten nichts anderes gewohnt war. Mit der Zeit hatte sich das natürlich relativiert und ich konnte 2001 auf meinem eigenen Nintendo 64 erstmals wirklich für mich alleine die Spielwelt erkunden. Allerdings hat Ocarina of Time für mich niemals den Stellenwert eingenommen, wie für viele andere Spieler auch. Mir kam es immer so vor, als ob andere Spieler mit The Legend of Zelda: Ocarina of Time ihren Einstieg in die The-Legend-of-Zelda-Welt gefunden haben. Für mich war es nicht wirklich mehr als ein aufgebohrtes A Link to the Past, verpackt in einer dreidimensionalen Spielwelt. Bis zum Jahr 2002 favorisierte ich aus diesem Grund auch den Super-Nintendo-Ableger. Dann erschien aber Majora’s Mask, welches bis heute mein absolutes Lieblingsspiel der Reihe – Ocarina of Time fehlte einfach eine wirklich lebendige Welt mit Charakteren, die auch tatsächlich ihrem Tagwerk nachgehen und nicht nur stumm in der Gegend herumstehen. Trotzdem kam ich ein paar Wochen später auch noch in den Genuss der Gamecube-Fassung, die der limitierten Erstauflage von The Legend of Zelda: The Wind Waker beilag. Diese habe ich dann noch mehr genossen als die einstige Nintendo-64-Version. Heute, etwa neun Jahre später, habe ich meine Meinung zu Ocarina of Time nicht geändert. Das Spiel mag wirklich gut sein, daran besteht überhaupt kein Zweifel, doch in der 3DS-Ausgabe fallen mir schon wieder genau die Punkte ein, die ich an dem Spiel damals bemängelte. Außerdem taten sich neue Punkte auf: Wie kann es bei einem Remake passieren, wo man sich größtenteils nur auf die technischen Aspekte konzentriert, dass Grafikfehler ungeschoren durch die Qualitätssicherung kommen und der Titel nach dreizehn Jahren nicht mit einem orchestralen Ingame-Soundtrack gewürdigt wird? Das ist bei einer Neuauflage meiner Meinung nach nicht entschuldbar. Trotzdem habe ich das Durchspielen des Titels abermals genossen. Das freischaltbare Master Quest (eine schwierigere Version des Originals mit veränderten Dungeons und erstmals einer gespiegelten Welt von Ocarina of Time) werde ich dann vermutlich aber erst zum Einstieg des nächsten Zeldas auf der Wii einlegen.

Review: The Legend of Zelda: Phantom Hourglass (Manga)

Als The Legend of Zelda: Phantom Hourglass 2007 für den Nintendo DS erschien, spaltete es die Fans. Die einen mochten das neue Konzept, Link mittels Stylus durch die Welt zu lenken und die innovativen Rätsel zu lösen. Die anderen Spieler konnten sich partout nicht mit dem zu einfachen Schwierigkeitsgrad und der Linearität anfreunden. Mit dem Manga werden aber dieses Mal beide Spielertypen zufriedengestellt, zumal sie nicht ins Geschehen eingreifen müssen. Link segelt handlungsgetreu mit Piratin Tetra über die Meere, immer auf der Suche nach einem neuen Abenteuer. Eines Tages stoßen die beiden auf ein Geisterschiff, woraufhin Tetra entführt wird und Link sein Matrosendasein aufgeben muss. Auf einer Insel bekommt der Recke Schwert und Schild in die Hand gedrückt, entdeckt ein magisches Stundenglas und erhält zudem den Auftrag, dessen Inhalt zu füllen und anschließend gegen das Böse zu kämpfen. Unterstützung erhält das wackere Kerlchen vom Piraten Linebeck und der geheimnisvollen Fee Ciela.

Piratenpack

Der Manga erzählt die Geschichte des Spiels spannend und führt uns an viele Orte, die wir so auch noch aus dem Spiel in Erinnerung haben. Zwar dümpelt die Handlung zwar gelegentlich vor sich her, doch besonders zu Beginn und am Ende ist sie deutlich stark vertreten, wecken in uns sogar das Gefühl, wir würden gerade selbst über das blaue Meer in Phantom Hourglass segeln. Schade nur, dass bisher kein Manga zu The Legend of Zelda: The Wind Waker erschienen ist. Somit wird der Charakter Tetra nur am Rande erklärt und ihre wahre Bedeutung kommt im Manga nicht sonderlich gut zur Geltung. Akira Himekawa haben Links Abenteuer wunderschön mit schwarzweißgrauen Zeichnungen in Szene gesetzt, auch die deutschsprachige Übersetzung von Hirofumi Yamada ist wieder einmal gut gelungen. Wer bereits gerne auf seinem Nintendo-DS-System über die Weltmeere schippert, wird auch mit dem Manga zufriedengestellt. 188 Seiten für fast sieben Euro sind hier ein fairer Preis.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Was habe ich 2007 über das Spiel geflucht, welches diesen Manga ausmacht. Zu leicht, zu gradlinig und zu wenig zu tun war mein Fazit vor mehr als dreieinhalb Jahren in den Foren dieser Welt. Mit eben diesen Erwartungen ging ich nicht gerade unvoreingenommen an die Rezension des Mangas, aber ich wurde so schnell eines besseren belehrt. Der Manga lässt alle negativen Aspekte, die ich auch heute noch am Nintendo-DS-Spiel bemängle, vergessen und bezaubert mich mit einer strukturierten und durchdachten Handlung. Jede der 188 Seiten habe ich sehr gerne gelesen und die Zeichnungen begutachtet, zumal sie sich vom Stil her sehr von denen der anderen Mangas abheben. Ich finde es nur schade, dass man das meiner Meinung nach deutlich bessere The Wind Waker nicht in Manga-Form veröffentlicht hat – so kommt vor allem Tetras wahre Bedeutung nur sehr geringfügig zur Geltung, hier wäre deutlich mehr Tiefgang drin gewesen. Trotzdem bereue ich es nicht, den Manga gelesen zu haben. Auch ohne diese relativ wichtige Information kann man der Handlung sehr gut folgen. Wer das Spiel bereits mochte, wird auch mit dem Manga zufrieden sein – ein vorerst würdiger Abschluss der Manga-Reihe!

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: A Link to the Past (Manga)

1991 verzauberte ein Titel wie kein anderer alle Nintendo-Spieler. Die Rede ist vom dritten Teil der The-Legend-of-Zelda-Reihe, genannt A Link to the Past. Schöne 16-Bit-Grafieken und ein ausgeklügeltes Gameplay ließen dabei leider etwas außer Acht: Die Story. Obwohl diese in vielen Teilen der Serie ähnlich aufgebaut ist und auch nie wirklich stört, wäre sie für die Manga-Umsetzung essentiell gewesen. So taucht auch hier der Zauberer Agahnim im Lande Hyrule auf und verschleppt sieben Mädchen inklusive Prinzessin Zelda in die Schattenwelt. Dort versucht der Großmeister des Bösen Ganon Zugang zum heiligen Reich zu erlangen, um sich an den Kräften des goldenen Triforce bedienen zu können. Natürlich kann Link das nicht tatenlos mit ansehen, weshalb er sich finsteren Monstern und Dämonen stellt, dem Bösen den Garaus zu machen. Die Parallelen zum Spiel sind zwar vorhanden, doch treten sie nur sporadisch in Erscheinung. Nach der Rettung von Prinzessin Zelda zu Beginn des Mangas, entkommen die beiden nicht durch einen geheimen Tunnel zur Kathedrale. Während der Flucht wird die holde Maid von Agahnim entführt und nicht erst später, wie im Spiel. Außerdem trifft Link unterwegs auf eine Diebin, die sich ihm öfters in den Weg stellt und so nicht im Videospielklassiker vorkommt.

Nur für Fans

Auch über die Vergangenheit Links wird im Spiel nicht eingegangen, dafür aber umso mehr im Buch. Das ist zwar ein interessanter Blickwinkel, untermauert aber nicht den Charme des Originals und trägt im Wesentlichen auch nicht zur Geschichte bei. Zudem wurde der Schattenwelt-Aspekt von Akira Himekawa völlig fehlinterpretiert. Link kann sich ganz ohne Mondperle in der Schattenwelt bewegen, seine Schattengestalt als hilfloser Hase nimmt er nicht an. Die Zeichnungen sind den beiden Künstlerinnen dafür aber wieder einmal gut gelungen, zumal man einige Orte (die Schattenpyramide oder der Platz in den Verlorenen Wäldern, wo das Master-Schwert auf den Helden wartet) aus dem 16-Bit-Klassiker schnell wiedererkennt. Übersetzt wurde A Link to the Past von Hirofumi Yamada, dieses Mal aber etwas weniger humorvoll und dafür ernster. Der 183-seitige Manga (inklusive einem weniger interessanten sechsseitigen Interview mit Akira Himekawa und Eiji Aonuma) ist zu einem Preis von knapp sieben Euro erhältlich, dürfte aber nur für die größten Fans interessant sein.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): The Legend of Zelda: A Link to the Past war mein drittes Super-Nintendo-Spiel und zugleich mein erstes The-Legend-of-Zelda-Spiel, welches ich genießen durfte. Ich weiß noch ganz genau, wie ich mich am Morgen nach dem Kauf aus dem Bett geschlichen und  mich durch den virtuellen Regen gekämpft habe, aber den geheimen Eingang in die Burg nicht gefunden habe. Rückblickend ist mir das doch etwas peinlich, aber ein paar Stunden später versuchte ich es erneut und erlebte kurz darauf eines der epischsten Super-Nintendo-Spiele aller Zeiten. Ebenso groß waren meine Erwartungen auch an den Manga. Selbstverständlich konnte ich nicht mit einer umfangreichen Geschichte rechnen, doch dass man sich dermaßen abseits der eigentlichen Handlung bewegt, fand ich dann doch etwas schwach. Immerhin haben die beiden Zeichnerinnen nicht die Existenz von Agahnim und Ganon aufgelöst, denn bis heute weiß niemand, ob es sich dabei um zwei verschiedene Bösewichte handelt, oder ob Agahnim Ganons Gestalt in der Lichtwelt darstellt. Auch die deutsche Übersetzung hat mir dieses Mal nicht ganz so gut gefallen, auch wenn sie thematisch zu den aussagekräftigen Zeichnungen gepasst hat. Den Manga kann ich dieses Mal leider nur den Fans interessieren, denen das Spiel auch nach dem zwanzigsten Durchspielen noch Spaß gemacht hat und endlich ein wenig Abwechslung suchen.

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: The Minish Cap (Manga)

Alle einhundert Jahre öffnet sich das Tor zu einer kleinen Welt, die unter unseren Füßen schlummert. Gemeint ist die Welt der Minish, daumengroßen Wesen die einst einen Helden mit einem Schwert ausstatten, damit dieser gegen das Böse in der großen Welt kämpfen konnte. In diesem Jahr jährt sich das Ereignis erneut zum hundertsten Mal, doch dieses Mal scheinen auch wieder dunkle Kräfte mit am Werk zu sein. Der finstere Vaati verwandelt Prinzessin Zelda in eine steinerne Statue und versucht mit allen Mitteln die Macht in Hyrule an sich zu reißen. Link erhält vom König den Auftrag, nach den geheimnisvollen Minish im Wald zu suchen, denn nur diese sollen wissen, wie die Hylianer mit dem Debakel umgehen und ihre geliebte Prinzessin zurückverwandeln. Der junge Held begibt sich zusammen mit einer sprechenden und ebenso geheimnisvollen Mütze auf eine Reise durch ganz Hyrule und lässt dabei im wahrsten Sinne des Wortes kein Mauseloch unentdeckt.

