Wir wünschen euch ein frohes Weihnachtsfest!

Hochgeschätzte Gameplay Gamers-Leser,

unsere Internetpräsenz wird schon bald ein halbes Jahr alt und gemeinsam haben wir in den letzten Monaten Höhen und Tiefen erlebt. Neue Leser fanden ihren Weg auf unsere Seite und sogar in das NextGen-Forum. Neue Rubriken entstanden und auch ein Gewinnspiel sorgte auf unserer Seite für Furore. Wir hoffen heute sehr, dass wir für euch stets eine gute Kaufberatung darstellen konnten. Wenn ihr noch nicht wisst, was ihr mit eurem Weihnachtsgeld anstellen wollt, möchten wir euch doch unsere Reviews der letzten Tage ans Herz legen. Vielleicht ist ja für den einen oder anderen Leser unter euch das passende Geschenk dabei!

Wir möchten jetzt aber nicht mehr allzu viele Worte verlieren, da sich sicherlich die meisten unter euch gerade im Kreis der Familie befinden. Doch egal ob ihr nun mit der Familie, den Freunden oder Bekannten feiert. Genießt die Feiertage, das weihnachtliche Essen, schaut euch ein paar Filme an, zockt die Spiele welche ihr geschenkt bekommt und nehmt euch vor allem die Zeit dafür das zu erledigen, was ihr nicht mehr aufschieben wollt. Frohe Weihnachten wünschen euch

Eric Ebelt & Thomas Enders

Review: Super Mario All-Stars (25 Jahre: Jubiläumsedition)

Wenn wir es genau nehmen, hat Mario seinen ersten Auftritt bereits im Automatenklassiker Donkey Kong im Jahr 1981. Damals ist er jedoch noch unter dem Namen Jumpman bekannt und von Beruf Zimmermann. Erst später wechselt er Beruf und Namen. Über 25 Jahre ist es nun schon her, dass im Land der aufgehenden Sonne das erste Super Mario Bros. erscheint. Das Geschäft boomt und zahlreiche Nachfolger erscheinen auf dem Nintendo Entertainment System und dessen Nachfolgerkonsolen.

Ein Jahr nachdem Super Mario Bros. die Spielergemeinde im Sturm eroberte, kommen Japaner in den Genuss von Super Mario Bros. 2, welches für den westlichen Markt allerdings als zu schwierig eingestuft wird. In Europa erreicht es später unter dem Titel The Lost Levels Kultstatus. Amerikanern und Europäern wird Super Mario Bros. 2 anders suggeriert. Sie erhalten eine abgeänderte Version des japanischen Yume Kojo: Doki Doki Panic. Diese Fassung erscheint später unter dem Namen Super Mario Bros. USA auch in Japan, bevor mit Super Mario Bros. 3 die Zählung der Reihe weltweit gleich weitergeht. 1993 ist es soweit: Die Quadrilogie erscheint in einer grafisch aufgebohrten Fassung auf einem Modul für das Super Nintendo und siebzehn Jahre später für die Wii.

Einfaches, geniales Spielkonzept

Bereits der erste Teil der Reihe besticht für sein Alter mit abwechslungsreichen und teils auch unterschiedlich spielenden Levels. Mit Klempner Mario rasen wir über weite Grünflächen im Pilz-Königreich, durchstreifen dunkle Höhlen, hüpfen über den Wolken von Plattform zu Plattform oder schwimmen unter der Meeresoberfläche zum nächsten relevanten Ziel. Die Elemente von Super Mario Bros. sind deutlich ersichtlich. Auf uns zu kommende Gegner wie Koopas oder Gumbas müssen mit gezielten Sprüngen aus dem Weg geräumt werden. Unterwegs treffen wir immer mal wieder auf Fragezeichenblöcke, die wertvolle Münzen oder nützliche Items beinhalten. Während uns einhundert eingesammelte Münzen einen weiteren Versuch spendieren, verbessern Items unsere Fähigkeiten. Mit einem Pilz lassen wir Mario um die Hälfte wachsen. Wird er nun von einem Gegner getroffen, schrumpft er auf seine alte Größe zurück. Erst wenn wir ein weiteres Mal getroffen werden oder im Abgrund landen, verlieren wir einen Versuch. Die Feuerblume ermöglicht es uns sogar fortan Feuerbälle auf unsere Gegner zu schmettern.

Die Mario Bros. als Gärtner

The Lost Levels sind im Grunde nur eine aufgebohrte Version von Super Mario Bros., denn Neuerungen sucht man fast vergebens. Ein dunkelblauer Giftpilz ist beispielsweise ein neues Item, dass uns bei Berührung das Leben ausbläst. Hauptaugenmerk des Spiels liegt eindeutig auf dem happigen Schwierigkeitsgrad. Wenn Abgründe im Vorgänger nur für ein müdes Lächeln sorgten, wirken diese nun deutlich bedrohlicher. Auch das Erscheinen der Gegner hat sich in den verlorenen Levels erhöht. Dieser Teil der Spielsammlung richtet sich eindeutig nur an stahlharte Profis oder jene, die es werden wollen. Super Mario Bros. 2 schlägt hingegen andere Richtungen ein. Anstatt das typische Super-Mario-Spielprinzip zu überliefern, müssen wir mit Mario, Luigi, Toad oder Peach Gemüse ausrupfen, um dieses auf anstürmende Gegner zu werfen. Optionalerweise dürfen wir auch so manchen Gegner aufheben und diesen ebenfalls auf Feinde schmettern. Power-Blöcke radieren direkt alle Individuen auf dem Bildschirm aus. Später müssen wir auch Schlüssel von Punkt A nach Punkt B transportieren oder mit Bomben rissige Wände einreißen. Obwohl viele Fans nichts mit Super Mario Bros. 2 anfangen können, so überzeugt der Titel dennoch mit einer abwechslungsreichen Spielbarkeit. So kann Luigi wenige Sekunden in der Luft strampeln, Toad besonders hoch springen und Peach nutzt ihr Kleid, um meterweit über längere Schluchten zu schweben. Außerdem verdanken wir diesem Ableger der Reihe bekannte Charaktere wie die Shy Guys oder Birdo.

Perfektionismus in Kreation?

Mit Super Mario Bros. 3 gelingt Nintendo ein Meilenstein in der Geschichte der Videospiele. Noch nie zuvor gab es ein Jump’n’Run, welches mit ausgefallenen Ideen in den zahlreichen Levels punktete. Bewegende Plattformen in luftigen Höhen, angekettete Hunde auf heißem Wüstensand oder der Abstecher ins Riesenland mit ebenso großen Gegnern können sich auch heute noch sehen lassen. Neu eingeführt werden außerdem viele interessante Gegenstände. So geschieht es, dass Herrn Mario ein Waschbärschwanz wächst, wenn er mit einem Blatt in Berührung kommt. Mit genügend Anlauf können wir mit Mario nun ein ganzes Levelstück überfliegen, doch bekommen wir so stellenweise nichts vom nahezu perfekten Leveldesign mit. Eingeführt wurde in Super Mario Bros. 3 auch die Oberweltkarte. So bewegen wir uns von Level zu Level, können gegebenenfalls einzelne Abschnitte überspringen oder erhalten neue Items in Toad-Häusern. Diese Items können jederzeit auf der Oberweltkarte eingesetzt werden, damit wir gut gewappnet in die wunderschön konstruierten Levels gehen können. Bis Bowser und seine sieben Kinder aus dem Pilz-Königreich besiegt sind und die Prinzessin gerettet ist, vergehen viele Spielstunden, die heute kaum besser investieret werden können.

Grafisch (nicht) aufgeputscht

Bevor Verwirrungen auftreten halten wir einmal fest, dass sich das auf der Disc befindliche Super Mario All-Stars in keiner Weise von der aufgebohrten Super-Nintendo-Version (1993) unterscheidet. Nintendo hat sich nicht die Mühe gemacht, den Titel für das fünfundzwanzig-jährige Jubiläum zu überarbeiten. Wer also auf eine grafische Optik eines News Super Mario Bros. hofft, wird leider enttäuscht. Auch der Soundtrack hat sich somit nicht verbessert, ist aber auch heute noch dank vieler Ohrwürmer immer anzuhören. Glücklicherweise verfügen die vier Spiele aber auch noch über die Speicherfunktion. Der Fortschritt wird nach dem Abschluss einer Welt oder einer Burg gespeichert, damit sich Verluste in Grenzen halten. Der Mehrspieler-Part ist wie nicht anders zu erwarten auch nicht überarbeitet worden. Gespielt werden kann immer nur abwechselnd. Nur der in Super Mario Bros. 3 enthaltene Battle-Modus lässt sich gleichzeitig zu zweit spielen. Wir fragen uns trotzdem, warum man den auf der Wii-Disc verbleibenden Platz nicht für andere Inhalte mehr oder weniger sinnvoll genutzt hat. So hätte Nintendo auch Super Mario World, Super Mario 64 und Super Mario Sunshine mit auf die Disc packen können. Gefreut hätten wir uns auch über Dokumentationen und weitere Bonus-Inhalte in Datenform.

Bloß ein Staubfänger?

Besitzt man Super Mario All-Stars bereits als Super-Nintendo-Modul, so braucht man bei der Wii-Portierung nicht zuschlagen. Das beiliegende, verständlich aufgebaute und mit vielen Informationen bestückte Booklet fällt leider deutlich dünner aus als erwartet. Zwar sind die vielen Konzeptzeichnungen nett anzusehen, doch haben wir deutlich mehr erwartet. Selbiges betrifft die Soundtrack-CD. Diese kommt mit zehn Musikstücken aus vielen bekannten Super-Mario-Spielen daher und bietet zudem zehn Soundsamples aus Super Mario Bros. Auch hier hätte Nintendo den Speicherplatz der CD ruhig ausfüllen können. Auf dem Datenträger weitere Tracks unterzubringen, kann nicht so schwer sein. Obwohl auch Sammler gut überlegen sollten, ob sie die Jubiläumsausgabe zum fünfundzwanzigsten Geburtstag des Klempners erwerben sollten, können wir jüngeren Spielern diese Edition nur wärmstens empfehlen. Da diese vermutlich über kein Super Nintendo verfügen, können diese so relativ günstig an vier geniale und zeitlose Spiele gelangen – inklusive interessantem Bonusmaterial. Wer die Spiele schon kennt oder bereits in seiner Sammlung hat, darf die Geldbörse getrost steckenlassen und sich stattdessen für zeitgemäße Alternativen entscheiden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Wii-Fassung): An dem Tag, wo ich mein Testmuster zu Super Mario All-Stars endlich in Händen hielt, wurden bei mir Erinnerungen geweckt. Ich kann mich nämlich noch ganz genau den Tag erinnern, wo ich mir das Spiel einst für das Super Nintendo gekauft habe und bereits nach wenigen Spielminuten verzweifelte. Mit der Zeit lernte ich mit dem Spiel umzugehen und spielte die Quadrilogie der Reihe nach durch. Wenig später habe ich die Spiele aber nicht mehr angerührt. Dies ist jetzt schon mehr als zehn Jahre her und heute durchlebe ich Ähnliches, denn bereits nach wenigen Levels wurde ich schlicht und einfach überfordert. Da merke ich richtig, wie einfach Spiele wie Super Mario Galaxy 2 oder New Super Mario Bros. Wii geworden sind. Früher musste man für Ergebnisse noch arbeiten und mir wird mal wieder deutlich klar, wie sehr ich diese Zeiten auch vermisse. Deshalb habe ich auch an der Spielbarkeit nichts zu bemängeln, denn alle vier Titel spielen sich noch exakt so wie im letzten Jahrtausend. Da ich erst vor einiger Zeit einen Super-Nintendo-Controller für die Wii im Sternekatalog erworben habe, fühlten sich alle vier Spiele auch genau so an wie damals. Allerdings kann ich mich nicht wirklich mit der Aufmachung anfreunden. Nintendo kann nicht einfach nur herzlos ein Super-Nintendo-Spiel auf eine Wii-Disc packen und das ganze mit geringfügigen Zusatzmaterialien für dreißig Euro in den Laden stellen. Für Sammler mag diese Jubiläumsausgabe durchaus interessant sein, aber für mich rechtfertig das einen Kauf noch lange nicht. Für mögliche Jubiläumsausgaben von The Legend of Zelda oder Metroid wünsche ich mir deutlich mehr Liebe zum Detail. In der Zwischenzeit werde ich mit der Quadrilogie aber sicherlich wieder dutzende Stunden Spielspaß erleben!

Review: Donkey Kong Country Returns

Sprechen wir in der heutigen Zeit von Donkey Kong, dann meinen wir jenen Affen, der in den letzten Jahren ein Schattendasein als Nebendarsteller in diversen Minispielsammlungen und Sportspielen aus dem Hause Nintendo fristete. Das letzte vollwertige und zweidimensionale Jump ’n’ Run erschien noch im letzten Jahrtausend für das Super Nintendo. Die Retro Studios haben dem Affen aus der Versenkung geholt und zu neuem Ruhm geführt.

Gebeutelt von den Geschehnissen der letzten drei Donkey-Kong-Country-Teile, lebt Donkey Kong wieder in seiner geliebten Hütte mitten im Dschungel. Wir erinnern uns: King K. Rool, der Anführer und Herrscher über alle Kremlings (reptilienartige Humanoide) stahl zu erst den Bananenvorrat des Gorillas. Nachdem Donkey Kong mit seinem Kumpanen Diddy Kong die Bananen wieder in Sicherheit gebracht hatten, entführte das Reptil eine Episode später lieber direkt den Affen. Diddy und Dixie Kong eilten zur Hilfe, doch auch das stoppte King K. Rool nicht. Im dritten Teil befand sich neben Donkey Kong auch Diddy mit auf der Liste der entführten Primaten. In Donkey Kong Country Returns hat der Gorilla nun endlich seine verdiente Ruhe gefunden, denn Kremlings sind auf der Insel weit und breit nicht zu sehen. Plötzlich bebt die Erde und die seltsamen Ureinwohner des Eilands tauchen vielerorts auf und stören die Inselidylle. Sie hypnotisieren die Tierwelt, welche daraufhin Donkey Kongs Bananenvorrat gezwungenermaßen stehlen. Eine abenteuerliche Suche nach dem Verbleib des gelben Schatzes beginnt.

Gelungenes Leveldesign mit Einschränkungen

Wie gehabt führt uns die Reise quer über die gesamte Insel und durch viele Spielgebiete. Der Dschungel wird ebenso unsicher gemacht, wie verschüttete Tempelanlagen, dreckige Fabriken und auch dem Vulkaninneren dürfen wir einen Besuch abstatten. Die Levels fallen dabei leider nicht sehr facettenreich aus. Haben wir einen Spielabschnitt einer Welt durchgespielt, wissen wir bereits in etwa wie sich der Rest der Welt spielen wird. Dafür trumpfen die Entwickler mit tollen Spielideen auf. So fallen auf einmal Säulen aus dem Bildschirmhintergrund auf die zweidimensionale Ebene im Vordergrund oder während einer Lorenfahrt befinden wir uns plötzlich in einem riesigen Ei. Dieses dreht sich ununterbrochen, besitzt aber über eine kleine Öffnung, über die wir regelmäßig springen müssen. Unterwasserlevels finden sich in Donkey Kong Country Returns leider nicht, was wir nicht ganz nachvollziehen können. Immerhin haben diese in allen drei Vorgängern für Abwechslung gesorgt. Auch Ausflüge ins ewige Eis und Seilkletterpartien vermissen wir.

