Review: Dragonball: Movies 1 – 4

Mit Dragonball erschuf Akira Toriyama ein Franchise, das auch noch mehr als zwanzig Jahre später ein wichtiger Teil der Anime- und Manga-Welt ausmacht. Ende September erschienen erstmals in einer Box alle vier bisher veröffentlichen Dragonball-Filme in Deutschland.

Die Legende von Shenlong besagt, dass auf der Erde sieben magische Kugeln existieren, die eine sagenumwobene Kraft innehalten. Jener, der alle sieben der sogenannten Dragonballs auf dem Planeten findet und zusammenträgt, darf den Drachen Shenlong rufen und sich von ihm einen beliebigen Herzenswunsch erfüllen lassen. Das lässt sich die junge Bulma kein zweites Mal sagen, als sie von den Kugeln erfährt und sich auf die Suche nach den restlichen Dragonballs begibt. Ihre Reise führt sie unter anderem ins Gebirge, wo sie auf den Einsiedler Son Gokū trifft, dem ebenfalls einer der Dragonballs gehört. Son Gokū möchte die Glitzerkugel allerdings nicht ohne weiteres hergeben, da sie ein Andenken an seinen Großvater darstellt, doch Son Gokū willigt ein, ihr den Dragonball zu leihen. Fortan suchen sie gemeinsam nach den verbliebenen Kugeln und an dieser Stelle weicht der erste von vier Filmen von der uns bekannten Handlung der Anime- beziehungsweise Manga-Vorlage ab. Normalerweise wäre es Prinz Pilaw, der sich der Heldentruppe entgegenstellen würde, doch in Die Legende von Shenlong bekommen es die Freunde mit König Gurumes zu tun, der ebenfalls die Dragonballs in seine Hände bekommen möchte und sich damit die schmackhafteste Delikatesse der Welt wünschen möchte. Die witzigen Ideen der Serie sind auch in diesem Film definitiv vertreten.

Handlungsabweichungen

Nicht nur der allseits bekannte Dragonball-Humor ist im ersten, wie auch in den folgenden drei Filmen vertreten, sondern auch Schlüsselmomente der Serie. Son Gokū meistert somit beim Zusammentreffen mit Muten Rōshi die Kampftechnik Kame-Hame-Ha. Außerdem treffen die beiden selbstverständlich auf Oolong oder Yamchu. Im zweiten Film namens Das Schloss der Dämonen, beginnen Son Gokū und Krillin ihre Ausbildung beim Herrn der Schildkröten und müssen für den Lüstling zunächst eine schlafende Prinzessin im weit entfernten Schloss der Dämonen ausfindig machen und diese zu ihrem Lehrer bringen. Als sich dann auch noch Bulma mit dem Rest des Gespanns auf den Weg zum Schloss macht, ist Ärger bereits fest vorprogrammiert und die beiden angehenden Schüler müssen alles tun, um ihre Freunde aus den Klauen der Fieslinge zu befreien. Son Gokūs erstes Turnier, so der Titel des dritten Films, erzählt vom ersten Kampfsportturnier, an dem Muten Rōshis Schüler teilnehmen. Allerdings ist hier nicht die Rede vom großen Turnier, das alle drei Jahre auf der Papayainsel ausgefochten wird, sondern von einem Turnier fernab der bekannten Storyline, die dann auch einmal mehr von der eigentlichen Vorlage stark abweicht. So herrscht hier im Königreich Mifan der kleine Chao-Zu, der vom Herrn der Kraniche, Tenshinhan und Tao Baibai vom Thron gestürzt werden möchte.

Achtung: Japanische Originalfassung!

Während die ersten drei Filme bei uns bereits vor einigen Jahren auch in deutscher Sprache erschienen sind, ist die Veröffentlichung des vierten Streifens eine Premiere in hiesigen Gefilden. In Der Weg zur Macht beginnt das Abenteuer wieder von Neuem, sprich Bulma trifft auf Son Gokū und die restliche Bande muss erst einmal kennengelernt werden. Von Prinz Pilaw ist aber auch in diesem Film weit und breit nichts zu sehen, stattdessen bekommen es die Helden hier direkt mit der Red-Ribbon-Armee zu tun, die ebenfalls die Dragonballs in die Finger bekommen möchte. Der Grund für ihr Bestreben hat sich auch im Film nicht verändert, Dragonball-Fans dürfen nun genüsslich schmunzeln. Eines macht der vierte Film aber anders, als die drei Vorgänger, denn ihm widerfuhr keine deutsche Synchronisation! Bei so manchem anderen Anime könnten wir das zwar durchaus verstehen, aber Dragonball ist einfach ein zu wichtiges Kulturgut der Szene, als dass man es so missachten könnte. Das ist sehr schade und wer die Abkürzung für eine Originalfassung mit Untertiteln auf der Packungsrückseite nicht kennt, wird wohl oder übel stark verärgert sein. Immerhin kommen die drei anderen Filme mit einer durchgehend deutschen Tonfassung daher, die durchgehend auch gut gelungen ist. Da hier nicht auf die Originalsprecher der Serie zurück gegriffen wurde, mangelt es den Filmen gelegentlich auch an Authentizität und das obwohl die Sprecher zu den ihnen zugeteilten Rollen passen und wirklich sehr ähnlich wie die deutschen Originale klingen.

Vier Anime-Klassiker in einer Box

Die deutschen Tonspuren liegen des Weiteren im Tonformat Dolby Digital 2.0 vor, selbiges gilt laut Anzeigen auch für die japanische Originalfassung. Allerdings klingt der Originalton teilweise wie eine Monotonspur, sowie stumpf und verunreinigt. Letzteres gilt aber nicht mehr beim vierten Film, dieser klingt deutlich angenehmer als seine Vorgänger. Untertitel gibt es bei jedem der vier Filme, allerdings nur in Deutsch bei eingeschalteter Tonspur in Japanisch. Die Untertitel können in diesem Falle auch nicht ausgeschaltet werden. Jeder Film liegt im Übrigen im 4:3-Bildformat vor, wobei Der Weg zur Macht mit zusätzlichen schwarzen Balken am oberen und unteren Bildschirmrand daherkommt. Das spricht zwar nicht unbedingt für die Qualität, doch diesen Film kann man so auch wunderbar auf einem Breitbildfernseher genießen. Optische Anpassungen wurden bei den Dragonball Movies 1 – 4 nicht vorgenommen, alle vier Toei-Animation-Werke liegen auf den Datenträger unverändert zum Anschauen bereit. Die vier Filme haben in aufsteigender Reihenfolge eine Laufzeit von 47, 42, 43 und 79 Minuten. Bonusmaterial sucht man in dieser Box allerdings leider vergeblich – es befinden sich keine Trailer, Dokumentationen oder sonstiges auf den vier DVDs, auch im stabilen und hübsch gestalteten Schuber befindet sich kein Booklet oder sonstiges. Schade, hier hätte die Box einige Negativpunkte wieder gutmachen können. Dragonball-Fans kommen (sofern sie die ersten drei Filme nicht besitzen) um einen Kauf nicht herum, ansonsten reicht ein Import des vierten Films (dann aber vermutlich ohne Untertitel) aus. Auch wenn die Handlung manchmal schon mehr oder weniger stark aus der Storyline ausschlägt und Fans vor den Kopf stoßen könnte, sind diese vier Anime-Klassiker trotzdem mehr als nur einen Blick wert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Dragonball ist neben ein paar anderen wichtigen Titeln mein absoluter Liebling unter den Animes. Die Geschichte von Son Gokū und seinen Freunden hat mich bereits als Jugendlicher auf RTL 2 jedes Mal aufs Neue bezaubert. Die Serie hat mich damals sogar so mitgerissen, dass ich mir jede einzelne Episode auch auf VHS aufgenommen habe, selbiges gilt übrigens auch für die Nachfolgeserie Dragonball Z – was da an unnötigen Summen zusammen gekommen sind, ich möchte gar nicht mehr daran denken! Nachdem ich Dragonball jetzt bestimmt seit mehr als neun Jahren nicht mehr aktiv geschaut habe, freute ich mich natürlich sehr über die DVD-Veröffentlichung der vier Filme, die ich allesamt noch nicht gesehen habe. Leider muss ich aber sagen, dass die Filme bei weitem nicht die Klasse der Serie erreicht, was nicht einmal an der antiquierten Aufmachung, sondern eher handlungsbedingt schwachen Qualität liegt. Sicherlich werden alle wichtigen Momente der jeweiligen Handlungszeit in den Filmen mit aufgegriffen, doch mir gefallen die starken Abweichungen überhaupt nicht. So arbeitet General Blue auf einmal für Chao-Zu und die Red-Ribbon-Armee ist auf einmal so aggressiv, obwohl sie ihre Feinde noch nicht einmal genau kennt. Lässt man diese und andere Unsinnigkeiten allerdings aus, erhält man mit den vier Filmen ansehnliche Klassiker, die Fans von Dragonball zumindest einmal gesehen haben sollten. Ich freue mich derweil auf die Veröffentlichung der Dragonball-TV-Serie, die bereits für das Jahr 2012 geplant ist. Dann kann ich meine Videokassetten auch endlich in Rente schicken!

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragonball: Movies 1 – 4!

Gewinnspiel (06. – 16. Oktober 2011)

Zum Abschluss der Gamescom-Preview-Wochen auf Gameplay Gamers und den vielen tollen Bewertungen und Meinungen zu unseren Artikeln, möchten wir uns bei euch mit einem kleinen, aber feinen Gewinnspiel bedanken. Unter allen Teilnehmern verlosen wir drei Überraschungspakete, die mit einigen Goodies von der diesjährigen Gamescom gefüllt sind. In den Päckchen befinden sich unter anderem Augenklappen von Risen 2: Dark Waters, Kugelschreiber von Uncharted 3: Drake’s Deception, T-Shirts von Battlefield 3 oder League of Legends und sogar Spargutscheine für Titel wie The Elder Scrolls V: Skyrim, Call of Duty: Modern Warfare 3 oder Prototype 2.

Um an eines der begehrten Päckchen zu gelangen, habt ihr dieses Mal drei Möglichkeiten. Die erste Option wäre, Fan unserer Facebook-Seite zu werden. Eure Gewinnchance könnt ihr hier verdoppeln, indem ihr den Gewinnspiel-Beitrag auf unserer Facebook-Seite mit einem „Gefällt mir“ bestückt und ihn mit euren Freunden auf eurer eigenen Pinnwand teilt. Die letzte Möglichkeit wäre, einen kurzen Beitrag unter diesen Artikel zu schreiben, in welchem ihr kurz erläutert, wie euch die diesjährige Gamescom gefallen hat (oder weshalb nicht). Beachtet hierbei bitte, dass ihr bei letzterer Option zustimmt, unseren (jederzeit kündbaren und komplett kostenfreien) Newsletter zu abonnieren. Sollte niemand einen Beitrag unter diesem Artikel verfassen, so wird das dritte Päckchen ebenfalls unter allen Teilnehmern verlost, die unseren Gewinnspiel-Beitrag auf unserer Facebook-Seite geteilt haben.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz innerhalb Deutschlands haben. Bei minderjährigen Nutzern wird eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten benötigt. Mitarbeiter von Gameplay Gamers sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich über ihren Facebook-Account oder die uns hier hinterlegte E-Mail-Adresse informiert. Sollten sich die Gewinner innerhalb von 48 Stunden nach Gewinnbekanntgabe nicht bei uns melden, erhalten nach denselben Gewinnspielregeln andere User die Chance auf den Preis. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich nicht auf Facebook oder auf unserer Seite erwähnt, sie dürfen sich aber gerne selbst unter dem Facebook-Beitrag oder unter dem Gameplay-Gamers-Artikel als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 16. Oktober 2011, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Vielen Dank an alle Unternehmen, die uns die hier zu verlosenden Goodies freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben!

Umfrage-Ergebnis: Gamescom-Besucher zwiegespalten

Nach der Messe haben wir euch gefragt, wie euch die Durchführung und das Gesamtbild der Gamescom 2011 gefallen haben. Nach längerer Umfragendurchführung haben wir nun das Ergebnis zusammengestellt, dass der Koelnmesse zu Denken geben sollte. 19% hat die Gamescom 2011 anscheinend ausgezeichnet gefallen, 33% haben nur ein paar Mängel auf der Messe feststellen können. Das ist zwar die knappe Mehrheit, doch weder gut noch schlecht waren 24% von euch der Meinung. Nur knappe fünf Prozent unserer Leser hielten diese Messe für weniger gut durchgeführt und ganze 19% waren von der diesjährigen Gamescom überhaupt nicht angetan.

Fast die Hälfte aller Teilnehmer war von der Gamescom 2011 nicht sonderlich überzeugt – das lag unter anderem an der zu hohen Lautstärke und den Menschenmassen. Die Messeleitung muss unbedingt am Konzept schrauben, dann sieht die Auswertung im nächsten Jahr auch deutlich besser aus und ein jeder Besucher wird mit einem Lächeln nach Hause gehen.

Preview: Prime World

Nach der Auflösung des Entwicklerstudios New World Computing, legte Ubisoft die Rechte der Might-and-Magic-Serie in die Hände von Nival Interactive, die mit Heroes of Might and Magic V einen sehr großen Erfolg für sich verbuchen konnten.

Lange Zeit haben wir nichts mehr vom russischen Entwicklerstudio gehört, doch mit Prime World meldet sich dieses zurück – ausgerechnet mit einem ansehnlichen Facebook-Spiel möchte Nival Interactive im Videospielmarkt wieder Fuß fassen, doch Obacht: Prime World ist kein Browser-Spiel! Um den Strategie-Rollenspiel-Mix spielen zu können, ist der Download eines Client unverzichtbar. Das soziale Netzwerk wird lediglich dazu verwendet, um Freunden die neuesten Errungenschaften mitzuteilen oder um sich mit diesen kurz zuschließen und in den Kampf zu ziehen. Selbstverständlich ist es auch möglich, mit zufällig zugeteilten Personen in Prime World einzutauchen, die aber auf Facebook registriert sein müssen – Mark Zuckerberg wird es freuen. Vor jeder Schlacht, bei der fünf Spieler gegen fünf Kontrahenten antreten, wählen wir einen Charakter aus einer mittelgroßen Riege aus. Neben den typischen Krieger- und Magier-Kandidaten gibt es auch innovative Klassentypen, etwa einen Flötenspieler, der uns doch stark an den Rattenfänger von Hameln erinnert und die kleinen Viecher auf Monster und anderes Gesocks losschicken kann. Gemeinsam kämpfen wir uns zum Zentrum der Karte vor und nehmen dabei Kontrollpunkte ein, wobei Teamwork gefragt ist – Alleingänger werden keine Erfolge feiern. Anschließend erstrahlt die einst düstere Landschaft in neuen Farben.