Kleiner Mann ganz klein

Die beiden Zeichnerinnen fangen die Geschichte von The Minish Cap optisch sehr gut ein. Auch wenn man aufgrund der kleinen Auflösung des GameBoy Advance nicht wirklich die Videospielwelt als Vorbild für die schwarzweißgrauen Zeichnungen nutzen kann, wird der Manga dem Spiel in jeglicher Weise gerecht. Zwar wird auch hier die Handlung auf ein gesundes Minimum reduziert, doch bleibt die interessante Geschichte von Link und auch der sprechenden Mütze Ezelo durchweg spannend und im Rahmen des Fantasy-Einmaleins auch logisch erklärt. Für die deutsche Übersetzung aus dem Japanischen ist ab diesem Manga der Reihe allerdings nicht mehr Michael Ecke, sondern Hirofumi Yamada zuständig. Der Qualität tut dies allerdings keinen Abbruch. Zwar wird der Humor etwas zurückgefahren, doch auch hier gibt es noch genügend witzige Dialoge zwischen den Charakteren, die passender in die ernste Thematik eingebaut werden. 181 Seiten begleiten wir Link durch das kleine und große Hyrule, auf den letzten sechs Seiten erhalten wir noch kurze Einblicke in das frühe Leben des jungen Vaati, welche ebenfalls recht schön anzusehen und interessant ausgefallen sind. Wie die anderen Mangas fällt auch The Minish Cap mit etwas weniger als sieben Euro zu Buche.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Als ich vor einigen Jahren das erste Mal The Minish Cap auf meinem GameBoy Advance spielen konnte, war ich sofort vom Spielprinzip überzeugt. Sicherlich gab es die Möglichkeit, seinen Spielcharakter schrumpfen zu lassen in dem einen oder anderen Videospiel schon, aber in The Minish Cap ist dieses Element von vorne bis hinten, passend zum Rest des Spiels, in die Spielwelt eingebaut. So ist es auch beim Manga. An keiner einzigen Stelle wird die Schrumpft- und Großwerde-Option falsch eingebaut, jeder einzelne Moment im Manga ist wunderschön in Szene gesetzt und ich könnte mir keine Stelle vorstellen, die man hätte besser machen kann. Von der ersten Begegnung mit Vaati bis hin zum Bosskampf am Ende des Buches ist der Manga strukturiert und durchgehend flüssig aufgebaut, so lob ich mir das! Ich empfehle jedem The-Legend-of-Zelda-Fan, diesen Manga zu lesen und werde das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte dies schleunigst nachholen – hier wartet einer der besten GameBoy-Advance-Titel auf euch, den ihr unbedingt einmal gespielt haben solltet!

Vielen Dan an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: Four Swords (2) (Manga)

Nachdem sich unser Held Link im letzten Manga zu Four Swords viergeteilt hat, um gegen die bösartigen Schergen des hinterlistigen Zauberers Vaati zu bestehen, geht die Reise im zweiten Manga unaufhaltsam weiter. Drei der Links fanden sich nach ihrer unweigerlichen Trennung am Ende des letzten Mangas wieder zusammen, doch der Vierte im Bunde hat sich mit dem dunklen Ebenbild unseres Helden zusammengetan. Dessen Macht wird von einem magischen dunklen Spiegel gestützt, der ebenfalls für den Zauberer Vaati von Bedeutung ist. Um Vaati aus dem Lande zu vertreiben, ist die Zerstörung unumgänglich, doch wehrt sich der in dunkle Gewänder gehüllte Link dagegen – doch Vaati und der böse Link sind nicht die einzigen Feinde, mit denen das Vierertrupp rechnen muss. Der wahre Feind entpuppt sich schlussendlich beim Showdown an der Spitze des Turms der Winde.

Gute, aber nicht überragende Fortsetzung

Im zweiten Four-Swords-Manga werden genau wie im vorherigen Buch wichtige Begriffe wie Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt und Teamarbeit erläutert, welche wunderbar in das von Nintendo konzipierte Spiel und von Akira Himekawa verkörperten Manga passen. Leider lässt der zweite Band im Gegensatz zum Vorgänger etwas nach. Zusammenhänge werden nicht mehr ganz so gut erklärt, die Rettung der sechs Maiden wird extrem verkürzt. Ansonsten bekommen wir aber auch hier wieder mehr als nur ordentliche Zeichnungen spendiert, die Dialoge unter den Links sind wie im ersten Manga unglaublich gut gelungen und versprühen wieder eine Menge Charme und strotzen nur so voller Humor. Wer den Zeichenstil und den ersten Band bereits mochte, wird auch mit dem zweiten Ableger zufriedengestellt werden. Auf den letzten zehn Seiten werden übrigens lustige Szenen, die im Grunde nichts mit der Handlung oder dem Spiel zu tun haben gezeigt, beispielsweise sind dort die vier Links in einem Freizeitpark unterwegs. Eine nette Dreingabe, aber diese Seiten hätte man auch zur Vertiefung der eigentlichen Geschichte nutzen können. Das leider nur 173-seitige Werk ist für circa sieben Euro erhältlich und für Kenner des ersten Mangas definitiv einen Blick wert!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Als ich vor kurzem den ersten Manga über Four Swords konsumiert habe, war ich direkt von der Handlung und den damit verbundenen Geschichten sofort fasziniert. Leider erlebe ich bei den zwei Four-Swords-Mangas dasselbe Debakel wie einst bei den beiden Bändern von Ocarina of Time. Der Einstieg unglaublich gut gelungen, doch die Fortsetzung ebbt dann nach und nach ab, bis zum großen Finale. Dann sind die kleineren Fehler schnell vergessen und die restlichen Seiten wieder so gut wie der Rest des Manga. Im Manga wäre definitiv Platz für weitere Geschichten gewesen, zwanzig Seiten hätten ausgereicht, um auch die restlichen Maiden in irgendeiner Form in die Handlung mit einzufügen. Stattdessen dürfen wir bereits  nach 173 Seiten das Buch schließen. Versteht mich nicht falsch, beide Bände erzählen zusammen genommen eine packende Geschichte, doch Akira Himekawa haben bereits gezeigt, dass sie zu Größerem imstande sind, anders können wir die beiden Mangas zu Oracle of Ages und Oracle of Seasons nicht erklären. Trotzdem hatte das Lesen des japanischen Comic doch etwas Positives an sich: Ich habe plötzlich richtige Lust dazu bekommen, ein paar Freunde zusammen zutrommeln und das Gamecube-Abenteuer zumindest einmal durchzuspielen zu wollen.

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: Four Swords (1) (Manga)

Das unkonventionelle Spielprinzip namens Four Swords, in dem der Held viergeteilt wird, war erstmals im GameBoy-Advance-Remake vom Super-Nintendo-Klassiker A Link to the Past spielbar. Ziel des Spiels ist es, gemeinsam (oder alleine) Rätsel zu lösen und logisch mit seinen Mitspielern zu interagieren, um gegen die Monsterhorden bestehen zu können. Später durften auch Gamecube-Abenteurer mit den vier Links in einem neuen Spiel miteinander nach den Force-Kristallen suchen, um das Land vor dem bösen Zauberer Vaati zu beschützen. Die Handlung im Manga dreht sich um den gleichen Finsterling. Zelda merkt, dass sich böse Kräfte dem Schwert der Vier bemächtigen – kurz darauf verschwinden die sechs Maiden und die Prinzessin wird von einem dunkelgekleideten Link entführt. Dass lässt sich der junge Held selbstverständlich nicht gefallen und spaltet seine Persönlichkeit dank des sagenumwobenen Schwertes in vier Krieger. Gemeinsam erleben sie in Hyrule ein Abenteuer nach dem nächsten und widersetzen sich dem Feind, doch merken sie schnell, dass sich eine noch viel größere Macht hinter den Geschehnissen versteckt.

Viergeteiltes Abenteuer – vierfacher Spaß!

Auf den Konsolen baut das Vierspielerabenteuer auf ein durchgängiges Gameplay-Erlebnis auf, weshalb dort die Handlung kurz und knapp abgehandelt wird. Im Manga zu Four Swords bedienen sich die beiden Zeichnerinnen abermals interessanter Ideen. Die Rahmenhandlung bleibt bestehen, doch verknüpfen sie die Abenteuer, welche die verschiedenfarbigen Links auf ihrer Reise durch Hyrule erleben, mit vielen kleinen Geschichten und befreien am Ende der jeweiligen Erlebnisse eine der verschollenen Maiden. Der viergeteilte Link erkennt in Four Swords schon bald, dass sein Egoismus (der zu Beginn thematisiert wird) nicht in einem Team funktionieren kann – das sorgt gelegentliche für Spannung innerhalb des Team, was Übersetzer Michael Ecke auch hier gekonnt mit lustigen Kommentaren in den Sprechblasen untermauert. Der 191-seitige Manga kommt mit schön illustrierten Zeichnungen daher, welche den Stil des Spiels aber nicht ganz einfangen können. Nur die Charaktere und Monster erinnern stark an ihre Videospielvorbilder. Das Manga ist für weniger als sieben Euro im Laden erhältlich.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Vor einigen Jahren konnte ich Four Swords Adventures mit einem guten Freund auf dem Gamecube stellenweise erleben, durchgespielt habe ich das Spektakel allerdings nicht, da es meiner Meinung nach nur mit mehreren Leuten durchgehend Spaß macht. Umso mehr freue ich mich darüber, dass uns auch dieser Manga zur Verfügung gestellt wurde und ich so nun das Abenteuer erleben kann, ohne unzählige Stunden in ein Spiel stecken zu müssen. Der Ausgangspunkt des Abenteuers ist unverändert geblieben, aber das ganze Drumherum ist wirklich klug gestaltet und unterhält mich von der ersten bis zur letzten Seite, zumal der Manga auch versucht, die Wichtigkeit von Teamwork dem Leser näher zu bringen. Was in der Schule zwar meistens nicht wirklich klappt (faule Mitschüler), findet im späteren Berufsleben aber durchaus Anwendung. Da sich Mangas nicht nur für Jugendliche eignen, ruft uns dieses Werk die Wichtigkeit dieses Aspekts immer wieder vor Augen. Selten habe ich bisher erlebt, dass ein Comic oder in dem Falle ein Manga das zu schaffen vermag. Hier gebührt Akira Himekawa mein großer Dank!

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: Oracle of Ages (Manga)

Im Anschluss zum Manga von The Legend of Zelda: Oracle of Seasons erscheint auch schon der Manga zu Oracle of Ages. Das macht Sinn, da beide Spiele im Jahr 2001 zeitgleich auf den Markt kamen und zueinander kompatibel sind, um spezielle Spielinhalte frei zuschalten. Der Mange zu Oracle of Seasons bewegt sich relativ frei abseits der wichtigen Inhalte, doch der vorliegende Manga fällt komplett aus den Bahnen. Anstatt sich an der eher rückständigen Handlung des Spiels zu orientieren, versucht uns der Manga eine Geschichtsmixtur bestehend aus Rebellenaufständen, Zeitreisen und dessen Probleme, sowie Intrigen und Mordkomplotte zu vermitteln. Ein Jahr nach den Ereignissen im Land Holodrum suchen Link und Impa im magischen Reich Labrynna nach Dins Gegenstück Nayru, dem Orakel der Zeit. Ihre Reise führt unseren Helden in die Vergangenheit Labyrinnas, wo bereits Veran, eine durchtriebene Magierin mit dunklen Kräften und zu seiner Überraschung sogar jemand seiner Altvorderen auf ihn wartet.

Packender Fantasy-Thriller

Die Geschichte ist durchweg spannend erzählt und geht auch auf wichtige Charaktere, wie der Nachkomme Königin Ambis, ein. Persönlichkeiten wie Links Ahne Raven sind allerdings frei erfunden (sprich in keinem der Spiele taucht dieser Charakter bisher auf), vermitteln aber die nötige Dramatik, damit Oracle of Ages funktioniert. Wie in den vorherigen Mangas war auch für diese Ausgabe Michael Ecke verantwortlich, der für die Übersetzung vom Japanischen ins Deutsche zuständig war und somit mal wieder eine gute Portion Humor in die Sprechblasen gefüllt hat. Der Zeichenstil vom Team Akira Himekawa, funktioniert auch in Oracle of Seasons wieder hervorragend. Wie schon beim Vorgänger ist es auch hier nicht möglich, den Stil spielgetreu einzufangen, doch das Ergebnis lässt sich durchaus sehen. Auf 191 Seiten wird uns die überaus spannende Geschichte mit wunderschön illustrierten Zeichnungen mit Schwarz-, Weiß- und Grautönen näher gebracht und ist ihren Preis von ungefähr sieben Euro definitiv wert!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Mit dem GameBoy-Color-Spiel konnte ich damals nicht wirklich etwas anfangen. Sicherlich habe ich es mehrmals durchgespielt und die verbrachte Zeit im Spiel hat mir durchaus Spaß gemacht, doch das Zeitreiseprinzip wurde in meinen Augen schon weitaus genug in Ocarina of Time verbraucht. Deshalb freue ich mich auch darüber, dass mit Oracle of Seasons ein innovativer Titel zeitgleich erhältlich war. Wenn ich allerdings die beiden Mangas der Spiele vergleiche, gefallen mir beide gleich gut. Oracle of Seasons ist noch etwas mehr darauf bedacht, die Spielmechanik zu erklären und in Oracle of Ages erhalte ich einfach den Abschluss einer so spannenden Geschichte, wie ich sie zum letzten Mal in einem Manga von Dragonball oder Yu-Gi-Oh! erfahren habe. Für den einen oder anderen beinharten The-Legend-of-Zelda-Fan ist das natürlich ärgerlich, mir persönlich hat es allerdings durchgehend gefallen. Wer The Legend of Zelda gerne mal in einem etwas anderen Licht sehen möchte, wird mit dem besprochenen Manga durchaus zufriedengestellt. Von mir gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung!