Teamwork mit der Kraft der zwei Herzen

Während der gesamten Spielzeit stellen sich uns nicht gerade sehr viele Gegnertypen in den Weg. Meistens müssen wir auf die Gegner ein oder zwei Mal springen, um diesen den Garaus zu machen. Manchmal dürfen wir mittels Nunchuck- und Wii-Remote-Schütteleinlagen wie wild auf den virtuellen Boden schlagen, um beispielsweise Krabben auf den Rücken zu werfen. Diese stellen anschließend kein großes Problem mehr dar. Brennende Gegner können ausgepustet werden, wenn sich Donkey Kong in der Hocke befindet und wir mit der Fernbedienung schütteln. Anders als in den Vorgängertiteln halten wir nicht nur einen Treffer aus, bis wir einen Versuch verlieren. Ab sofort gelten die Gesetze der zwei Herzen, welche auf Wunsch gegen ein paar Bananenmünzen im Shop mit einem dritten Herz erweitert werden können. Ist Diddy Kong aus seinem Fass befreit, welches weitaus weniger zu finden ist als in den alten Episoden, verfügen wir sogar über vier beziehungsweise fünf Herzen. Nun ist es aber nicht mehr so, dass Diddy Donkey Kong hinterher läuft, sondern dass der Gorilla den kleinen Schimpansen Huckepack nimmt. Immerhin verfügen wir so im Einzelspielermodus zusätzlich über einen Raketenrucksack, der uns ein paar Meter mehr über Abgründe trägt, die mit einem Sprung gegebenenfalls nicht zu überqueren waren.

Tierische Hilfe – Kleine Familie

Tierische Unterstützung erfahren die beiden Affen in diesem Teil der Reihe nur durch zwei Tiere. Das Nashorn Rambi wäre eines davon, welches aber leider nur in einer handvoll Levels auf die virtuelle Bühne tritt. Rambi ist gegen fast jeden Gegner gefeit, da er mit seinem Horn mögliche Hindernisse schnell und einfach aus dem Weg räumen kann. Außerdem ist es so möglich spezielle Blöcke zu zerstören, welche die beiden Affen ohne Rambis Hilfe nicht hin bekommen hätten. Ansonsten tritt noch der Papagei Squawks in einer kleinen Nebenrolle auf. Befinden wir uns in Cranky Kongs Laden, so dürfen wir den Vogel gegen einen kleinen Obolus mitnehmen. Er hilft uns anschließend in den Levels versteckte Geheimnisse aufzudecken. Aktiv spielen dürfen wir Squawks nicht. Das ist zwar schade, doch trauriger ist viel mehr das Fehlen weiterer Kandidaten. Schwertfisch Enguarde, Frosch Winky oder Strauß Expresso – keiner von ihnen wird im Spiel auch nur namentlich genannt. Außerdem tauchen außer den beiden Protagonisten Donkey, Diddy und Ladenbesitzer Cranky keine weiteren Mitglieder der Kong-Familie auf.

Hart, schwierig, Donkey Kong!

Immerhin hat man Cranky Kong mit einer mehr oder weniger wichtigen Nebenrolle bedacht. Wie bereits erwähnt, lassen sich in allen Spielabschnitt kreuz und quer Bananenmünzen finden. Diese stellen die Währung auf der Affeninsel dar und können in Crankys Laden gegen hilfreiche Items getauscht werden. Neben der bereits erwähnten Lebensenergieerweiterung und dem Papageien Squawks können wir auch einen Trank einkaufen, der kurzzeitig auch den schwächsten Affen unverwundbar erscheinen lässt. In jeder Welt dürfen wir uns auch einen Schlüssel erwerben, der uns auf geringfügig anderen Pfaden zum Bosskampf der jeweiligen Welt führt. Außerdem dürfen wir uns im Laden mit neuen Luftballons eindecken, welche wie gehabt die Anzahl an Versuchen der beiden Primaten darstellen. Genügend Luftballons dabei zu haben, ist unserer Meinung nach auch sinnvoll. Obwohl die ersten drei Spielwelten noch relativ einfach ausfallen, stoßen wir bereits in der vierten Welt an unsere Grenzen. Schon lange haben wir nicht mehr so viele aufeinander folgende Herausforderungen in einem Spiel erlebt. In zwei verschiedenen Levels kam es sogar dazu, dass wir an die fünfzig Versuche verbrauchen mussten, bis wir das Zielfass zerschmettern durften. Grandios!

Schweinchen Dick

Unerfahrene Spieler und Spielerinnen brauchen aber keinen Trübsal blasen. Auf normalem Wege werden diese zwar wohl niemals den Abspann erleben, doch haben sich die Retro Studios und Nintendo dazu entschlossen, auch in Donkey Kong Country Returns den Super-Assistenten einzubauen. Nach acht Fehlversuchen wedelt ein kleines Schweinchen am Start oder den Checkpoints der Levels mit einer weißen Fahne. Ein Druck auf die Plus-Taste und schon dürfen Klone von Donkey und Diddy Kong die Arbeit übernehmen. Hartgesottene Spieler werden die Funktion allerdings niemals nutzen. Obwohl uns der Schwierigkeitsgrad sehr gut gefallen hat, müssen wir allerdings auch die unausgeglichenen Charaktere dabei berücksichtigen. Während Donkey Kong alleine oftmals an diversen Stellen versagt, ist die ganze Arbeit mit Diddy Kong im Schlepptau nur halb so schwer. Immerhin können wir mit dem kleinen Schimpansen auf dem Rücken Abgründe spielend leicht überwinden. Im Zweispieler-Modus fällt die ganze Sache noch simpler aus, da jeder der beiden Spieler zeitgleich einen der Affen steuern darf. Sobald ein Affe den Geist aufgibt, darf der jeweilige Spieler einen Luftballon verschwenden und sofort wieder am Spiel teilnehmen.

Affengeil, aber verbesserungswürdig

Während der Spieler, welcher Diddy Kong kontrolliert wohl keine großen Probleme bekommt, fühlt sich der Donkey-Kong-Spieler verschaukelt. Die Retro Studios hätten sich hierbei deutlich mehr Mühe geben müssen. So fühlt sich Diddy Kong deutlich wendiger an und besitzt gegenüber Donkey Kong klare Vorteile. Fair ist das nur, wenn sich beide Spieler regelmäßig abwechseln. Wir fragen uns, wo die muskulösen Gegner geblieben sind, die in den ersten Teilen nur Donkey und Kiddy Kong erledigen konnten. Die Einführung solcher Feinde hätte das Abenteuer im Kooperationsmodus zumindest anspruchsvoller erscheinen lassen. Übersehen kann man die Kritikpunkte an Donkey Kong Country Returns nicht, doch erhält man auch so ein geniales Jump ’n’ Run, welches derzeit meilenweit nach Konkurrenz sucht. Nach dem Durchspielen motiviert das Spiel noch lange mit der Suche nach weiteren und sehr gut versteckten Puzzle-Teilen und dem Aufstellen neuer Rekorde, denn sobald wir einmal einen Level beendet haben, dürfen wir anschließend auch gegen die Zeit antreten. Der neueste Teil spielt sich fast so gut wie die Super-Nintendo-Vorgänger. Im direkten Vergleich unter Berücksichtigung des Altersunterschieds zieht die neue Episode aber klar den Kürzeren.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als ich im letzten Sommer die E3-Pressekonferenz von Nintendo am heimischen Rechner verfolgen durfte, war ich nahezu sprachlos als plötzlich ein neues Donkey Kong Country angekündigt wurde. Die Hoffnung hatte ich bereits vor Jahren aufgegeben, denn nur Rare konnte meiner Meinung nach einen wirklich guten Hit aus dem Franchise zaubern. Das Anspielen auf der Gamescom blieb mir noch sehr gut in Erinnerung und nachdem ich den Titel mittlerweile durchgespielt habe, verspüre ich immer noch den Drang die restlichen Geheimnisse der tropischen Insel zu lüften. Obwohl ich die Levels sehr gründlich absuche, habe ich doch nur selten alle Puzzle-Teile gefunden. Das sind solche die Momente, die mir in Erinnerung bleiben werden. Das bestätigt meine Meinung nur, dass die Retro Studios ein sehr gutes Spiel erschaffen haben, dass ganz gut (aber noch lange nicht perfekt) an die Vorgänger anknüpft. Das Fehlen der Kremlings wird zum Teil wirklich daran liegen, dass einige Spieler die Vorgänger nicht mal mehr kennen. Selbst ein guter Freund von mir dachte bis vor ein paar Tagen noch, dass Donkey Kong Country Returns nur ein simples Remake des Erstlings sei. Obwohl ich in den nächsten Wochen sicherlich noch das eine oder andere Mal auf die Jagd nach den verlorenen Puzzle-Teilen gehe, muss ich aber auch Kritik an dem Spiel äußern. Ich finde die vielen Ideen zwar wirklich durchgehend gut und auch der hohe Schwierigkeitsgrad motiviert mich langfristig, doch hätte man sich beim Raketenfass eine bessere Steuerung überlegen können. Selbst nachdem ich die entsprechenden Spielabschnitte mit Hängen und Würgen eigenständig beendet habe, bin ich mit der Bedienung in diesem Fall nicht warm geworden. Hier hätte man super Spiele wie R-Type und Konsorten kopieren können. Als Fan der Serie ärgere ich mich natürlich über das Fehlen vieler bekannter Charaktere. Sollte es zu einem zweiten Teil kommen, verlange ich hier deutlich größere Artenvielfalt. Dann werde ich auch sicherlich nicht mehr allzu viel zu meckern haben.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: Disney Micky Epic

Die berühmteste Maus der Welt gewinnt heutzutage sicherlich keinen Blumentopf mehr, wenn es sich dabei um einen Beliebtheitswettbewerb handelt. Nintendos Klempner Mario und die Pokémon sind in vielerlei Kreisen bekannter als Micky Maus. Obwohl der Maus keine größeren Auftritte mehr vergönnt sind, ist sie noch lange nicht vergessen wie so manch andere Figur des Disney-Universums, welche wir in Disney Mick Epic treffen werden.

Eines Nachts wacht Micky in seinem Bett auf und bemerkt etwas Ungewöhnliches an seinem Wandspiegel. Schnell springt der Mäuserich auf und berührt die glatte Oberfläche, welche nun weiche Wellen schlägt. Micky springt durch das Portal und landet in der Werkstatt eines Zauberers. Dieser ist gerade dabei, ein magisches Reich zu erschaffen. Mit den letzten Pinselstrichen beendet er sein Werk an einer auf dem Tisch stehenden Miniaturwelt. Als er sich in seine Gemächer zurückzieht, betritt Micky das Zimmer und er hat natürlich nichts anderes zu tun, als mit dem Pinsel herumzuspielen. In einem Augenblick der Unachtsamkeit stößt die Maus einen Topf Verdünnerflüssigkeit um, die daraufhin die kleine Miniaturwelt überflutet. In Verbindung mit dem Zauberpinsel wird so ein Monstrum geschaffen, welches Micky Maus mit in die magische Welt zieht. Das Phantom ist entfesselt und eine lange Dunkelheit bricht an.

Farbe und Verdünner

Ein verrückter Wissenschaftler versucht sich als Nächstes am Mäusereich zu vergehen. Mit einer Maschine möchte er versuchen, Micky das Herz heraus zu reißen. Was brutal klingt, wird im Spiel kinderfreundlich mit einer Saugglocke in Szene gesetzt. Ohne die Spannung zu nehmen können wir kurz darauf schon aus dem Gemäuer fliehen. Ein Kobold erklärt uns in den folgenden Spielstunden stets, um welche Aufgaben wir uns kümmern müssen. Als erstes führt er uns allerdings in die zu gleich einfache und innovative Steuerung des Spiels ein. Der magische Pinsel verfügt mittlerweile über die Kraft, Farbe oder Verdünnerflüssigkeit auf Knopfdruck zu versprühen. Richten wir die Wii Remote mittels Pointer-Funktion auf speziell dafür vorgesehene Objekte und verschießen Verdünnerflüssigkeit, so verschwindet dieses Objekt zunächst aus unserem Sichtfeld. Auf diesem Wege können neue Wege, versteckte Nischen oder Gegner verlangsamt werden. Möchten wir das Objekt wieder erscheinen lassen, reicht ein Schuss Farbe aus.

Freund oder Feind?

Im gesamten Spielverlauf müssen wir beide Spielelemente immer mal wieder miteinander kombinieren. Befindet sich ein gesuchter Gegenstand beispielsweise in einem mit Farbschicht überzogenen Loch, müssen wir die bunte Abdeckung zunächst entfernen. Nachdem wir das Item aus dem Versteck geborgen haben, können wir das Loch wieder abdecken und können es anschließend passieren, um zu anderen Gebieten vordringen zu können. Farbe und auch der Verdünner haben bei den Gegnern unterschiedliche Wirkungen. Während wir mit der Farbe unsere Feinde so lange blau anmalen können, bis sie uns freundlich gesinnt sind, können wir die Gegner mit Verdünner zunächst verlangsamen, bis sie sich womöglich ganz auflösen. Die Ergebnisse unserer Arbeit spiegeln sich im späteren Spielverlauf wieder. Sobald wir einen der mehr oder weniger gefährlichen Bossgegner bezwungen haben, erweitert sich unsere Farb- oder Verdünnerkapazität. Je mehr wir eine dieser beiden Flüssigkeiten verwenden, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir diese nach einem Bosskampf automatisch steigern können.

Oswald, das wütende Kaninchen

Unsere Reise führt uns dabei immer tiefer in das so genannte Wasteland hinein, das Micky Maus mit der Verdünnerflüssigkeit verwüstet hat. Das Wasteland wird im Übrigen von einem alten Bekannten beherrscht, nämlich von Oswald dem glücklichen Kaninchen. Doch kaum jemand erinnert sich an diese Comicfigur aus dem Hause Disney, selbst der Mäuserich hat ihn aus dem Gedächtnis gestrichen. Wir erinnern uns: Bevor Micky Maus das Licht der bunten Comicwelt erblickte, erschuf Walt Disney das Kaninchen Oswald. Irgendwann geschah es, dass Micky Maus dem Kaninchen den Rang abgelaufen hat. Wir können uns also sehr gut vorstellen, dass Oswald nicht gerade rosig auf Micky zu sprechen ist. Doch bis wir erstmals mit dem Herrscher des Wastelands richtig konfrontiert werden, vergehen einige Spielstunden. Oswald ist allerdings nicht die einzige vergessene Disney-Figur im Wasteland. So treffen wir auch auf einen ausgeflippten Captain Hook oder einen mürrischen Kater Karlo. Um zu den einzelnen Spielabschnitten zu kommen, bedienen sich die Entwickler eines genialen Kniffs.

Wie in einem Cartoon

Um von der Mean Street, dem Haupthandlungsort des Spiels, zu einem anderen wichtigen Punkt in der Spielwelt zu gelangen, müssen wir jedes Mal in eine Projektorleinwand springen. Was in der Theorie ähnlich nach den Gemälden aus Super Mario 64 klingt, spielt sich in der Praxis ganz anders ab. Sobald wir in die Projektorleinwand gesprungen sind, öffnet sich uns ein ganz neuer Spielabschnitt. In recht kurzen und höchstens fünf Minuten andauernden Levels, welche bekannten (oder vergessenen) Disney-Cartoons nachempfunden sind, heißt es in traditioneller 2D-Jump-’n’-Run-Manier bis zum Ziel zu gelangen. Das authentische Setting wird ausnahmslos mit passender Musikuntermalung sehr gut in Szene gesetzt. Wer einmal die Cartoonklassiker Plutopia oder Steamboat Willy nachspielen wollte, hat jetzt eine einfache Möglichkeit gefunden. In den einzelnen Projektorleinwand-Levels gibt es jeweils exakt eine Filmrolle zu finden. Diese dürfen später beim Kinobesitzer auf der Mean Street gegen interessante Extras eingetauscht werden – unter anderem befinden sich zwei Cartoonklassiker auf der Wii-Disc, die sich so freischalten lassen. Lebensenergieerweiterungen sind ebenfalls in diversen Läden zu erwerben.