Schlachtengetümmel

Kontrollpunkte werden von Monstern und feindlichen Gebäuden gehalten, die wir schnell mit unserer Gruppe ausschalten müssen, da die Lebensenergie der Helden selbstverständlich nicht ewig anhält. Dabei macht uns aber auch das gegnerische Helden-Team das Leben schwer, denn diese verfolgen dasselbe Ziel wie wir. Je länger die Schlacht dauert, desto erfahrener werden unsere Helden und umso mehr Spezialfähigkeiten spielen wir frei, um uns noch besser verteidigen oder zu heilen zu können. Diese Fähigkeiten werden mit dem titelgebenden Prime eingekauft, welches wir mit voranschreitendem Spielverlauf sammeln. Alle Talente werden wir jedoch wohl nur sehr selten in einer Runde lernen können, da das Spielsystem auf kurze Abenteuer für zwischendurch ausgelegt ist. Irgendwann ist aber auch die längste Schlacht einmal vorbei, aber anstatt sich in der Heimatburg feiern zu lassen, sollten wir dort die zu erlernenden Fähigkeiten neu zusammenstellen, damit wir in der nächsten Runde noch besser abschneiden können. In der Anspielversion auf der Gamescom war dies noch nicht möglich, doch zeigten die beiden kompetenten Produzentinnen Larisa Nuretdinova und Divya Valluri uns in der Gamescom-Präsentation schon einmal sehr gut, was uns in Prime World abseits dieses Spielfeatures erwartet, nämlich schneller und abwechslungsreicher Rollenspielspaß!

Bunter Genre-Mix

Prime World erfindet das Rad sicherlich nicht neu, da wir ähnliche Szenarien schon in Spielen wie League of Legends oder Diablo gesehen haben. Es ist lediglich die Art, wie Prime World umgesetzt wird, die uns das Spiel so interessant erscheinen lässt. In einer Zeit, wo so gut wie jeder internetaffine Mensch auf Facebook angemeldet ist, kann es nicht einfacher sein, ein paar Mitspieler (aus dem Freundeskreis) für ein Online-Spiel zu finden und dabei sogar direkt neue Freunde zu gewinnen. Aus technischer Sicht gehört Prime World zwar nicht zum Genre-Standard, doch könnte die optische Darstellung nicht zweckmäßiger ausfallen. Bunte Comic-Grafiken und nette Animationen harmonieren im Einklang, was wir ebenfalls von den passenden Sound-Effekten sagen können. Vom eigentlichen Soundtrack konnten wir noch nichts hören, doch sind wir uns sicher, dass die Sound-Designer hier ebenfalls ordentliche Tracks auf die Beine stellen können – schließlich wurde dieses Ziel beim fünf Jahre alten Heroes of Might and Magic V auch erreicht und dass an diesem Titel so gut wie gar nichts auszusetzen war, spricht für die Qualität des Entwicklerstudios: Prime World darf kommen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PC-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Obwohl Prime World auch für Android- und iOS-Geräte geplant ist, zeigte man mir auf der Messe nur die PC-Variante, die vermutlich auch die angenehmste der drei Fassungen sein wird – solch ein Spiel muss ich einfach mit Maus und Tastatur spielen und das werde ich auch. Prime World hat mich wirklich beeindruckt, zwar nicht spielerisch, aber die Facebook-Komponente spricht für jemanden wie mich mehr als tausend Worte. Bisher war ich bis auf die Bejeweled- und Tetris-Ableger von Facebook-Spielchen nicht sonderlich überzeugt, mit Prime World wird sich das aber schlagartig ändern. Sobald der Titel offiziell erschienen ist, werde ich die eine oder andere Runde mit Kollegen, Freunden und auch unbekannten Spielern starten und hoffentlich als Sieger hervorgehen. Sonderlich schwierig und komplex erschien mir das System auf der Gamescom nämlich noch nicht – ein super Argument, um schnell einsteigen zu können und dass zu jeder Zeit!

Vielen Dank an Nival Interactive für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: Vindictus

Es war einmal ein kleiner Entwickler, der mit innovativen Spielen wie Lost Vikings immer öfters ins Rampenlicht der Medien gedrängt wurde und schlussendlich den Grundstein für ein massentaugliches Spielerlebnis geliefert hat – die Rede ist von Diablo und der Totklickerei.

Nach der Veröffentlichung von Diablo II versuchten andere Entwickler an den Erfolgen des mittlerweile riesigen Konzerns anzuknüpfen. Inzwischen steht auch schon der dritte Teil der teuflischen Spielreihe in den Startlöchern, wird jedoch immer wieder verschoben. Wer die Titel des Konzerns kennt, wird wissen, dass Innovation für Blizzard ein Fremdwort geworden ist. Zum Glück gibt es da Vindictus – ein Spiel, das in den Vereinigten Staaten bereits seit dem letzten Jahr fleißig gespielt wird und endlich den Weg über den großen Teich geschafft hat. Scott Yoo, seines Zeichens Manager des Publishing Teams von Nexon Europe, hat sich für uns hinter die Tastatur und Maus geklemmt und den neuen Genre-Geheimtipp vorgestellt. In der Spielwelt von Vindictus hat das Böse gesiegt, Monster überschwemmen das Land und die letzten noch lebenden Menschen haben sich in Enklaven zurück gezogen. Die Legende berichtet von einem geheiligten Land namens Erinn, wo niemals jemand alt oder krank wird und der Boden fruchtbar und ergiebig sein soll. Um dieses Land zu finden, werden Krieger ausgeschickt, die den Frieden und Wohlstand der Menschen zurückfordern.

Action aus der Nähe

Wir sind einer dieser Krieger, den wir zu Beginn des Spiels auswählen dürfen. Leider ist die Auswahl an spielbaren Charakteren nicht sehr groß – gerade einmal aus zwei Kriegern dürfen wir unsere Spielfigur wählen. Scott verspricht uns im Gespräch, dass wir in der Vollversion auch optische Anpassungen vornehmen dürfen und das Kriegerrepertoire im Lauf der Zeit erweitert werden wird – rosige Aussichten stehen Fans des Genres bevor. Anders als Blizzard schafft es Nexon mit Vindictus, das Geschehen in die Verfolgeransicht zu verlegen – das ist etwas, was uns seit dem Release von Hellgate: London gut gefällt und auch in Diablo III hätte eingebunden werden müssen. Vindictus macht das von Anfang an richtig und spendiert uns feinste Action aus der Nähe, bei der Blut in Massen fließen soll – in der uns gezeigten Version sahen wir davon allerdings noch nicht so viel, was uns in Anbetracht des auf der Homepage angepriesenen Blut-Features doch sehr verwundert. Der Action-Titel will aber auch mit anderen Features überzeugen, so können Gegner von uns gepackt und in naheliegende Abgründe geworfen werden. Eine weitere clevere Idee: Fallen, wie etwa ein riesiger, hin und her sausender, sowie mit Zacken versehrter Baumstamm, können unsere Feinde ebenfalls verletzten, wenn wir sie dahingehend anlocken können.

Extreme Edition für Europa

Für Europa plant Nexon Europe die so genannte Extreme Edition, die anders als der Name es vielleicht vermuten lässt, vom Schwierigkeitsgrad her deutlich einfacher ausfallen soll. Das ist insofern schade, da das uns gezeigte Material bereits jetzt schon sehr einfach ausgefallen ist. So steht ein Gegner auch schon mal stumpf in der Ecke herum, während wir uns mit anderen Monstern vergnügen, anstatt seinen Kumpanen zu helfen und uns schneller zu Fall zu bringen. Einzig allein bestimmte Dungeons sollen mit demselben Schwierigkeitsgrad ausgestattet sein, wie es die Ursprungsversion vorgesehen hat. Europäer dürfen sich aber stattdessen über ein sonst so elementares Feature freuen – unser Charakter hat nun auch die Chance zu springen! Was wir anfangs erst ein wenig belächelten, ergab im Spielverlauf deutlich Sinn, denn somit ergeben sich viele neue Spezialfähigkeiten, die wir gegen unsere Gegner einsetzen dürfen. Ist der Entwickler klug, wird er für die europäische Version auch noch spezielle Sprungpassagen einbinden, um das Gameplay noch abwechslungsreicher zu gestalten. Auch herumliegende Gegenstände dürfen aufgenommen und auf die Gegner geworfen werden, die je nach Gewicht auch mehr Schaden bei den Feinden anrichten. Hier ist definitiv noch Potential nach oben gegeben, was die Entwickler sehr gerne ausschöpfen dürfen.

Genre-Geheimtipp

Sicherlich ist Vindictus nicht für jeden Spielertyp das Paradebeispiel für ein gut durchdachtes Spiel, doch hebt es sich deutlich vom gebotenen Einheitsbrei eines Diablo oder Titan Quest ab. Da das Spiel frei von Kosten sein soll, dürfen wir uns auch nicht so sehr über die angestaubte Grafik aufregen, da eine schönere Optik gleichzeitig auch nach einem vollen Geldbeutel geschrien hätte. Das Spiel ist selbstverständlich alles andere als unschön, aber selbst für einen kostenlosen Titel hätten wir an der einen oder anderen Stelle mehr erwartet, beispielsweise von den dürftigen Animationen. Wenn unser Charakter eine Mauer einschlägt, fällt diese in Sekundenschnelle in sich zusammen. Hier würden wir uns wirklich wünschen, dass sich die Entwickler noch etwas Zeit nehmen, das Spiel dahingehend zu verbessern, um ein geschmeidigeres Spielerlebnis zu liefern. Vom Soundtrack konnten wir uns ebenfalls noch nicht überzeugen lassen, da Musik und Soundeffekte auf der Messe ausgeschaltet waren. Auf der Präsentation zeigte man uns (vermutlich aus technischen Gründen) leider nur den Einzelspielermodus, obwohl es das Spiel eigentlich auf Online-Metzeleien abzielt. Der Titel macht viel, aber nicht alles richtig, doch das soll euch nicht vor dem Titel abschrecken. Ab Oktober dürft ihr euch nämlich gerne selbst ein Bild von Vindictus machen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Vindictus ist ein Spiel, dass mich auf der Gamescom wirklich überzeugt hat, auch wenn die technische Präsenz des Titels nicht gerade zum Besten bestellt ist. Blizzard bietet mit Diablo III zwar starke Konkurrenz, doch die Innovationslosigkeit dieses Entwicklers hängt mir seit World of WarCraft zum Hals heraus. Wie Blizzards Spiele von vielerlei Medien gelobt  werden, ist mir seit Jahren ein Rätsel. Dann kam 2007 mit Hellgate: London ein Spiel heraus, dass die Möglichkeit dazu hatte, endlich ein würdiges Spiel dieser Art zu liefern – der finanzielle Erfolg blieb leider aus. Vindictus kommt direkt kostenlos daher und bietet somit schon einmal die Grundvoraussetzung, dass der Titel auch wirklich von anderen Spielern exzessiv gespielt wird. Leider besteht das Problem, dass die altbackene Technik nicht jedermanns Sache ist und wichtige Spiele von den Massen auf den Namen beschränkt werden – zwar kann ich mich irren, doch ich glaube nicht, dass Vindictus auf kurz oder lang erfolgreich sein wird. Deshalb bitte ich euch: Probiert das Spiel zumindest einmal aus, denn eine bessere Alternative zu Diablo, Sacred und Co findet ihr so schnell nicht mehr.

Vielen Dank an Nexon Europa für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: Star Trek: Infinite Space

Unter Videospielern halten Browser-Spiele nicht gerade einen guten Ruf inne – umso mehr schockiert es uns, dass eines der nächsten Star-Trek-Spiele einzig und allein in einem Browser ablaufen wird und dabei verhältnismäßig auch noch verdammt gut aussieht.

Angesiedelt in der späten dritten Staffel der Serie Star Trek: Deep Space Nine, erleben wir am Rande nicht nur Teile des Dominion-Krieges mit, sondern werden handlungsbedingt auch mal den einen oder anderen berühmten Charakter aus dem Star-Trek-Universum kennenlernen. Entwickler Keen Games hat an dieser Stelle mitgedacht und die Experten Mike und Dennis Okuda um Hilfe gebeten, das bestmögliche Feeling in Infinite Space zu erreichen. Außerdem ist Drehbuchautor Lee Sheldon für die Storyline verantwortlich und entwirft zudem auch die Missionen, die es in Infinite Space zu bestreiten gilt. Bevor wir allerdings die Weiten des Alls unsicher machen, müssen wir uns zunächst ein Raumschiff aussuchen, das an zeitgenössische Schiffe der Galaxy-Klasse wie der Enterprise (NCC-1701-D) erinnert – zumindest auf Seiten der Förderation, denn von den Klingonen haben wir in der Anspielversion so gut wie nichts sehen können. Einzig allein die düstere Lobby durften wir bereits begutachten, die das genaue Gegenteil des lichterfüllten Aufenthaltsraums auf Seiten der Förderation darstellt.

Captain eines eigenen Schiffs

Die Lobby ist zugleich Ausgangspunkt des Spiels. Hier können wir frei herumgehen und mit anderen aktiven Spielern kommunizieren. Wir dürfen uns zusammenschließen, um eine der Missionen gemeinsam anzugehen, allerdings nur, wenn unsere Mitspieler ein ähnliches Level wie wir erreicht haben, da die Aufgaben durchaus recht schwierig ausfallen können und nicht für jede Erfahrungsstufe geeignet sind. Damit wir auch in späteren Missionen Erfolge feiern können, ist es sehr wichtig, unser Schiff ständig mit neuen Upgrades auszustatten. Dies geschieht, in dem wir in den Missionen oder beim Erkunden des Weltraums bestimmte Items einsammeln und sie anschließend gegen neue Schiffsbauteile eintauschen – die Crew sollen wir ebenfalls frei bestimmen dürfen, was dem Gesamtbild einen taktischen Anstrich verleiht. Dazu zählen auch die facettenreich gestalteten Missionsabläufe, denn nicht immer befindet sich unser Ziel am gleichen Standpunkt – das erhöht den Wiederspielwert deutlich und ganz besonders mit bis zu vier weiteren Mitspielern entfaltet sich dadurch nochmals die Vielfalt der Aufgaben, welche mal taktisch, mal diplomatisch und auch mal kriegerisch mit allerlei Phaser- und anderen Waffentechniken gelöst werden dürfen.

Auf den Schirm!