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! 

Review: The Legend of Zelda: Oracle of Seasons (Manga)

Oracle of Seasons und Oracle of Ages gehören wohl zu den Ablegern der Serie, die aufgrund des interessanten Spielkonzepts niemals vergessen werden. Obwohl beide Titel eine andere Geschichte erzählen und sich einer anderen Spielmechanik bedienen, sind sie dennoch mit einander verknüpft. Link gelangt durch einen unglücklichen Zufall in das verwunschene Land Holodrum, wo er sich einer Gruppe Gaukler anschließt. Tänzerin Din entpuppt sich als das Orakel der Jahreszeiten und wird vom finsteren General Onox gefangen genommen, der ganz Holodrum unterjochen möchte. Link macht sich auf, um Din aus den Fängen des Generals zu befreien und trifft dabei auf bekannte Charaktere des Spiels, wie etwa die Hexe Martha, das Känguru Ricky und den geflügelten Bären Benny. Auch ein Wiedersehen mit Zeldas Amme Impa ist vorprogrammiert, doch hier merken wir bereits die ersten Anzeichen, welche das große The-Legend-of-Zelda-Universum ausmachen.

Schöner als das Original

Wie findige Spieler wissen, kontrollieren wir in jedem Titel meist einen anderen Link. So ist es auch bei The Legend of Zelda: Oracle of Seasons. Erinnerungen an frühere Abenteuer hat unser Held nicht, denn sonst würde es ihm auffallen, dass Impa auf einmal ein paar Pfunde mehr auf den Rippen liegen hat. Ebenfalls geändert wurde der Zeichenstil. Hier kann man allerdings nur geringfügig davon sprechen, dass man sich am GameBoy-Color-Spiel orientiert hat, da die mickrige Auflösung des Handhelds nicht gerade dafür geeignet ist. Trotzdem sehen alle Örtlichkeiten und Charaktere sehr ähnlich aus und überzeugen uns mit vielen lustigen Kommentaren, wieder einmal aus dem Japanischen übersetzt von Michael Ecke. Obwohl sich die beiden Zeichnerinnen nur an den Grundpfeilern der Handlung orientiert haben, schaffen sie es auch mit vielerlei Einsparungen den Charme der Spiele einzufangen. Auf 190 Seiten werden wir mittels hübschen schwarzweißgrauen Bildern auch hier bestens unterhalten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Mir hat der Manga zu The Legend of Zelda: Oracle of Seasons sehr gut gefallen, zumal Oracle of Seasons mein zweitliebster Teil der Serie ist. Zwar wird das Jahreszeiten-Element im Manga nur in abgewandelter Form dem Leser nähergebracht, doch die Kernaussage ist dieselbe und obwohl das Abenteuer auf dem Handheld von Nintendo definitiv länger ausfällt, sind es dort überwiegend die Spielelemente, die für eine lange Spielzeit verantwortlich sind und nicht etwa die zu kurz geratene Handlung. Diese wird dafür wiederum im vorliegenden Manga vortrefflich und mit schönen Zeichnungen in Szene gesetzt. Besonders die Illustrierungen zu Din haben mir sehr, sehr gut gefallen. Schon lange habe ich keine gezeichnete Dame mehr gesehen, die ohne Obszönitäten so zu gefallen weiß. Auch der durchgehend gute Humor hat sich im Gegensatz zu den früheren Mangas stark verbessert, was mir persönlich positiv auffällt. Für fast sieben Euro kann man bei diesem Werk definitiv nichts falsch machen.

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: Majora’s Mask (Manga)

Von vielen Spielen aufgrund des Spielelements der Zeitmanipulation verhöhnt, von ebenso vielen dafür geliebt ist The Legend of Zelda: Majoras Mask für das Nintendo 64 eindeutig ein zweischneidiges Schwert. Der Manga dreht sich ebenso wie die Videospielvorlage erneut um den jungen Link, der nach seinen Abenteuern in den beiden Ocarina-of-Time-Mangas nach einer alten Freundin in den östlichen Wäldern suchen möchte. Anstatt auf sie, trifft der junge Held auf das Horror Kid, welches mit ihm Schabernack treibt. Sein Pferd Epona wird entführt und Link wird in einen Deku-Jungen verwandelt. Den Bösewicht verfolgt er bis Unruh-Stadt, wo bereits in drei Tagen der Mond auf das sagenumwobene Land Termina stürzen soll. Zwar gelingt es Link, seine wahre Gestalt wieder zu erlangen und am dritten Tag die Zeit auf Anfang zurückzudrehen, doch kann er nicht tatenlos zusehen, wie das Horror Kid seine bösen Möchte verwirklichen wird – ein nicht aufzuhaltender Kampf gegen die Zeit beginnt. Die liebevoll gezeichneten Orte und Charaktere sind der Videospielwelt, wie schon in den Mangas zu The Legend of Zelda: Ocarina of Time, weitgehend nachempfunden.

Tribut an das Original

Auch in diesem Manga bedienen sich die beiden Zeichnerinnen einigen Tricks, um die Handlung voranzuschreiten und den Leser nicht zu langweilen. So bereist Link nicht jeden Ort des Nintendo-64-Spiels, kämpft beispielsweise gegen die vier Bossgegner meist vor dem Tempel und betritt diesen erst gar nicht. Ebenso wenig trifft Link auf jede Persönlichkeit der Hyrule-Parallelwelt, was in unseren Augen auch ein Stück der Unmöglichkeit gewesen wäre, alle Nebenhandlungen sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Immerhin haben sie die Liebesgeschichte von Anju und Kafei geschickt in die Rahmenhandlung eingebaut, was Fans des Spiels sehr gefallen wird. Zu guter letzt haben sich Akira Himekawa eine 17-seitige Bonusgeschichte ausgedacht, welche die Entstehungsgeschichte von Majoras Maske erzählt. Die ist durchweg gelungen und weiß ebenso zu überzeugen. Die eigentliche Geschichte wird auf 188 Seiten erzählt, die seriösen und teils humorvollen Sprechblasen wurden erneut von Michael Ecke gekonnt übersetzt. Für etwas weniger als sieben Euro erhalten Fans einen würdigen, wenn vielleicht auch teilweise zu kurz gekommenen Manga zu einem der letzten (und besten) Nintendo-64-Spiele.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Wie einige unserer Leser vielleicht schon wissen, ist The Legend of Zelda: Majoras Mask mein absoluter Lieblingsteil der Reihe. Auch wenn mir viele Spieler vorhalten möchten, dass sie der Zeitdruck stört, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Dieses Spielelement zeichnet diesen Titel geradezu aus, in keinem anderen Teil der Reihe gibt es eine Welt, die dermaßen voller Details atmet. Man kennt schon bald jeden Charakter und weiß, wo sich dieser zu welcher Zeit befindet und hat sogar die Option, die Zeit zu manipulieren. Leider ist genau dieses Element im Manga zum Spiel etwas zu kurz geraten. Gerade einmal eine Zeitreise unternimmt unser Held und rettet danach an einem Tag ganz Termina – das mag für die Spannung innerhalb der Erzählweise relativ nützlich sein, doch Kennern des Spiels wie mir, stößt das bitter auf. Besonders bei diesem Ableger hätte man auch noch einen weiteren Manga entwerfen können, um auch auf die Nebencharaktere der Spielwelt einzugehen. Schade, dass dem nicht so nicht, aber immerhin gefällt mir hier sogar die mythische Nebengeschichte über das erste Auftauchen der titelgebenden Maske. Wer das Spiel mochte, wird meiner Meinung nach auch mit dem Manga zufrieden gestellt werden.

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: Ocarina of Time (2) (Manga)

Mit dem ersten Manga der The-Legend-of-Zelda-Reihe feierte Tokyopop 2009 den Einstieg in eine Fantasy-Welt, der nicht besser hätte ausfallen können. Leider müssen wir bereits beim zweiten Manga Abstriche verzeichnen, doch der Reihe nach: Der junge Link zieht am Ende des ersten Bandes das Master-Schwert aus dem Felsen und reift zum Erwachsenen heran. Nach dem Schwerttraining mit Impa, wird der Held der Zeit im wahrsten Sinne des Wortes nun in die Wüste geschickt. Dort angekommen wird er auch schon von Ganondorfs treuen Gefolgsleuten erwartet, wie etwa den Killa Ohmaz oder dem Shiekah Shiek. Dieser entpuppt sich, wie Kenner der Videospielvorlage mit Sicherheit wissen, als die Zukunft von Hyrule. Im zweiten Band legen die beiden Zeichnerinnen größeren Wert auf die Kulturen des mystischen Landes, wie etwa den Gerudo. Leider hat dies Auswirkungen auf die eigentliche Geschichte, denn wer hofft, dass wir im zweiten Manga alle verbliebenen Handlungsorte des Spiels kennenlernen werden, wird leider enttäuscht.

Kein würdiger Abschluss

Der Wassertempel wird zusammenhanglos auf dem Weg in die Wüste dazwischen gequetscht, der Schattentempel ausgelassen und der Geistertempel ist nur kurz von außen zu bestaunen. Außerdem werden die Items, welche Link bei seiner Reise durch Hyrule bedient, weniger subtil eingeführt als im ersten Manga. So wirft Naboru Link den Spiegelschild während eines Kampfes mit den Hexen einfach zu – das stört die Gesamtatmosphäre, zumal die Geschichte von The Legend of Zelda: Ocarina of Time bereits nach der Hälfte des Buches beendet wird. Anstatt die Handlung weitaus feinfühliger und umfangreicher zu gestalten, haben sich die beiden Zeichnerinnen einfach gedacht, stattdessen zwei interessante, aber weniger wichtige Bonuskapitel aufs Papier zu bannen. Immerhin erfahren wir so noch ein wenig über die Kultur der Kokiri, welche den Tatsachen im Spiel sehr nahekommen, aber dennoch Raum zum Interpretieren lassen. Das zweite Bonuskapitel befasst sich mit dem fliegenden Volk der Watarara, welche in der Spielserie keine Erwähnung finden. Das ist zwar nett, wäre aber nicht unbedingt nötig gewesen. Für knapp sieben Euro werden wir auf 192 Seiten zwar gut, aber nicht überragend, wie es noch beim ersten Ableger der Fall war, unterhalten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Wenn man vom ersten Teil einer Reihe, sei es ein Film, ein Spiel oder wie in diesem Fall ein Buch beziehungsweise ein Manga, durchweg überzeugt ist, dann ist es oftmals schwer, von Nachfolgewerken ebenso zufriedengestellt zu werden. Ähnlich verhält es sich bei mir auch beim zweiten Band des Mangas zu The Legend of Zelda: Ocarina of Time. Die Geschichte wird zu einem guten Ende geführt, die zum Verstehen wichtigen Grundlagen sind allesamt enthalten. Allerdings verstehe ich nicht, warum man sich beim ersten Teil noch richtig ins Zeug gelegt hat und die Charaktere und Orte wirklich sehr gut ausgearbeitet hat und beim zweiten Teil darauf hofft, dass sich der Manga nur noch gut verkauft – so kommt es mir persönlich zumindest vor! Akira Himekawa hätte die Zeit, welche sie für die Bonuskapitel aufgebracht haben, lieber in den Hauptplot investieren sollen. Mich freut es zwar, mehr über die Kokiri zu erfahren, aber ein neues Volk einzuführen, dass von Nintendo im Entstehungsjahr so noch nicht vorgesehen war und in ähnlicher Form erst 2002 in The Legend of Zelda: The Wind Waker mit den Orni eingeführt wurde, ist aus den Augen eines Fans schon recht ärgerlich. Auch wenn sich das jetzt recht negativ anhört, habe ich die Handlung dennoch bis zum Ende verfolgt und bin gewissermaßen mit dem Ergebnis zufrieden, wenn es auch nicht gerade eine Meisterleistung der beiden Zeichnerinnen darstellt.