Dürftige Nebenaufgaben

Es dürfen aber auch noch andere (für den Spielverlauf nicht relevante) Gegenstände gesammelt werden. Die so genannten Anstecker sollen ausdrücken, wie groß die eigene Leidenschaft für Disney ist. Um wirklich alle Anstecker zu finden, müssen viele Geheimverstecke ausfindig gemacht und sehr viele Nebenaufgaben erfüllt werden. Diese sind allerdings alles andere als gut in das Spiel eingebaut. Mehr als Sammelaufgaben diverser Objekte oder die Auslieferung dieser an eine andere Spielfigur konnten wir während der Testphase nicht ausmachen. Das ist spätestens seit Animal Crossing langweilig und hätte Entwicklerlegende Warren Spector nicht passieren dürfen. Ein weiterer herber Kritikpunkt ist die Kameraführung. Die Kamera muss immer eigenständig nachjustiert werden und oftmals landen wir an einer spielwichtigen Ecke der Welt und können die Kamera überhaupt nicht bewegen. In einem dreidimensionalen Jump ’n’ Run ist das fatal, denn ungewollte Spieltode stehen somit auf der Tagesordnung. Diese sind im Übrigen schwach in Szene gesetzt, sobald Micky keine Energiepunkte mehr zur Verfügung stehen, lädt das Spiel einfach vom letzten Checkpoint nach. Die sogenannten E-Tickets, welche die Währung im Spiel darstellen bleiben gespeichert, doch wichtige Objekte wie Diamanten oder Ähnliches muss meistens wieder zusammengesucht werden. Schwach.

Gut, aber nicht gut genug

Obwohl die meisten Rätsel innovativ ausfallen, wiederholen sie sich in ihren Grundzügen zu oft. Was bei Super Mario Sunshine für Begeisterung sorgte, ist auch in Disney Micky Epic zu finden, doch wären facettenreichere Rätsel für den sonst recht gelungenen Spielablauf wünschenswert gewesen. Immerhin kommen in der zweiten Spielhälfte Skizzen mit in das Portfolio des Mäuserichs, die zumindest ein wenig Abwechslung mit in die Spielwelt bringen. Ambosse die auf Gegner fallen oder Fernsehgeräte die kleinere Gegner von uns ablenkt, unterstützten den sonst recht dünnen Humor. Leider gibt es im Spiel nur wenige CGI-Sequenzen zu bestaunen. Anstatt auf vorgerenderte Szenen zu setzen, haben die Entwickler überwiegend dürftig aussehende und komisch wirkende Cartoonfetzen eingebaut. Diese wollen wir bei einem möglichen Nachfolger nicht mehr sehen. Disney-Fans können unserer Meinung nach unbesorgt zuschlagen, doch Fans von Jump ’n’ Runs sollten sich zwei Mal überlegen, ob sie mit den wenigen, dafür umso ärgerlichen Defiziten leben können. Disney Micky Epic ist und bleibt ein guter Wii-Titel, doch der erhoffte Hoffnungsträger ist es für viele Spieler leider nicht geworden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Hätte man mich vor einem Jahr gefragt, ob ich mir dieses Spiel tatsächlich antun möchte, hätte ich diese Frage mit nur einem Wort verneint. Mein Groll gegen Disney ist in der Regel einfach zu groß, denn unnötige Gesangseinlagen in so gut wie jedem Disney-Film vermiesen mir meistens den Spaß. Als der Veröffentlichungstermin immer näher rückte, habe ich mich dennoch dafür entschieden, dem Titel zumindest eine Chance zu geben und dafür wurde ich auch nicht enttäuscht. Während die dreidimensionalen Passagen aufgrund diverser Kameraprobleme und großen Schwächen bei den Nebenaufgaben dürftig ausfallen, stören mich zusätzlich die gelegentlich auftauchenden Störungen bei der Pointer-Funktion. Auch kurzen Szenen in Spielgrafik würde ich den seltsam wirkenden Cartoon-Szenen vorziehen, so sehr reißen sie mich aus der Atmosphäre des Spiels. Beispielsweise habe ich mich vor einigen Tagen mit einem Redakteur einer Nintendo-Fanseite unterhalten. Er kann anscheinend über die Defizite hinwegsehen und drückt dem Spiel seinen persönlichen Spector-Bonus auf. Aber kann man einen so rumreichen Entwickler für diese Fehltritte loben? Diese Frage stelle ich mir nicht, denn für mich ist ein Spiel in erster Linie ein Spiel. Und diesen Titel vergleiche ich erst nach dem Durchspielen mit den potentiellen Möglichkeiten des Entwicklers. Warren Spector hätte durchaus mehr aus Disney Micky Epic machen können, wenn ich mich nur an die genialen Konzeptzeichnungen bei Ankündigung des Spiels zurückdenke. Vielleicht fand Disney diese Zeichnungen zu übertrieben und wollte den Titel familientauglicher machen. Vorzustellen wäre es allemal. Abschließend möchte ich aber sagen, dass ich trotzdem meinen Spaß in den vierzehn Spielstunden hatte. Auch wenn das Ende bei jedem Spielertyp wohl unterschiedlich ausfallen wird, werde ich alternative Lösungsmöglichkeiten so schnell nicht ausprobieren. Für mich gibt es einfach bessere Jump-’n’-Run-Alternativen.

Vielen Dank an Disney Interactive für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: Windows Phone 7 / HTC 7 Mozart

Vor einigen Jahren stieg Apple mit dem iPhone in den Markt der Mobiltelefongeräte ein. Wie bereits der iPod war auch das neue Gerät sehr schnell beliebt. Mit dem Windows Phone 7 kommt aus dem Hause Microsoft ein ernstzunehmender Konkurrent auf den Markt, welcher neue Käuferschichten erschließen möchte.

In erster Linie ist Microsoft allerdings nur an der Entwicklung des Betriebssystems beteiligt. Dieses ist beim Kauf eines der von unterschiedlichen Herstellern kommenden Mobiltelefone bereits vorinstalliert. In unserem Testbericht möchten wir uns am Modell HTC 7 Mozart aus dem gleichnamigen Hause orientieren. Schnell ist das Windows Phone 7 betriebsbereit. Ist die SIM-Karte in den passenden Slot gesteckt und der Akku aufgeladen, dürfen wir die ersten Einstellungen vornehmen. Darunter fallen kleinere Nebensächlichkeiten, wie das Auswählen unserer Zeitzone. Unter anderem dürfen wir uns auch direkt mit Windows Live verbinden, sofern wir bereits über Zugangsdaten zu dem Dienst aus dem Hause Microsoft verfügen.

Kachelmann

Die aufgeräumte Benutzeroberfläche fällt uns als allererstes auf. Das strukturierte Hauptmenü ist einfach zu bedienen, da jede Applikation in einer viereckigen, blauen Kachel dargestellt wird. Die Anwendungen in Kachelform können jederzeit und beliebig miteinander getauscht werden. Unbenötigte Applikationen werden auf das Abstellgleis geschoben und können dort auf Wunsch wieder zurück auf die Startseite des Menüs geschoben werden. Telefonieren und das Versenden von Kurzmitteilungen und multimedialen Inhalten geht einfach von der Hand. Unter dem Menüpunkt Kontakte können wir Freunde und Bekannte aus Facebook und Twitter in unser Adressbuch hinzufügen oder verwalten. Ein gehaltvolleren Index mit allen wichtigen Inhalten wie Telfonnummern, E-Mail-Adressen und stets aktuellen Neuigkeiten haben wir bis Dato noch nicht erlebt. Das Programm Microsoft Outlook ist im System bereits inbegriffen. Sobald uns wichtige Informationen per E-Mail mitgeteilt werden, ist die zu lesende E-Mail nur zwei, drei Menüpunkte weiter zu finden.

Unterhaltung für unterwegs


Die mobile Version des Internet Explorers tut ihr Übriges, um uns die Wartezeiten auf Bus und Bahn zu verkürzen. Internetseiten werden meistens schnell geladen und in einigen Fällen werden uns auch mobile Fassungen der jeweiligen Website vorgeführt. Beim Videoclipportal Youtube erhalten wir sogar eine Applikation die es uns ermöglicht, aus dem Menü heraus auf die Website zu zugreifen. Im Test bemerken wir, dass Videos langsamer laden als wir es von einem PC gewohnt sind. Einen Menüpunkt zur Anpassung der Qualitätsstufe haben wir in der Applikation vermisst. In seltenen Fällen stellt sich die Qualität allerdings automatisch auf eine niedrigere Stufe um, doch der Grund dafür ist uns schleierhaft. Hierbei besteht derzeit noch Nachbesserungsbedarf. Möchten wir uns unterwegs längere Filme genießen, dürfen wir auch einen Film von unserem PC auf den ungefähr fünfzehn Gigabyte-großen Speicher des HTC 7 Mozart transferieren. Für unterwegs ist der zur Verfügung stehende Speicherplatz absolut ausreichen, doch leider müssen wir uns hier eines notwendigen Übels bedienen.

Notwendiger Schnickschnack

Das Problem hört auf den Namen Zune und ist sozusagen das Datenverwaltungsprogramm am PC, damit wir überhaupt Musik- und Videodaten auf unserem Windows Phone 7 abspielen dürfen. Schnell ist das Programm installiert, doch braucht es seine Zeit, bis wir uns in den nicht gerade benutzerfreundlichen Menüs zu Recht gefunden haben. Der Arbeitsplatz erkennt das Gerät leider nicht automatisch. Wir können zwar nachvollziehen, dass das Video zunächst in ein entsprechendes Format konvertiert werden muss, doch für unsere Musiksammlung ist der Transfer eine Zumutung. Immerhin sind die Audiodateien schnell auf unser Windows Phone 7 übertragen, doch die Umwandlung der Videos nimmt einige Zeit in Anspruch. Je nach Größe der zu konvertierenden Videos kann der Prozess mehrere Stunden andauern. In Zukunft sollten wir voraus denken, wenn eine längere Reise mit dem Windows Phone 7 ansteht. Notfalls können wir uns die Zeit auch mit dem integrierten UKW-Radio vertreiben. Dazu ist es allerdings notwendig, dass wir einen Kopf- oder Ohrhörer anschließen, welcher als Antenne fungiert. Die beiliegenden Ohrhörer überfüllen ihren Zweck, doch gibt es auf dem Markt bessere Produkte zu erwerben, die das Hörvergnügen angenehmer gestalten.

Unausgereifte Multimedia-Dienste

Es besteht weiterhin die Möglichkeit, den kostenpflichtigen Dienst der Telekom in Gebrauch zu nehmen, um beispielsweise ausgewählte Fernsehprogramme unterwegs zu verfolgen. Die Preise dafür sind derzeit im Verhältnis noch unausgeglichen, doch erreichen die Sendungen dafür eine ähnlich gute Qualität wie ein von uns übertragender Film auf das Abspielgerät. Die Tonqualität bleibt dabei je nach Ausgabegerät unverändert gut. Mittels mobilen Adobe Reader haben wir auch die Option Dateien im PDF-Format zu lesen. Während reine Texte sauber und leserlich erscheinen, verweigert die Applikation ihren Dienst beim Lesen des aktuellen NMags. Das beliebte Nintendo-Magazin ist derzeit wohl zu anspruchsvoll für die anscheinend veraltete Version des Adobe Readers. Uns fallen Ähnlichkeiten zum Internet Explorer auf, denn dieser verweigert ebenfalls die Anzeige einiger Medienformate.

Einstieg ins mobile Gaming

Als PC- und Videospieler interessieren wir uns ohnehin mehr für das Xbox Live-Angebot des Windows Phone 7. Eine vorinstallierte Applikation ermöglicht es uns, dass wir uns direkt mit unserem Xbox Live-Account verbinden können und den Marktplatz unsicher machen dürfen. Nachfolgend haben wir sofortigen Zugriff auf Spiele-Downloads, eine Umgestaltung unseres Avatars und unsere Achievements, die wir in Xbox 360-Spielen bereits erspielt haben. Mittlerweile ist der Marktplatz mit vielen interessanten Angeboten gefüllt, welches in den kommenden Wochen und Monaten aber stetig erweitert wird. Grafisch aufwendige Spiele finden wir genauso wie innovative Spielideen unterschiedlichster Spielentwickler. Die Bedienung unserer drei Testspiele lässt derzeit aber einen faden Beigeschmack. Tetris wartet mit komplizierten Steuerungsmanövern auf, die spätestens bei einem hohen Spieltempo mehr als dürftig ausfällt. Grund dafür ist, dass wir die Steine mittels Touchscreen bewegen müssen und gegebenenfalls zeitweise keinen Überblick auf das Display haben, da unsere Finger dieses möglicherweise verdecken.

Marktplatzbummeln

Besser funktioniert da schon Need For Speed: Undercover. Um unseren Wagen zu steuern, müssen wir das Mobiltelefon einfach wie ein Lenkrad halten und in die jeweilige Richtung ziehen, um rechtzeitig die Kurve zu bekommen. Nahezu perfekt funktioniert das mittlerweile bereits zum Allzeit-Klassiker avancierte Puzzle-Spiel Bejeweled LIVE. Das Spielprinzip ist simpel und genial zu gleich. Juwelen müssen schachbrettartig ausgetauscht werden, damit sie mindestens eine Drei-Juwelen-Kette ergeben. Außerdem hat es bereits ein Ableger der Guitar Hero-Reihe ins Download-Portal geschafft. Wir empfehlen aber auch hier erneut die große Konsolenfassung, da diese wesentlich besser und authentischer zu spielen ist. Doch egal für welches Spiel wir uns entscheiden, die Preise variieren nicht sonderlich stark. In vielen Fällen zahlen wir zwischen drei und acht Euro für den Download. Bei fast jedem Spiel dürfen wir uns auch eine Demoversion herunterladen. So sind Fehlkäufe definitiv eine Seltenheit.

It loves to entertain you!

Derzeit befindet sich das Windows Phone 7 noch in den Kinderschuhen, doch es lernt schnell wie wir an den zahlreichen Applikationen erkennen können. Wir haben auf Wunsch stets unsere Aktien im Überblick, nutzen das Windows Phone 7 als Navigationsgerät, suchen in einer speziellen eBay-Applikation nach alten Spieleklassikern oder verbinden uns mit sozialen Netzwerken. Nur wenige Funktionen, wie die Unterstützung der Programme Skype oder ICQ fehlen uns derzeit noch. Wir sind uns sicher, dass sich das Windows Phone 7 in den nächsten Wochen und Monaten stetig weiterentwickeln wird und mit dem einen oder anderen Angebot überraschen wird. Aller Anfang ist schwer, doch wenn wir als Nutzer schnell in ein neues Programm (ohne große Vorkenntnisse) automatisch eingearbeitet werden können, dann hat Microsoft sein Ziel erreicht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf dem HTC 7 Mozart): Sechs Wochen lang hatte ich die Möglichkeit das Windows Phone 7 auf Herz und Nieren intensiv zu testen. Noch nie habe ich auf einem Handy eine dermaßen angenehme Benutzeroberfläche erlebt, die ich in Zukunft nicht mehr missen möchte. Viele Applikationen fühlen sich derzeit noch nicht reif an, doch trotzdem verrichten sie mit den vorhandenen Mitteln ihren Dienst. Es ist durchaus angenehm, abends auf dem Sofa zu liegen, seine TV-Serien zu genießen und in den Werbepausen mal eben die Neuigkeiten auf Facebook zu überprüfen. Unterwegs erfreue ich mich besonders am UKW-Radio und der Möglichkeit, jederzeit und überall E-Mails zu überprüfen. Lange Bus- und Bahnfahrten gehören mit der integrierten Videowiedergabefunktion der Vergangenheit an. Allerdings bin ich von Zune enttäuscht. Hier sollte Microsoft auf jeden Fall noch nachbessern, denn auch nach langer Einarbeitungszeit komme ich Wochen später noch nicht gänzlich perfekt mit dem Programm klar. Im Vorfeld habe ich mich sehr über die Spiele-Möglichkeit gefreut, doch irgendwie lassen mich diese im Vergleich zum Gesamtbild völlig kalt. In einigen Wochen möchte ich auf jeden Fall noch einmal einen Blick auf das Windows Phone 7 werfen, um hoffentlich viele neue Applikationen und Verbesserungen vorzufinden. Wer sich ein derzeit relativ teures Gerät leisten kann, darf das Geld in einen Vertrag bei der Deutschen Telekom gerne investieren.