Während wir in der Lobby unseren Charakter aus der Verfolgerperspektive steuern, wechselt das Geschehen in den Weiten des Weltraums, dem Hauptschauplatz von Infinite Space, in die Vogelperspektive. Das heißt, wir werden uns im Raum nicht frei manövrieren dürfen, sondern nur auf einer zweidimensionalen Ebene unser Schiff kontrollieren. Optisch besticht der Titel für ein Browser-Spiel bereits jetzt mit hübschen Hintergründen und schönen Effekten. In unserer Präsentation war vom Soundtrack leider noch nichts zu hören – wir hoffen hier inständig, dass dieser an die Qualität der Musikstücke aus den Serien heranreicht, um so eine möglicht packende Atmosphäre herzustellen. Dies geschieht aber zumindest schon mal, wenn ein Nichtspielercharakter Kontakt über einen freien Kanal mit uns aufnimmt und so direkt auf dem Bildschirm erscheint – typisch für Star Trek, doch das Beste kommt zum Schluss: Infinite Space wird (fast) komplett kostenlos erscheinen. Das heißt im Klartext, es muss kein Spiel gekauft oder heruntergeladen werden und alle Ziele sollen laut Produzent Saman Pakzad ohne die Anschaffung von unnötigen Kaufgegenständen erreicht werden können, da diese in erster Linie optischer Natur dienen sollen. Wenn Gameforge dieses Versprechen halten wird, dürfen wir noch 2011 in unendliche Weiten vorstoßen und ein Spiel erleben, dass nie ein Browser zuvor gesehen hat.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Eigentlich war dieses Preview bereits zu Zeiten der Role Play Convention im Mai geplant, doch aus gesundheitlichen Gründen konnte ich den Termin zum damaligen Zeitpunkt nicht wahrnehmen. Umso glücklicher war ich, dass ich in der Gamescom-Woche kerngesund war und die Präsentation dieses Mal nicht versäumt habe – und das habe ich definitiv nicht bereut. Als ich vorher den Trailer zu Infinite Space gesehen habe, war ich schon recht angetan vom Spiel, doch hätte ich nicht gedacht, ein solch hübsches Browser-Spiel vorzufinden. Als relativ junger Fan des Franchises konnte ich mir bisher nur die Handlungsstränge der Filme, sowie der beiden Serien rundum Captain Kirk und Captain Picard aneignen. Das heißt, dass ich in Star Trek: Infinite Space unter Umständen den einen oder anderen Spoiler in Bezug auf Deep Space Nine ertragen muss, doch das nehme ich sehr gerne in Kauf, um endlich einmal ein Browser Game spielen zu können, dass meinen persönlichen Erwartungen an ein vernünftiges Spiel erfüllen wird. Ich bin schon jetzt sehr gespannt darauf, wie die endgültige Missionsvielfalt ausfällt und wie sich die beiden zum Start verfügbaren Fraktionen spielen werden. Jetzt muss Gameforge nur noch den Beta-Test ankündigen, denn in drei Monaten schreiben wir auch schon das Jahr 2012 und warten kann ich auf Infinite Space bis dahin schon fast nicht mehr.

Vielen Dank an Gameforge für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn

Einige unserer jüngeren Leser werden den französischen Reporter Tim, oder Tintin, wie er im französischen Comic-Original heißt, kaum mehr kennen. Alte Hasen werden sich hingegen über ein neues Abenteuer freuen – nicht nur im Kino, sondern auch so gut wie auf allen gängigen Konsolen.

Im neuesten Abenteuer interessieren sich Tim und sein kleiner Hund Struppi für das geheimnisvolle Schiff namens Einhorn, dessen Geheimnisse sie lüften möchten. Im Verlauf des Spiels stoßen sie auf bekannte Figuren des Franchises, wie etwa Professor Balduin Bienlein, Kapitän Archibald Haddock und den beiden tollpatschigen Detektiven Schulze und Schultze. Auf der Messe zeigte uns Senior Producer Drew Quakenbush einige Spiellevel, die uns bereits im jetzigen Zustand sehr gut gefallen haben. Unter anderem dürfen wir in düsteren Katakomben Schalterrätsel lösen, Geheimnisse aufdecken und den einen oder anderen Gegner besiegen. Bei letztgenanntem Feature merkt man dem Titel die Comic-Herkunft deutlich an. Anstatt unsere spielinternen Feinde abzumurksen, schlagen wir ein, zwei Mal auf die Gegner ein, woraufhin die bestürzt zu Boden gehen und erst einmal nur ein paar Sterne sehen dürften.

Unverkennbare Comic-Anleihen

Eine lustige Funktion versteckt sich im wahrsten Sinne des Wortes in diversen Objekten, etwa große Fässer. Wenn wir einen Gegner anlocken und ihm schnell genug entkommen, suchen wir beispielsweise in einem Fass ein Versteck. Der Gegner schaut verdutzt aus der Wäsche und zeigt uns wieder einmal mehr die Comic-Anleihen des Spiels – Fragezeichen poppen über seinem Kopf ab, Zeit ihn von seinen Irritationen zu befreien. Eine weitere, nicht weniger nette Idee des Spiels ist der Kooperationsmodus. Mit Schulze und Schultze können wir mittels ihrer Gehstücke einen geschossenen Feuerball direkt zwei Etagen höher schießen, um zum Beispiel einen unerschrockenen Feind zu überraschen und direkt zu besiegen. Das ist intelligent in das Gesamtwerk des Spiels eingebaut und hinterlässt bei uns einen nachhaltigen Eindruck. Es hat den Anschein, dass jeder Charakter im Spiel über unterschiedliche Fähigkeiten verfügt.

Gelungene Film-Versoftung

Der kleine Hund Struppi passt somit wunderbar durch kleine Schlupflöcher. Dies bewies uns der Produzent in einem Abschnitt der so genannten Traumwelt, die sich allem Anschein nach separat mit auf der Spiel-Disc befindet. In diesem Modus schalten wir neue Kleidungsstücke für unsere Charaktere und zusätzliche Inhalte, beispielsweise neue Levels für die Traumwelt frei. Die Spielwelt erinnert uns in erster Linie an die künstlerische Gestalt der Levels aus der Nintendo-DS-Fassung von Assassin’s Creed II, wobei uns das Gameplay stark Erinnerungen an die Abenteuer des persischen Prinzen hervorruft. Das Franchise mit Stücken aus Prince of Persia zu verbinden, halten wir für durchaus sinnvoll. Selbstverständlich wird der Titel auch mit Levels ausgeliefert werden, die sich davon abheben. Beispielsweise sausen wir auf einem Flugzeug durch die Luft, schießen dabei in einer wunderschönen Comic-Grafik auch hier den einen oder anderen Gegner vom Himmel. Wir sind uns sicher, dass es sich bei diesem Spiel um eine der besseren Film-Versoftungen handeln wird und können es kaum erwarten, Tims neues Abenteuer im Kino und auch auf den Konsolen zu erleben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Mir hat das Spiel nach nur zwei Minuten wunderbar gefallen. Es hat sogar viele tolle Kindheitserinnerungen in mir wachgerufen. Die Filme und die Zeichentrickserie mit dem französischen Reporter haben mir damals immer sehr viel Freude bereitet und leider kam es nie dazu, dass ich ein Videospiel des Franchises anspielen konnte, obwohl mich Tim in Tibet für das Super Nintendo damals sehr interessiert hätte. Vielleicht ist dieses Videospiel Grund genug, mir den Klassiker noch nachzuholen, doch abschließend möchte ich noch sagen, dass bei diesem Titel ein rundum gutes Erlebnis auf uns warten wird, wenn die Qualität der gezeigten Spielabschnitte durchweg beibehalten wird. Die Comic-Grafik und die Comic-Effekte ergänzen sich gegenseitig sehr gut und das Gameplay wirkt von einer tollen Spielserie inspiriert. Leider war es mir nicht möglich, selbst Hand an das Spiel zu legen – das wird sich nach Erscheinen des Titels aber mit Sicherheit ändern. Überzeugt bin ich von dem Spiel nämlich schon jetzt.

Preview: The Legend of Zelda: Skyward Sword

In diesem Jahr feiert das Franchise rundum Link und der titelgebenden Prinzessin Zelda sein fünfundzwanzigstes Jubiläum. Das ist Nintendo ein Grund mehr dafür, dass in diesem Jahr gleich vier Titel der Reihe erscheinen dürfen. Gegen Ende des Jahres ist es dann auch für The Legend of Zelda: Skyward Sword auf der Wii soweit.

Obwohl Nintendo im letzten Jahr noch verkündete, das Spiel erscheine definitiv noch 2010, konnte der japanische Konzern dieses Ziel nicht einhalten. Einige Spieler hatten schon Angst, dass The Legend of Zelda: Skyward Sword ebenfalls wie der Wii-Vorläufer Twilight Princess noch einmal verschoben wird, um ein Release auf zwei Konsolen (Wii und Wii U) möglich zu machen. Dem ist zum Glück nicht so, denn Skyward Sword macht bereits jetzt schon eine mehr als nur gute und vor allem fast fertige Figur, die trotzdem ihre kleinen Schwächen hat (dazu später mehr). Bisher wurde The Legend of Zelda: Ocarina of Time als chronologischer Anfang der Serie gesehen, mit Skyward Sword wird dies ab dem 18. November nicht mehr so sein. Laut Presseinformationen von Nintendo wird Skyward Sword die Vorgeschichte des einstigen Nintendo-64-Megasellers erzählen, doch inhaltliche Fakten suchen wir vergebens.

Durchdachte Steuerung

In unserer Anspielversion konnten wir wie bereits im Vorjahr einen Dungeon erkunden, das eine oder andere Rätsel lösen, die innovativen Items (beispielsweise einen fliegenden Käufer steuern, um einen Schalter zu erreichen) einsetzen und uns mit den Gegnern herumschlagen. Weltbewegende Neuerungen suchen wir in Skyward Sword vergeblich, doch dann bemerken wir, dass wir ja eine Wii-Fernbedienung Plus (sprich eine Remote inklusive der Erweiterung Wii MotionPlus) in der Hand halten. Wenn wir die Fernbedienung schwingen, führt Link die Aktion simultan auf dem Bildschirm aus, zumindest sollte er das. Ein Beispiel: Wir möchten eine Spinne, die sich an ihrem Spinnfaden festklammert, bekämpfen. Dazu muss sie sich erst einmal wie schon in Ocarina of Time drehen, damit sie ihren wunden Punkt preisgibt. Anders als im Klassiker nützt es uns aber hier nichts, wie wild auf das Spinnentier einzuprügeln. Der wunde Punkt ist in diesem Falle nämlich wirklich nur eine kleine Schwachstelle auf dem Chitinpanzer, den es zu treffen gilt. In der Praxis sollen wir die Wii Remote also nach vorne schnellen lassen, damit Link selbige Aktion auf dem Bildschirm ausführt. Fehlanzeige! Erst nach mehrmaliger Kalibrierung und mit etwas Glück konnten wir den Gegner erledigen.

Wenige Neuigkeiten

Da wir das Spiel bereits vor einem Jahr anspielen konnten und die Steuerung damals deutlich besser funktionierte, gehen wir stark davon aus, dass es irgendwelche Störsignalquellen in unmittelbarer Nähe der Anspielstationen gab. Bei einem Kampf mit einem Skelett müssen wir unseren Schild rechtzeitig nach vorne schnellen lassen, wenn uns der untote Krieger mit seiner Waffe angreift und ihm danach ein paar Schwerthiebe verpassen. Das funktionierte in unserem Praxistest deutlich besser, verwundert aber doch sehr, da der Nunchuck eigentlich nicht so sensitiv reagieren sollte. Zu guter letzt konnten wir auch eine der Flugmissionen im Spiel ausprobieren, bei der wir einen bestimmten Mitflieger durch Schütteln und Bewegen der Hauptsteuerungseinheit erreichen sollen. Erhöhen wir unser Tempo zu oft, verlieren wir an Geschwindigkeit, wie wir es beispielsweise schon bei der Möhrenanzeige von Epona in den Nintendo-64-Spielen erleben durften. Optisch macht das Bild einen malerischen Eindruck, für unseren Geschmack werden somit aber viel zu viele Details außen vorgelassen. Wie das alles in den fertigen Spielabschnitten aussehen wird, steht noch in den Sternen. Derzeit bleiben wir also skeptisch, lassen uns im November aber gerne von einem neuen Meilenstein der Serie überraschen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Wii-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Es hat mich irgendwie schon sehr verwundert, dass sich die Steuerung im Gegensatz zum Vorjahr verschlechtert hat und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, woran das liegen könnte. Im letzten Jahr hat jeder Schlag mit dem Schwert, jede kleinste Bewegung, so funktioniert, wie sie von den Entwicklern gedacht ist. In diesem Jahr hat sich die Steuerung gegen mich gestellt, wie bereits bei Shigeru Miyamoto auf der E3-Präsentation 2010. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Handys und Smartphones rundherum das Signal gestört haben können. Zumindest möchte ich es nicht ausschließen, denn wenn das Spiel tatsächlich so programmiert in die Läden kommen soll, gesellt sich der Titel in meiner The-Legend-of-Zelda-Hit-Liste auf den letzten Platz, vor Phantom Hourglass – und das soll bei mir schon etwas heißen. Vielleicht lag es auch einfach nur an der Position der Sensorbar, die bei Nintendo anders angebracht ist, als ich bei mir Zuhause. Ich bin mir aber relativ sicher, dass sich das Problem mit der Steuerung früher oder später aufklären wird. Die Story von Skyward Sword möchte ich nämlich nur ungern verpassen, da mich diese Fakten ganz besonders interessieren. Immerhin spendiert uns Nintendo in diesem Monat noch das kostenlose Four Swords im eShop des Nintendo 3DS und natürlich auch jedem DSi-Besitzer. Damit lässt sich die Zeit sicherlich wunderbar bis November überbrücken.

Preview: Kirby’s Adventure Wii

Während Kirby in den letzten Jahren eher als Randerscheinung bei Nintendo auftrat, ändert sich das in diesem Jahr anscheinend schlagartig. So erschien zu Beginn des Jahres bereits das Spiel Kirby und das magische Garn und bald erwartet uns neben dem DS-Titel Kirby’s Mass Attack auch noch ein weiteres Wii-Spiel, das schon viel zulange auf den Release warten.

Langjährige Fans freuen sich sicherlich darüber, dass Kirby wieder seine bekannte Form angenommen hat, nachdem er in Kirby und das magische Garn in ein paar stumpfe Fäden verwandelt wurde und somit keine Gegner mehr einsaugen konnte. Das heißt auch, dass das altbekannte Gameplay wieder mit von der Partie ist. Mit Kirby können wir also ab sofort Jagd auf die putzigen Gegner des Dreamlands machen, sie einsaugen und runterschlucken, um so ihre Spezialfähigkeiten kopieren. Da erhält Kirby also auf einmal einen magischen Zauberstab oder ein kleines Schwert, um gegen die weiteren Gegner vorzugehen, bis er zu viel Schaden genommen hat und die Technik daraufhin wieder verliert und sich eine neue suchen kann. Das ist aber noch nicht alles, was Kirby’s Adventure Wii zu bieten hat.