Vielen Dan an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: Ocarina of Time (1) (Manga)

Bei Nintendo laufen derzeit alle Maschinen auf Hochtouren, damit das 3DS-Remake des einstigen Nintendo-64-Hits rechtzeitig im Juni bei uns erscheinen kann. Im Jahr 2009 ist nach sehr langer Wartezeit auch bei uns der erste Manga, welcher sich mit der The-Legend-of-Zelda-Serie beschäftigt, erschienen. Wie im großen Videospielvorbild lebt der junge Link abgeschottet vom Rest der Welt mit dem Volk der Kokiri im Wald am anderen Ende des Landes Hyrule, wo der Deku-Baum über das Waldvolk wacht. Als sich böse Mächte an ihm zu schaffen machen und ihm die letzten Kräfte entziehen, wird der noch ahnungslose Held der Zeit in die Welt hinausgeschickt, um das Land vor dem drohenden Untergang zu bewahren. Unterwegs trifft er auf alle wichtigen Gestalten, die Kennern des Klassikers sofort bekannt vorkommen. Zeldas Zofe Impa ist ebenso mit von der Partie, wie auch Bauer Talon samt Tochter Malon und Ruto, Prinzessin der Zoras. Die komplexe Handlung wird mit geschickt platzierten Verknüpfungen vorangetrieben. Hier haben sich die beiden Zeichnerinnen, die unter dem Pseudonym Akira Himekawa tätig sind, einen besonderen Kniff einfallen lassen.

(Nicht) besser als das Spiel

Anstatt der Geschichte des Spiels und den damit in Manga-Form eher uninteressanten Rätsel und anderen Gameplay-Elementen zu folgen, haben sich die Damen einfach zusätzliche Inhalte ausgedacht, die nahtlos ineinander übergehen. So spielt Link zum Beispiel bereits vor der Zusammenkunft mit Zelda im Schlossgarten mit ihr auf dem Marktplatz von Hyrule das eine oder andere Spielchen – die beiden Zeichnerinnen drücken somit gekonnt Zeldas Einsamkeit im Schloss auf, gar einen Kuss lässt Zelda ihrem Helden zukommen. Die Charaktere werden besser eingefangen als im Spiel, selbst Link ist in der Lage mit den anderen Persönlichkeiten des Landes zu sprechen. Der Humor im Manga wirkt sehr positiv auf uns, selten haben wir abseits des Slapstick-Humors des Spiels so mit unserem Helden gelacht. Die Geschichte des Mangas endet kurz nach Links Auftritt im Feuertempel als Erwachsener, der Rest der Handlung wird im zweiten Manga der Reihe erläutert. Für etwas weniger als sieben Euro erhalten wir einen 190-seitigen Manga, der uns mit seinen schwarzweißgrauen Bildern durchgehend zu überzeugen weiß.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Als ich damals die recht durchwachsene Zeichentrickserie rundum Link und Zelda gesehen hatte, war ich doch sehr enttäuscht von dieser gewesen. Umso mehr habe ich mich auf den Manga von Akira Himekawa gefreut und wurde fast durchgehend zufriedengestellt. Die Zeichnungen sind wirklich schön, die deutsche Übersetzung der Sprechblasen von Michael Ecke sind ausnahmslos gut gelungen und zeigen mir mit viel Humor, dass eine Diskussion zwischen Link und den anderen Bewohnern von Hyrule im Spiel ebenfalls funktionieren könnte. Aufgrund einiger Tatsachen, für die Nintendo berühmt und zugleich berüchtigt ist, wird dies allerdings wohl nicht so schnell auftreten. Aber ein Anime, basierend auf den Mangas, würde durchaus funktionieren können. Im gesamten Buch gibt es nur eine einzige Stelle, die mir ein wenig suspekt vorkam. So wird Schloss Hyrule bereits am Ende von Links Kindheit angegriffen – sieben Jahre später wehrt sich dann immer noch ein verzweifelter Soldat gegen Ganondorfs Armee. Auch wenn es sich hierbei um den Manga zu einem Fantasy-Videospiel dreht, ist das doch etwas weit hergeholt. Bis auf diese eine Tatsache kann ich den Manga aber allen The-Legend-of-Zelda-Fans wärmstens empfehlen. 

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Umfrage: Schlachtfeld E3 2011

In der letzten Woche kämpften drei große Konsolenhersteller (Nintendo, Microsoft und Sony) um die Gunst eines jeden Videospielers. Nintendo stellte die neue Konsole Wii U vor, Microsoft präsentierte das kommende Kinect-Programm und Sony teilte mit, dass der PSP-Nachfolger auf den Namen PlayStation Vita hören wird. Jeder Konzern hat somit in diesem Jahr ein Alleinstellungsmerkmal etabliert, doch welchem Unternehmen gehört die Zukunft? Wer hat eurer Meinung nach das Beste auf der diesjährigen E3 gezeigt? Nehmt an unserer Umfrage teil. Das Ergebnis wird in circa drei bis vier Wochen bekannt gegeben.

E3 2011: They’re taking the Hobbits to Isengard

Nachdem sich Codemasters vom mittlerweile (fast) kostenlosen Online-Rollenspiel Der Herr der Ringe Online verabschiedet und die Arbeit voll und ganz Entwickler Turbine überlassen hat, präsentierte dieser laut der Redaktion der Zeitschrift Buffed auf der diesjährigen E3 einen neuen Trailer zum kommenden Add-On. Dieses Mal präsentiert man uns Dunland, die Pforte von Rohan und schlussendlich auch das Gebiet rundum einen der beiden aus dem zweiten Teil der Trilogie bekannten Türme, nämlich Orthanc samt Isengart. Neben einem neuen Schlachtzug für vierundzwanzig Spieler, wird die Levelgrenze von 65 auf 75 angehoben. Ab dem 27. September 2011 dürfen wir dem bösartigen Zauberer Saruman auf dem PC das Fürchten lehren, vorbestellt werden kann der Titel bereits auf der Seite von Turbine. Ob es auch eine Verkaufsversion für den Einzelhandel geben wird, ist bis Dato nicht bekannt.

Erics Meinung: Wer nun Lust auf das Add-On bekommen hat, darf sich gerne den Trailer ansehen. Im englischen Original ist die Synchronstimme Sarumans nicht gerade ein Paradebeispiel für eine gute Synchronisation, aber die deutsche Stimme schießt den Vogel ab. Nicht, dass sie nicht gut sei, sie ist einfach unpassend und klingt eher wie ein japanischer Samurai. Ich freue mich dennoch auf das Add-On und werde es mir auf jeden Fall zulegen, doch hoffe ich im Moment auf eine Kaufsversion im Laden, da ich auch gerne etwas im Regal stehen haben möchte. Jetzt frage ich mich nur, ob ich bis zum Release überhaupt mal die Minen von Moria unsicher gemacht habe. Diese stehen nämlich seit 2008 schon auf meiner Liste, zumindest geht es schon bald nach Eregion – ein kleiner Schritt für mich, ein großer Schritt für meinen Charakter.

E3 2011: Nintendo läutet die neue Konsolengeneration ein

Auf der diesjährigen E3-Pressekonferenz von Nintendo wurde eine neue Konsole vorgestellt. Der Name Wii U mag zwar bei dem einen oder anderen Coregamer auf Granit stoßen, doch sollte sich auch dieser Spielertyp die Konsole einmal genauer anschauen. Während der Messe zeigte Nintendo HD-Spiele, deren grafische Ausarbeitung zwar von der Xbox 360 und der PlayStation 3 stammte, doch dies bewies nur einmal mehr, dass Nintendo nun endlich in den HD-Markt vorstoßen möchte und nun (vor allem) ältere Nintendo-Fans wieder mit ins Boot zu holen. Selbstverständlich spricht Nintendo auch bei der neuen Konsole einmal mehr von Innovation. Den Controller könnt ihr euch wie ein Ipad aus dem Hause Apple vorstellen, allerdings mit genügend Knöpfen zum anständigen Zocken – zusätzlich zum Touchscreen. Auf dem Bildschirm werden dann Menüs angezeigt oder bestimmte Spielausschnitte vorgestellt. Bei einigen Titeln wird es auch möglich sein,  das Spiel auf den Bildschirm des Controllers streamen zu lassen, um das TV-Gerät zu anderen Zwecken nutzen zu können. Bis auf die Ankündigung eines neuen Super Smash Bros., welches ebenfalls für den Nintendo 3DS erscheinen soll und plattformübergreifend spielbar sein wird, blieben Ankündigungen aus dem Hause Nintendo allerdings offen. Da aber Spiele wie Darksiders II, Ninja Gaiden 3 und weitere Hochkaräter für Nintendos Wii U erscheinen sollen, können wir uns zumindest sicher sein, dass dieses Mal die Third-Party-Unterstützung nicht auf der Strecke bleibt. Außerdem wird die komplette Wii-Hardware- und Software-Riege auf der Wii U unterstützt werden. Bei einigen Spielen ist die Nutzung einer Wii Remote sogar Pflicht. Über den Anschaffungspreis hat Nintendo übrigens noch kein Wort verloren. Bis das Gerät im Laden stehen wird, wird allerdings noch einige Zeit vergehen, denn die Wii U soll erst in über einem Jahr erscheinen.

Erics Meinung: Das Nintendo einen weiteren Bildschirm auch im Heimkonsolenmarkt etablieren möchte, war mir schon seit Jahren klar. Der Erfolg des Nintendo DS und der Wii zu verknüpfen ist meiner Meinung nach ein logischer Schritt – ein Schritt in Richtung Zukunft. Ich finde es nur sehr schade, dass Nintendo keine hauseigenen Spiele präsentiert hat. Mario und andere Nintendo-Helden werden sicherlich früher oder später ihren Weg auf die neue Konsole finden, doch hätten mich die klassischen Serien in HD-Pracht doch sehr interessiert. Zumindest hat die Techdemo eines womöglich neuen The-Legend-of-Zelda-Spiels begeistert. In Zukunft möchte ich davon gerne mehr sehen. Da die Wii U aber sowieso erst in mehr als zwölf Monaten erscheinen wird, bleibt Nintendo bis zur Pressekonferenz im nächsten Jahr noch genügend Zeit. Bis dahin erscheinen dann hoffentlich noch Spiele wie The Last Story und Co. in Europa, um der Wii einen würdigen Abschied zu bereiten. Jetzt bleibt für mich nur noch zu hoffen, dass Nintendo endlich wieder das originale Qualitätssiegel einführt, um qualitativ gute Spiele damit auszuzeichnen. Das bleibt aber wohl nur ein Wunschdenken meinerseits.

E3 2011: The Legend of Zelda – für alle!

Nach unserer gestrigen E3-News bezüglich Luigis Mansion 2 und dem restlichen 3DS-Portfolio, erinnerte uns Nintendo zudem noch an The Legend of Zelda: Ocarina of Time, welches bereits in Kürze hierzulande auf dem 3DS erscheinen soll (Preview und Review folgen in Kürze auf Gameplay Gamers). Die Besitzer der ersten registrierten Exemplare des Spiels (auf der Homepage von Nintendo) erhalten außerdem noch die Soundtrack-CD des Spiels. Eine weitere CD mit orchestralen Tracks der Serie erscheint im laufenden Jahr. Überraschend gab Nintendo ebenfalls bekannt, dass sie The Legend of Zelda: Four Swords demnächst als kostenlosen DSiWare-Titel auf den Markt werfen. Das freut uns umso mehr, da in diesem Jahr das fünfundzwanzig-jährige Jubiläum der Serie ansteht. Um richtig die Korken knallen zu lassen, erscheint in diesem Jahr auch endlich der Wii-Titel The Legend of Zelda: Skyward Sword. Übrigens ist mittlerweile auch The Legend of Zelda: Link’s Awakening DX (sprich die GameBoy-Color-Fassung) im eShop erhältlich. Retro-Spieler und Innovationsfanatiker werden gleichermaßen bedient. Klasse!