Vielen Dank an die Deutsche Telekom für die freundliche Bereitstellung des HTC 7 Mozart.

Gewinnspiel (01. – 10.12.2010)

Vor mehr als zwei Wochen vermeldete das NextGen-Forum die stolze Anzahl von sage und schreibe einhundert registrierten Benutzern. Die familiäre Community erreichte dieses Ziel in knappen neun Monaten und dennoch sind wir weiterhin auf der Suche nach neuen Gesichtern. In Zusammenarbeit mit Disney Interactive, Kazé, Nintendo, Sony, Warner Bros. Interactive und Zuxxez verlosen wir viele tolle Preise. Zu gewinnen gibt es folgende Artikel:

Das Gewinnspiel findet vom ersten bis zum zehnten Dezember 2010 statt. Für die Teilnahme am Gewinnspiel ist ein aktiver Account im NextGen-Forum zwingend erforderlich. Falls ihr noch kein Mitglied im NextGen-Forum seid, erstellt bitte zum zehnten Dezember 2010 einen Account. Um an der Verlosung teilzunehmen, müsst ihr bis zum zehnten Dezember mindest zehn (sinnvolle) Posts im Forum verfasst haben. Nach Ablauf des Gewinnspiels entscheidet das Los, welche dieser Mitglieder einen der tollen Preise gewonnen haben.

Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder, welche das achtzehnte Lebensjahr vor Erreichen der 10-Postmarke erreicht haben. Bei minderjährigen Teilnehmern setzen wir das Einverständnis ihrer Eltern voraus. Es ist nicht möglich, mehr als einen Preis zu gewinnen. Gameplay Gamers-Mitarbeiter und deren Gewinnspielpartner sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich per E-Mail benachrichtigt. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner nicht namentlich auf Gameplay Gamers oder im NextGen-Forum genannt. Eine Bestätigung des Gewinns muss innerhalb von 48 Stunden erfolgen, ansonsten verfällt der Anspruch auf diesen. Die Gewinner müssen damit einverstanden sein, dass ihre Adressdaten gegebenenfalls zur einmaligen Verwendung an unsere Gewinnspielpartner weitergegeben werden. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Teilnahme ist nur innerhalb von Deutschland und Österreich möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Umfrage-Ergebnis: Die Mischung macht’s!

Am achtzehnten Oktober befragten wir euch, wie sich Gameplay Gamers in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln solle. Ein kleiner Prozentsatz von nur elf Prozent wünschte sich die täglichen News zurück. Wir hoffen, dass dieser Wunsch besonders im letzten Monat erfüllt werden konnte. Weitere elf Prozent wünschten sich mehr Reviews und Previews. Auch hier konnten wir in den letzten beiden Monaten ein wenig aufholen. Ganze 22% möchten mehr Video-Beiträge auf unserer Seite sehen. Der überwiegenden Mehrheit von 56% ist eine ausgewogene Mischung wichtig. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern der Umfrage und versprechen in Zukunft ein ausgeglichenes Angebot zu etablieren. Für das kommende Jahr haben wir auch schon ein paar Ideen, welche wir gerne umsetzen möchten. Seid gespannt!

Umfrage-Ergebnis: Die Retro-Spiele kommen!

Bereits am achtzehnten September haben wir euch gefragt, ob ihr es begrüßen würdet, auch Berichte über Retro-Spiele auf unserer Internetpräsenz zu entdecken. Magere sechs Prozent unserer Leserschaft sind ausschließlich an neuen Titeln interessiert, während weitere zwölf Prozent unentschlossen sind, da sie sich mit der Materie nicht auskennen. Erstaunliche 82% unserer Leser möchten in Zukunft Berichte über Retro-Spiele auf Gameplay Gamers sehen. Diesen Wunsch gehen wir sehr gerne nach und werden in den nächsten Wochen die ersten Artikel von längst vergangenen Spieletagen veröffentlichen. Wenn ihr an bestimmten Titeln interessiert seid, nutzt bitte unsere Kommentarfunktion. Nach Möglichkeit möchten wir die gewünschten Themen gerne bevorzugt behandeln. Vielen Dank an alle Umfrage-Teilnehmer!

News: Wird Mass Effect 3 bald enthüllt?

Vor kurzem zeigte Entwickler Bioware neben einem Screenshot auch einen Teaser zu einem bisher nicht genau definierten Spiel. Am elften Dezember will man das Spiel publik machen, doch die russische Niederlassung von Sony hat dem Konzern wohl einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auf der Twitter-Seite des Unternehmens habe man der Öffentlichkeit bereits mitgeteilt, dass es sich bei dem Spiel um Mass Effect 3 handeln soll. Mittlerweile ist die von der Redaktion der Zeitschrift GamePro genannte Quelle nicht mehr erreichbar. Falls es sich beim ominösen Titel tatsächlich um Mass Effect 3 handeln wird, sind immer noch die Plattformen unklar, auf denen der Titel erscheinen wird. Nachdem Mass Effect 2 wohl auch noch auf der PlayStation 3 erscheinen wird, scheint diese Konsole so gut wie sicher. Wir rechnen stark damit, dass der Titel wie gewohnt auf dem PC und der Xbox 360 erscheinen wird.

Erics Meinung: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es sich bei diesem Titel tatsächlich um Mass Effect 3 handeln wird. Sonst könnte ich mir auch nicht erklären, warum Sony die Seite wieder vom Netz genommen hat. Obwohl mich derzeit eher noch die ersten beiden Teile der Reihe reizen, bin ich dennoch schon sehr gespannt. Mal sehen, ob Mass Effect 3 in der Mitte des nächsten Monats angekündigt wird.

News: Prognose über den Release von GTA V

Am 31. Juli 2010 berichteten wir darüber, dass der nächste Teil der Grand Theft Auto-Reihe möglicherweise in Hollywood spielen wird. Bis dato hat sich Rockstar Games dazu noch nicht geäußert. Jetzt berichtet die GameStar auf ihrer Internetseite darüber, dass der Analyst Mike Hickey behauptet, Grand Theft Auto V könne im Geschäftsjahr 2012 erscheinen. Dieses beginnt am ersten April 2012 und endet bekanntlich am 31. März 2013. Wie seine Prognose zustande kommt, ist nicht ersichtlich. Ebenfalls unklar sind die Plattformen, für die GTA V wohl erscheinen wird. Wir gehen davon aus, dass man für den nächsten Teil wohl weiterhin auf Xbox 360, PlayStation 3 und den PC setzen wird.

Erics Meinung: In meinen Augen könnte der Herr mit seinen Vermutungen recht haben, doch ich würde auch das Jahr 2011 nicht außer Acht lassen. Es wäre durchaus möglich, dass der Titel auf der nächsten E3 angekündigt werden und pünktlich zum Weihnachtsgeschäft im Laden stehen könnte. Viel wichtiger für mich wäre aber nach wie vor der Schauplatz des neuen Spiels. Über Nachbauten von London und Tokyo würde ich mich tatsächlich am meisten freuen. Vor allem letzteres wäre wohl leider sehr unwahrscheinlich.

News: Mit 1.21 Gigawatt zurück in die Zukunft

Vor kurzem wurden die ersten Screenshots zum kommenden Adventure basierend auf der beliebten Filmreihe Zurück in die Zukunft veröffentlicht. Die Redaktion der Zeitschrift GameStar schreibt zudem, dass das Spiel nach dem Ende der Filmtrilogie angesiedelt sein soll. Doc Brown soll in einer anderen Zeit gefangen sein und Marty darf ihn wieder einmal retten. Außerdem soll dabei der berühmte DeLorean erneut zum Einsatz kommen, obwohl dieser bekanntlich am Ende des dritten Teils zerstört wurde. Im nächsten Monat soll bereits die erste Episode des Spiels erscheinen.

Erics Meinung: Obwohl die Comicgrafik nicht jedermanns Sache sein wird, kann ich mich mit ihr sehr gut anfreunden. Bleibt abzuwarten, wie das Spiel in Bewegung aussehen wird. Allerdings würde ich doch jetzt schon zu gerne wissen, wie die Entwickler die Zerstörung des DeLorean am Ende des dritten Teils erklären möchten, wenn dieser nun wieder auftauchen soll. Vermutlich wird es sich dabei einfach nur um ein Paradoxon handeln.

News: Das Sternentor schließt sich

Die Redaktion der Zeitschrift GameStar berichtet auf ihrer Homepage, dass die Server des Ego-Shooter Stargate Resistance am fünfzehnten Januar nächsten Jahres abgeschaltet werden sollen. Entwicklerstudio Cheyenne Mountain gab bekannt, dass die Lizenz für Stargate abgelaufen sei. Damit könne aber auch bereits inoffiziell bestätigt sein, dass das kommende Online-Rollenspiel Stargate Worlds wohl niemals das Licht der Welt erblicken wird.

Erics Meinung: Das ist wirklich schade. Gerade jetzt wo ich alle Episoden von Stargate Kommando: SG-1 hinter mich gebracht hatte, wollte ich den Titel zumindest ausprobieren. Da ich nun über das Schicksal der Server bescheid weiß, reizt mich eine Reise durch das Sternentor nun nicht mehr. Viel bestürzender finde ich die Nachricht, dass Stargate Worlds nun endgültig Vergangenheit sein wird. Ich hoffe sehr, dass ein anderes Entwicklerstudio die Arbeit von Cheyenne Mountain fortführen wird.

News: The Elder Scrolls V inoffiziell angekündigt

Im Jahr 2006 erschien nach langer Entwicklungszeit endlich The Elder Scrolls IV: Oblivion. Während der Titel nach Veröffentlichung in erster Linie großen Ruhm für die Größe und die schicke Optik gelohnt wurde, war der Ruf des Spiels kurze Zeit später besudelt. Wer an die zwei Dollar teure Pferderüstung denkt, liegt genau richtig. Die Redaktion der Zeitschrift GameStar hat nun ein Gerücht aufgeschnappt. So soll ein Mitarbeiter der dänischen Seite Eurogamer Informationen aufgeschnappt haben, dass der Titel derzeit in Entwicklung ist. Auch für welche Plattformen der Titel erscheinen wird ist ungewiss – wir rechnen allerdings definitiv mit einer PC-Veröffentlichung. Handfestes Material ist allerdings nirgends zu finden, weshalb die Nachricht mit Skepsis aufgenommen werden darf.

Erics Meinung: Obwohl mir The Elder Scrolls III: Morrowind deutlich besser gefallen hat, habe ich den vierten Teil der Serie dennoch gemocht und binnen kürzester Zeit durchgespielt – zumindest was den Haupt- und viele der Nebenaufträge betrifft. Eigentlich hatte ich schon im letzten Jahr mit einer Ankündigung auf der Videospielmesse E3 in Los Angeles gerechnet, doch auch in diesem Jahr wurde ich bisher enttäuscht. Wenn das Spiel wirklich in Planung ist, wird es frühestens im nächsten Sommer auf der E3 mit einem großen Trailer angekündigt werden. Allerdings glaube ich kaum, dass wir vor dem Jahr 2012 in das Fantasy-Reich Tamriel zurückkehren werden.

News: L.A. Noire kommt im Frühling 2011

Am dritten Juli 2010 berichteten wir darüber, dass Rockstar neues Spiel L.A. Noire erst im nächsten Jahr erscheinen soll. Mittlerweile hat der Konzern einen neuen Trailer auf die hauseigene Homepage gesetzt. Dieser zeigt überwiegend Ingame-Material, insbesondere den Mimiken der Charaktere, in welche ein Großteil der Entwicklungszeit eingeflossen sein soll. Wir sind sehr auf den Frühling 2011 gespannt, denn da soll L.A. Noire laut Aussagen des Trailers endlich erscheinen.

Erics Meinung: Endlich gab es mal wieder neue Inhalte zum kommenden Film, pardon Spiel Noire zu bestaunen. Lange genug warte ich schon auf diesen Titel und die nun gezeigten Szenen machen wirklich Lust auf mehr. Ich freue mich schon richtig darauf, Verbrechen in einem sechzig Jahre alten Los Angeles aufzuklären.

News: Rückkehr des Super-Assistenten

Vor kurzem berichtete die Website MyNintendo, dass der aus New Super Mario Bros. Wii und Super Mario Galaxy 2 bekannte Super-Assistent auch im nächsten Donkey Kong-Abenteuer vorhanden sein wird. Nach dem achten Spieltod wird es dann möglich sein, den Computer die Spielfigur steuern zu lassen. Man soll jederzeit die Möglichkeit haben, die Kontrolle über den Primaten zurück zu erlangen. Besondere Items werden jedoch während der Computerkontrolle nicht gespeichert.

Erics Meinung: Ich bin bei diesem Konzept immer noch geteilter Meinung. Einerseits finde ich die Idee für unerfahrene Spieler sehr löblich. Erfahrene Spieler würden sowieso niemals Gebrauch von dieser Funktion machen. Allerdings gab es den einen oder anderen Level in Super Mario Galaxy 2, welches ich damals nicht auf Anhieb hinbekommen habe. Wenn ich diesen Spielabschnitt heute anwähle, taucht der Super-Assistent jedes Mal aufs Neue auf. Das ist demütigend und ich hoffe, dass Nintendo beziehungsweise die Retro Studios dieses kleine Manko in Donkey Kong Country Returns entfernt haben.

News: Neuer Sieg für Nintendo gegen Raubkopierer

Nintendo teilte uns per E-Mail mit, dass man im Kampf gegen Raubkopierer auch in Deutschland Fortschritte erzielt habe. Nachdem man im Juli bereits in den Niederlanden ein ähnlichen Durchbruch errungen habe, sind Cartridges wie R4 oder M3 nun auch hierzulande verboten. Mit diesen Modulen ist es möglich, illegal Spiele aus dem Internet herunter zuladen und auf diversen Nintendo DS-Systemen zu benutzen.

Erics Meinung: Richtig so! Mir waren diese Cartridges schon seit mehreren Monaten ein Dorn im Auge. Sicherlich mag es verlockend sein, sich kostenlos an ein paar neuen Spielen zu bereichern, doch daraus entstehen für Publisher und Hersteller sehr große Schäden. Viele Entwicklerstudios müssen aufgrund illegaler Kopien schließen, da deren Spiele keine großen Umsätze mehr einfahren würden. Auf neue, gute und innovative Spiele möchte ich jedenfalls nicht verzichten, weshalb ich sehr hoffe, dass Nintendo mit diesem Gerichtsbeschluss einen Grundstein für die Zukunft gelegt hat.

Review: Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn

Der Herr der Ringe ist zweifelsohne das beliebteste Fantasy-Buch unserer Zeit und galt nach zwei weniger populären Zeichentrickfilmen für lange Zeit als unverfilmbar. Regisseur Peter Jackson schaffte das, was vorher als unmöglich galt. Anstatt den Spott seiner Kollegen auf sich zu ziehen, hagelte es reihenweise positive Kritiken. Er verfilmte nicht nur einen Band des Epos, sondern gleich die gesamte Sage um den Ringkrieg am Ende des Dritten Zeitalters in der Fantasy-Welt Mittelerde. Im jährlichen Abstand kamen die Filme weltweit in die Kinos. Action-Figuren, Sammelkartenspiele, Tabletop- und sogar Videospiele folgten kurz darauf.