Einer für alle, alle für einen

In Kirby’s Adventure Wii ist es unsere Aufgabe, ein abgestürztes Raumschiff wieder ins All zu feuern. Dass diese Aufgabe für den kleinen Kirby zu viel ist, erfahren wir schon im ersten Level unserer Anspielversion. Auf Knopfdruck können sich nämlich bis zu drei Freunde mit in das Spiel einklinken – zu jederzeit! Sie übernehmen dann die Rollen von König Dedede, Meta Knight oder Waddle Dee und arbeiten fortan gemeinsam am Level-Fortschritt, wobei die Kontrolle über das Geschehen überwiegend bei Kirby bleibt. So entscheidet der erste Spieler, ob die Gruppe durch eine Tür geht oder nicht, wo unter Umständen spezielle Items auf die Truppe warten. Das ist bisweilen schade, denn ein ähnliches System gab es schon bei New Super Mario Bros. und dieses wurde mit dem Zeitfaktor überwiegend gerecht für alle ganz gut gelöst. Nintendo versprach uns, dass auch unsere drei Mitspieler im Endprodukt den Edelknödel als Spielcharakter auswählen können, allerdings in anderen Farben. Das hat uns positiv gestimmt.

Super Kirby

Eine weitere Neuerung in Kirby’s Adventure Wii sind die Superfähigkeiten des runden Etwas. Saugt Kirby laut Presseinformationen drei Gegner gleichzeitig, oder wie auf der Gamescom ein bestimmtes Objekt ein, erhält er für kurze Zeit eine mächtige Spezialfähigkeit. In unserem Falle wäre dies ein mächtiges Schwert gewesen, mit dem Kirby sogar Teile der dynamischen Umgebung inklusive Gegner wegputzen konnte. In dieser Zeit verlieren alle Spieler kurz die Kontroller über ihre Spielfiguren, damit der Kirby-Spieler eine kurze Sequenz einleitet. Auch wenn Kirby und das magische Garn bei weitem kein schlechtes Spiel war, fehlten uns an der einen oder anderen Stelle die typischen Kirby-Elemente. Man merkt dem Spiel an, dass es vermutlich der Kirby-Titel ist, der einst für den Gamecube angekündigt wurde, um schließlich wieder gecancelt zu werden, nur um ihn auf der Wii vor einigen Jahren neu anzukündigen und ihn jetzt vermutlich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir verstehen Nintendos Schachzug zwar nicht ganz, doch freuen wir uns sehr darüber, dass wir bereits im Dezember wieder mal das Dreamland unsicher machen dürfen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Wii-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Es hat mich mehr als nur gefreut, dass ich auch das neue Kirby-Spiel ausprobieren konnte. Seit langer Zeit bin ich ein großer Fan des Edelknödels, auch wenn seine Abenteuer meistens sehr leicht ausfallen und ich ein Spieler bin, der durchaus von einem Videospiel gefordert werden möchte. Dafür bietet Kirby’s Adventure Wii viele verrückte Ideen, etwa die übertriebenen Superfähigkeiten, die der rosarote Held einsetzen kann. Am meisten freue ich mich derzeit aber über den Mehrspielermodus für bis zu vier Teilnehmer, auch wenn in der vorliegenden Fassung nur Kirby die wahre Kontrolle über das Geschehen hatte. Wenn in der finalen Ausgabe auch jeder andere Spieler einen andersfarbigen Kirby kontrollieren kann und die anderen Charaktere wie König Dedede oder Meta Knight noch zusätzliche Fähigkeiten spendiert bekommen, wird aus Kirby’s Adventure Wii ein richtiger Mehrspieler-Hit. Da ich vor wenigen Tagen mein erstes eShop-Guthaben für den Nintendo 3DS erhalten habe, bekomme ich jetzt richtig Lust Kirby’s Dreamland herunterzuladen. Freut euch also schon einmal auf ein Retro-Review auf Gameplay Gamers, das euch die Wartezeit bis Dezember zumindest ein paar Minuten verkürzen wird – und wenn euch das nicht reicht, empfehle ich euch den Kirby-TV-Kanal auf der Wii, wo bis November wöchentlich zwei neue Episoden ausgestrahlt werden. Die Serie gefällt mir besser als erwartet, ehrlich!

Preview: The Last Story

Erst vor kurzem hat Nintendo enthüllt, dass das von vielen lang erwartete Rollenspiel aus dem Hause Mistwalker auch in Europa erscheinen wird. Wir waren daher überrascht, den Titel auf der Gamescom hinter verschlossenen Türen anspielen zu können.

The Last Story erzählt die Geschichte einer kleinen Gruppe von Kriegern, auf die wir mangels fehlender Japanisch-Kenntnisse natürlich nicht weiter eingehen können. In unserem Preview möchten wir nachfolgend verstärkt auf das Kampfsystem und Gameplay-Elemente eingehen. Wie aktuell im Monolith-Soft-Rollenspiel greifen unsere Recken automatisch mit Standard-Angriffen an, wenn wir sie auf das Ziel hinbewegen. Erst wenn wir unsere Widersacher mit Spezialangriffen vermöbeln wollen, müssen wir selbst tätig werden und die Fähigkeit mitten im Kampf auswählen. Ähnliches gilt auch für Heil-Aktionen und Angriffe mit Fernwaffen aus der Distanz. Bei letzteren wählen wir den Feind aus der Ferne aus und schießen dann mit der Armbrust oder ähnlichen Geschosswaffen auf die Feinde – inklusive unlimitierter Munition, wie uns ein Mitarbeiter von Nintendo bei der Präsentation erzählte.

Taktisches Vorgehen

Wie aus Online-Rollenspielen (Der Herr der Ringe Online und Co. lassen grüßen) bekannt, gibt es in The Last Story ebenfalls Spezialtechniken, um aggressive Gegner auf uns zu locken, um diese wiederum von unseren Team-Kameraden abzulenken. Währenddessen geben wir unseren Gefährten die Option, ihre Wunden heilen zu lassen. The Last Story bedient sich an vielerlei Elementen anderer Spiele, auch das Shooter-Genre wurde von Eingriffen nicht verschont. So können wir hinter Mauern oder Felsen Schutz suchen oder sie gar mit einem Doppeldruck auf die A-Taste der Wii Remote überspringen und uns einen Vorteil im Kampf sichern. Zerstörbare Objekte, wie etwa eine Steinbrücke lassen sich ebenfalls angreifen, sofern es das Spiel optional ermöglicht. Ist die Brücke erst einmal beschossen worden, fällt sie zusammen und begräbt im besten Falle gleich ein paar überschüssige Gegner unter sich. Getötete Feinde hinterlassen rollenspieltypisch selbstverständlich wieder Erfahrungspunkte, um unsere Charakterwerte zu verbessern.

Schon jetzt ein Meisterwerk

Im Verlauf der Geschichte trennt sich die Gruppe mehrmals, wie wir es zu letzt auch schon in Final Fantasy XIII gesehen haben, um die Handlung facettenreich voranzutreiben. Da das Spiel auch über einen Online-Modus verfügen wird (eine Wii-Speak-Unterstützung konnte man uns vor Ort leider nicht bestätigen), dürfen sich Fans allem Anschein nach auf ein mehr als nur abwechslungsreiches Langzeit-Rollenspiel freuen. Optisch gehört das Spiel zu den schöneren Wii-Spielen, auch wenn hier und da ein paar Verunreinigungen in den Texturen zu sehen sind. Fans der ersten Final-Fantasy-Spiele oder des von vielen hochgelobte Lost Odyssey werden sicherlich ihre Freude mit dem Spiel haben, da sich Final-Fantasy-Komponist Nobuo Uematsu für den Soundtrack von The Last Story verantwortlich zeigt – genial! Jetzt bleibt uns nur zu hoffen, dass The Last Story nicht die titelgebende letzte Geschichte bleibt, die Hironobu Sakaguchi in einem Spiel erzählen wird, denn bisher macht der Titel einen durchweg positiven Eindruck und es wäre doch wirklich schade, wenn sich der Schöpfer von Final Fantasy früher als uns lieb ist, sein Amt niederlegen würde. Aber vielleicht wird bis 2012 auch schon ein Nachfolger angekündigt, denn erst dann wird The Last Story auch bei uns in den Läden stehen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Wii-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Ich habe mich sehr gefreut, als Nintendo das Spiel für Europa offiziell angekündigt hat und einen Tag später konnte ich es auf der Gamescom bereits anspielen. Aus diesem Grund war The Last Story auch mein absolutes Highlight auf der Messe, abseits der üblichen Kandidaten wie Mario, Kirby und Co. Das Kampfsystem spielt sich schön flott, überzeugend mit tollen Ideen, die ich zwar bereits aus anderen Genres kenne, aber anscheinend auch wunderbar in ein Rollenspiel passen. Da der Titel über einen Online-Modus verfügen soll, kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen. Na gut, da ich von der Story aufgrund fehlender Japanisch-Kenntnisse nichts verstanden habe, könnte sich diese natürlich als Totalausfall entpuppen. Aber das glaube ich nicht – Hironobu Sakaguchi hat schon so viele gute Rollenspiele, wie ein Großteil der Final-Fantasy-Reihe und auch das wunderbare Lost Odyssey auf der Xbox 360 entwickelt und ich denke nicht, dass The Last Story in eine andere Schublade passen wird. Das Jahr 2012 wird großartig und dann brauche ich sehr viel Freizeit, um The Last Story uneingeschränkt genießen zu können.

Preview: Luigi’s Mansion 2

Als einer der Starttitel des Gamecubes hat Luigi’s Mansion die Spielerschaft in zwei Lager gespalten. Während die eine Hälfte das neuartige Gameplay interessant fand, da ein vergleichbares Ghostbusters-Spiel bis Dato auf einer modernen Konsole fehlte, vermissten die übrigen Spieler einen wirklichen Super-Mario-Titel im Launch-Zeitraum.

Sie mussten sich viele Monate gedulden, bis mit Super Mario Sunshine endlich ihr Wunschtitel erschien. Dieses Problem haben wir beim Nintendo 3DS nicht mehr. Zwar erschien auch hier bisher kein Titel mit dem dicklichen Klempner in der Hauptrolle, doch gibt Luigi seinem Bruder Mario dieses Mal wieder den Vortritt, denn der Ausflug in die Geistervilla wird nicht vor 2012 beginnen – das ist auch gut so, denn bisher hat uns Luigi’s Mansion 2 noch nicht aus den Socken gehauen. Das liegt vor allem an der technischen Unausgereiftheit des Titels. Einige Objekte sehen derzeit noch deutlich zu kantig aus und ein ständiges Gefühl des leichten Ruckelns trübt den gruseligen Ausflug ins Herrenhaus, der mit seiner Atmosphäre aber durchaus punkten kann. Die für das Spiel wirklich essentiellen Lichteffekte und die unterschiedlichen Geister machen in unserer Anspielversion bereits jetzt eine gute Figur.

Mehr als nur ein Haus

Am Gameplay selbst hat sich unserer Ansicht nach noch nichts getan. Mit Luigi durchstreifen wir auch dieses Mal wieder eine oder sogar mehrere Villen, die sich archetektonisch mehr oder weniger stark unterscheiden können (beispielsweise macht eine Villa auf uns den Eindruck, sie sei einer ägyptischen Grabkammer nachempfunden, vielleicht durchsuchen wir hier sogar eine ganze Pyramide). Im Spukhaus angekommen müssen wir die Geister zunächst einmal mit der Taschenlampe aufspüren, sie blenden und anschließend mit dem aus dem Vorgänger bekannten Staubsauger einfangen. Nebenbei sammeln wir wieder massenweise Edelsteine, Goldmünzen und Geldscheine, die vermutlich nur für das Endergebnis vonnöten sein werden. Uns würde es freuen, wenn das von uns gefundene Geld auch für zusätzliche Gespensterjagd-Ausrüstung, wie etwa neue Fang- oder Aufspürgeräte ausgegeben werden kann. Das würde die Erkundungstouren in den mysteriösen Häusern deutlich interessanter und abwechslungsreicher gestalten.

Mario, wo bist du?

Nintendo hat sich bisher zudem auch noch nicht zur Handlung geäußert. Im ersten Teil hatte der leicht zu erschreckende Luigi noch einen Anreiz, auf Geisterjagd zu gehen, da sein Bruder Mario verschollen ging. Im Vorgänger durften wir sogar nach Luigis Bruder auf Knopfdruck rufen. Luigis Schrei veränderte sich sogar, je nachdem wie viel Lebensenergie ihm zur Verfügung stand. Dieses mehr oder weniger lustige Feature fehlt im Spiel bisher ganz. Luigi’s Mansion könnte ein großartiges Nintendo-3DS-Spiel werden, doch bisher wirkt das Gesehene noch nicht so ganz rund. Die Technik wirkt wie bereits erwähnt unausgereift und ein zweiter Stick beziehungsweise ein zweites Schiebepad fehlt auf der Oberfläche des Nintendo 3DS ebenfalls. Dieser wäre erforderlich, um den Strahl von Taschenlampe oder Staubsauger ordentlich auszurichten. Bevor Next Level Games die Arbeiten an diesem Spiel abschließt, sollte noch einiges an Zeit vergehen, sonst könnte man hier einen vielversprechenden Titel ordentlich in den Sand setzen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Nintendo-3DS-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Luigi’s Mansion war 2002 einer meiner Lieblingstitel auf dem Gamecube gewesen, weshalb ich nicht so wirklich nachvollziehen kann, warum sich viele so sehr über das Spiel aufgeregt haben. Luigis Abenteuer war damals ein durch und durch gelungenes Action-Adventure gewesen, welches ich fast zwei Mal durchgespielt habe. Den Endboss beim zweiten Durchlauf in der gespiegelten Villa habe ich bis heute nicht besiegt, daran kann ich mich sogar auch heute noch erinnern. Vielleicht nehme ich den ersten Teil noch einmal aus dem Regal, um in Erinnerungen zu schwelgen. Dann sehe ich auch nochmals, wie ein rundes Spiel aussieht und Luigi’s Mansion 2 derzeit noch nicht ist. Die Ruckelpartien stören mich persönlich am meisten. Zugegeben, sie fallen durchaus geringfügig aus, sind aber spürbar anwesend. Wenn Next Level Games zumindest noch dieses Problem und das Fehlen eines zweiten Schiebepads auf dem Nintendo 3DS durch Einbeziehen des Touchscreens in den Griff bekommen sollte, werde ich zumindest einen Heidenspaß mit Luigi’s Mansion 2 haben.

Preview: Kid Icarus: Uprising

Seit mehr als zwanzig Jahren warten Fans des Engels Pit auf eine direkte Fortsetzung der Kid-Icarus-Serie. Als 2008 Super Smash Bros. Brawl erschien und Pit als spielbaren Charakter präsentiert wurde, verdichteten sich die Gerüchte nach einem neuen Spiel der Kid-Icarus-Reihe abermals. 2010 war es dann endlich soweit: Nintendo präsentierte Kid Icarus: Uprising als erstes bekanntes Nintendo-3DS-Spiel auf der E3.