Erics Meinung: Ich hätte nicht gedacht, dass Nintendo auch mal ein qualitatives Spiel für lau auf den Markt wirft, wenn auch nur als Download im eShop. Auch das restliche Angebot ist einfach nur umwerfend – so viele The-Legend-of-Zelda-Titel in einem Jahr zu veröffentlichen und schnelle Käufer von Ocarina of Time 3D mit dem Soundtrack zu bereichern ist eine feine Sache. Leider hat mich der diesjährige Trailer zu The Legend of Zelda: Skyward Sword nicht gerade vom Hocker gehauen. Die gezeigten Charaktere wirkten detailarm, worunter auch der Protagonist des Spiels fällt. Zum Glück sehe ich diesen überwiegend nur über die Schulter. Trotzdem: Wer ein Fan der Serie ist, wird in diesem Jahr ausreichend bedient – und sofern man den ersten Wii-U-Screenshots und Videos Glauben schenken mag, werden wir bestimmt schon nächstes oder spätestens übernächstes Jahr mit dem ersten Teil der Reihe in HD beglückt. Die Zukunft erstrahlt im Gold des Triforce.

E3 2011: Luigis Rückkehr als Geisterjäger

Der gestrige Tag wurde von vielen Nintendo-Fans lange erwartet. Nintendo stellte auf ihrer E3-Pressekonferenz nicht nur den Wii-Nachfolger, sondern auch noch neun (größtenteils bereits bekannte) 3DS-Spiele vor. Darunter gehören ein neues Mario Kart, ein Remake von Starfox 64, der dritte Teil von Kid Icarus, ein neuer Ableger der Paper-Mario-Serie, ein weiterer Aufguss von Animal Crossing, ein 3D-Super-Mario-Spiel und auch Luigis Mansion 2. Dieses Spiel machte auf uns einen netten, wenn auch nicht überragenden Eindruck. Wir sind skeptisch, ob das Prinzip auf Nintendos 3DS aktuell viel Sinn ergibt. Der Wii-Controller macht in unseren Augen mehr Sinn. Trotzdem freuen wir uns nach mehr als neun Jahren endlich wieder mit Marios Bruder auf Gespensterjagd zu gehen.

Erics Meinung: Ich habe mich sehr über die Ankündigungen gefreut, auch wenn ich bereits von der Existenz der meisten Spiele wusste. Hoffentlich schafft es Nintendo, alle Titel noch in diesem Jahr zu veröffentlichen. Nachdem mich das 3DS-Update eher enttäuschte, soll meine Lieblingsfirma zumindest die Spiele in einem angenehmen Tempo der Reihe nach veröffentlichen. Besonders über die Ankündigung von Luigis Mansion 2 habe ich mich sehr gefreut. Bereits den ersten Teil habe ich sehr gerne auf dem Gamecube gespielt. Allerdings hätte ich mir das Spiel lieber für die Wii gewünscht, wo besonders dank der angenehmen Steuerungseinheit die Gespensterjagd wesentlich intuitiver ausgefallen wäre. Aber wenn Nintendo genügend Features auf die 3DS-Cartridge packt, lasse ich mich gerne eines besseren belehren.

E3 2011: Coop-Action in Star Trek

Auf der Sony-Pressekonferenz der diesjährigen E3 präsentierte uns der Konzern ein neues Videospielprojekt von Bad Robot und Paramount, welches im nächsten Jahr erscheinen soll. Die Rede ist von einem Star-Trek-Videospiel, das nächstes Jahr zeitnah zum nächsten Film des Franchises seinen Weg in den Laden finden darf. In diesem Titel schlüpfen wir in die Rollen von Kirk und Spock und bekämpfen einen bis Dato unbekannten Feind der Förderation. Ein Coop-Modus soll ebenfalls im Spiel enthalten sein – Star-Trek-Fans dürfen sich auf unterhaltsame Abende mit zwei der beliebtesten Figuren des Franchises einstellen.

Erics Meinung: Seit etwas mehr als einem Jahr darf ich mich zu den so genannten Trekkies zählen, wie Star-Trek-Fans seit Jahrzehnten von der Menge genannt werden. Als der TV-Sender Kabel Eins damit begann, die ersten zehn Filme des Franchises auszustrahlen, wollte ich unbedingt mal einen Blick riskieren, um das von Star-Wars-Fans belächelte Gegenstück des Werkes von George Lucas kennenzulernen. Bereits nach den ersten Minuten war ich von Star Trek voll und ganz überzeugt. Mittlerweile habe ich mir auch schon fast alle Episoden der 60er-Jahre-Serie angeschaut und bei Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert warten ebenfalls nur noch zwei Staffeln auf mich. Die restlichen Serien werde ich mir ebenfalls noch anschauen. Ich freue mich deshalb sehr über dieses Spiel, da Star Trek Online bisher immer noch nicht unter der Free-to-Play-Flagge segelt. Meine Hoffnung liegt voll und ganz auf dem Coop-Modus. Sollte dieser auch online möglich sein, kenne ich schon jemanden aus unserem Team, mit dem ich das Spiel rauf und runter spielen werde.

E3 2011: Kinect Star Wars im Anmarsch

Die Redaktion der deutschsprachigen Zeitschrift GamePro veröffentlichte am heutigen Tag auf ihrer Internetpräsenz den Trailer zum kommenden Star-Wars-Spiel namens Kinect Star Wars, welches exklusiv auf der Xbox 360 erscheinen soll und vermutlich nur mit der Kinect-Erweiterung spielbar sein wird. Der Trailer zeigt einen Jedi-Ritter, der samt Lichtschwer gegen eine Horde Droiden antritt. Außerdem wird wohl ein Pod-Rennen (unter anderem aus der ersten Episode der sechsteiligen Filmreihe bekannt) mit im Spiel integriert sein. Weitere Informationen wird es auf der Pressekonferenz von Microsoft am heutigen Abend geben.

Erics Meinung: Als Kinect im letzten Jahr angekündigt wurde, war ich hin und weg von der Peripherie. Allerdings hat sich diese Vorfreude mittlerweile wieder gelegt. Zu wenige Spiele erschienen für die Hardware-Erweiterung, für die ich mich interessiert habe. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das angesprochene Star-Wars-Spiel eine Menge Spaß machen würde, aber das rechtfertigt für mich nicht den Kauf der immer noch viel zu teuren Hardware. Wer das Gerät aber bereits zuhause stehen hat und Science-Fiction-Fan ist, wird um den Kauf von Kinect Star Wars nicht herumkommen – und wer weiß: Vielleicht überzeugt mich die heutige Pressekonferenz so sehr, dass ich es mir vielleicht doch noch samt Kinect bei Release zulegen werde. Abwarten und Kaffee trinken, aber das ist wiederum ein anderes Thema.

E3 2011: HD-Remakes von Konami

Bereits vor der eigentlichen Veranstaltung, führte Publisher Konami durch die hauseigenen Pressekonferenzen. In dieser wurden kommende Titel vorgestellt, welche wir in den nächsten Monaten auf vielen gängigen Plattformen erleben dürfen. Unter anderem gehörten dazu HD-Kollektionen zu den Spielreihen Metal Gear Solid, Silent Hill und Zone of the Enders. Bereits im November diesen Jahres sollen Spieler in den Genuss von Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty, Metal Gear Solid 3: Snake Eater und Metal Gear Solid: Peace Walker kommen, welche in einer Zusammenstellung erscheinen. 2012 folgt die Kompilation von Zone of the Enders, welche die ersten beiden Teile der Reihe beinhalten soll. Zur HD-Kollektion von Silent Hill, die aus dem zweiten und dritten Serienableger bestehen soll, wurde noch kein Termin bekannt gegeben. Alle genannten Sammlungen sollen für die Xbox 360 und die PlayStation 3 erscheinen. Dies berichtete die Redaktion der Internetseite Gamona.

Erics Meinung: Ich habe mich sehr über die Ankündigungen dieser Titel gefreut, zumal ich noch keinen einzigen der angegebenen Titel gespielt habe. Sofern die HD-Umsetzung dieser bereits in die Jahre gekommenen Spiele besser ausfällt, als beispielsweise noch bei Ubisofts Prince-of-Persia-Trilogie der Sands-of-Time-Reihe, bin ich gewollt, in die Brieftasche zu greifen. Sollte Konami dieses Ziel nicht gelingen, werde ich die Titel vermutlich lieber in der Originalfassung spielen. Das nennt sich dann zwar Retro, war für die damalige Epoche aber zeitgemäß. Spaß werden mir die Spiele so oder so bereiten!

E3 2011: Die wichtigste Videospielmesse der Welt

Am sechsten Juni ist es wieder soweit. Die diesjährige Electronic Entertainment Expo (kurz: E3) öffnet ihre Pforten und lädt Videospieljournalisten aus aller Welt ein, sich neue Games, Entwicklungen und Innovationen der Branche anzuschauen und auszuprobieren. Leider sind wir nicht vor Ort, doch werden wir euch wichtige Informationen und Erkenntnisse der Messe in den kommenden Tagen auf Gameplay Gamers präsentieren.

Wer sich die Pressekonferenzen der drei wichtigsten Firmen Nintendo, Microsoft und Sony mit anschauen möchte, findet die Ausstrahlungstermine und Links zu den jeweiligen Streams einfach und bequem im NextGen-Forum. Wer weiterhin auf dem Laufenden bleiben möchte, darf sich auch gerne auf unserer Facebook-Seite umschauen. In diesem Sinne: Möge die Messe beginnen!

Unsere Facebook-Seite ist da!

Schon bald feiert Gameplay Gamers seinen ersten Geburtstag! Damit ihr auch weiterhin auf dem Laufenden bleibt, bieten wir euch neben unserem kostenlosen Newsletter im Zwei-Wochen-Takt auch unsere brandneue Facebook-Seite als Informationsquelle an. Doch das ist noch nicht genug – jeder User, der auf „Gefällt mir“ auf unserer Facebook-Seite klickt, nimmt automatisch bei kommenden Gewinnspielen und weiteren Aktionen teil, die wir exklusiv auf der Seite des sozialen Netzwerks veranstalten werden.

Also nichts wie hin auf unsere Facebook-Seite, auf „Gefällt mir“ klicken, täglich auf dem Laufenden sein und den Aktionsvorteil sichern!

Review: Tai Chi Master

Nachdem der Martial-Arts-Künstler im sechsten Teil der Jet-Li-Reihe von Splendid Film mit viel Humor fast die Kung-Fu-Inhalte überdeckte, versucht der Meister dieses Vorgehen in Yuen Woo-Pings Tai Chi Master (auch unter den Titeln Tai Chi oder Twin Warriors bekannt) fast zu wiederholen.

Zur Zeit der Ming-Dynastie (1368 – 1644) möchte der junge Jun Bao, gemeinsam mit dem kürzlich aufgenommenen Tian Bao, die hohe Kunst des Kung-Fu im Tempel der Shaolin erlernen. Da Tian Bao oft überstürzt handelt und den beiden Kämpfern somit jede Menge Ärger einhandelt, eskaliert die Situation. So müssen die beiden Männer den Tempel verlassen. In einer naheliegenden Stadt angekommen, betteln die beiden nach Geld. Es kommt dazu, dass sich Tian Bao den Soldaten anschließt, da es ihm in erster Linie um Geld, Macht und Ruf dürstet. Für Jun Bao sind diese Dinge nicht wichtig, er trennt sich von seinem Freund und schließt sich einer kleinen Rebellengruppe an, die sich das Ziel gesetzt hat, die Ming-Dynastie zu stürzen. Nach und nach bröckelt die Freundschaft der beiden ehemaligen Mönche, es fließt Blut auf beiden Seiten. Schlussendlich kommt es dazu, dass sich die beiden in einer Auseinandersetzung als Gegner gegenüberstehen, um sich auf Leben und Tod zu bekämpfen.