Zu erst schnappte sich Electronic Arts die Filmlizenz zum wiederentdeckten Der Herr der Ringe-Franchise. Der Konzern schuf mit Titeln wie Die Zwei Türme, Die Rückkehr des Königs oder Die Schlacht um Mittelerde erstklassige Spiele, an die wir uns auch heute noch sehr gerne erinnern. Vor zwei Jahren versuchte man mit Die Eroberung den Ego-Shooter Star Wars: Battlefront ins Der Herr der Ringe-Universum zu verfrachten. Aufgrund schon bald auslaufender Lizenz wurde die Entwicklungszeit verkürzt und ein wenig imposantes Action-Spiel war das Ergebnis hoffnungsvollen Wartens. Kurz darauf fiel die Lizenz Warner Bros. Interactive zu, die daraufhin zwei neue Lizenzspiele ankündigten – eines davon ist Die Abenteuer von Aragorn.

Sam, erzähl uns die Geschichte von Aragorn!

Aragorns Abenteuer beginnen mit einem kurzen Ausblick auf das Finale der Trilogie. Am Schwarzen Tor kämpfen wir mit ihm gegen anstürmende Orks, um die ersten Angriffsarten zu verinnerlichen. Plötzlich taucht hinter einer der riesigen Tortüren ein Balrog auf. So schnell wir uns an den Kopf fassen können, springt das Geschehen plötzlich weiter in die Zukunft ins Auenland. Dort machen wir Bekanntschaft mit Samweis Gamdschies Kindern, die in einem kleinen Wäldchen den Kampf am Schwarzen Tor nachspielen. Immer wieder dürfen wir in die Haut des kleinen Hobbits schlüpfen, den Sam nach seinem wohl engsten Freund Frodo benannte. Mit Frodo durchstreifen wir Täler, Wälder, Felder und Hügel – immer auf der Suche nach einer kleinen Aufgabe, um ein paar Silberpennys zu sammeln. Auf dem Festplatz in Hobbingen erwartet man am Abend die Ankunft von König Elessar (Aragorn) und zu seinen Ehren veranstalten die Hobbits ein Fest. Verdiente Silberpennys dürfen wir für kleinere Attraktionen ausgeben, wo uns neue Fähigkeiten wie Blocken oder Bogenschießen anvertraut werden. Immer wenn wir genug vom Herumtollen im Auenland haben, besuchen wir unseren Vater Sam, damit er uns die Geschichte von Aragorn endlich weiter erzählen mag.

Ein Messer im Dunkeln

Aragorns erstes wirkliches Abenteuer des Spiels beginnt im Gasthaus Zum Tänzelnden Pony im Städtchen Bree. Dort trifft er auf die vier Hobbits, die das Auenland verlassen haben, um den gefundenen Ring der Macht zu zerstören. In jener Nacht nehmen auch die Ringgeister die Fährte der kleinen Gruppe auf. Nach der nächtlichen Unruhe im Gasthaus verschwinden die Hobbits plötzlich und müssen erst einmal zusammen getrommelt werden. Hier bemerken wir die ersten kleinen Freiheiten, welche sich die Entwickler genommen haben. Grundlegend durchleben wir zwar die Erzählung aus Buch und Film, doch stoßen wir hin und wieder über geänderte Passagen, um die Spielzeit (im positiven Sinne) zu strecken. Die Ringgeister haben merkwürdiges Volk angelockt. Schlägertypen die es auf Frodo abgesehen haben, müssen wir mit kräftigen Schwerthieben bekämpfen, um schnell aus der Stadt zu fliehen. Kurz darauf durchqueren wir die Mückenwassermoore und erklimmen die Wetterspitze. Dort treffen wir erneut auf ein paar der Ringgeister. Schwerthiebe machen Saurons Dienern nur wenig aus, viel mehr müssen wir sie nun mit dem Feuer unserer Fackel bekämpfen. Die lineare Handlung lässt uns nach dem Kampf gegen die Ringgeister keine Zeit zum Verschnaufen. Frodo wurde von einer Morgulklinge des Feindes verwundet und benötigt dringende Arznei. Wie gut, dass Elbe Arwen in den Trollhöhen bereits auf uns wartet.

Sightseeing in Mittelerde

Manchmal stoßen wir auf bekannte Sehenswürdigkeiten aus Buch und Film, zum Beispiel die drei versteinerten Trolle aus dem Buch Der Hobbit. Leider fällt schon bald auf, dass uns Aragorns Reise nicht an alle Filmschauplätze führen wird. Nachdem wir kurze Zeit später den Ort Bruchtal verlassen, betreten wir ohne vorher den Caradhras zu besteigen die Minen von Moria. Selbst der Kampf gegen den Wächter wird ausgelassen. Verschenkte Pluspunkte, wie wir finden. Ein Besuch in Lothlórien bleibt uns genauso verwehrt wie die endgültige Spaltung der Gemeinschaft des Ringes mit anschließendem Kampf gegen die Uruk-hai am Amon Hen. Ausgelassene Erzählstücke werden uns trotzdem in Form von hübschen, aber nicht sehr aussagekräftigen Standbildern näher gebracht, welche mit einer gelungenen Synchronisation unterlegt sind. Im mittleren Teil der Trilogie erkunden wir Rohan, das Land der Pferdeherren. Mit Zwerg Gimli und Elb Legolas im Schlepptau durchstreifen wir den Wald Fangorn und vertreiben Grima Schlangenzunge aus Edoras. In der Schlacht um die Hornburg verteidigen wir Rohans Volk, bevor wir das Ende der Trilogie angehen. Dieses wird nämlich leider nur in zwei Abschnitte unterteilt. Zu erst kämpfen wir auf den Pelennor-Feldern an Seite der Armee der Toten, um die angreifende Streitmacht Mordors abzuwehren. Am Schwarzen Tor endet das Spiel wie es begann – dieses Mal aber ohne Balrog, wie es in Buch und Film vermittelt wird.

Auf ins Schlachtgetümmel!

Neben einem ständig vorhandenen primären Ziel, bekommen wir es aber auch oft mit Nebenaufgaben zu tun. Diese sind allerdings nicht sehr abwechslungsreich ausgefallen. So möchten die Elben von Bruchtal, dass wir ausspähende Crebain ins virtuelle Krähennirwana schicken oder gefräßige Riesenspinnen aus dem benachbarten Wald vertreiben. Es sind Töte- und Sammelaufgaben, die uns aus Online-Rollenspielen bekannt vorkommen und auf Dauer stören. Die Haupthandlung ist dafür umso besser gelungen, da sie uns mit vielen bekannten Elementen aus den Filmen in Verbindung bringt. Wir helfen Bilbo bei der Suche nach dem Schwert Stich und dem Mithril-Kettenhemd oder fliehen in den Minen von Moria vor dem übermächtigen Balrog zur Brücke von Khazad-dûm. Besonders gegen Ende läuft das Spiel zu Höchstform auf, wenn wir Helms Klamm oder die Stadt Minas Tirith in Gondor vor unseren Feinden beschützen. An dieser Stelle wird uns tatsächlich das Gefühl der alten Electronic Arts-Titel vermittelt. Ein kleines, aber feines Kompliment für Die Abenteuer von Aragorn.

Artefaktjäger Aragorn

Abseits der Wege entdecken wir immer wieder hilfreiche Gegenstände. Erfüllen wir Aufträge, erhalten wir nicht selten für unsere Bemühungen wertvolle Artefakte, welche Aragorn und die restlichen Gefährten in Punkto Fähigkeiten stetig verbessern. So dürfen wir mehr Pfeile tragen und sogar mehrere Ziele gleichzeitig anvisieren. Oder wir generieren aus Heilgegenständen plötzlich mehr Lebensenergie und teilen gegen schwieriger zu besiegende Gegner mehr Schaden aus. Mit gefundenen Silberpennys dürfen wir uns übrigens jederzeit neue Fertigkeiten im Artefakt-Menü erkaufen. Das ist praktisch und funktioniert komfortabel. Auf der Reise durch das virtuelle Mittelerde stoßen wir hin und wieder auf einen Palantír, welcher uns die Fundorte der jeweiligen Artefakte auf unserer Karte verrät. Die Funktion ergibt zwar Sinn, doch sind die Fundorte der Palantíri in Bezug auf Buch und Film unlogisch erklärt. Einige der weit verstreuten Schatztruhen und Gefäße lassen sich übrigens nicht von Aragorn öffnen, da sie mit einem Zauber belegt sind. Obwohl zuweilen Zauberer Gandalf ein Gefolgsmann von Aragorn ist, lässt er die Truhen dennoch verschlossen. Um diese zu öffnen, darf sich jederzeit ein zweiter Spieler in das Geschehen einklinken, welche die Rolle des beliebten Zauberers übernehmen darf.

Kunterbunte Verzweiflung

Optisch befindet sich der Titel auch für Wii-Verhältnisse auf einem recht niedrigen Niveau. Die im Vorfeld veröffentlichten Artworks sehen viel versprechend aus, erreichen im fertigen Spiel aber nicht die erhoffte Qualität. Unscharfe Hintergründe, matschige Texturen und spät aufpoppende Details wie weite Grasflächen schmälern das Spielvergnügen. Überrascht sind wir trotzdem, denn die Bildwiederholungsrate bleibt aufgrund der grafischen Nachteile selten konstant. An dieser Stelle denken wir gerne an die Titel aus dem Hause Electronic Arts zurück. Diese reizten die Hardwarepower der letzten Konsolengeneration deutlich besser aus. Akustisch bekommen wir es größtenteils mit gelungenen Musikstücken zu tun. Anstatt einzig und allein den sehr guten Filmsoundtrack auf den Datenträger zu packen, hat man sich auch für die Komposition neuer Stücke entschieden. Diese erreichen zwar nicht die Qualität des Vorbilds, erfüllen aber ihren Zweck und sind zu keiner Zeit fehl am Platz. Allerdings ist die eigentlich recht gute Synchronisation des Spiels ein großes Defizit. Anstatt weitere Sprachaufnahmen mit den bekannten Stimmen aufzunehmen, entschied man sich für andere gute, aber weniger passende Synchronsprecher. Lustigerweise werden während des Spiels immer mal wieder Fetzen aus den Filmdialogen eingespielt. Das wirkt unweigerlich komisch, wenn Aragorn oder Peregrin hin und wieder eine andere Stimmlage vorweisen. Immerhin konnte man Samweis’ deutschen Sprecher aus den Filmen gewinnen, welcher Aragorns Geschichte sehr gut erzählt. Wenn wir die englische Sprachausgabe wählen, dürfen wir auch mit der Stimme von John Rhys-Davies rechnen, der wieder einmal Sprachpate für den virtuellen Gimli stand.

Nichts für die Altvorderen?

Steuerungstechnisch ist es nicht ganz so gut um den Titel bestellt. Zwar gibt es mehrere Schwertangriffe, doch werden diese nicht immer richtig erkannt. Stören tut dies nur wenig, da das Spiel besonders bei größeren Schlachten eher zu einer Fuchteleinlage verkommt. Auch hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Trotzdem können wir die Handhabung mit Schwert, Schild, Fackel und Bogen schnell verinnerlichen. Die Abenteuer von Aragorn richtet sich vor allem an jüngere Spieler, die bisher wenig Erfahrung mit Videospielen sammeln konnten. Fans werden mit dem Titel ebenfalls ihren Spaß haben, schrecken aber vermutlich wegen der stilistisch kunterbunten Ausrichtung zurück und warten wohl bis auf weiteres auf Der Krieg im Norden. Wer sich mit kleineren Erzählschwächen, der kunterbunten Optik, einer mäßigen Steuerung und Synchronisationsfehlern anfreunden kann, wird mit Die Abenteuer von Aragorn nicht enttäuscht werden. Alle anderen Fans dürfen derzeit lieber einen Blick auf das mittlerweile kostenfreie Der Herr der Ringe Online werfen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Wii-Fassung): Ich habe mich seit vielen Monaten sehr auf diesen Titel gefreut. Eigentlich sollte dieser bereits im Frühjahr erscheinen, wurde aber immer wieder verschoben. Grund dafür war wohl die Wii Remote-Kopie aus dem Hause Sony, um das Spiel auch für PlayStation 3-Spieler zu ermöglichen. Leider haben die Entwickler wohl keinen Finger gerührt, um die Qualität der Wii-Version zu verbessern. Über Fuchtelsteuerung und Erzählschwächen schaue ich gerne hin weg, aber die schwankende Bildwiederholungsrate raubt mir manchmal den letzten Nerv. Ebenfalls gefällt mir besonders in den ersten Levels die Comicgrafik nicht. Der Herr der Ringe war meines Erachtens immer ein Franchise, dass sich zu allererst an Erwachsene richtete. Electronic Arts hat es Jahre zuvor doch schon vorgemacht, wie ein gutes Spiel des Franchises aussehen soll. Auch wenn meine Kritik recht negativ ausfällt, hat mir das Spiel trotzdem Spaß gemacht. Endlich konnte ich auch außerhalb von Der Herr der Ringe Online neue (bekannte) Abenteuer in Mittelerde erleben. Sobald ich den ersten Schritt in Rohan setzte, zeigten die Entwickler was in ihnen steckte. Der Kampf um die Hornburg war grandios inszeniert. Es gefiel mir auch, ganze Mûmakil-Herden auf den Pelennor-Feldern zu Fall zu bringen. Schade, dass die Nebenaufgaben uninspiriert ausgefallen sind. Diese hätten meiner Meinung nach einiges an der unterdurchschnittlichen Stilrichtung wettmachen können. Irgendwann werde ich das Spiel auch ein zweites Mal durchspielen.

Vielen Dank an Warner Bros. Interactive für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

News: Fünf Millionen Fallout: New Vegas-Käufer

Per E-Mail wurde uns vor kurzem mitgeteilt, dass Bethesda Softworks fünf Millionen Exemplare des potentiellen Rollenspielhits an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht hat. Damit dürfte eines der meist verkauften Spiele diesen Jahres bereits feststehen. Wer sich für den Titel interessiert, darf sich auf unser Review freuen, welches bald auf unserer Internetpräsenz veröffentlicht wird.

Erics Meinung: Bisher bin ich von den ganzen Fallout-Fakten richtig angetan. Ich freue mich auch schon sehr, im Endzeit-Rollenspiel eigene Abenteuer zu erleben. Aufgrund der Vielzahl an fantastischen Titel die Woche für Woche erscheinen, war es mir aber noch nicht möglich ins Las Vegas der fiktiven Fallout-Zukunft zu reisen. Aber es geht schon bald los.

Review: Wii Party

Nintendo feiert eine riesengroße Party in Form eines Videospiels. In Anbetracht des fünfundzwanzigsten Geburtstags des Klempners, haben wir fest mit einem neuen Mario Party gerechnet. Die Einladungen an die Gäste gingen aber nicht an die beliebten Nintendo-Charaktere wie Peach, Yoshi und den Rest der Bande, sondern an die charakterlosen Miis.

In Anbetracht des Erscheinens von Wii Party ist es wohl sehr unwahrscheinlich, dass wir in nächster Zeit mit einer neuen Minispielsammlung mit Klempner Mario als Gastgeber rechnen  dürfen. Trotzdem haben wir das für beinharte Nintendo-Fans große Defizit schnell vergessen, denn Wii Party schafft es auch ohne wichtige Lizenzen zu überzeugen. Das Hauptmenü weist bereits zu Spielbeginn eine große Auswahl an unterschiedlichen Spielmodi vor, welche mit voranschreitender Spielzeit mit weiteren interessanten Minispielen erweitert wird.