Obwohl das Spiel zunächst noch für das Jahr 2011 angekündigt war, verschiebt es sich nun doch für das nächste Jahr. Das ist sehr schade, da dieser Titel besonders in der Anfangsphase des Nintendo 3DS sicherlich für Aufregung unter Videospielern gesorgt hätte und der Start des Handhelds vielleicht etwas glimpflicher verlaufen wäre. Trotzdem haben wir uns gefreut, dass Nintendo das Spiel zumindest noch auf der diesjährigen Gamescom vorgestellt hat. Über die Handlung ist bisher nichts bekannt, ein Streit zwischen Palutena, der Götten des Lichts und Medusa, der Göttin der Finsternis halten wir allerdings für sehr wahrscheinlich. Hier bemerken wir, dass auch der dritte Teil der Reihe wieder in einer griechisch angehauchten Welt spielt, die mit vielerlei mythologischen Hintergründen aufgebaut ist. Unter anderem kämpfen wir im neuesten Teil der Reihe auch gegen den Höllenhund Cerberus.

Bis zur Unendlichkeit…

Hier unterscheidet sich Kid Icarus: Uprising bereits stark von seinen beiden Vorgängern. Anstatt das Geschehen zweidimensional aus der Seitenperspektive zu zeigen, nutzt der Titel dieses Mal die Verfolgerperspektive. Die Kamera befindet sich also die gesamte Zeit hinter unserem Helden, der mit vielerlei Waffen Jagd auf die Gegner macht. In der Anspielversion standen uns drei verschiedene Levels zur Auswahl, die wir ausgiebig anspielen konnten. Ein Level ist in Kid Icarus: Uprising wie folgt aufgebaut: Erst flattern wir in bester Rail-Shooter-Manier mit Pit durch luftige Höhen und können mittels Schiebepad Geschossen und Gegnern ausweichen. Dabei bewegen wir den Stylus auf dem Touchscreen um das Fadenkreuz seiner jeweiligen Waffe auf unser Ziel zu lenken und abzuschießen. Wir müssen allerdings schnell sein, denn die Gegner verschwinden nicht so schnell wieder von alleine und während unseres Fluges und auch beim späteren Bodenaufenthalt läuft die Zeit kontinuierlich weiter. Sobald der Zähler auf Null gefallen ist, gilt der jeweilige Level als verloren.

…und noch viel weiter!

Der eben erwähnte Ausflug am Boden schließt nahtlos an die Fliegerei an. Hier dürfen wir Pit auch selbst kontrollieren, wie wir feststellen dürfen. Je nachdem welche Waffe wir uns vor dem Level ausgesucht haben, unterscheidet sich die Spielweise in den Bodenaufgaben sehr. Mit einem brachialen Schwert richten wir mehr Schaden an, müssen uns aber zu jedem Gegner hinbewegen. Ein Bogen erspart uns Laufwege und gibt uns zudem zwar Schutz in der Distanz, ist allerdings bei weitem nicht so effektiv. Die Vor- und Nachteile sollte man sich also gut überlegen, bevor man sich ins Getümmel stürzt. In der Anspielversion verfügten wir übrigens über unendliche Versuche, ob der Tod irgendwelche spielinternen Auswirkungen, etwa auf Statistiken hat, ist uns noch nicht ganz klar. Vom Soundtrack konnten wir bisher nur wenig hören, doch das wenige, was wir auf der Messe vernehmen konnten, war bereits angenehm zum hektischen Spielverlauf ausgesucht. Optisch gehört Kid Icarus: Uprising zu den schöneren Nintendo-3DS-Spielen. Besonders die Effekte sind eine wahre Augenweide, wenn man sie mit der autostereoskopischen 3D-Unterstützung des Handhelds anschaut. Schade nur, dass der Titel erst im nächsten Jahr erscheint. Hartgesottene Spieler dürfen sich dafür aber auf einen Titel freuen, der nicht zuletzt mit einem hohen Schwierigkeitsgrad geizt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Nintendo-3DS-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Auf dem Nintendo 3DS habe ich zwar schon ein paar schöne Spiele gespielt, doch Kid Icarus: Uprising ist das bis Dato hübscheste Game, welches ich persönlich spielen konnte. Die unterschiedlichen Waffen versprechen mir zudem einen hohen Grad an Abwechslung und dank des relativ hoch angesetzten Schwierigkeitsgrad, wofür vor allem das Zeitlimit verantwortlich ist, werde ich mit Kid Icarus: Uprising meine wahre Freude haben und immer wieder mein bestes geben wollen. Schade ist, dass der Mehrspielermodus auf der Gamescom nicht anspielbar war. Dort soll es ja bekanntermaßen unterschiedliche Charaktere geben, die mich ebenfalls sehr interessiert hätten. In der Zwischenzeit werde ich mir das erste Kid Icarus nochmals auf der Virtual Console der Wii anschauen und in Erinnerungen schwelgen. Mit etwas Glück erscheint dann auch noch der zweite Teil auf der virtuellen Download-Plattform des Nintendo 3DS, den habe ich nämlich auch noch nicht gespielt.

Preview: Mario Kart 7

Der Titel des neuen Mario-Kart-Spiels ist anscheinend final, nachdem der Titel zuvor nur als Mario Kart in der Mache war. Da keiner der Vorgänger eine Ziffer im Namen hatte, ist es nur umso mehr verwunderlich, dass Nintendo sich diesen Namen ausgedacht hat.

Doch egal, wie der Name des neuen Mario-Kart-Titels auch lauten mag, wir hatten auf der Gamescom 2011 die Möglichkeit, das Spiel bei Nintendo anzuspielen. Nachdem Mario und seine Freunde zu Beginn des Jahres bereits in der Square-Enix-Produktion Mario Sports Mix die Pfunde fallen haben lassen, gehen sie es im nächsten Sportspiel kräftesparender, aber nicht weniger schnell an. Wer den E3-Trailer vor einigen Wochen gesehen oder das Spiel ebenfalls auf der diesjährigen Gamescom anspielen konnte, wird vermutlich schon die Neuerungen des Spiels erkannt haben. Anstatt einfach nur unsere Runden auf der Strecke zu drehen, verschlägt es uns in Mario Kart 7 auch in luftige Höhen und ins feuchte Nass. Das klingt in erster Linie wie ein Diddy-Kong-Racing-Abklatsch, doch Mario Kart 7 funktioniert grundlegend anders.

In der Luft und unter Wasser

Während wir im damaligen Rare-Spiel vor der Strecke auswählen konnten, ob wir mit einem Flugzeug oder einem Hovercraft ins Getümmel stürzen, wählen wir hier nur die Bauteile des Karts vor dem Rennen aus. In unserer Anspielversion waren die Optionen zwar bereits in das System integriert, doch auswählen konnten wir schlichtweg nichts. In der finalen Fassung ist es somit vermutlich möglich, verschieden große Gleitschirme und Propellerantriebe an die unterschiedlichen Karts montieren zu lassen. Wenn wir mit hoher Geschwindigkeit von einer hohen Klippe springen, fährt der Gleitschirm automatisch aus, damit wir nicht erst auf den Boden knallen und somit an wertvollem Tempo verlieren. Benutzen wir währenddessen auch noch Items, wie beispielsweise einen Superpilz, können wir kurzzeitig an Auftrieb gewinnen und länger durch die Lüfte gleiten und somit unter Umständen weitere Hürden umfahren oder eher gesagt umfliegen. Führt uns die Strecke ins Meer, muss der automatisch anspringende Propellerantrieb seinen Dienst verrichten. Auch wenn wir hier keine Auswahlmöglichkeiten hatten, gehen wir ähnlich wie bei den Gleitschirmen davon aus, dass jeder Antrieb mit unterschiedlichen Spezifikationen daherkommt.

Online-Modus: Bestätigt!

Die bereits erwähnten Items dürfen in Mario Kart 7 ebenfalls nicht fehlen. Superpilze erhöhen kurzzeitig die Geschwindigkeit, Supersterne machen uns temporär unverwundbar und mit den allseits beliebten Koopa-Panzern schütteln wir unsere Verfolger ab oder katapultieren den vor uns fahrenden Spieler von der Strecke. Nintendo versprach uns, dass der Titel ebenfalls einen Online-Modus für bis zu acht Spieler beinhalten wird. Da Nintendo dem Thema der leidigen Freundescodes (fast) abgeschworen hat, ist dies ein klarer Pluspunkt für das Spiel. Niemand hat ja wohl dazu Lust, dutzende Freunde erneut für ein einziges Spiel hinzuzufügen, wie es noch bei Mario Kart Wii der Fall war. Bisher können wir Mario Kart 7 mit keinen negativen Punkten belastet, einzig allein hätte Nintendo etwas offener auf der Messe sein können. Über die verschiedenen Features können wir somit nur Vermutungen anstellen. Wenn Nintendo es aber wieder schafft, die Strecken unterschiedlich wie eh und je zu gestalten und den Fokus wieder auf das spielerische Können zu legen, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Die Rennfahrer unter euch sollten sich den Dezember rot im Kalender anstreichen, denn dann soll Mario Kart 7 hierzulande erscheinen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Nintendo-3DS-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Endlich kommt der potentielle Online-Mehrspieler-Hit auch auf Nintendos 3DS. Obwohl ich mit Street Fighter IV: 3D-Edition eine Menge Spaß hatte, verlor das Spiel doch ziemlich schnell an Reiz. Zu wenige meiner Freunde interessieren sich leider für gut durchdachte Beat’ em Ups. Denke ich an den April 2008 zurück, kommen wir die schönsten Erinnerungen meiner bisherigen Online-Erfahrungen wieder hoch. Mit der damaligen Community des Spielecasts zu spielen, hat unglaublich viel Spaß gemacht und bei Mario Kart 7 sehe ich ähnliche Ereignisse auf mich zu kommen, die mir wohl lange in Erinnerung bleiben werden. Jedenfalls bin ich von Mario Kart 7 überzeugt, auch wenn Nintendo bisher so gut wie keine Informationen zu den neuen Features hat verlauten lassen. Diese werden sicherlich sehr gut in das Spiel integriert werden, doch ich hätte gerne mehr Möglichkeiten gehabt, mein Kart in der Anspielversion auszustatten beziehungsweise in unterschiedlichen Bauarten ausprobieren zu können. Außerdem würde ich gerne wissen, wofür ich die Münzen, die wie in Super Mario Kart quer über die Strecken verteilt sind, benötige. Einen Geschwindigkeitsbonus wie im Super-Nintendo-Klassiker habe ich bisher nicht verspürt. Ich bin extrem gespannt, was mich im Dezember erwarten und womit mich Nintendo vielleicht noch überraschen wird.

Preview: Super Mario 3D Land

Nachdem das letzte Jump ’n’ Run mit Klempner Mario bereits mehr als ein Jahr zurückliegt, erscheint in diesem Jahr endlich ein neuer Titel, welcher ebenfalls das erste Super-Mario-Spiel auf Nintendos neuestem Handheld sein wird.

Über die Handlung des Spiels ist bisher noch nichts bekannt. Wir gehen aber wieder davon aus, dass ein gewisser Bowser Prinzessin Peach entführt hat und wir ihr zur Hilfe eilen dürfen. In unserer Anspielversion auf der Gamescom durften wir vier Levels anspielen, die sich alle ein klein wenig voneinander unterscheiden. Die spielbaren Levels erinnern uns zum einen an die großen Spielwelten von Super Mario 64, zum anderen aber auch an Super Mario Bros. 3. Neben den wieder eingeführten Notenblöcken, die uns bei mehreren Hüpfern hoch in die Luft katapultieren, feiert auch der Waschbäranzug sein Comeback in Super Mario 3D Land. Hier hat Nintendo aber anscheinend vergessen, dass dieser ursprünglich ein für sich genommenes Item war und nicht durch das obligatorische Blatt hervorgerufen wurden konnte, wie es in diesem Ableger der Fall ist. Fliegen können wir mit dem Item übrigens auch nicht mehr, es vermindert bei Benutzung lediglich die Fallgeschwindigkeit.

Auf den Gegner, fertig, los!

Mit dem putzigen Waschbäranzug können wir Gegner aber auch attackieren, in dem wir uns auf Knopfdruck drehen und sie mit dem Waschbärschwanz erwischen. Schnapp-Piranha-Pflanzen sind vor diesem Angriff allerdings gefeit, hier ist ein beherzter Sprung auf ihr Haupt angebracht. Es lassen sich aber natürlich auch Feuerblumen in den schön designten Levels finden, denn auch mit Feuerbällen können wir den Gegnern ordentlich einheizen. Mit unseren Fäusten können wir in Super Mario 3D Land allerdings nichts anfangen, die Schlag-Funktion die wir noch aus Super Mario 64 oder in ähnlicher Form als Dreh-Attacke aus Super Mario Galaxy her kennen, gibt es nämlich nicht mehr. Wir begrüßen diesen Schritt, da das in den letzen Jahren so zu einfach gestrickte Gameplay wieder etwas anspruchsvoller wird. Neben Gumbas und den bereits erwähnten Schnapp-Piranha-Pflanzen, konnten wir in unserer Anspielversion auch den einen oder anderen Kugelwilli mit einem gezielten Sprung aus dem Verkehr ziehen. Das Gameplay erinnert ebenfalls an die alten Teile der Serie. So dürfen wir einen Abgrund überqueren, bei dem sich die Plattformen nach und nach auflösen, mit einem Super-Stern die Gegner außer Gefecht setzen oder wie in alter Super-Mario-Bros-Tradition das Level mit dem Sprung an die Fahne vor Ablauf der Zeit beenden.