Lustige Handlung und Drahtseilakte

Zu Beginn des Films macht die Handlung noch einen interessanten Eindruck, langsam werden wir in das Leben der beiden Mönche eingeführt. Mit einem guten Sinn für Humor bezaubern uns die Charaktere im Shaolin-Tempel, doch bereits nach einer halben Stunde wendet sich das Blatt zu Ungunsten der durchdachten Geschichte. Nach der Trennung der beiden Freunde wird die Handlung fortan gerecht abgewogen aus zwei Sichtweisen präsentiert, woran grundsätzlich nichts verkehrt sein kann, da wir genau dieses Manko bei vielen anderen Filmen bemängeln. Leider funktioniert dieses Ergebnis in der Praxis nicht so gut, wie es in der Theorie klingen mag. Der Humor bleibt größtenteils auf der Strecke, gemeinsam agierten Jet Li und Chin Siu Ho weitaus energischer. Glücklicherweise hat man sich in Tai Chi Master auf das Schauspielgeschick Michelle Yeon (unter anderem bekannt für ihre Leistung im James-Bond-Film Der Morgen stirbt nie) verlassen, welche besonders im letzten Filmabschnitt für Furore sorgt. Die Kämpfe wirken hingegen alles andere als echt, viel zu sehr hat man sich auf Drahtseile verlassen. Dadurch wirken die Kämpfe zwar weitaus intensiver, aber unglaubhafter und teilweise stark aufgesetzt. Negativ fällt uns hier besonders auf, dass man sich nicht die Mühe gegeben hat, die Seile in der digital überarbeiteten Fassung wegzuretuschieren.

Witzige, aber unpassende Synchronisation

Die Bildqualität der Blu-Ray-Ausgabe bleibt konstant gut, nur an manchen Stellen (wie den eben erwähnten Seilen) merkt man deutlich, dass es sich um einen Film aus dem vorletzten Jahrzehnt handelt. Die musikalische Untermalung ist gut, wenn auch nicht weltbewegend. So hört man an einigen Stellen deutlich heraus, dass sich der Komponist an Werken wie Once upon a Time in China orientiert hat, diese Klasse aber keineswegs erreicht. Die Synchronisation lässt ebenfalls sehr zu wünschen übrig, zumal man als Synchronstimme von Jet Li nicht unbedingt Fabian Körner hätte verpflichten sollen. Eine Neusynchronisierung wäre unserer Meinung hier deutlich angebracht gewesen. Wer Lust hat, darf sich auch die (wesentlich authentischere) kantonesische Tonspur samt deutschen Untertiteln zuschalten lassen. Der im 16:9-Bildformat gehaltene Film dauert samt Höhen und Tiefen ganze 96 Minuten an. Yuen Woo-Ping und Jet Li haben mit Sicherheit schon bessere Filme gedreht beziehungsweise in besseren Streifen mitgespielt, doch wer eine abendfüllende Jet-Li-Unterhaltung sucht, wird mit Tai Chi Master dennoch zufriedengestellt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-Ray-Fassung): Von The Legend of Fong Sai Yuk war ich bekannterweise ein wenig enttäuscht, ähnlich ist es auch bei Yuen Woo-Pings Tai Chi Master. Anfangs war ich noch regelrecht von dem Film begeistert, die Szenen im Tempel der Shaolin haben in der Blu-Ray-Fassung eine nahezu perfekte Figur gemacht, das Landschaftsbild hat eine wunderschöne Atmosphäre erzeugt und die Synchronisation hat einfach gestimmt. Als die beiden Mönche wenige Filmminuten später erwachsen werden, änderte sich dieses Bild in meinen Augen relativ schnell. Zwar wurden die gezeigten Orte gut mit der Kamera eingefangen, doch die (deutsche) Synchronisation fiel mir schon bald negativ auf. Warum man Fabian Körner, dem RTL-Sprecher, der mir schon seit vielen Jahren aus den Ohren raushängt, als Sprecher für Jet Li engagiert, ist mir schleierhaft. Seine Stimme mag zwar für etwaige unwichtige Nebenrollen und andere Produktionen geeignet sein, aber für Jet Li ist er meiner Meinung nach definitiv unpassend. Auch wenn der Humor ab der Trennung von Jun Bao und Tian Bao etwas auf der Strecke bleibt, kann mich die eigentliche Rahmenhandlung trotzdem überzeugen. Die Geschichte zweier Freunde, die sich mit der Zeit immer weiter entfremden und gegen Ende Feinde werden, finde ich überzeugt und zugleich faszinierend. Allerdings wirken die Kämpfe teilweise stark aufgesetzt. Besonders wenn ich mir die Drahtseile ansehe, an welchem die Schauspieler wie verrückt durch die Gegend geschleudert werden und diese nicht wegretuschiert wurden, kostet das definitiv Punkte bei der Atmosphäre, zumal mir authentischere und nachvollziehbare Choreographien persönlich besser gefallen. Aufgrund der Mankos kann ich aber keine volle Kaufempfehlung absprechen, es gibt interessantere und bessere Filme, in denen Jet Li mitwirkt. Greift lieber zu Once upon a Time in China oder Fist of Legend!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Tai Chi Master!

Review: The Legend of Fong Sai Yuk

Stellt man Fans von Martial-Arts-Filmen die Frage, welcher Darsteller wohl der Lustigste sei, so wird man als Antwort sehr oft Jacky Chan erhalten. In The Legend of Fong Sai Yuk ist es aber nicht der eben genannte Künstler, sondern Jet Li, der seine Späße mit der chinesischen Garde treibt.

Während der Qing-Dynastie trifft Nationalheld Fong Sai Yuk auf einer Sportveranstaltung auf die junge Ting-ting – es ist Liebe auf den ersten Blick, doch als Fong Sai Yuk in eine Schlägerei verwickelt wird, werden die beiden bei seiner Verhaftung fürs erste getrennt. Der Vater von Ting-ting möchte sich innerhalb Cantons einen guten Ruf erarbeiten, veranstaltet daraufhin ein Kampfsportturnier und der Mann, welcher gegen seine kampferprobte Frau im Kampf als Sieger hervorgeht, soll Ting-ting ehelichen. Fong Sai Yuk nimmt an den Kämpfen teil, doch weiß er nicht, wer ihn als Preis erwarten wird. Dank unglücklicher Umstände denkt Fong Sai Yuk, dass er die Bedienstete des Hauses heiraten soll. Unzählige Missgeschicke und einige Filmminuten später erkennen die beiden, dass sie verheiratet werden sollen. Indessen erfahren Fong Sai Yuk und seine talentierte Mutter, dass Vater und Ehemann innerhalb der Rebellengruppe des roten Lotus agiert. Als der Gouverneur auf der Hochzeitsfeier von Fong Sai Yuk und Ting-ting erscheint, eskaliert die Situation. Ting-tings Mutter wird getötet und Fong Sai Yuks Vater soll hingerichtet werden, sofern sein Sohn dem Gouverneur nicht die Namensliste der Rebellen aushändigen wird. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Ernst und Komik

Die ernstzunehmende Handlung versucht sich selbst auf die Schüppe zu nehmen, so sind die Dialoge durchaus witzig gestaltet, für westliche Verhältnisse allerdings nur gelegentlich zu verstehen. Fans von asiatischer Komik kommen hier eher auf ihre Kosten. Die Schauspieler für Corey Yuens The Legend of Fong Sai Yuk wurden zwar gut ausgewählt, doch steuern sie auf ihre eigene Art und Weise mehr komischen als ernsten Inhalt bei. Fong Sai Yuk alias Jet Li, Michelle Reis, Josephine Siao und Kong Chu spielen ihre Charakter trotzdem überzeugend, wenn auch aufgrund der lustigen Szenen nicht immer im passenden Moment glaubhaft. Auch die Kämpfe kommen in The Legend of Fong Sai Yuk nicht immer besonders gut zur Geltung, da hier weniger wert auf Kampfkunst als auf Komik gelegt wird. Trotzdem können die wenigen Kämpfe ohne Waffen überzeugen, gegen Ende hin vermischen sich die Auseinandersetzungen allerdings zwischen Kung-Fu und dem Einsatz von Stab-, Klingen und Schusswaffen. Unterlegt werden die Szenen mit einem Soundtrack, der eher zu einem Jacky-Chan- als zu einem Jet-Li-Film passen würde. Wer auf eine solche musikalische Begleitung wert legt, wird dafür allerdings definitiv nicht enttäuscht werden.

Zwei Fassungen

Die deutschsprachige Synchronisation ist deutlich betagt, so passen einige Stimmen erst nach einer gewissen Eingewöhnungszeit zu ihren Charakteren, allen voran Jet Li. Erst nach etwa einer halben Stunde konnten wir uns mit der geliehenen Stimme anfreunden, dann passte sie allerdings durchweg sehr gut zu ihm. Eine kantonesische Tonspur mit zuschaltbaren deutschen und niederländischen Untertiteln ist auch dieses Mal wieder mit von der Partie. Dies gilt allerdings nur für die 97 Minuten lange Version. Die mit vier Minuten erweiterte Fassung liegt neben einigen Trailern zu anderen Streifen als Bonusmaterial bei. In dieser Fassung sind noch einige (lustige) Szenen enthalten, die man in der kürzeren Fassung entfernt hat. Beiden Versionen kann man aber bedingungslos folgen, weshalb nur hartgesottene Fans des Films wert auf diese vier Minuten legen könnten. Hier sieht man allerdings die teils sehr gravierenden Unterschiede in der Bildqualität zwischen der normalen Version und der langen Ausgabe. Die Normalfassung kommt mit einem bis auf wenige Ausnahme sehr schönen Bild daher, während die längere Fassung (noch mit dem Titel Fong Sai Yuk – Der Vollstrecker betitelt) eine schlechtere Bildqualität aufweist. Das ist schade, hier hätte man beide Versionen optisch verbessern können. Wer es lustiger mag, wird mit The Legend of Fong Sai Yuk glücklich, ansonsten raten wir eher zu einem anderen Jet-Li-Film.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-Ray-Fassung): Die chinesische Legende um den Volkshelden Fong Sai Yuk gehört nicht gerade zu den besten Film des Künstlers Jet Li. So gibt es doch ein paar Stellen im Film, wo ich den Fernseher gerne ausgeschaltet hätte. Dann wiederum kommt eine Szene, wo der Humor wirklich sehr gut zur Geltung kommt und ich mich herzhaft über die Missgeschicke und Tollpatschigkeiten der Charaktere lachen kann. Ja, ich gehöre zu der Sorte Menschen, die sich mit dem asiatischen Humor anfreunden können und ihn nicht als störend bezeichnen. Allerdings ist das neben der Schauspielerleistung von Jet Li und Co. und der durchweg guten Bildqualität der Blu-Ray-Fassung auch der einzige Pluspunkt, den ich bei diesem Film entdecken kann. Die Handlung dümpelt zu sehr vor sich hin, nimmt sich meiner Meinung zu viel Zeit, um auf den Punkt zu kommen. Hält man es aber bis zum Ende aus, wird man bis dahin aber dennoch mit dem einen oder anderen guten, aber sehr übertrieben-inszenierten Kampf belohnt. Wer den Film noch nicht gesehen hat und mit den Mankos leben kann, darf ruhig einmal einen Blick riskieren. Persönlich tendiere ich aber zu anderen Filmen des Martial-Arts-Meisters, beispielsweise Legend of the Fist. Da erlebe ich bei ungefähr derselben Laufzeit ungleich viel mehr inhaltliche Handlung.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Legend of Fong Sai Yuk!

Review: Fist of Legend

Nachdem in der von Splendid Film gestarteten Jet-Li-Reihe mit The Master ein eher schwacher Verfechter des Genres vertreten war, folgt als fünfter Film mit Fist of Legend ein regelrecht geniales Meisterwerk von Regisseur Gordon Chan.

Während des zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges (7. Juli 1937 bis 9. September 1945) studiert der aus China stammende Kung-Fu-Spezialist Chen-Zhen an der Universität in Kyōto. Dort erfährt er vom Vater seiner Freundin, dass sein Meister und Adoptivvater in Shanghai bei einem Kampf ums Leben gekommen ist. Sofort bricht Chen-Zhen auf, um in Shanghai den Mörder seines Meisters aufzuspüren. In seiner von den Japanern besetzten Heimat wird ihm bewusst, dass hinter dem Mord eine Verschwörung stecken muss. Nicht nur unter den Japanern gibt es Feinde, auch in den eigenen Reihen der Jingwu-Schule scheint es einen Verräter zu geben. Chen-Zhens Widersacher schrecken vor nichts zurück, um sogar ihn aus dem Verkehr zu räumen, versuchen ihm sogar einen Mord anzuhängen, gar seine aus Japan stammende Freundin Mitsuko Yamada zu belasten. Der Konflikt zwischen China und Japan nimmt somit auch vor der Familie keinen Halt, sodass Chen-Zhen gezwungen ist, diese zu verlassen, doch schon bald bemerkt er, dass Kung-Fu sein Leben bestimmt.