Insel der tausend Abenteuer

Der erste Spielmodus der uns ins Auge springt, ist die Insel der Abenteuer. Bevor wir das Spielbrett betreten dürfen, müssen wir unseren Mii auswählen. Nachdem wir den ersten Fuß auf die Insel gesetzt haben, bemerken wir auch schon den ersten Unterschied zur Mario Party-Reihe. Wir reden nicht vom nervigen Moderator, der uns noch aus grauenvollen Wii Music-Zeiten negativ belastet im Gedächtnis herumschwirrt, sondern von der Spielweise. Im beliebten Franchise war es so, dass erst einmal alle Spieler ihre Züge ausführen und anschließend ein Minispiel mit- oder gegeneinander austragen. Bei Wii Party ist es genau anders herum. Vor den Spielzügen der Miis bestreiten wir eines der zahlreichen Minispiele. Je nachdem wie wir bei dem Minispiel abschneiden, erhalten wir neben dem normalen ein- bis sechsäugigen Würfel auch einen weiteren Bonuswürfel. Dieser unterscheidet sich in den Farben Gold, Silber und Bronze. Je wertvoller der Würfel, desto mehr zusätzliche Augen befindet sich auf diesem. Der Letztplatzierte geht im Übrigen ohne zusätzlichen Würfel aus. Die Reihenfolge der Sieger entscheidet auch darüber, wer den ersten, zweiten, dritten oder letzten Wurf in dieser Runde erzielen darf. Ziel des Spielmodus ist das Erklimmen der Bergspitze, in dem wir würfeln und auf voraus liegenden Feldern vorziehen – wie in einem richtigen Brettspiel. Unterwegs lauern aber immer mal wieder Gefahren, wie rollende Felsbrocken, brüchige Fässer oder auftauchende fliegende Untertassen.

In 80 Tagen um die Welt


Der zweite große Spielmodi ist die Weltreise. In diesem Modus wird uns ein riesiger Globus vorgesetzt, der die Kontinente unseres Planeten in den Grundformen wunderbar wiedergibt. Zwischen den einzelnen Feldern befinden sich auch kleine Bauten, wie beispielsweise das Brandenburger Tor oder die Freiheitsstatue. So wissen wir jederzeit, wo wir uns auf der Welt befinden. Leute mit Geographieschwächen dürfen aber auch jedes Mal wenn sie am Zug sind aus der Karte zoomen und die Weltkugel aus der Sicht des Alls betrachten. Allerdings hat sich Nintendo bei diesem Spielmodus einen Kniff einfallen lassen – gewürfelt wird hier nämlich nicht. Stattdessen erhalten wir zu Beginn des Spiels fünf Spielkarten mit Ziffern darauf. Diese werden vor jedem unserer Züge umgedreht und gemischt. Der Zufall entscheidet, wie viele Felder wie gehen dürfen. Unser Ziel ist es, bestimmte Sehenswürdigkeiten mit einem Foto zu würdigen. Es werden immer drei Ziele vorgegeben. Wenn diese von allen Spielern aufgesucht wurden, werden vom Moderator neue Zielpunkte auf der Karte verteilt. Der Clou bei diesem System ist, dass wir genau auf dem besagten Feld landen müssen und jeden Schritt auf den Spielfeldern aufbrauchen müssen. Schummeln mit Vor- und Zurückgehen funktioniert übrigens nicht. In diesem Fall wird die Anzahl an verbleibenden und zu betretenden Feldern einfach um eine Einheit zurückgesetzt.

Der Game Show-Marathon

Wie bei der Insel der Abenteuer müssen wir zu Beginn jeder Runde gegen die anderen Spieler antreten. Grundlegend wird wieder die Reihenfolge bestimmt, allerdings werden wir auch mit Münzen belohnt, anstatt  mit zusätzlichen Würfeln ausgerüstet zu werden. Diese dürfen wir vielerorts auf dem Spielbrett ausgeben. Wir verkürzen Wege mit dem Flugzeug, kaufen uns neue Karten (welche bei der Auswahl zu Beginn des Zuges nicht verdeckt werden) oder fordern unsere Kontrahenten in weiteren Minispielen heraus. Ein weiterer Spielmodus namens Münzrad erinnert uns stark an die mittlerweile vermutlich vergessene Game Show Glücksrad. Zu Beginn wird der Jackpot mit fünfhundert Münzen gefüllt. Anschließend wird der Reihe nach am Münzrad gedreht. Je nachdem wenn das Rad aufgrund des hinderlichen Pfeils stoppt, werden wir mit einem der unterschiedlichen Ergebnisse belohnt oder bestraft. So erhalten wir manchmal ein paar Münzen aus dem Jackpot, ein anderes Mal hingegen müssen wir diesen mit unserem eigenen Geld füllen. Sobald die Auswahl auf ein Minispiel fällt, bekämpfen sich alle Spieler untereinander, denn der Gewinn ist der komplette Inhalt des Jackpots. Wer nach zehn Runden das letzte Mal den Jackpot knackt, beendet das Spiel. Gewonnen hat aber jene Person, die den größten Betrag anhäufen konnte. Beim Modus Bingo werden Kugeln aus einer großen Trommel gefischt, die das Gesicht eines Miis anzeigen. Haben wir auf unserer Bingokarte das Gesicht erkannt, dürfen wir es anstreichen. Hin und wieder fallen auch Minispielkugeln aus der Trommel. Gewinnen wir das Minispiel, dürfen wir ein Gesicht unserer Wahl markieren. Wichtig ist nur, dass dieses Abbild auch bei den Gegnern angestrichen wird. Eine horizontale, vertikale oder diagonale Linie ist über Sieg und Niederlage entscheidend.

Den Durchblick behalten

Das Hauptaugenmerk des Spiels sind selbstverständlich die abwechslungsreichen Minispiele. Nach kurzer Zeit fiel uns die große Auswahl von über achtzig kleinen Spielchen deutlich auf. Wir springen über rollende Fässer, treiben Pferde auf der Rennbahn an, rodeln einen Abhang hinunter oder machen Fotos von putzigen Mii-Hunden. Jedes Minispiel fällt einzigartig aus und das Besondere daran: Eingewöhnungsphasen wie bei der Mario Party-Reihe fallen weg! Es war noch nie einfacher ein Minispiel in zwei bis drei Sekunden zu verstehen und das ohne die spielinterne Kurzbeschreibung durchzulesen. Nintendo hat es vortrefflich geschafft, ein selbsterklärendes Spiel für Casual Gamer auf die Beine zu stellen. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Minispiele aus dem Menü heraus auszuwählen, um kurzweilige Action zu gewährleisten. Jene Spieler, welche im eigentlichen Spielverlauf unterfordert sind, werden mit dem Profi-Modus zufrieden sein. Dieser behandelt größtenteils ein Minispiel, das von Runde zu Runde schwieriger gestaltet wird. So müssen wir in einem Wirrwarr von Kleeblättern nur die vierblättrigen Genossen von denen der anderen unterscheiden. Vier Spielrunden später sind es dann schon Würfel, die erkannt werden möchten. Wählen wir das falsche Objekt aus, werden wir mit einem Zeitmalus von zwei Sekunden belastet. Für jede beendete Runde bekommen wir zehn zusätzliche Sekunden geschenkt. Diese Spiele funktionieren natürlich überwiegend nicht nur alleine. Allerdings sollte man schon mehrere Mitspieler parat haben, denn die künstliche Intelligenz der Gegenspieler wurde bei der Entwicklung wohl nicht bedacht. Besonders wenn wir in einem Dreier-Team gegen einen anderen Computergegner kämpften verloren wir andauernd, da man uns beim Balancieren auf einem Holzstamm keinen Freiraum gelassen hat. Wir finden es sehr schade, dass sich die Entwickler im Jahr 2010 so einen Schnitzer erlaubt haben. Auch Casual Gamer finden daran keinen Gefallen!

Innovative Zimmerspiele

Das bisher beschriebene Szenario erinnert ohne Zweifel auch an die Mario Party-Reihe, doch Nintendo hat ebenfalls eine neue Art von Spielen in den Titel integriert. Die Zimmerspiele wie der japanische Konzern sie nennt, bereichern das Spielerlebnis mit Innovation. In einem Minispiel müssen alle Teilnehmer ihre Wii Remotes auf den Tisch legen. Auf dem Bildschirm des Fernsehers wird nun ein Tier vorgestellt, dessen Geräusche es zu erraten gilt. Aus den Fernbedienungen trällern uns kurz darauf Gackern, Wiehern und andere Tierstimmen entgegen. Nehmen wir die richtige Wii Remote auf, erhalten wir einen Punkt und sind dem Sieg ein kleines Stückchen näher gerückt. Beim Modus Zeitbombe geht es darum, die Steuerungseinheit so langsam wie möglich, doch so schnell wie nötig an einen anderen Mitspieler weiterzugeben. Währendessen läuft ein Timer auf Null herunter – wenn dies passiert, verliert der Spieler der die Wii Remote gerade in den Händen hält. Quizbombe setzt noch einen oben drauf. Halten wir die Bombe beziehungsweise die Fernbedienung in der Hand, so müssen wir beispielsweise ein Wort mit dem Anfangsbuchstaben K oder einen Begriff zu einem bestimmten Thema nennen und dann an einen weiteren Spieler weitergeben. Jener Spieler, dem kein Wort mehr einfällt, muss mit der Explosion und der Niederlage rechnen. Höhepunkt der Zimmerspiele ist eindeutig die Wii-Fernbedienung-Jagd. In diesem Modus müssen bis zu drei Spieler den Raum verlassen, während der übrig gebliebene Teilnehmer bis zu vier Fernbedienungen im Zimmer versteckt. Danach mimen die anderen Spieler die Sucher. Anhand von Geräuschen, die aus den Lautsprechern der Steuerungseinheiten dringen, orientieren sich die Spieler bei der Suche. Das klingt verrückt und das ist auch! Spätestens nach der ersten Suchaktion möchte man am liebsten eine gewisse Zeit lang nichts anderes mehr machen. Schade nur, dass sich das Zimmer auf die Schnelle nicht verändert und die Verstecke bereits nach kurzer Zeit allesamt bekannt sind.

Wir zocken Wii Party!

Wii Party ist ein wirklich guter Ersatz, wenn man mal gerade nicht Lust auf eine riesengroße Fete hat. Man bestellt sich schnell drei Freunde am Samstagabend nach Hause und schon kann der Spaß losgehen. Und da ist auch genau der Knackpunkt, den wir an Wii Party zu bemängeln haben. Das Spiel kann wirklich nur zusammen mit mehreren Leuten motivieren. Als wir den Titel unter den Gesichtspunkten eines Einzelspielers ausprobierten, verflog bei uns schon bald die Lust. Online-Modi vermissen wir übrigens auch. Besonders die Insel der Abenteuer und die Weltreise hätten online und mit Wii Speak-Unterstützung ebenfalls motivieren können. Schade ist außerdem, dass der Titel nur mit einer zusätzlichen Wii Remote erhältlich ist. Der typische Gelegenheitsspieler wird mit Sicherheit keine vier Fernbedienungen im Schrank stehen haben, doch ist diese Entscheidung für Personen mit vier Wii Remotes im Bestand sehr ärgerlich. Wii Fit Plus wurde zusätzlich auch einzeln verkauft. Unverständlich, warum Nintendo nicht dieselbe Schiene bei Wii Party gefahren ist. Trotzdem können wir den Titel weiterempfehlen. Geniale Spielideen, abwechslungsreiche Spielmodi und innovative Zimmerspiele machen Wii Party zu einem Genuss. Das Spielprinzip ist schnell verinnerlicht. Da vergisst man auch schnell die sterile Aufmachung und die zwar guten, aber recht schnell öde werdenden Musikstücke. Das Spiel ist allerdings nur für Menschen mit sozialen und realen Zockerkontakten geeignet. Wer diese nicht vorweisen kann, sollte einen großen Bogen um das Spiel machen. Als Einzelspieler motiviert das Spiel nicht sehr lange!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als ich auf der diesjährigen E3-Pressekonferenz das erste Mal den Trailer zu Wii Party anschauen durfte, musste ich sofort an die allseits bekannte Mario Party-Reihe denken. Mir war sofort klar, dass wir diese Videospielserie für eine lange Zeitspanne nicht mehr wieder sehen werden. Obwohl sich der achte Teil auf der Wii durchweg gut verkaufte, möchte Nintendo das Franchise offensichtlich zurückhalten. Ich möchte mich an dieser Stelle über ein für mich seltsam wirkendes Marketing nicht beschweren, sondern eher meinen Hut vor Nintendo ziehen. Sie haben es geschafft, einen weiteren Teil der Wii-Videospielreihe zu entwerfen, der Gelegenheits- und Vielspieler zusammenschweißt. Wii Party ist genau das geworden, was ein Mario Party 9 hätte werden wollen. Ein Spiel mit facettenreichen, übersichtlichen und schnell verinnerlichten Minispielen. Obwohl ich mich mit den wunderbaren Charakteren des Super Mario-Universums mehr anfreunden kann, habe ich mich überwunden und auch den tristen, sowieso charakterlosen Miis eine neue Chance gegeben. Auch wenn mir die sterile Grafik selten gefällt, erfüllt sie in meinen Augen ihren Zweck. Allerdings kann mich der Titel als Einzelspieler nicht überzeugen. Aus diesem Grund werde ich das Spiel auch nur aus dem Spielregal kramen, wenn ich Besuch von Freunden erwarte. Dann kann Wii Party auch das volle Potential entfalten!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Wii Party!

News: Keiji Inafune und der Kommunismus

Nach seiner Kündigung beim Videospielhersteller Capcom kritisiert Keiji Inafune die japanische Videospielindustrie. MyNintendo schreibt, dass Keiji Inafune die japanische Videospielindustrie  als kommunistisch ansehe. Außerdem sei er wohl nicht mehr mit der Gesamtsituation zufrieden. Harte Arbeit würde im Land der aufgehenden Sonne zumindest nicht mehr im Videospielsektor belohnt werden. Jemand der wenig Aufwand für ein neues Spiel treibt, würde hingegen belohnt.  Ob das ein Sidekick auf Nintendo sei, die mit Spielen wie Wii Sports und Wii Party auf ein eher anspruchloseres Publikum zielt, ist unklar.

Erics Meinung: Ein wenig kann ich den guten Mann nachvollziehen. Zugängliche und zugleich anspruchslosere Spiele werden von der breiten Masse gekauft. Ein hoher investierter Wert in die Produktion eines Videospiels wird sich nicht immer rentieren – besonders dann nicht, wenn es sich dabei um eine völlige Neuentwicklung handelt. Dass Inafune derzeit sehr deprimiert wegen der gesamten Situation ist, kann ich mir gut vorstellen. Trotzdem hoffe ich, dass der gute Mann demnächst irgendwo bei einer anderen Videospielschmiede unterkommt.

News: Keiji Inafune has left the building

Wie Ende letzten Monats bekannt wurde, hat der berühmte Entwickler Keiji Inafune Capcom verlassen. Er war Erschaffer berühmter Serien wie Mega Man, Street Fighter oder Dead Rising. In Zukunft möchte er sich anderweitig umsehen, da er die Arbeit bei Capcom nicht mehr effektiv weiterführen könne. Dies berichtete die Internetseite MyNintendo.

Erics Meinung: Ich kann nicht ganz nachvollziehen, dass man einen so kreativen Kopf einfach hinaus in die Welt ziehen lässt. Auch wenn Spiele wie Lost Planet 2 nicht gerade gut bei der Spielerwelt ankam, muss das noch lange nicht das Ende seiner Karriere bedeuten. Ich finde es schade, dass er aufgrund fehlender Aufstiegschancen nicht mehr in der Branche arbeiten möchte. Ein trauriges Ereignis für alle Videospieler.