Familientreffen

In Super Mario 3D Land werden wir allem Anschein nach auch wieder auf die ganze Koopa-Familie treffen. Morton Koopa Jr., Bowsers fünften Sohn, durften wir in einem Kampf bereits besiegen. Besonders schwierig war das nicht, doch auch hier gilt Vorsicht: Erleiden wir in Marios neuem Abenteuer zwei Treffer hintereinander, ohne ein neues Item aufzunehmen, gilt das Level als verloren und wir müssen von vorne beziehungsweise beim letzten Checkpoint neustarten. Ein Glück, dass wir ein weiteres Item speichern können und über den Touchscreen auswählen können (Marios aktuelle Form wird in diesem Falle verworfen, bis wir das Item erneut finden). Akustisch hat uns das Spiel bereits überzeugt: Klänge, Töne und Musikstücke erinnern uns an die früheren Abenteuer des Klempners mit dem Schnauzbart. Optisch können wir derzeit ebenfalls nichts Negatives über Marios neuestes Abenteuer verlauten lassen. Die kunterbunten Umgebungen strahlen satte Farben aus und der 3D-Effekt ist gut in das Geschehen mit eingebunden. Einzig allein die Kameraperspektive sollte der japanische Konzern bis zum Release nochmals überarbeiten. Eine Silhouette von Mario, wie bereits in Super Mario Sunshine, hinter großen Objekten anzeigen zu lassen, ist zwar nett und durchaus sinnvoll, aber maximal drei Kamera-Einstellungen anzubieten, ist einfach zu wenig. Nintendo möchte somit zwar gewährleisten, dass Geheimnisse nicht so leicht aufgedeckt werden können, doch in manchen Situationen ist die Kamerafahrt nur suboptimal gelöst. Ansonsten freuen wir uns schon auf November, denn da soll Super Mario 3D Land in Deutschland erscheinen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Nintendo-3DS-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Super Mario 3D Land ist neben Kid Icarus: Uprising mein Highlight auf der Gamescom gewesen, was Titel aus dem Hause Nintendo betrifft. Die unterschiedlichen Levels wirken wie aus einem Guss und werden mit den typischen Super-Mario-Melodien passend unterlegt. Es ist einzig allein schade, dass wir nicht gerade abwechslungsreiche Levels des Spiels anspielen durften. Sicherlich werden wir wieder mit den bekannten Themenwelten und deren Gefahren, Tücken und Geheimnisse konfrontiert werden, aber ein größerer Einblick in das Gesamtkonzept hätte mir persönlich besser gefallen. Nichtsdestotrotz hat das gezeigte und gespielte Material einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ein Wiedersehen mit den Koopalingen und bekannten Items, wie etwa dem Waschbärkostüm, welches viel zu lange in Marios Kleiderschrank verharren durfte, hat es mir echt angetan. Der November darf gerne so bald als möglich kommen, ich brauche neues Futter für meinen Nintendo 3DS.

Preview: Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden

Nachdem Electronic Arts die Der-Herr-der-Ringe-Filmlizenz mit dem vor mehr als zwei Jahren erschienenen Der Herr der Ringe: Die Eroberung gehörig in den Sand gesetzt und daraufhin glücklicherweise verloren hat, wird seitdem bei Warner Bros. Interactive an einem Mittelerde-Spiel gewerkelt. Wir hatten die Gelegenheit, es auf der Gamescom anzuspielen.

In unserer Anspielversion hatten wir drei verschiedene Charaktere zur Auswahl, etwa einen agilen Dúnedain-Waldläufer oder eine begabte elbische Zauberin. Ein stämmiger Zwerg war der letzte im Bunde, der das Klischee der Drei-Klassengesellschaft komplettiert. Zusammen mit zwei weiteren Redakteuren von anderen Magazinen, durften wir gar zu dritt die gesamte Vorführversion durchspielen. In einer Bergfestung im Norden von Mittelerde erwarten die dort ansässigen Zwerge einen Angriff von Orks und Trollen. Wir haben selbstverständlich keine andere Wahl und helfen den bärtigen Gesellen. Unsere Aufgabe ist es nun, den Ansturm aufzuhalten und die Orks allesamt zu besiegen. Schaffen es die Trolle bis zum großen Tor und reißen dieses mit ihren gigantischen Keulen ein, verlieren wir und müssen von vorn beginnen.

Hoch lebe das Action-Rollenspiel!

Dazu wird es allerdings nicht kommen, da wir schon vor vielen Jahren Erfahrungen mit den Electronic-Arts-Spielen Die Zwei Türme und Die Rückkehr des Königs gesammelt haben. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die Entwickler der Snowblind Studios (die sich unterem für Baldurs Gate: Dark Alliance und Champions of Norrath verantwortlich zeigen) an die einst ruhmreichen Hack-and-Slay-Tage anknüpfen wollen. Dieses Mal spielt sich der Titel allerdings verstärkt wie ein Action-Rollenspiel. Erledigte Gegner hinterlassen uns eine bestimmte Menge an Erfahrungspunkten, mit denen wir im laufenden Spiel neue Fähigkeiten kaufen und sofort anwenden können. In den herumstehenden Schatztruhen finden wir neue Gegenstände, mit denen wir unseren Charakter aufrüsten können. Neue Rüstungen oder Waffen stehen somit in jedem Level an der Tagesordnung und das ist auch bitter nötig: Die Trolle besiegen sich schließlich nicht von alleine.

Leben und Tod

Wir schlüpfen in die Rolle der Zauberin. Nachdem die ersten Orks angegriffen haben und aus der Welt geschafft wurden, bedienen wir schließlich eine von zwei großen Ballisten, mit denen wir Geschosse auf den nächsten Gegneransturm feuern. Schon bald werden wir überrannt, die Ballisten zerstört. Das untere Tor bricht auseinander, die Trolle treffen ein. In einem gefährlichen Kampf im unteren Burghof erledigen die Trolle erst uns, dann den Zwerg. Ein spezielles Feature von Der Krieg im Norden ist, dass unsere Verbündeten uns von unseren Todesqualen befreien können. Dazu muss sich der jeweilige Spieler zum getöteten Charakter hinbewegen und den A-Knopf (in der Xbox-360-Fassung) kurzzeitig gedrückt halten. Wenige Sekunden später sind wir wieder auf den Beinen, doch die Trolle haben sich bereits dem Tor genähert, welches es zu schützen gilt. Schnell eilen wir die Stufen hinauf, erledigen nebenbei ein paar Orks und erreichen schließlich das Tor, wo die Trolle bereits auf uns zu warten.

Mittelerde aus Buch und Film

Um gegen größere Gegner zu bestehen, sollen wir die erlernten Spezialfähigkeiten einsetzen, erzählt uns der Entwickler. Unsere Elbin verlangsamt in einem gewissen Radius die Zeit und verschießt gefährliche Blitze, um die harten Brocken zum Fall zu bringen. In letzter Sekunde gelingt es uns noch, die Trolle auszuschalten, die Bergfestung zu beschützen und die Aufgabe erfolgreich abzuschließen. Hier endet unser Ausflug nach Mittelerde leider bereits nach gut zwanzig Minuten, doch das Gezeigte macht Lust auf mehr. Dass Warner Bros. Interactive über Buch- und Filmlizenz verfügt, merkt man dem Spiel deutlich an. Die Spielwelt erinnert uns dabei sehr an Schauplätze aus Peter Jacksons Filmen, doch die Handlung ist außerhalb der Filme angesiedelt und erzählt eine Geschichte von Orten, die in den Büchern zwar erwähnt werden, aber nicht von Tolkien ausgeschmückt worden. Eine gute Idee, um frischen Wind in das teils ausgelutschte Mittelerde-Szenario zu bringen. Neben Turbines Der Herr der Ringe Online: Der Aufstieg von Isengart war Der Krieg im Norden für Fans wohl das Highlight der Messe. Wenn das Spiel im November erscheint, sind wir definitiv mit dabei!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Xbox-360-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Seit mehr als zehn Jahren bin ich ein großer Fan des Herrn der Ringe. Ich habe die Bücher verschlungen, die Filme mehr als ein dutzendmal gesehen und auch jedes erdenkliche Videospiel des Franchises gezockt. Derzeit freue ich mich sehr auf die Verfilmung von Der Hobbit und natürlich auf Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden. Mir hat das Anspielen beim Entwickler auf der Gamescom sehr gut gefallen, das Spiel fühlt sich schon jetzt gut an. Es gibt keine unfairen Angriffe, die man gelegentlich in Die Zwei Türme oder Die Rückkehr des Königs ertragen musste und dass ich jetzt auch im laufenden Spiel neue Fähigkeiten erlernen und meine Ausrüstung verwalten kann, spricht für den Titel. Jetzt stelle ich mir nur die Frage, für welches System ich mir das Spiel schlussendlich zu legen soll. Die Xbox-360-Fassung würde mir am meisten gefallen, da ich mit der Steuerung am besten klar komme, wobei ich bei den Konsolen nur die PlayStation-3-Fassung online mit Freunden erleben kann – die PC-Ausgabe ist dafür gut zwanzig Euro günstiger. Eines ist aber dann doch sicher: Am vierten November werde ich mich nach Mittelerde begeben, koste es was es wolle.

Vielen Dank an Warner Bros. Interactive für die freundliche Einladung zur Gamescom!

Umfrage: Wie hat euch die Gamescom 2011 gefallen?

Für die Messebetreiber war die Gamescom 2011 ein voller Erfolg. Obwohl am Samstag zeitweise die Eingänge gesperrt werden mussten, konnte die Koelnmesse einen neuen Besucherrekord aufstellen. Der einzelne Besucher durfte sich in diesem Jahr einmal mehr den übermäßig langen Wartezeiten beugen, die an so manchem Stand warteten. wenn man ein bestimmtes Spiel anspielen wollte. Auch die Lautstärke war in diesem Jahr einmal mehr zu hoch angesetzt. Wer sich ohne Hörschäden aus den viel zu überfüllten Hallen  wieder befreien konnte, verdient unseren Respekt. Trotzdem ist das nur unsere Meinung. Wir wollen von euch in unserer Umfrage gerne wissen, was ihr von der diesjährigen Messe an Erfahrungen gesammelt hat und wie euch die Durchführung seitens der Koelnmesse gefallen hat. Das Ergebnis der Umfrage folgt in der nächsten Woche.

Gamescom 2011: Heute ist Familientag!

Heute ist Familientag auf der Gamescom! Dies verkündete die Messeleitung vor geraumer Zeit auf der Gamescom-Homepage. Für zwanzig Euro erhalten Familien (bestehend aus maximal zwei Erziehungsberechtigten und maximal drei Kindern im Alter von 7 bis 17 Jahren) Eintritt zur Messe. Ein wahrhaft günstiger Preis, da alleine schon eine Tageskarte für einen volljährigen Besucher fünfzehn Euro kosten würde. In Halle 8 erwarten Familien dann besondere Angebote, wie zum Beispiel gemeinsames Zocken familientauglicher Spiele.

Erics Meinung: Eine nette Idee, die in den kommenden Jahren auch gerne weiter ausgebaut werden darf. Mich persönlich betrifft dies allerdings nicht, da meine restliche Familie absolut nichts mit Videospielen anfangen kann und ich mit meinen 23 Jahren zu alt oder eben zu jung für das Angebot bin. Für alle jungen Familien, die keine Berührungsängste mit dem Medium haben, ist dies aber eine gute Möglichkeit, sich mit Videospielen vertraut zu machen und familiäre Bindungen zu stärken.

Gamescom 2011: Street-Pass-Event am Nintendo-Stand

Am Gamescom-Samstag dürfen sich heute Nintendo-3DS-Besitzer freuen. Wer am heutigen Tage mit seinem Handheld um 15 Uhr am Nintendo-Stand vorbeischaut, hat besonders hohe Chancen Street-Pass-Begegnungen auf seinem Gerät zu registrieren. Diese Informationen entnehmen wir der Facebook-Seite von diesem Event. Wenn ihr die Option habt, heute nach Köln zu kommen, solltet ihr euch diese Gelegenheit nicht entgehen lassen!

Erics Meinung: Grundsätzlich finde ich diese Idee sehr löblich, doch sie nur am Samstag groß durchzuziehen finde ich persönlich nicht sehr gut. Klar werden sich so natürlich mehr Leute für einen Tag finden lassen, doch für Leute wie mich, die samstags in diesem Jahr nicht mehr anwesend sein werden, müssen sich ihre Begegnungen anderweitig besorgen. Da sich der eine oder andere Spieler aber mit Sicherheit auch so per Zufall über den Weg läuft, wird man jedenfalls mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ohne ein paar Street-Pass-Begegnungen nach Hause gehen.

Gamescom 2011: Charles Martinet und sein Mii

Auch in diesem Jahr gibt sich Charles Martinet (seines Zeichens Synchronsprecher von Super Mario und einigen seiner besten Freunde) abermals die Ehre, sich auf der Gamescom blicken zu lassen. Er ist laut Presse-Newsletter von Nintendo extra angereist, um von Donnerstag bis Samstag alle Freunde zu begrüßen und ihnen Autogramme zu geben. Falls man ihn aber nicht zufällig am Stand von Nintendo antreffen sollte, ist das aber kein Problem, denn wer seinen Nintendo 3DS dabei hat und die Street-Pass-Funktion aktiviert hat, erhält auf jeden Fall Charles Martinets persönlichen Mii-Charakter auf seine Konsole automatisch transferiert.

Erics Meinung: Als bewundernder Fan freue ich mich natürlich sehr darüber, dass Charles Martinet auch in diesem Jahr wieder die Messe besucht. Ob sich wieder die Gelegenheit zu einem Interview ergibt, welches ihr in der passenden NMag-Ausgabe von und mit meinem werten Kollegen Damian Figoluszka lesen könnt, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Mich hätte es allerdings mehr gefreut, wenn man in diesem Jahr Shigeru Miyamoto oder Eiji Aonuma zur Messe hätte einladen können. Schließlich wird in diesem Jahr das 25-jährige Jubiläum der beliebten Action-Adventure-Reihe gefeiert. Na ja, den Mii werde ich mir aber auf jeden Fall schnappen.

Gamescom 2011: Verkleidet als Link und Zelda

Laut Presse-Newsletter von Nintendo, bietet der aus Japan stammende Konzern Fans von The Legend of Zelda eine ganz besondere Möglichkeit an. Wer um zwölf Uhr am Nintendo-Stand auf der Gamescom (Halle 8.1, Stand B020 / A021) verkleidet als eine Figur aus dem The-Legend-of-Zelda-Universum auftaucht, erhält ein exklusives Fan-Paket von Nintendo geschenkt. Allerdings ist Beeilung angesagt, denn nur die ersten 111 verkleideten Fans werden mit diesem tollen Geschenk bedacht. Unter anderem soll sich ein streng limitiertes T-Shirt in diesem Paket befinden. Wer leer ausgeht, hat zumindest noch die Möglichkeit The Legend of Zelda: Skyward Sword für die Wii und das bereits im Juni erschienene The Legend of Zelda: Ocarina of Time auf dem 3DS anspielen zu können. Letzteres haben wir bereits in einem ausführlichen Test auf Gameplay Gamers besprochen, das passende Review dazu findet ihr hier.

Erics Meinung: Im letzten Jahr hatte Nintendo eine ähnliche Aktion gestartet – damals musste man sich allerdings als der allseits bekannte Klempner Mario verkleiden. Leider liegen uns keine Informationen vor, ob das Vorhaben geglückt ist. Ein paar Marios liefen im letzten Jahr aber auf jeden Fall auf der Videospielmesse herum, so viel habe ich noch im Hinterkopf. Es ist allerdings zweifelhaft, ob dieses Vorhaben in diesem Jahr auch gelingen wird. Dieses Land ist auf Cosplayer nicht so ausgelegt, wie es Japan ist und dafür ist es meiner Meinung nach auch die falsche Messe. Diese Aktion hätte man viel mehr auf der Animagic durchführen können, die Anfang August in Bonn statt gefunden hat – dort war Nintendo ebenfalls vertreten.