Realitätsnahes Filmvergnügen

Gordon Chans Fist of Legend baut in seinen Grundzügen auf der Geschichte von Huo Yuanjia auf, welcher allerdings bereits Anfang des letzten Jahrhunderts gestorben ist. Chen-Zhen ist allerdings eine erfundene Persönlichkeit, die uns durch die auf Fakten basierende Zeitepoche und der fiktiv-konstruierten Geschichte führt. Der Konflikt zwischen den beiden asiatischen Staaten fängt Gordon Chan sehr gut ein, indem er zum Beispiel zeigt, wie Chen-Zhen seine Freundin vor einem Hotel stehenlässt, um ein Zimmer zu mieten. Als der Hotelbesitzer die Frau erblickt, verweigert er aus Hass auf die Japaner die Vermietung des Zimmers. Auch die Beleidigungen, welche sich die Figuren gegenseitig an den Kopf werfen, zeigen deutlich, wie die Staaten damals zueinander standen. Jet Li macht in Fist of Legend eine außerordentlich gute Figur, selten hat man ihn so überzeugend gesehen. Besonders die Kämpfe, in denen Jet Li sein Können unter Beweis stellt, wirken bis auf zwei, drei Ausnahmen sehr realistisch, da man sich dafür entschieden hat, übertriebene (meterweite) Sprünge und dergleichen außer Acht zulassen, was dem realistischen Stil des Films sehr zu gute kommt. Auch die Verpflichtung des japanischen Schauspielers Yasuaki Kurata in der Rolle des Fumio Funakochi war definitiv keine Fehlbesetzung.

Gelungene Synchronisation

Das hochauflösende Bild der Blu-Ray-Fassung macht eine erstaunlich gute Figur, sehr oft hält man den Atem an, wenn man die Haare und die herunter laufenden Schweißperlen der Protagonisten einzeln zählen kann. Es gibt nur wenige Momente im 16:9-Format gehaltenen Film, in denen die Bildqualität hinter den Erwartungen zurückbleibt. Der Soundtrack ist zwar gut und fällt auch nicht störend auf, doch stellenweise hätte man für die Szenen auch epischere Stücke komponieren können. Die deutsche Synchronisation ist ebenfalls sehr gut gelungen, dank Stimmtalenten wie Christin Marquitan, Bodo Wolf und Dennis Schmidt-Foß wirkt diese niemals aufgesetzt. Wie üblich befindet sich auch die kantonesische Originaltonfassung mit auf der Disc, neben deutschen sind auch niederländische Untertitel zuschaltbar. Bonusmaterial ist bis auf wenige Trailer zu anderen Filmen nicht auf dem Datenträger enthalten, hier scheint die Jet-Li-Reihe an einem Fluch zu leiden. Wer auf Boni verzichten kann, wird mit Fist of Legend 103 Minuten lang nahezu perfekt unterhalten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-Ray-Fassung): Es ist wirklich sehr schade, dass man der Jet-Li-Reihe nur wenig Beachtung schenkt, was das Bonusmaterial betrifft. Besonders wenn ein Film auf (wenigen) Fakten und Tatsachen aufbaut, hätte man darüber wunderbar ein Special produzieren können und mit auf die Disc packen können Dem eigentlichen Film tut dies aber keinen Abbruch, im Gegenteil! Ohne Bonusmaterial wird (wohl oder übel) mehr wert auf den Film gelegt und das ist am Beispiel von Fist of Legend eindeutig gelungen. Ich habe schon lange keinen Film mehr gesehen, der dermaßen realistisch wirkt und zugleich auch mit einer gelungenen Rahmenhandlung besticht. Von der ersten bis zur letzten Minute wurde ich bei dem aus dem Jahre 1994 stammenden Film bestens unterhalten. Es gibt so gut wie keine Momente in denen ich denke, dass die choreographischen Leistungen in dieser Form so nicht machbar gewesen wären. Der Handlung konnte ich jederzeit problemlos folgen, Ungereimtheiten gab es nicht. Schade nur, dass der Soundtrack nur mittelprächtig ausgefallen is. Dafür macht Jet Li in Fist of Legend eine selten so gut gesehene Figur, sodass ich mir den Film auf jeden Fall wieder und wieder angucken werde!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Fist of Legend

Review: The Master

Nach den ersten drei Teilen der Once-upon-a-Time-in-China-Reihe widmet sich Splendid Film zunächst anderen  bekannten Streifen mit Jet Li als Hauptdarsteller, zumal er in Once upon a Time in China IV und V nicht mitwirkt. Außerdem verlassen wir den asiatischen Kontinent, denn The Master ist Jet Lis erste US-amerikanische Filmproduktion.

Die Achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts neigen sich dem Ende zu. Tänzerin Anna wird aufgrund Differenzen zwischen ihr und einer anderen Künstlerin aus ihrer Gruppe geworfen. Am gleichen Abend wird Heilkräuterexperte Tak in seinem Laden von Johnny, einem selbst ernannten Kampfmeister, ohne besonderen Grund zusammen geschlagen. Bei seiner Flucht trifft er auf das junge Mädchen, welche ihn zunächst aufnimmt. Kurze Zeit später trifft auch Taks Schüler Jet in Los Angeles ein und ist verwundert darüber, warum das Geschäft seines Lehrers zerstört ist und von der Bank gepfändet wird. Gemeinsam mit ein paar mexikanischen Raufbolden, die erst Jets Tasche stehlen wollen und ihn nach einem kurzen Kampf auf Schritt und Tritt folgen, ihn gar Sifu (die chinesische und höfliche Anrede für einen Lehrer) nennen, sucht er nach seinem vermissten Lehrer. Dabei erlebt er allerhand aufregende Geschichten in der Stadt der Engel, die unumgänglich in blanker Action enden. Nach der Wiedervereinigung wird Anna von Johnnys Leuten entführt – Tak eilt ihr zur Rettung und Jet, der sich bereits auf der Heimreise nach China befand, folgt ihm und liefert sich mit Johnny einen fulminanten Kampf auf der Spitze eines Wolkenkratzers.

Verrückte und lückenhafte Handlung

Wenn wir es nicht besser wissen würden, wären wir niemals darauf gekommen, dass dieser Film tatsächlich von Tsui Hark stammt. Die oberflächliche, gar belanglose Handlung kann uns nur geringfügig begeistern. Es bleiben zu viele Lücken innerhalb der 92 Minuten langen Geschichte – Zusammenhänge werden nur wenig bis gar nicht erklärt. So wissen wir nicht, warum Johnny Amok läuft, mit seinem Schlägertrupp eine Kampfschule nach der nächsten herausfordert, Anhänger sammelt und Jets Lehrmeister Tak sogar tot sehen möchte. Auch die Rolle der May, einer Geschäftsfrau, die Jet fast durchweg begleitet, hat keine grundlegende Bedeutung für den Film. Schauspielerisches Können beweisen in Tsui Harks Werk eigentlich nur Jet Li (der im Film den gleichen Vornamen trägt) und Jerry Trimble, der in der Haut des Muskelprotz Johnny zu sehen ist. Letzterer scheint durch sein ausdrucksstarkes Aussehen genau auf seine Rolle zugeschnitten zu sein. Besonders in einer der letzten Szenen des Films kommen beide Kampfkünstler ordentlich zum Zug, präsentieren gegenseitig ihre Künste in einem packenden Kampf um Leben und Tod. Die anderen Darsteller versuchen ihre Rollen zwar gut zu verkörpern, doch tragen sie mehr zum durchschnittlichen Humor des Films bei.

Die Achtziger eingefangen, das Bonusmaterial vergessen

Die Bildqualität des aus dem 1989 Jahre stammenden Films, der erst 1992 nach dem Erfolg von Once upon a Time in China im Westen erschien, ist recht ordentlich ausgefallen. Käufer der Blu-Ray-Fassung dürfen sich allerdings nicht durchgehend auf eine überdurchschnittlich gute HD-Qualität freuen, doch aufgrund des Alters ist das nicht verwunderlich – der Charme der Achtziger Jahre wird so nur noch unterstützt. Dies merkt man auch durchgängig am Soundtrack, der mit seinen Tönen und Klängen auf diese Epoche hinweist. Kennt man sich mit den Filmen dieser Zeit aus, wird man auch den einen oder anderen (deutschen) Synchronsprecher wieder erkennen. Zusätzlich befindet sich auch die kantonesische Tonspur mit auf der Disc. Wer Bonusmaterial auf dem Datenträger sucht, wird enttäuscht. Bis auf ein paar Trailer zu anderen Filmen befindet sich rein gar nichts auf der Disc, was für den eigentlichen Film hätte interessant sein können. Jet-Li-Fans sind definitiv bessere Filme gewohnt, in welchem der Martial-Arts-Star zu Höchstleistungen anlaufen kann – wer jedoch nach leichter Kost sucht, bekommt mit The Master einen passablen und abendfüllenden Spielfilm vorgesetzt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-Ray-Fassung): Dass die Once-upon-a-Time-in-China-Reihe von Episode zu Episode an Qualität verlor, konnte ich gerade noch so verkraften, da die Filme inhaltlich dennoch größtenteils gut durchdacht ausgefallen sind. Eine Handlung sucht man in Tsui Harks The Master allerdings vergeblich. Er versucht krampfhaft Elemente des chinesischen Kung-Fu und dem Action-Kino Amerikas zu vermischen. Das gelingt ihm in meinen Augen nur zum Teil. Überdrehte Bösewichte, die jeden Draht zur Realität verloren haben, entdecke ich in der Rolle des Johnny. Sprünge auf Autodächer, die daraufhin eindellen und auch das skrupellose Einsetzen von Pistolen und Gewehren kommt in seinem Werk zur Geltung. Alle paar Minuten treffen Jet Li oder Johnny auf den einen oder anderen Bösewicht, mit denen sie sich in bester Martial-Arts-Manier auseinandersetzen. Allerdings hat Tsui Hark vergessen, eine ausgewogene Mischung zu schaffen und die Elemente sinnvoll miteinander zu verbinden. Des Weiteren hat er nicht daran gedacht, eine nachvollziehbare Handlung zu gestalten und im Film einzufangen. Jet Li wird in The Master keineswegs gefordert, seine Fähigkeiten werden hier ganz klar unterschätzt. Aufgrund dieser Tatsache möchte ich den Film auch nicht weiterempfehlen, Jet-Li-Fans werden meiner Meinung nach enttäuscht.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von The Master!

Review: Once upon a Time in China III

Nach dem Erfolg des ersten Teils produzierte man ein Jahr später (1992) nicht nur Once upon a Time in China II, sondern gleich auch noch den dritten Teil der epischen Reihe rund um Wong Fei-Hung. Die Neuveröffentlichung auf Blu-Ray und DVD kommt neben einer überarbeiteten Bildqualität dieses Mal auch wieder mit einer neuen Synchronisation daher.

Gegen Ende des neunzehnten Jahrhundert reist Kampfkunstmeister und Arzt Wong Fei-Hung in seine Heimat Beijing. Dort möchte er seinen Vater treffen, um ihn über die Heirat mit Yee zu unterrichten. Kaiserinwitwe Cixi hat indessen den Löwentanz-Wettbewerb einberufen, in welchem die beste Kampfsportschule als Sieger herausgehen soll, damit die Kung-Fu-Kampfkunst auch in Zukunft unter den Einflüssen westlicher Mächte bestehen bleiben kann. Wong Fei-Hung gerät in Zwietracht mit diesen rivalisierenden Kampfsportschulen, einer ihrer Leiter versucht den von Jet Li verkörperten Kung-Fu-Meister sogar mit hinterhältigen Tricks zu töten. Außerdem interessiert sich ein russischer Diplomat für Yee, was Wong Fei-Hung in Anbetracht der bevorstehenden Hochzeit, ein Dorn im Auge ist. Durch einen unglücklichen Zufall entdecken Yee und Wong Fei-Hung allerdings, dass die russischen Abgesandten ein falsches Ziel verfolgen und decken eine Verschwörung auf, gefährden dabei sogar ihr Leben.