Review: The Sky Crawlers

Im vorletzten Jahr wurde der Film bereits in japanischen Kinos vorgeführt und erreichte unter Anime-Fans Kultstatus. Bald darauf erschien ein Wii-Spiel mit dem Untertitel Innocent Aces, welches auch bei uns auf den Markt kam. Der Titel hob sich leider nicht von der Masse ab und blieb von der Medienlandschaft weitgehend unbeachtet. Dennoch mauserte sich das Spiel zu einem Geheimtipp unter Wii-Spielern. Die Uraufführung des Films liegt nun mehr als zwei Jahre in der Vergangenheit zurück. Das Warten der Fans hat nun endlich ein Ende, denn seit letzter Woche ist der Anime nun auch im deutschsprachigen Raum erhältlich.

Es wütete ein schrecklicher Krieg in der fiktiven Welt von The Sky Crawlers. Nach dessen Ende herrschte endlich wieder Frieden, welcher mit einem teuren Preis tagtäglich erkauft wird. Um die Menschen von ihren Alltagsproblemen und der damit verbundenen Depression abzulenken, inszenieren die zwei Rüstungskonzerne Rostock und Lautern Luftkämpfe. Die Leidtragenden dieser Auseinandersetzung sind die so genannten Kildren. Es sind jugendliche Kriegspiloten, die niemals altern werden. Sie sind auserkoren, um die Bevölkerung mit den am Himmel stattfindenden Kämpfen ruhig zu stellen, gar zu unterhalten. The Sky Crawlers erzählt die Geschichte des jungen Piloten Yuichi Kannami, welcher an einen neuen Stützpunkt mitten in Europa versetzt wird. Dort lernt er neben seinen neuen Kollegen, an deren Seite er seine nächsten Einsätze fliegen wird, auch seine mysteriöse Vorgesetzte Suito Kusanagi kennen.

Freudenwelt Depression

Diese kommt ihm bei ihrem Anblick sehr bekannt vor, doch über seine Vergangenheit weiß Yuichi nichts. Im Laufe der Handlung unternimmt er auch keine Schritte, etwas über diese herauszufinden. Allerdings interessiert er sich sehr für seine Vorgesetzte, für die er Gefühle entwickeln wird. Suito umgeben mehrere Geheimnisse, über die sie am liebsten keine Worte verlieren möchte. Diese Heimlichkeiten werden im Verlauf der Geschehnisse um die Kildren gelüftet, doch liegt das Hauptaugenmerk des Films eindeutig auf den zwischenmenschlichen Beziehungen der vorgestellten Charaktere. Als Zuschauer bemerken wir, dass die Stimmung meist sehr angespannt wirkt und nur wenig Zeit für die Freuden des Lebens übrig lässt. Zwar entwickelt Yuichi zu seinen Kollegen ein freundschaftliches Verhältnis, doch lässt man uns die Traurigkeit der Welt von The Sky Crawlers niemals vergessen. Dieser Eindruck wird von der weniger farblichen Ausgestaltung des Anime jederzeit wunderbar unterlegt.

Stilvolle Trennung

Wenn wir uns The Sky Crawlers ansehen, bemerken wir den deutlichen Unterschied zu vielen anderen Animes unserer Zeit. Anstatt auf knallbunte Farben zu treffen, stechen uns eher triste Braun- und Grautöne entgegen. Nur der Himmel wird mit einer strahlenden, azurblauen Farbe hervorgehoben. Der Verweis auf die Luftkämpfe soll auf diesem Weg jederzeit gewährleistet werden. Anstatt uns in tiefe Depression zu hüllen, schafft es der Film viel mehr uns an die Charaktere und deren Gefühlswelt zu gewöhnen und ihre Gedanken nachvollziehen zu lassen. Anstatt auch diesen Anime mit zu vielen dreidimensionalen Effekten zu versehen, ist den Zeichnern eine besondere Idee eingefallen. Während man am Boden bis auf ein bis zwei Ausnahmen von der Effektspielerei verschont bleibt, wird man während der Luftschlachten gerade zu von diesen bombardiert. Während das Geschehen am Himmel abläuft, sind nur manchmal gemalte Hintergründe auf zweidimensionaler Basis zu sehen. Die strikte Trennung zwischen zwei- und dreidimensionalen Szenen weist wieder einmal auf die Bedeutung der am Boden und der am Himmel stattfindenden Handlung hin.

Multikulturelles Europa

Ein weiterer Bestandteil des Animes ist die multikulturelle Darstellung Europas. Leider kann man nicht genau definieren, in welchen Ländern das Geschehen abläuft. Dennoch bemerken wir, dass sich der Regisseur sehr viel Mühe mit der Gestaltung der Welt von The Sky Crawlers gegeben hat. Die Grundzüge der Landschaften erinnern an Irland und Polen. An einem Handlungsort hat sich das Team um Mamoru Oshii allerdings einen kleinen Fehler erlaubt. Außerhalb der Basis befindet sich das Restaurant Daniel’s Diner. Diese Lokale sind typisch für Nordamerika und haben unserer Meinung nach auch in einem fiktiven Europa nichts zu suchen. Dafür passen alle anderen Ortschaften sehr gut ins Gesamtbild. Im Übrigen ist die deutsche Tonspur auch mit englisch und polnisch gesprochenen Szenen versehen. Wenn sich die Protagonisten in luftige Höhen bewegen, wird die Kommunikation untereinander auf Englisch fortgesetzt. In der Mitte des Films werden Touristen auf der Basis herumgeführt, mit denen sich Yuichi in englischer Sprache unterhält. Während des Aufenthalts in Polen unternehmen die Kameraden einen Ausflug in eine Bowling-Halle. Dort treffen die Charaktere auf ein paar polnisch sprechende Mädchen. Dieses sprachliche Zusammenspiel klingt in der Theorie einschüchternd, funktioniert in der Praxis aber sehr gut.

Gelungene Synchronisation der deutschen Fassung

Die deutsche Synchronisation ist durchaus hörenswert. Die Stimmen wurden den einzelnen Charakteren glaubhaft zugeordnet. Ein Wiederhören mit bekannten Sprechern aus Filmen und TV-Serien ist vorprogrammiert. Neben der deutschen Tonspur befindet sich auch die originale Sprachfassung mit auf der Disc. Leider mussten wir feststellen, dass sich keine englische Tonspur auf dem Datenträger befindet, obwohl der Film seit geraumer Zeit bereits in dieser Sprachfassung im Ausland erhältlich ist. Zwar geben die deutschen Untertitel den Wortlaut der Charaktere sehr gut wieder, doch müssen wir dafür auf anderssprachige Untertitel verzichten. Immerhin kann man die Untertitel jederzeit an- und ausstellen. Auch die Tonspur lässt sich jederzeit beliebig wechseln. Die Spieldauer des im 16:9-Format gehaltenen Films beträgt laut Verpackungsrückseite circa 117 Minuten, was wir an dieser Stelle bestätigen können.

Ruhige Dialoge und fetzige Luftgefechte

Des Weiteren befindet sich auf der Disc zusätzliches Bonusmaterial in einer Lauflänge von circa 82 Minuten. Auch diese Verpackungsangabe können wir an dieser Stelle bestätigen. Bei dem gezeigten Material handelt es sich als erstes um ein Interview mit Regisseur Mamoru Oshii. In diesem wird geschildert, welcher Grundgedanke ihn zu The Sky Crawlers bewegte und welche kulturell bedeutsamen Ideen in die Handlung einflossen. Dazu wird gezeigt, wie Oshii mit seinem Team in den europäischen Ländern Polen und Irland unterwegs war, um sich die Kultur genauestens einzuprägen, um sie später bei der Vorbereitung des Films mit einfließen zu lassen. Das Entstehen der Animationen wird in einem weitern Special ebenso gezeigt, wie die Einarbeitung der Soundeffekte im fertigen Produkt. Ein Ausflug auf die Skywalker-Ranch ist an dieser Stelle inbegriffen. Zu guter letzt befinden sich noch mehrere Trailer zu The Sky Crawlers und weiteren Anime-Produktionen auf der Disc. Wir können den Film jedem Anime-Fan an Herz legen, der sich mit ruhigen und teils traurigen Dialogen anfreunden kann. Bombastisch inszenierte Luftkämpfe sind zwar ebenfalls an der Tagesordnung der jungen Kampfpiloten, sind im Film allerdings nur als Nebensächlichkeit anzusehen. Kenner des Wii-Spiels sollten definitiv einen Blick riskieren!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung des Films): Als Kenner des Videospiels habe ich lange Zeit darauf gewartet, dass der Film in die deutsche Sprache übersetzt werden wird. Nachdem ich mir den Film am vergangenen Wochenende angeschaut habe, kann ich dazu nur sagen, dass sich das Warten gelohnt hat. Die Protagonisten durchleben ein schwerwiegendes Schicksal, doch nehmen sie es gefasst Tag für Tag in Kauf. Die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Yuichi, Saito, Midori, Mizuki, Uroyuki und den restlichen Charakteren werden zusammenhängend erklärt. Leider hat es mir weniger gut gefallen, dass die Gespräche meistens in ruhigen Tönen ablaufen. Heftige Wortgefechte gibt es nicht. Diese Entscheidung soll die depressive Welt von The Sky Crawlers zwar unterstreichen, doch an einigen Stellen habe ich mich schon gefragt, warum man an dieser Stelle nur so ruhig bleiben kann. Ich fand es auch sehr schade, dass die Luftgefechte nur in wenigen Szenen wirklich aufgegriffen wurden. Während das Spiel auf der Wii eher actionorientiert ist, schlägt der Anime eine ganz andere Richtung ein. Dieses System funktioniert zwar sehr gut, doch wären mir weitere Schlachten am Himmel nur recht gewesen. Trotzdem nahm ich den Anime in Kauf und wurde nicht enttäuscht. Wer das Spiel schon mochte, wird auch mit dem Film mehr als zufrieden sein.

Vielen Dank an Universumfilm für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars von The Sky Crawlers!

News: Shenmue III immer noch möglich

Laut Aussagen von Sega wird Shenmue III womöglich irgendwann einmal erscheinen. Das derzeit angekündigte Spin-Off Shenmue Town soll ein Versuch sein, das Franchise wieder zu erwecken. Das behauptet zumindest die Zeitschrift Consol Plus auf ihrer Homepage.

Erics Meinung: Derzeit plane ich immer noch, mir eine Dreamcast mit den beiden Shenmue-Spielen zu zulegen. Und dann werde ich hoffen, dass Sega tatsächlich noch den dritten Teil herausbringt. Die Fans betteln schon so lange und ich hoffe, dass der japanische Konzern bald Erbarmen zeigen wird.

News: Kirby’s Epic Yarn meets Mario?

Der Sound Designer von Kirby’s Epic Yarn könnte sich sehr gut vorstellen, dass Marios nächstes Abenteuer ebenfalls in einem ähnlichen Grafikstil daherkommt. Seiner Aussage nach zufolge kann sich das sogar das ganze Unternehmen vorstellen. Dies berichtete die Redaktion der Consol Plus auf ihrer Homepage.

Erics Meinung: Auf die Aussage eines Sound Designers lege ich persönlich keinen allzu großen Wert und ich denke, wenn sich Nintendo dazu entschließen würde, dann würden wir das auch zu allererst von Satoru Iwata persönlich hören. Außerdem bin ich noch skeptisch, ob Kirby’s Epic Yarn der erhoffte Hit wird. Auf der Gamescom fand ich es zwar innovativ, aber deutlich zu leicht.

News: Star Trek Online bald kostenlos?

Die Redaktion der Zeitschrift GameStar schreibt auf ihrer Homepage, dass es gegebenenfalls dazu kommen wird, dass auch das Online-Rollenspiel Star Trek Online ins Free-to-Play-Format umgewandelt wird. Diese Information versteckte der Chefentwickler des Spiels in einem Interview. In Anbetracht der kostenlosen Nutzung von Der Herr der Ringe Online und Dungeons and Dragons Online wäre dies durchaus im Bereich des Möglichen.

Erics Meinung: Es würde mich sehr freuen, wenn es dazu kommen würde. Erst seit diesem Jahr bin ich ein Fan des Star Trek-Universums, wenn auch überwiegend nur von den Kinofilmen. Obwohl die vielen Kämpfe im Spiel nicht zur eigentlichen Atmosphäre in Star Trek passen, werde ich den Titel im Falle einer kostenlosen Nutzung durchaus einmal anspielen.

News: Sony wünscht Nintendos 3DS viel Erfolg

Die Homepage MyNintendo berichtet, dass Sony dem neuen Handheld aus dem Hause Nintendo viel Erfolg wünsche. Man habe zwar unterschiedliche Ansichten, doch man sei der gleichen Meinung, dass die Zukunft in der 3D-Technologie liege.

Erics Meinung: Wenn man Sony kennt, kann das eigentlich nur eines bedeuten. Schultertasten, Analog Sticks, Rumble-Feature und Move-Controller – in jeden dieser Punkte war Nintendo Vorreiter. Mich würde es nicht wundern, wenn der PSP-Nachfolger ebenfalls mit 3D-Technologie inklusive Tochscreen ausgeliefert würde.

News: Back to the Future without WiiWare

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass die Filmtrilogie Zurück in die Zukunft ein neues Spiel im Episodenformat spendieren bekommen soll. Während zurzeit bereits viele Making Of-Videos im Internet kursieren, gab es vom eigentlichen Spiel nur sehr wenig zu sehen. Vor kurzem meldete die Internetseite MyNintendo, dass die Entwickler keine Pläne haben, dass Spiel auch als WiiWare-Version im Wii Shop-Kanal anzubieten.

Erics Meinung: Da ich ein großer, wenn nicht sogar der größte Fan der kultigen Filmtrilogie bin, finde ich diese Entscheidung sehr schade. Ich wäre einer der ersten gewesen, die sich zumindest mal die erste Episode angeschaut hätten. Jetzt hoffe ich nur, dass zumindest die PC-Version nicht auch noch gecancelt wird.

Review: Fable III

Wenn es um den virtuellen Schwanzvergleich geht, dürfte der Held aus Fable III gegenüber anderen Rollenspielprotagonisten wohl den längsten haben. Die Rede ist selbstverständlich von seinem Besitz. Bis unser Alter Ego die Mieten jedes einzelnen Hauses einkassiert, die mächtigsten aller Waffen führt und die Welt schließlich vor dem drohenden Untergang rettet vergehen dutzende Spielstunden, die mehr oder weniger gut gefüllt sind.

Zu Beginn des Spiels ahnen wir noch nichts Schlimmes. Wie jeden Tag wachen wir als Prinz von Albion in unseren Gemächern auf. Freundin Elise erwartet uns bereits im königlichen Garten, der wie es der Zufall so will nach einigen Treppenstufen erreicht ist. Unterdessen schütteln wir unseren treuen Dienern die Hand, bis wir schlussendlich unsere Herzensdame treffen. Wir entscheiden uns, der holden Dame unsere Wertschätzung mit einem Kuss mitzuteilen. Wie im wahren Leben haben Adlige wichtige Pflichten zu erfüllen. In der Eingangshalle lehnen sich einige Bürger gegen unseren Bruder Logan, dem amtierenden König auf. Wir setzen uns für ihre Sache ein und signieren die Unterschriftensammlung obwohl wir wissen, dass es beim jetzigen Absolutismus keine Wirkung haben wird. Anschließend treffen wir Walter in einem benachbarten Raum, wo wir das erste Mal eine Waffe in die Hand gedrückt bekommen.