Gamescom 2011: Metallschleime waren gestern

Heute ist der erste Tag der Gamescom, der für Fachbesucher und Presseleute reserviert ist. Trotzdem möchten wir euch schon mal im Vorfeld auf ein kleines Event von Nintendo aufmerksam machen, denn laut Presse-Newsletter können sich Fans von Dragon Quest die Chance auf einen Stahlstaffel-Pin sichern. Dazu müsst ihr einfach nur euren Metallschleim-Pin, den ihr unter anderem auf der Role Play Convention 2011 erhalten habt, mitbringen. Die Sache ist dann aber doch etwas trickreicher, denn nur wenn ihr gemeinsam mit mindestens zwei weiteren Besitzern des Metallschleim-Pins am Nintendo-Stand auftaucht, könnt ihr den begehrten Stahlstaffel-Pin erhalten. Zudem solltet ihr an jedem Messetag möglichst früh zuschlagen, denn der Pin ist streng limitiert und wird nur solange verteilt, wie der Tagesvorrat reicht.

Erics Meinung: Eine nette Idee, die ich als glücklicher Besitzer als solch eines Pins und langjähriger Dragon-Quest-Fan unterstütze und sehr schätze. Leider habe ich das Problem, dass ich derzeit keinen Menschen kenne, der ebenfalls einen solchen Pin besitzt. Ich bin aber zuversichtlich, dass ich befreundete Redakteure und gute Bekannte finden lassen, die über solch einen Pin verfügen und sich mit mir früh morgens am Stand treffen werden. Andernfalls hänge ich mich einfach an eine Gruppe von Dragon-Quest-Fans heran.

Gamescom 2011: Das Warten hat ein Ende

Hoch geschätzte Gameplay-Gamers-Leser,

wir schreiben den 16. August 2011 – morgen öffnet die Gamescom für Presse und Fachbesucher ihre Pforten, am Donnerstag auch für alle anderen Besucher. Wir werden von Mittwoch bis voraussichtlich Freitag für euch auf der Messe unterwegs sein, um euch die interessanten Neuigkeiten zu den heißesten Spielen und Entwicklungen der Branche näherbringen zu können. Wie im letzten Jahr haben wir uns dafür entschieden, dass wir euch direkte News in Bezug auf die Messe anstatt abends um 18 Uhr, direkt morgens um sechs Uhr zum Frühstück zu liefern.

Wir haben uns für diesen Weg entschieden, damit unentschlossene Messebesucher direkt morgens einen Grund haben, den Weg ins schöne Köln und somit auf die Gamescom auf sich zu nehmen. Da dieses System im letzten Jahr Anklang gefunden hat, hoffen wir natürlich auch in diesem Jahr, dass es euch wieder einmal gefällt. Wenn ihr besondere Wünsche habt, was wir für euch auf der Messe unter anderem anschauen dürfen, scheut euch nicht in die Tasten zu hauen und eure Gedanken in den Kommentaren zu verewigen. Wir werden so gut es geht versuchen, jeden Wunsch nachzukommen.

Zusätzlich empfehlen wir euch noch die Community des NextGen-Forums. Dort wird im Gamescom-Thread fleißig diskutiert, was es auf der Messe an Neuigkeiten gibt und wie die Meinungen zur größten Videospielmesse der Welt ausfallen. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr euch dort registriert und mit mehr als 120 Usern fleißig über die Messe diskutiert. Wir freuen uns über jede Beteiligung!

Eric Ebelt & Thomas Enders

Review: Dr. Wai and the Scripture without Words

Mischt man asiatische Elemente und die eines Indiana-Jones-Films zusammen, kommt unweigerlich Dr. Wai and the Scripture without Words heraus. Mit diesem neunten Film geht die Jet-Li-Reihe (zumindest vorerst) von Splendid Film zu Ende.

Zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs erzählt man sich, dass vor langer Zeit dem Hohepriester Tang eine heilige Schrift (ohne Worte darauf) überreicht wurde und dieser nahezu endlose Macht erhielt. Dr. Wai, auch als Action King bekannt, erhält Informationen darüber, dass die Schrift von einer Gruppe skrupelloser Gangster gefunden werden möchte. Um diesen Ziel zu erreichen, müssen sie allerdings zunächst eine geheimnisvolle Schatulle finden, welche aber niemals geöffnet werden darf (die Schatulle der Pandora und die Bundeslade lassen grüßen). Doch auch nachdem Dr. Wai das sagenumwobene Kästchen in die Finger bekommt, lassen Action und Spannung niemals nach. Immer auf der Hut vor den japanischen Verbrechern, entbrennt für Dr. Wai und seinem Gehilfen eine Suche, die sie unter anderem nach Shanghai und zur chinesischen Mauer führt.

Der asiatische Dr. Jones

Der Handlungsverlauf von Dr. Wai and the Scripture without Words ähnelt ein wenig dem eines Indiana Jones. Jet Li als Dr. Wai reist von einem exotischen Ort zum nächsten, kümmert sich dort um diverse Angelegenheiten und weiß immer genau, wie er vorzugehen hat. Durch seinen tollpatschigen Gehilfen erweist sich dieses Unterfangen aber nicht immer einfach. So sind auch ein paar Lacher garantiert und die Ähnlichkeiten zu Indiana Jones nehmen nicht weiter ab. Auch hier verfällt der Doktor einer Frau, wenn auch nicht ganz so stark wie sein von Harrison Ford verkörpertes Vorbild. Selbstverständlich erwarten uns in Ching Siu-Tungs Film auch einige Abweichungen vom amerikanischen Original. So gibt es gelegentlich einige Schlägereien, die choreographisch gut im Film umgesetzt wurden, wenn die Abwechslung bei den Kämpfen durchaus vielseitiger sein könnte. Außerdem dürften die Auseinandersetzungen gerne ein paar Minuten länger und action-lastiger ausfallen.

Keine originale Tonfassung!

Es ist schön anzusehen, dass Jet Li und Rosamund Kwan wieder einmal zusammen vor der Kamera stehen. Zwar geben sie hier kein so gutes Paar ab, wie noch in den ersten drei Once-upon-a-Time-in-China-Teilen, doch an schauspielerischem Können büßen sie nichts ein. Auf der Rückseite der DVD erfahren wir, dass der Film mit neu erstelltem High Definition Master auf der Disc zu finden ist. Zwar merken wir, dass das 16:9-Bild des Films aus dem Jahr 1996 schon deutlich besser ausfällt, als beispielsweise noch Kung Fu Cult Master, doch die unscharfen Bilder des Endprodukts sprechen eine andere Sprache. Immerhin gefällt uns die neue deutsche Synchronisation, bei der unter anderem wieder mal Simon Jäger Martial-Arts-Meister Jet Li spricht. Die originale Synchronfassung ist seltsamerweise nicht auf der Disc enthalten – das ist sehr schade und Fans des Originals müssen zu einer älteren DVD oder zum Import greifen. Apropos DVD: Eine Blu-Ray des gerade mal 88 Minuten langen Films existiert nicht, ebenso wenig Bonusmaterial. Bis auf ein paar Trailer zu anderen Filmen lässt sich auf der Disc nichts finden. Wer darauf also wert legt, wird enttäuscht. Jet-Li-Fans bekommen mit Dr. Wai and the Scripture without Words einen Film spendiert, den man wunderbar an regnerischen Nachmittagen angucken kann – sogar mit nicht-asiatisch-affinen Freunden!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Es ist erstaunlich, dass mich der Film doch noch überzeugt hat, obwohl ich mir den einen oder anderen negativen Gedanken deswegen vor dem Anschauen gemacht habe. Zu einfach erschien mir die Umwandlung eines Dr. Jones in die des Dr. Wai, doch nach den ersten schönen Szenen und dem Auftreten von Rosamund Kwan, ist es um mich geschehen. Zusammen ergeben die beiden eine mehr als nur gute Kombination im Schauspiel-Business. Das merkt man auch an diesem Film (zwar nicht so deutlich wie in Once upon a Time in China) an einigen Szenen sehr deutlich, doch aus Spoiler-Gründen werde ich nun nicht näher darauf eingehen. Schade ist meiner Meinung nach nur, dass man auch hier nicht den technischen Fortschritt genutzt und den Film auf eine Blu-Ray gepackt hat – selbstverständlich mit Bildverbesserung, beim Ton hat es ja auch funktioniert. Ebenfalls ist schade, dass sich nur die deutsche Tonspur auf dem Datenträger befindet. Fans des Originals werden sicherlich enttäuscht sein. Ich kann euch diesen Film aber auf jeden Fall ans Herz legen – besonders wenn ihr Freunde, Verwandte oder Familienmitglieder davon überzeugen wollt, dass auch asiatische Filme ihre Daseinsberechtigung haben, ist Dr. Wai and the Scripture without Words einer der besten Filme, den man dazu hernehmen kann, da er über einige westliche Elemente verfügt.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dr. Wai and the Scripture without Words!

Review: Kung Fu Cult Master

Vor einigen Monaten haben wir euch bereits die ersten sieben Ausgaben der Jet-Li-Reihe in umfassenden Reviews vorgestellt. Mit dem Film Kung Fu Cult Master geht die Serie rundum das Martial-Arts-Talent Jet Li in die achte Runde – allerdings nur auf DVD.

In einem nicht explizit genannten Land, wobei die Idylle natürlich an das alte China erinnert, konkurrieren zwei verfeindete Kampfschulen, die der Ming und der Shaolin, um die Kontrolle zweier machtvoller Schwerter. Um an Informationen des Standortes eines der Schwerter zu kommen, werden die Eltern eines kleinen Jungen ermordet. Dieser Junge, Zhang Wuji genannt, wird mit einem Symbol gezeichnet, so dass er die mächtigsten Kung-Fu-Künste nicht erlernen kann – trotzdem schwört er Rache. Viele Jahre später ermöglicht es ihm ein unglücklicher Zufall, dass er die ihm einst verbotenen Künste nun doch erlernen darf. Zhang Wuji begibt sich auf die Suche nach den Mördern seiner Eltern. Zudem lernt er neue Kampfkünste und vereint mehrere Kampfschulen, um gegen das Böse ankämpfen zu können.

Vorsicht: Cliffhanger!

Diese Geschichte beinhaltet im Grunde alles, was ein Fantasy-Film (gepaart mit Martial-Arts-Elementen) beinhalten sollte. Allerdings hapert es vor allem an der Story. Die Kapitel sind im Einzelnen zwar nachvollziehbar, doch fehlt es an den sinnvollen Verknüpfungen. Jet Li und seine Schauspielkollegen werden von einer Szene in die nächste geschickt. Während er sich gerade noch in einer Höhle befindet, geht es anschließend in einer Wüste weiter. Zudem endet der Film noch mit einem Cliffhanger, was bei Filmen ohne Fortsetzung nicht gerade für die Qualität der Geschichte spricht. Obwohl dies nicht unbedingt sinnvoll für den interessanten Handlungsverlauf ist, können uns die im Film vorkommenden Charaktere beziehungsweise ihre Schauspieler überzeugen. Zhang Wuji (Jet Li), der ohne Eltern aufwuchs und nur wenig über die Außenwelt und das Leben weiß, kann uns ebenfalls tiefer in den Bann der Welt von Kung Fu Cult Master ziehen, wie Sharla Cheung (als die anhängliche Zhao Min). Das Beste am Film sind definitiv die zahlreichen Kampfszenen, die choreografisch gut umgesetzt sind die Spannung der Handlung an diesen Stellen gut unterstützen.

Zeit für eine Restaurierung

Die Bildqualität des Films gehört leider zum Schlechtesten, was wir in den letzten Monaten erleben durften. Ständige Verunreinigungen, ein hackendes und zu langsam abgespieltes Bild stören das Filmerlebnis durchgehend. Während ersteres vielleicht noch verkraftbar ist und auf das Alter des Films (welcher 1993 entstanden ist) zurück zuführen wäre, gehen die letzten beiden negativen Punkte einfach nicht. Das im 16:9-Format gehaltene Bild versucht die Tonspur öfters einzuholen, um asynchrone Szenen zu vermeiden. Das funktioniert auch überwiegend, denn nur ein bis zwei Mal hatten wir kurz das Gefühl, dass hier etwas nicht funktioniert. Da dem Film wohl keine digitale Überarbeitung widerfahren ist, verstehen wir nun auch sehr gut, warum Splendid Film dieses Werk von Wong Jing nicht auf Blu-Ray veröffentlichen möchte. Die deutsche Synchronfassung ist durchaus gut, das kantonesische Original ist auch hier natürlich weitaus authentischer. Zuschaltbare Untertitel sind bei diesem 103 Minuten langen Film in Deutsch und Niederländisch vorhanden. Bonusmaterial fehlt ebenfalls – nur ein paar (bekannte) Trailer lassen sich auf der Disc finden. Fans von Jet Li können einen Blick riskieren, alle anderen suchen sich schleunigst Alternativen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Meinung (basierend auf der DVD-Fassung): Wenn es um eine asiatische Mischung aus Fantasy-Spektakel und Kampfkunst-Epos geht, bin ich meistens vorsichtig. Das geht meiner Meinung nach nicht immer gut, denn ich habe bisher noch keinen Film dieser Art gesehen, wo das wirklich sinnvoll funktioniert hat. Um die Jet-Li-Reihe von Splendid Film auch weiterhin zu verfolgen, durfte Wong Jings Kung Fu Cult Master natürlich nicht in meiner Sammlung fehlen und schon lag die DVD im Laufwerk. Jetzt ist es natürlich sehr schade, dass dieser Teil nicht auf Blu-Ray erschienen ist und mein Filmregal etwas seltsam wirkt. Das hat natürlich nichts mit dem eigentlichen Film zu tun, doch auch hier blieb ich eher unbeeindruckt. Zwar finde ich die Charaktere fast durchgehend grandios und die Schauspielkünste könnten bei einem Film wie diesen (fast) auch nicht besser sein, doch komme ich nicht wirklich mit der Handlung mit – zu schnell werden Übergänge, die für den Zuschauer nicht immer logisch sind, aufgebaut und verarbeitet. Ganz schlimm: Der Film endet mit einem Cliffhanger. Was ich bei Serien mag, kann auch bei Filmen funktionieren, wenn sie denn einen Nachfolger erhalten und hier sehe ich schwarz. Seit achtzehn Jahren warten wir bereits auf solch einen Film und ich denke nicht, dass dieser noch kommen wird. Abschließend bleibt zu sagen, dass ich Kung Fu Cult Master nicht empfehlen möchte – es gibt bessere Jet-Li-Filme!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Kung Fu Cult Master!

Review: Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten

In den Jahren 2008 und 2009 erschienen die Remakes der ersten beiden Teile der von Dragon-Quest-Fans geliebten Zenithia-Trilogie (Die Chronik der Erkorenen, beziehungsweise Dragon Quest IV und Die Hand der Himmelsbraut, ursprünglich als Dragon Quest V bekannt) auch in Europa. Nun hat es mehr als zwei Jahre gedauert, bis Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten den Weg über den großen Teich gefunden hat.