Dünne Handlung, übertriebene Kämpfe

Nach dem grandiosen ersten Teil der Reihe, folgte ein zwar immer noch guter, aber nicht überragender zweiter Film. Der dritte Ableger des Epos verliert weiterhin an Qualität. Dieser Verlust liegt in erster Linie an der recht dünnen Handlung. Zwar finden wir es gut, dass man im dritten Teil endlich näher auf die Beziehung zwischen Yee und Wong Fei-Hung eingeht, doch bleibt ihnen auch hier erneut ein Happy End verwehrt. Auch die Nebenhandlungen, die deutlich Potential aufweisen, werden nicht annähernd so gut geschildert, wie noch in den beiden Vorgängern. Es wäre durchaus interessant gewesen, mehr aus der Sicht der russischen Diplomaten und sogar mehr als nur eine Szene aus Sicht von Kaiserinwitwe Cixi zu erfahren. Jet Li, Rosamund Kwan, Max Mok und Lau Shun machen (auch) in Once upon a Time in China III eine gute Figur, stellen ihr schauspielerisches Können mit Bravour unter Beweis. Einzig allein die Kampfszenen wirken im dritten Teil sehr überdreht und man merkt deutlich, dass man sich Drahtseilen bedient hat, um Jet Li durch die Luft zu schleudern. In einer Szene hat man sogar vergessen, diese weg zuretuschieren. Das wirkt in diesem Moment unfreiwillig komisch und hätte für die Neuveröffentlichung auf Blu-Ray und DVD überarbeitet werden müssen. Kung-Fu-Freunde müssen dieses Mal auch Abstriche bei den Kämpfen machen – es werden vermehrt Waffen eingesetzt, Tritte und Schläge geraten teilweise in den Hintergrund.

Rückkehr der Neusynchronisation

Wie beim ersten Teil, entschied man sich auch beim dritten Ableger für eine komplette Neusynchronisierung. Simon Jäger leiht somit auch in Once upon a Time in China III Jet Li seine Stimme. Warum man dem zweiten Teil keine neue Synchronisation spendiert hat, ist uns schleierhaft. Die Synchronsprecher wirken nicht fehlbesetzt und verleihen ihren Charakteren genügend Ausdruck. Selbstverständlich ist es wieder möglich, auf die originale, kantonesische Tonspur zu wechseln und deutsche Untertitel hinzuschalten zu lassen. Der Film ist mir einhundertelf Minuten in etwa genau so lang wie sein direkter Vorgänger und wird ebenfalls im 16:9-Format präsentiert. Die Bildqualität ist durchgehend positiv ausgefallen, nur am Anfang und an sehr wenigen Stellen schwankt die Qualität geringfügig. Wie schon bei den Vorgängern ist auch auf der Disc von Once upon a Time in China III kein Bonusmaterial enthalten, dem originalen Filmtrailer und weiteren Trailern zu ausgewählten Filmen ausgenommen. Kenner der ersten beiden Filme werden auch mit der dritten Episode des Once-upon-a-Time-in-China-Epos zufriedengestellt, sofern sie die Abstriche bei der dünnen Handlung und den etwas aufgesetzten Kämpfen in Kauf nehmen möchten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-Ray-Fassung): Once upon a Time in China war einer der besten Martial-Arts-Filme, den ich bis Dato gesehen habe. Nachdem ich beim zweiten Ableger in gewisser Weise enttäuscht wurde, habe ich meine Erwartungen an den dritten Teil sofort runtergeschraubt. Leider wurde ich erneut etwas enttäuscht, denn mit einer so dünnen Handlung habe ich in Once upon a Time in China III nicht gerechnet. Zwar gefallen mir die Charaktere auch im dritten Ableger, sie verrichten ihre Arbeit außerordentlich gut, doch sind mir die Kämpfe teilweise zu aufgesetzt und zu sehr mit Waffen, wie Schwertern und Lanzen, verunglimpft wurden. Ich mag es mehr, wenn sich Kung-Fu-Kämpfer mit ihrem tatsächlichen Können attackieren und nicht auf Hilfsmittel zurückgreifen müssen. Anspielungen auf die Einflüsse aus dem Westen, die vor allem in Once upon a Time in China beschrieben wurden, findet man im dritten Teil kaum noch. Zwar trägt Yee erneut westliche Kleidung, interessiert sich weiterhin für Kameras und auch eine Dampfmaschine kommt im dritten Teil zum Einsatz, doch all das wird nur am Rande angeschnitten. Diese stärkere Fokussierung auf China gefällt mir zwar sehr, doch dem einen oder anderen Zuschauer mag dies vielleicht missfallen. Das Finale des Films endet wie ein plötzlicher Paukenschlag. Man denkt, dass nach dem Kampf noch ein ausklingendes Ende stattfinden wird, doch Fehlanzeige: Nach einem denkwürdigen Schlusssatz von Wong Fei-Hung flimmert der Abspann wie bei älteren Kung-Fu-Filmen über den Bildschirm. Leider ist derzeit keine Veröffentlichung der letzten drei Teile der Hexalogie geplant, hoffe aber sehr, dass diese ebenfalls noch bei uns erscheinen werden, da Wong Fei-Hung zu den einprägsamsten Charakteren der chinesischen Geschichte gehört und ich auch gerne weiterhin Abenteuer mit den liebgewonnenen Charakteren erleben möchte.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Once upon a Time in China III!

Review: Once upon a Time in China II

Nach dem furiosen Auftakt der Jet-Li-Reihe von Splendid Film, folgt auch schon der zweite Teil und es geht packend weiter mit dem Nachfolger der Once-upon-a-Time-in-China-Serie, welcher aber nicht ganz an die Erfolge der ersten Episode anknüpfen kann.

Gemeinsam mit Cousine Yee und seinem Gehilfen Fu reist Wong Fei-Hung nach Canton, um dort auf einem Ärztekongress westlichen Medizinern die Akupunktur zu erklären. Zur selben Zeit ist in Canton ein Umbruch in Gange. Ein fanatischer Visionär erklärt allen Fremdländischen den Krieg, zerstört eigenwillig deren Eigentum und schreckt auch vor Mord nicht zurück. Mit seinen leichtgläubigen Anhängern versucht er zunächst Yee einzusperren, da er sie aufgrund ihrer westlichen Kleidung und ihrem Fotoapparat für eine Ausländerin hält. Später sabotiert er die Versammlung der Ärzte, in dem er einen Pfeilhagel in das Lehrzimmer feuern lässt, wodurch einige Menschen ums Leben kommen. Dort trifft Wong Fei-Hung auch auf Dr. Sun, dessen wahre Bedeutung im Film aber nicht sonderlich gut zur Geltung kommt. Als der britische Konsul ermordet wird, muss Wong Fei-Hung schnell handeln und sich gegen den Fanatiker mitsamt seiner Rebellengruppe stellen. Nebenbei erfährt der Nationalheld von einer möglichen Revolution, deren Beweise in Form einer Liste vernichtet werden müssen. Allerdings hat Wong Fei-Hung die Rechnung ohne einen weiteren, undurchsichtigen Feind gemacht, den er sich kurz vor Ende stellen muss und das Finale spannend hinauszögert.

Fiktive Ereignisse basierend auf historischen Fakten

Obwohl einige der im Film vorgestellten Persönlichkeiten wirklich gelebt haben, basiert die Handlung nur auf wenigen Tatsachen und ist überwiegend fiktiv gestaltet. Die Geschichte um Wong Fei-Hung und seinen Freunden bleibt trotzdem überschaubar und zu jederzeit logisch. Nur gegen Ende gibt es ein bis zwei Auseinandersetzungen, die aus purer Körperkraft so nicht zu bewerkstelligen wären. Wer wert auf Realismus legt, wird trotzdem zufrieden gestellt, da der überwiegende Teil der Kämpfe nachvollziehbar aufgebaut ist. Bei der Schauspielerwahl hat man sich neben Jet Li auch wieder auf die talentierte Rosamund Kwan verlassen. Fans von Donnie Yen freuen sich ebenfalls, denn in Once upon a Time in China II verkörpert er die Nebenrolle des Leutnant Lan und liefert sich mit Schauspielkollegen Jet Li einen ausufernden Kampf. Die Bildqualität hat sich im Gegensatz zum ersten Teil gesteigert, es gibt kaum Szenen, denen man das Alter des Films anmerkt. Auch der Soundtrack fällt nun etwas vielschichtiger aus. So wird das Titelthema des Films öfters eingespielt, doch auch andere (weniger einprägsame) Stücke haben ihren Weg neben bekannten Klängen von Mozart und Co. in den zweiten Teil gefunden.

Andere Stimmen – anderes Erlebnis

Beim zweiten Teil hat man sich allerdings nicht dafür entschieden, eine neue Synchronisation aufzunehmen. Kenner der neuen Tonfassung des ersten Teils müssen sich also umstellen, da sie sich an neue Stimmen gewöhnen müssen. Diese Eingewöhnungsphase ist aber schon nach kurzer Zeit beendet, da auch die alte Synchronisation durchweg gelungen, wenn auch nicht überragend ist. So gibt es beispielsweise Ungereimtheiten, ob Yee nun als Tante (wie im ersten Teil) oder als Cousine zu betiteln ist. Wer lieber die originale, kantonesische Sprachausgabe genießen möchte, darf sich zusätzlich auch deutsche Untertitel zuschalten lassen. Mit 112 Minuten ist das im 16:9-Bildformat gehaltene Werk von Tsui Hark ganze 22 Minuten kürzer geraten als der Vorgänger. Reichhaltiges Bonusmaterial gibt es leider auch beim zweiten Teil nicht. Mehr als den originalen Filmtrailer und Trailer zu weiteren Spielfilmen findet man auf der Disc nicht. Anzumerken ist außerdem, dass auf der Packungsrückseite Szenen von einem ganz anderen Film zu finden sind, ein vermeidbarer Produktionsfehler. Positiv hervorheben möchten wir aber das Menü, welches sich jederzeit auf Abruf im laufenden Film (in der Blu-Ray-Fassung) aufrufen lässt und den Film nicht unterbricht. So möchten wir das gerne auch in Zukunft bei weiteren Filmen sehen. Obwohl Once upon a Time in China II schwächer als das Erstlingswerk ausgefallen ist, können wir dennoch eine Kaufempfehlung aussprechen: Schließlich möchte man wissen, wie die Story fortgesetzt wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-Ray-Fassung): Als ich mir vor kurzem zum ersten Mal den ersten Teil der Once-upon-a-Time-in-China-Reihe angeschaut habe, war ich von der ersten Minute an von diesem Film fasziniert. Dementsprechend ging ich auch mit großen Erwartungen an den Nachfolger heran, doch wurde ich schon bald dank einer andersartigen Synchronisation in gewisser Weise enttäuscht. Nicht das ich die alte Synchronisation schlecht finden würde, im Gegenteil: Diese Fassung hat ihren ganz eigenen Charme, doch wenn es schon Ungereimtheiten zwischen diesen beiden Fassungen gibt (ist Yee nun als Cousine oder als Tante anzusehen), dann frage ich mich, womit ich im dritten Teil rechnen darf. Inhaltlich hat der zweite Teil meiner Meinung nach nachgelassen. So tritt der Fanatiker mitsamt seiner fragwürdigen Einstellung nur in wenigen Szenen in den Vordergrund, der spätere Kampf gegen Wong Fei-Hung wirkt in meinen Augen etwas aufgesetzt. Auch das Auftauchen von Dr. Sun ist definitiv zu kurz geraten, wer nicht über das Hintergrundwissen verfügt, welche Wichtigkeit diese Person in der chinesischen Kultur eingenommen hat, versteht die Zusammenhänge nur wenig.  Zum Ende hin bleiben offene Fragen, was mir bei so einem Epos – anders als bei TV-Serien – sehr missfällt. So weiß ich nicht, was mit den im Film vorkommenden Kindern passiert, wie die fanatischen Anhänger ohne ihren Anführer weiter verfahren und warum sich Yee gegen Ende des Films auf dem Schiff befindet. Lasse ich diese wenigen Punkte außer Acht, kann ich trotzdem behaupten, dass mir Once upon a Time in China II gut gefallen und ich mich auf den nächsten Teil freuen darf.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Once upon a Time in China II!