Flucht bei Nacht und Nebel

Wenig später sieht die Welt nicht mehr ganz so rosig aus. Unser Bruder hat Elise und die Rebellen in den Thronsaal gezerrt. Er will seine Herrschaft nicht überdenken und will ein Exempel statuieren. Wir müssen nun entscheiden, ob wir uns für die Rebellen einsetzen, dafür aber das Leben von Elise auf Spiel setzen. Oder wir retten unsere Freundin, müssen aber den Tod zweier unschuldiger Bürger in Kauf nehmen. An dieser Stelle entscheiden wir uns, dass Leben von Elise zu retten. In der Nacht weckt uns Walter. Elise wird bereits in Sicherheit gebracht heißt es. Gemeinsam mit Butler Jasper und unserem geliebten Hund schleichen wir uns aus dem Schloss. Walter führt uns zur Grabkammer unseres Vaters. Sichtlich überrascht treten wir plötzlich dessen Erbe an. Schließlich war unser Erzeuger der letzte Held von Albion und Protagonist des Vorgängers. Indem wir durch die unter dem Schloss gelegenen Höhlen entkommen, stoßen wir auf den Ort, welchen wir in den nächsten Stunden hunderte Male aufsuchen werden: Den Unterschlupf.

Die Batcave

Dieser sagenhafte Ort könnte man am besten mit der Batcave des dunklen Ritters beschrieben werden. Umliegende Türen führen zu den einzelnen Räumen des Unterschlupfs. In der Waffenkammer werden Schwerter, Hämmer, Pistolen und Gewehre gelagert. Die Garderobe beheimatet jegliche Kleidungsstücke, welche wir in der Spielwelt erwerben. Selbst Haarfarbe, Bärte und Tätowierungen können hier ausgewählt werden – vorausgesetzt man hat die nötigen Gegenstände bereits vorher entdeckt. Verdientes (oder ergaunertes) Geld und erhaltene Trophäen werden in der Schatzkammer aufbewahrt. Lustigerweise haben die Entwickler auch eine Wand für alle verdienten Erfolge reserviert. Haben wir mehr als zwanzig Leuten die Hände geschüttelt, springt uns gleich das Symbol „Vom Helden berührt“ entgegen. Die letzte Kammer verbindet uns mit Xbox Live, wo wir in so genannten Paralleluniversen auf andere Helden treffen oder diese in unsere Welt einladen dürfen. An den Wänden des Hauptraums dürfen wir neben spielinternen Optionen auch Geschenke auspacken. Wenn die Bürger von Albion Angst vor uns haben oder uns mögen, werden wir haufenweise Päckchen auspacken dürfen.

Schlachtplan der Einmann-Armee

In der Mitte des Hauptraums befindet sich ein großer, runder Tisch. Von Anfang an haben wir einen Überblick über alle Spielgebiete, die wir bereisen dürfen. Allerdings müssen wir diese erst eigenständig aufsuchen, bevor wir sie über die Landkarte auswählen können. Während unser Blick der Karte gilt, verwandelt sich der Cursor in eine Lupe. Fahren wir über ein Gebiet und bestätigen die Auswahl, erhalten wir einen größeren (aber nicht maßstabgetreuen) Überblick über den Ort. Wir sehen wo wir Häuser und Läden kaufen können. Dies dürfen wir sogar von der Karte aus machen, ohne überhaupt erst den Ort zu betreten. Außerdem erfahren wir wo es Aufgaben, so genannte Quests, für uns zu erledigen gibt. Wählen wir eine Quest von der Karte aus, dürfen wir uns an den nächstmöglichen Ort teleportieren lassen. Angst uns zu verlaufen haben wir nicht. Die Spielabschnitte sind zwar groß, fallen aber im Vergleich zu anderen Rollenspielserien wie The Elder Scrolls oder Gothic mager aus. Zudem weist uns ein leuchtender Pfad zum nächsten Auftraggeber, den wir auf diesem Weg in der Regel schnell finden. Nur in wenigen Fällen lässt uns das Feature im Stich, schickt uns in die entgegen gesetzte Richtung oder verschwindet zuweilen ganz.

Herausragende Quests

Die Quests fallen in Fable III sehr unterschiedlich und recht spektakulär aus. Wir nehmen an einem Theaterstück als Hauptdarsteller bei, locken in einem Hühnerkostüm unsere gefiederten Freunde in ihren Stall zurück, werden für einen Tabletop-Abend geschrumpft oder helfen einem Wahnsinnigen bei der Ausgrabung eines dunklen Tempels. Während wir die Aufgabe erfüllen, reisen wir oft kreuz und quer durch das Fantasy-Reich Albion. Bevor die eigentliche Aufgabe von uns angegangen werden kann, dürfen wir meist noch ein paar Monster plätten. Dabei stehen uns wie bereits erwähnt Schwerter, Hämmer, Pistolen und Gewehre zur Auswahl. Hohle Männer (untote Skelette), Hobbs (koboldartige Wesen), unschuldige Dorfbewohner und Banditen gehören somit schnell der Vergangenheit an. Wir dürfen unseren Feinde außerdem mit Magie einheizen. Die unterschiedlichen Zaubersprüche dürfen gar miteinander kombiniert werden. Egal für welche Angriffsmethode wir uns auch entscheiden – wir erhalten nach mehreren Treffern mindestens ein Gildensiegel. Diese erhalten wir auch für abgeschlossene Quests und dürfen diese gegen neue Fähigkeiten eintauschen.

Gut oder böse? Das ist hier die Frage!

Auf der jederzeit aus dem Unterschlupf auswählbare Siegesstraße können wir Truhen für eine bestimmte Anzahl an Gildensiegeln öffnen. Je weiter wir im Spielverlauf voranschreiten, desto mehr Truhen stehen uns zur Auswahl. So vergrößern wir etwa den Schaden, den wir mit unseren Waffen anrichten oder erlernen gänzlich neue Zaubersprüche. Wir können aber auch neue Emotionen erlernen, die wir anschließend in späteren Gesprächen mit den Bürgern des Landes anwenden können. Ein wichtiger Bestandteil des Spiels ist die Interaktion mit anderen Menschen. Erheitern wir die Gemüter unserer Mitmenschen, ist man uns freundlich gesinnt und möchte uns stellenweise mit Geschenken überhäufen. Wir dürfen sogar tiefgehende Kontakte knüpfen, wenn wir Botengänge für die Leute erledigen. Diese Quests sind allerdings innovationslos inszeniert und fallen nach kurzer Zeit negativ auf. Wir dürfen aber auch mordend und plündernd durch die Lande ziehen. In diesem Falle werden uns die Leute aber hassen, uns angreifen oder vor uns flüchten. Geschenke gibt es unter Umständen dennoch – aus Furcht.

Jeden Tag eine böse Tat

Ein Großteil des Spiels beschäftigt sich mit der Revolution: Wir sollen unseren Bruder vom Thron stürzen. Wenn wir nicht gerade Quests erledigen, lebendig gewordene und freche Gartenzwerge den Garaus machen, hohe Mieten erheben, Warenverkauferlöse in die eigene Tasche wirtschaften, mit dem Hund auf Schatzsuche gehen oder Silberschlüssel sammeln, versprechen wir den Anführern diverser Fraktionen wichtige Dinge. So sollen wir die Kinderarbeit in den Fabriken des Bowserstone-Industriegebiets abschaffen oder die Mistpeak-Berge an die Vagabunden zurückgeben. Wenn wir gegen Ende des Spiels den Thron besteigen, haben wir die Möglichkeit diese Versprechen einzuhalten. Wir dürfen sie aber auch brechen, was aus uns einen schlechten Monarchen machen würde. Das Spiel lässt uns an vielen Stellen schwerwiegende, moralische Entscheidungen treffen. Auch wenn die meisten Auswirkungen kurz nach unserer Entscheidung nicht mehr spürbar sind, sind es genau diese Momente, welche Fable III einzigartig erscheinen lässt. Leider kommt besonders der Spielabschnitt als König von Albion über das Land zu regieren viel zu kurz. An dieser Stelle müssen wir uns ernsthaft fragen, ob wir überhaupt mehr erwartet haben – schließlich war hier Märchenonkel Peter Molyneux am Werk!

Fable 2.5

Fable III bietet im Grunde nicht mehr und nicht weniger als sein Vorgänger. Man hat alte Inhalte herausgenommen und durch neue ersetzt. Die Umformung der verschachtelten Menüs in den Unterschlupf mag für den einen oder anderen eine willkommene Abwechslung sein, doch leider hat auch dieses eigentlich tolle Feature seine Tücken. Wir müssen Ladezeiten in Kauf nehmen und besonders das Wechseln einer aktiven Quest ist besonders stressig. Auch optisch hat sich nicht viel seit dem Vorgänger getan. Wir behaupten sogar, dass sich die Technik auf demselben (veralteten) Stand wie vor zwei Jahren befindet – inklusive bei großen Gegnermengen hin und wieder starken Ruckeleinlagen. Der leuchtende Pfad hat wie bereits beschrieben ebenfalls seine Macken – genau wie der Spürsinn des Hundes. Wenn dieser für uns einen vergrabenen Schatz aufspüren möchte, nimmt er Umwege in Kauf, findet den Weg nicht oder bleibt zwischendurch einfach mal an einer Ecke kleben. Diese Probleme existierten bereits in Fable II – warum keine Zeit zur Nachbesserung zur Verfügung stand, ist uns schleierhaft.

Königliches Spiel?

Gut gelungen ist übrigens die deutsche Synchronisation, die mit viel Humor daherkommt. Der (männliche) Held verfügt übrigens über die deutsche Synchronstimme von Simon Pegg aus dem kultigen Film Shaun of the Dead. Lustigerweise spricht genau dieser Schauspieler den Charakter Ben Finn im englischen Original. In der englischen Synchronisation wird Butler Jasper im Übrigen von John Cleese gesprochen – leider ist diese Synchronfassung abermals nicht auf der Disc in der deutschen Verkaufsversion enthalten. Microsoft entpuppt sich als Widerholungstäter, denn so war es auch beim Vorgänger. Akustisch bietet Fable III ebenfalls nicht viel neues, da sich ein Großteil der Stücke dem Vorgänger ähneln oder stellenweise gar entnommen wurde. Wer Fable II schon mochte, wird auch mit dem dritten Teil zufrieden sein – allerdings muss man dann mit den bereits beschriebenen Defiziten leben. Wenn man alles entdecken möchte, ist man gut vierzig Spielstunden beschäftigt. Ungeduldige werden das Spiel in viel kürzerer Zeit durchspielen können.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Xbox 360-Fassung): Persönlich hat mir Fable III sehr gut gefallen. Kaum ein anderes Rollenspiel hat mich in den letzten Wochen und Monaten so gefesselt, wie der dritte Teil der Fable-Reihe. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, durch Albions Weltgeschichte zu reisen, mit den Bewohnern zu interagieren, als großzügiger König zu regieren und jede einzelne Truhe auf der Siegesstraße zu öffnen. Ich finde sogar den Unterschlupf als Menüersatz gelungen, wenn nicht gerade das Auswählen der Quests so nervig wäre. Besonders wenn es um die einfallslosen Botengänge geht, fühle ich mich sehr schnell gelangweilt. Die anderen Aufgaben gefallen mir dafür umso besser. Ich habe schon lange in keinem anderen Rollenspiel mehr so facettenreiche Aufgaben erlebt. Ganz zu schweigen von dem britischen Humor, der einem unweigerlich auferlegt wird. Schade nur, dass auf der Disc nur eine deutsche Tonspur vorhanden ist. Besonders John Cleese weiß die Leute mit seiner Stimme zu unterhalten. Auf der technischen Seite fand ich das Spiel sehr enttäuschend, da es sich in den letzten zwei Jahren nicht weiterentwickelt hat und haargenau dieselben Fehler vorweist. Der unterbemittelte Hund und der teils irreführende leuchtende Pfad haben mir den letzten Nerv geraubt. Deswegen habe ich fürs Erste genug von Fable III, werde es aber irgendwann noch einmal als machthungriger und böser König spielen. Obwohl ich kein großer Fan der Erfolge bin, soll „Heinrich VIII“ trotzdem noch frei geschaltet werden. Und vielleicht erscheint ja noch ein Add-On, in dem ich meine angehäuften virtuellen Millionen endlich mal investieren kann. Selbst einem toten Helden nützt es nichts, der Reichste auf dem Friedhof zu sein.

Saschas Fazit (basierend auf der Xbox 360-Fassung): Fable III hat mir persönlich nicht ganz so gefallen wie sein Vorgänger. Mir fehlten einfach grundlegende Dinge wie das Ausdrucksmittel-Rad oder eine jederzeit anwählbare Übersicht für Quests und Items. Ersteres hat die Unterhaltung mit Menschen eher langweilig erscheinen lassen. Die größte Enttäuschung war meiner Meinung nach  aber die Zeitspanne als Herrscher von Albion. Diese war, wenn man nur der Story folgte, viel zu kurz. Allerdings hat Fable III auch seine guten Seiten. So ist das Quest-Design sehr gelungen und strotzt nur so vor Humor. Wenn man beispielsweise als Tabletop-Figur über ein Spielbrett rennt und in der Ferne die Spieler sieht, dann bleibt kein Auge trocken. Der Weg zu den Quests war aber eine einzige große Suche, denn wie Eric bereits erwähnt war der leuchtende Pfad keine allzu große Hilfe. Jedoch wurde dieses Makel inzwischen durch einen Patch behoben. Fable III würde ich Fans des Vorgängers nur bedingt empfehlen, da das Spiel einfach zu viele Macken hat. Mein Tipp: Erstmal bei Freunden oder Bekannten, welche das Spiel bereits gekauft haben in Ruhe anspielen.

News: You don’t Know Jack is back!

You Don’t Know Jack ist einigen Spielern unter euch hoffentlich noch bekannt. Die verrückte Quiz-Reihe punktete mit einem sympathischen Moderator und verrückten Fragen inklusive haarsträubenden Antwortmöglichkeiten. Im nächsten Jahr kehrt das Spiel auf der Xbox 360 und der PlayStation 3, sowie Nintendos Wii und DS zurück. Eine PC-Ausgabe ist laut den Angaben auf MyNintendo nicht zu erkennen. Wünschenswert wäre sie allemal.

Erics Meinung: Ich liebe You Don’t Know Jack. Meinetwegen könnte man die langweiligen Quiz-Sendungen im Fernsehen mit Jauch, Pilawa und Co. absetzen und stattdessen Moderator Jack mal eine Sendung gestalten lassen. Diese fände ich viel, viel interessanter. Ich freue mich schon tierisch auf den nächsten Teil der Reihe. Hoffentlich werden sich die Fragen aber nicht so oft wiederholen wie beim vierten Teil.

News: Die Aussicht auf Wii-Sonderangebote

Noch dreiundvierzig Tage bis Weihnachten. Die Zeit der heiteren und oft recht mühseligen Weihnachtseinkäufe steht vor der Tür. Dass man dabei das eine oder andere Schnäppchen erwischt, klärt sich von selbst. Mit einem Wii-Sonderangebot ist laut Satoru Iwata aber nicht zu rechnen. Nintendo möchte sich für ein solches noch alle Türen offen halten, doch ist es relativ unwahrscheinlich. Immerhin erscheint in diesen Tagen die rote Wii inklusive Wii Sports, New Super Mario Bros. Wii und Donkey Kong. Dies berichtet die Website MyNintendo.

Erics Meinung: Das war auch nicht anders zu erwarten. Warum sollte Nintendo auch etwas am Preis ändern? Gute Spiele gibt es viele, auch wenn sie oft von mindestens zehn weiteren und recht grottigen Titeln versteckt werden. Und wer noch keine Wii hat, bekommt für 200 Euro eine Konsole mit zwei Spielen dazu. Für mich ist das in Anbetracht des Angebots an Spielen ein fairer Preis.