Im sechsten Serienableger der legendären Rollenspielserie übernehmen wir abermals die Rolle eines namenlosen (aber frei benennbaren) Helden, der gegen das ultimative Böse in einem fantasievollen Universum antreten möchte. Nachdem er sich dessen Existenz bewusst geworden ist, lernen wir mit ihm auf unserer Reise durch zahlreiche Königreiche kunterbunte Charaktere kennen, die allesamt sehr interessant gestrickt sind und über unterschiedliche Persönlichkeiten verfügen. Schnitz, groß und stämmig, ist ein ungeduldiger Geselle. Rebekka hat ihr Gedächtnis verloren und Adriels Intelligenz kann sich mit den Weisen des magiereichen Landes messen. In Dragon Quest VI müssen wir allerdings nicht nur eine, sondern gleich drei miteinander verbundene Welten vor dem Untergang retten und die Finsternis ein für alle mal vertreiben.

Abenteuerliche Reise

Der Weg bis zur finalen Auseinandersetzung ist allerdings lang und beschwerlich – bis dahin werden wir viele Abenteuer in den Städten, Dörfern und Königreichen erleben. Mal müssen wir versuchen, eine Meerjungfrau durch drei Meere zu bugsieren und ein anderes Mal möchte ein Mann, der sich des Nachts zu einem unangenehmen Monster verwandelt, zur Besinnung gebracht werden. Diese Geschichten werden mit vielerlei Wortwitzen ausgedrückt, so dass wir mehr als nur einmal ins Schmunzeln geraten – toll! Obwohl die schön erzählten und voneinander meist unabhängigen Abenteuer nett erzählt sind, verliert die eigentliche Handlung bereits nach einem guten Viertel der Spielzeit stark an Fahrt. Erst gegen Ende kann das Abenteuer um die Wandler zwischen den Welten wieder auftrumpfen.

Freiheiten mit Sinn für Zufallskämpfe

Dem Spiel kommt es da ebenfalls nicht sonderlich zugute, dass es abseits der Haupthandlung nur wenige Nebenaufgaben zu finden gibt. Mehr als das bekannte Sammeln aller hundert Minimedaillen, dem Glücksspiel im Kasino und dem einen oder anderen Minispiel wird im Grunde nichts geboten, was leider zufolge hat, dass ein gewisser Anteil an Leerlauf in das Spiel integriert wird. Immerhin erzeugt das Spiel bereits ab der zweiten Spielhälfte ein Gefühl, man würde eine offene Welt erkunden. Mit schwimmenden Inseln und fliegenden Betten dürfen wir die entlegensten Winkel der Welt erkunden. Dabei kommt es mitunter vor, dass alle paar Sekunden der Kampfbildschirm aufpoppen kann – Zufallskämpfe gibt es in Dragon Quest VI also in Massen. Die Auseinandersetzungen mit den Feinden laufen relativ schnell ab – mag man es eher gemütlich, kann man die Geschwindigkeit der Kämpfe in den Optionen jederzeit drosseln. Mit mächtigen Zaubersprüchen, die wir mit Level-Aufstiegen und dem Erlernen von Berufen in der Allesneu-Abtei erlernen, sowie mit gewaltigen Waffen, die wir in den zahlreichen Läden erwerben, versalzen wir den Monstern gehörig die Suppe.

Rollenspiel der alten Schule

Der Schwierigkeitsgrad des Spiels befindet sich auf einem mittleren Niveau. Hin und wieder kommt es zwar durchaus vor, dass uns ein stärkerer Gegner über den Weg läuft, doch wahre Herausforderungen sind bei Dragon Quest VI rar gesät. Optisch befindet sich der Titel auf demselben technischen Stand, wie die beiden ersten der Teile Zenithia-Trilogie. Wir erleben satte Farben, putzige Charaktere und schöne Effekte in Massen. Bis auf ein, zwei Ausnahmen wird das Geschehen mit einem rollenspieltypsichen Soundtrack gut untermalt. Im Grunde gibt es auch nichts an der Bedienung zu bemängeln, einzig allein die Menüführung beim Austauschen von Gegenständen wirkt altmodisch, da jeder Gegenstand mühselig einzeln transferiert werden muss. Für Fans ist das aber auch nichts neues, für sie gehört es seit 1986 zur Rollenspielserie einfach dazu. Wer sich nicht mehr auf Xenoblade Chronicles gedulden kann, bekommt mit Dragon Quest VI ein überdurchschnittliches Rollenspiel geboten, was für circa vierzig Stunden motivieren kann und die Wartezeit auf kommende Titel super verkürzt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Nintendo-DS- und Super-Nintendo-Fassung): Lange hat es gedauert, bis wir Europäer in den Genuss des Spiels gekommen sind. Original erschien der Titel ja bereits Mitte der Neunziger für das Super Nintendo, um einen nachträglichen Import vor einigen Jahren kam ich da natürlich nicht herum. Da meine Japanisch-Kenntnisse allerdings alles andere als ausreichend sind, hatte ich nur wenig Spaß mit dem Spiel und seither fristete das Modul sein Dasein im Regal. Da habe ich mich sehr gefreut, dass im Mai endlich auch in Europa der sechste Teil der Reihe erschienen ist. Dank Nintendo hat man nach dem neunten Teil auch diese Episode wieder mit einer Zahl im Titel versehen, nachdem Koch Media das 2008 und 2009 ordentlich versemmelt hat. Das Spiel an sich hat mir relativ gut gefallen, das Kampfsystem spielte sich sehr flott und bot gewohnte Action, die der neunte Teil nicht ganz so gut hinbekommen hat. Die für ein Rollenspiel wichtige Handlung wurde bei Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten teilweise vernachlässigt – die ersten zehn Spielstunden werden noch relativ gut erzählt, danach darf man sich mehr als zwanzig Stunden kreuz und quer durch die fantastische Welt kämpfen und nebensächliche Geschichten erleben. Das ist zwar interessant und unterstützt zwar auch das Grundgerüst des Spiels, doch der Kern wurde nicht annähernd so gut getroffen wie beim vierten oder achten Teil der Serie. Immerhin ist das Geschehen zum Ende hin wieder interessanter. Auch wenn der Titel ein paar Schwächen aufweist, so kann ich ihn trotzdem empfehlen und sei es nur als Lückenfüller, bis Xenoblade Chronicles erscheint.

Umfrage-Ergebnis: Freudige Einkäufe im eShop

Seit dem vierzehnten Juli befragten wir unsere Leserschaft, was sie vom Angebot des Nintendo-3DS-eShops halten. Zehn Prozent geben an, dass sie überhaupt nicht mit der Auswahl an Spielen und Software zufrieden sind. 21% sind weniger von dem Angebot überzeugt – ganze 48% sind hingegen durchaus zufrieden mit dem Angebot, erkennen aber anscheinend ein paar Mängel im System. 21% geben an, dass sie sehr mit Nintendos Auswahl an Spielen und Programmen zufrieden sind. Halten wir also fest, dass gut ein Drittel unsere Leser mit Nintendos eShop auf dem 3DS unzufrieden oder weniger zufrieden sind. Die überwiegende Mehrheit hält das Angebot für mehr als akzeptabel und freut sich auf neue Einkäufe. Vielen Dank, dass ihr an unserer Umfrage teilgenommen habt!

Partner: Das NMag verlost eine limitierte Zelda-Tasche

Wer am Dienstag aufmerksam auf Gameplay Gamers gesurft ist, wird vermutlich festgestellt haben, dass Nintendo den Preis des Nintendo 3DS drastisch senken wird und wer sich jetzt noch schnell ein Exemplar sichert, erhält außerdem zwanzig Virtual-Console-Spiele als Download geschenkt. Alle Informationen dazu entnehmt ihr bitte dieser News.

Das NMag verlost nun unter allen Teilnehmern eine limitierte The-Legend-of-Zelda-3DS-Tasche, die eigentlich nur Vorbestellern der 3DS-Version von The Legend of Zelda: Ocarina of Time vorbehalten war. Das einzige was ihr dafür machen müsst, ist euch im NMag-Forum anzumelden und den QR-Code eures Miis im entsprechenden Thread hochzuladen, damit ihr euren Mii mit den anderen Usern tauschen könnt. Alle Informationen zur Verlosung findet ihr hier. Übrigens: Wer sich im NMag-Forum registriert, hat deutlich die Nase vorn – bald wird es möglich sein, seine dort verdienten nCoins in tolle Prämien und Lose für Verlosungen einzutauschen. Zudem landet man in einer tollen Community, in der fleißig über Nintendo diskutiert wird. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück!

News: True Crime: Hong Kong lebt!

Für Fans des eingestellten True Crime: Hong Kong geht vielleicht schon bald ein Wunsch in Erfüllung. Activision hat das Spiel an Square Enix verkauft, bei denen das Spiel vermutlich in Zukunft weiter entwickelt und anschließend vermarktet wird. Die Namensrechte bleiben aber weiterhin bei Activision, weshalb das Spiel bei Square Enix einen neuen Titel erhält. Dies berichtete die Redaktion der Website Game2gether vor einigen Tagen auf ihrer Internetseite. Das Spiel wurde 2008 für PC, Xbox 360 und PlayStation 3 angekündigt. Eine Portierung auf die Wii U wäre unserer Meinung ebenfalls denkbar.

Erics Meinung: Ich habe mich sehr über diese Neuigkeit gefreut, da ich sehr bestürzt darüber war, dass das Spiel eingestellt worden ist. Ich freue mich schon sehr auf das „asiatische Grand Theft Auto“ und bin schon sehr gespannt, was der Rollenspielkonzern alles in das Spiel einbauen wird.  Ich hoffe darauf, dass nicht zu viele Rollenspielelemente ihren Weg in das Spiel finden werden, da es sich sonst vielleicht zu sehr Yakuza von Sega ähneln könnte. Da sich Square Enix vor einiger Zeit mit Eidos zusammen tat, gehe ich aber nicht wirklich davon aus. Schließlich ist Kane & Lynch 2: Dog Days auch ein Action-Feuerwerk geworden.

News: Preissenkung des Nintendo 3DS

Für Besitzer eines Nintendo 3DS kommt diese Nachricht wie eine Hiobsbotschaft – Nintendo senkt den offiziellen Preis ihres neuesten Handhelds von 249 auf 169 Euro, weniger als fünf Monate nachdem die Konsole offiziell ihren Weg in den europäischen Handel fand. Trotzdem müssen sich Besitzer nicht bei Nintendo beschweren, denn als Wiedergutmachung erhält jeder Spieler, der sich bis zum 11. August 2011 mindestens einmal mit dem Nintendo eShop verbunden hat, ganze zwanzig (!) Virtual-Console-Spiele geschenkt. Darunter fallen zehn NES-Spiele, die ab dem ersten September 2011 für die so genannten 3DS-Botschafter zur Verfügung stehen werden. Dazu zählen Titel wie Super Mario Bros, Donkey Kong Jr., Balloon Fight, Ice Climber und The Legend of Zelda – die restlichen fünf Titel sind bisher noch nicht bestätigt.

Bei den restlichen zehn Titeln handelt es sich um GameBoy-Advance-Spiele, die allerdings erst später in diesem Jahr exklusiv für 3DS-Botschafter zum Download bereitstehen werden. Dazu zählen unter anderem die Spiele Yoshi’s Island: Super Mario Advance 3, Mario Kart: Super Circuit, Metroid Fusion, WarioWare Inc.: Minigame Mania und Mario vs. Donkey Kong. Ein genauer Termin und die Betitelung der restlichen fünf Spiele stehen noch offen. Diese Informationen entnehmen wir der offiziellen Nintendo-Homepage, den Preis haben wir der Website von Amazon entnommen (Stand 31. Juli 2011).

Erics Meinung: Grundsätzlich freue ich mich als Besitzer eines Nintendo 3DS über diese – für mich – frohe Kunde. Nicht alle Tage bekommt man zwanzig Spiele, die man teilweise noch nie gespielt hat, für lau zum Download angeboten. Es ist nur schade, dass sich der qualitativ eigentlich hochwertige Nintendo 3DS nicht so gut verkauft hat. Da sieht man mal wieder, dass die Software verantwortlich für die Verkäufe Hardware ist. Man sieht also, dass das bisherige Angebot an Spielen auf dem 3DS  bis auf wenige Titel sehr durchwachsen ist und kaum einen Anreiz bietet, sich eine Konsole zu kaufen. Derzeit wird Nintendos Handheld bei vielen Händlern und Online-Versandhäusern für knapp zweihundert Euro gehandelt. Wenn ihr noch keinen 3DS besitzt, solltet ihr vielleicht dennoch zuschlagen – dreißig Euro mehr sind immer noch weniger, als das was man für zwanzig Spiele bezahlen müsste. Zudem sind die GameBoy-Advance-Spiele bisher nur exklusiv für 3DS-Botschafter angekündigt. Ich gehe allerdings davon aus, dass früher oder später ein jeder in den Genuss der Titel kommen wird, da Nintendo es sich sicherlich nicht nehmen lässt, ihre Marken auszubeuten.

Gewinnspiel (16. – 31. Juli 2011)

Wer sich schon länger auf Gameplay Gamers herumtreibt, hat bestimmt schon von unserer Facebook-Seite und den damit verknüpften Gewinnspielen gehört. In diesem Monat möchten wir unser erstes Gewinnspiel ausrichten, bei dem wir zwei Spiele, die uns freundlicherweise von Nintendo zur Verfügung gestellt wurden sind, verlosen werden. Um am Gewinnspiel teilzunehmen müsst ihr auch überhaupt nicht viel tun:

Um an der Verlosung zu Mario Sports Mix teilnehmen zu können, müsst ihr einfach nur Fan auf unserer Facebook-Seite werden (dies geschieht, in dem ihr auf „Gefällt mir“ klickt). Wollt ihr zusätzlich an der Verlosung von Donkey Kong Country Returns teilnehmen, müsst ihr auf unserer Facebook-Seite den entsprechenden Gewinnspiel-Beitrag mit einem „Gefällt mir“ versehen und den zugehörigen Link auf eurer Pinnwand mit euren Freunden „teilen“.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die über einen aktiven Facebook-Account verfügen und mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben, sowie ihren festen Wohnsitz innerhalb Deutschlands haben. Bei minderjährigen Nutzern wird eine Einverständniserklärung der Eltern benötigt. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und von Nintendo sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich über ihren Facebook-Account informiert. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich nicht auf Facebook erwähnt, sie dürfen sich aber gerne selbst unter dem Facebook-Beitrag oder dem Gameplay-Gamers-Artikel als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 31. Juli 2011, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung von Mario Sports Mix und Donkey Kong Country Returns!