Gamescom 2011: Verkleidet als Link und Zelda

Laut Presse-Newsletter von Nintendo, bietet der aus Japan stammende Konzern Fans von The Legend of Zelda eine ganz besondere Möglichkeit an. Wer um zwölf Uhr am Nintendo-Stand auf der Gamescom (Halle 8.1, Stand B020 / A021) verkleidet als eine Figur aus dem The-Legend-of-Zelda-Universum auftaucht, erhält ein exklusives Fan-Paket von Nintendo geschenkt. Allerdings ist Beeilung angesagt, denn nur die ersten 111 verkleideten Fans werden mit diesem tollen Geschenk bedacht. Unter anderem soll sich ein streng limitiertes T-Shirt in diesem Paket befinden. Wer leer ausgeht, hat zumindest noch die Möglichkeit The Legend of Zelda: Skyward Sword für die Wii und das bereits im Juni erschienene The Legend of Zelda: Ocarina of Time auf dem 3DS anspielen zu können. Letzteres haben wir bereits in einem ausführlichen Test auf Gameplay Gamers besprochen, das passende Review dazu findet ihr hier.

Erics Meinung: Im letzten Jahr hatte Nintendo eine ähnliche Aktion gestartet – damals musste man sich allerdings als der allseits bekannte Klempner Mario verkleiden. Leider liegen uns keine Informationen vor, ob das Vorhaben geglückt ist. Ein paar Marios liefen im letzten Jahr aber auf jeden Fall auf der Videospielmesse herum, so viel habe ich noch im Hinterkopf. Es ist allerdings zweifelhaft, ob dieses Vorhaben in diesem Jahr auch gelingen wird. Dieses Land ist auf Cosplayer nicht so ausgelegt, wie es Japan ist und dafür ist es meiner Meinung nach auch die falsche Messe. Diese Aktion hätte man viel mehr auf der Animagic durchführen können, die Anfang August in Bonn statt gefunden hat – dort war Nintendo ebenfalls vertreten.

Gamescom 2011: Metallschleime waren gestern

Heute ist der erste Tag der Gamescom, der für Fachbesucher und Presseleute reserviert ist. Trotzdem möchten wir euch schon mal im Vorfeld auf ein kleines Event von Nintendo aufmerksam machen, denn laut Presse-Newsletter können sich Fans von Dragon Quest die Chance auf einen Stahlstaffel-Pin sichern. Dazu müsst ihr einfach nur euren Metallschleim-Pin, den ihr unter anderem auf der Role Play Convention 2011 erhalten habt, mitbringen. Die Sache ist dann aber doch etwas trickreicher, denn nur wenn ihr gemeinsam mit mindestens zwei weiteren Besitzern des Metallschleim-Pins am Nintendo-Stand auftaucht, könnt ihr den begehrten Stahlstaffel-Pin erhalten. Zudem solltet ihr an jedem Messetag möglichst früh zuschlagen, denn der Pin ist streng limitiert und wird nur solange verteilt, wie der Tagesvorrat reicht.

Erics Meinung: Eine nette Idee, die ich als glücklicher Besitzer als solch eines Pins und langjähriger Dragon-Quest-Fan unterstütze und sehr schätze. Leider habe ich das Problem, dass ich derzeit keinen Menschen kenne, der ebenfalls einen solchen Pin besitzt. Ich bin aber zuversichtlich, dass ich befreundete Redakteure und gute Bekannte finden lassen, die über solch einen Pin verfügen und sich mit mir früh morgens am Stand treffen werden. Andernfalls hänge ich mich einfach an eine Gruppe von Dragon-Quest-Fans heran.

Gamescom 2011: Das Warten hat ein Ende

Hoch geschätzte Gameplay-Gamers-Leser,

wir schreiben den 16. August 2011 – morgen öffnet die Gamescom für Presse und Fachbesucher ihre Pforten, am Donnerstag auch für alle anderen Besucher. Wir werden von Mittwoch bis voraussichtlich Freitag für euch auf der Messe unterwegs sein, um euch die interessanten Neuigkeiten zu den heißesten Spielen und Entwicklungen der Branche näherbringen zu können. Wie im letzten Jahr haben wir uns dafür entschieden, dass wir euch direkte News in Bezug auf die Messe anstatt abends um 18 Uhr, direkt morgens um sechs Uhr zum Frühstück zu liefern.

Wir haben uns für diesen Weg entschieden, damit unentschlossene Messebesucher direkt morgens einen Grund haben, den Weg ins schöne Köln und somit auf die Gamescom auf sich zu nehmen. Da dieses System im letzten Jahr Anklang gefunden hat, hoffen wir natürlich auch in diesem Jahr, dass es euch wieder einmal gefällt. Wenn ihr besondere Wünsche habt, was wir für euch auf der Messe unter anderem anschauen dürfen, scheut euch nicht in die Tasten zu hauen und eure Gedanken in den Kommentaren zu verewigen. Wir werden so gut es geht versuchen, jeden Wunsch nachzukommen.

Zusätzlich empfehlen wir euch noch die Community des NextGen-Forums. Dort wird im Gamescom-Thread fleißig diskutiert, was es auf der Messe an Neuigkeiten gibt und wie die Meinungen zur größten Videospielmesse der Welt ausfallen. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr euch dort registriert und mit mehr als 120 Usern fleißig über die Messe diskutiert. Wir freuen uns über jede Beteiligung!

Eric Ebelt & Thomas Enders

Review: Dr. Wai and the Scripture without Words

Mischt man asiatische Elemente und die eines Indiana-Jones-Films zusammen, kommt unweigerlich Dr. Wai and the Scripture without Words heraus. Mit diesem neunten Film geht die Jet-Li-Reihe (zumindest vorerst) von Splendid Film zu Ende.

Zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs erzählt man sich, dass vor langer Zeit dem Hohepriester Tang eine heilige Schrift (ohne Worte darauf) überreicht wurde und dieser nahezu endlose Macht erhielt. Dr. Wai, auch als Action King bekannt, erhält Informationen darüber, dass die Schrift von einer Gruppe skrupelloser Gangster gefunden werden möchte. Um diesen Ziel zu erreichen, müssen sie allerdings zunächst eine geheimnisvolle Schatulle finden, welche aber niemals geöffnet werden darf (die Schatulle der Pandora und die Bundeslade lassen grüßen). Doch auch nachdem Dr. Wai das sagenumwobene Kästchen in die Finger bekommt, lassen Action und Spannung niemals nach. Immer auf der Hut vor den japanischen Verbrechern, entbrennt für Dr. Wai und seinem Gehilfen eine Suche, die sie unter anderem nach Shanghai und zur chinesischen Mauer führt.

Der asiatische Dr. Jones

Der Handlungsverlauf von Dr. Wai and the Scripture without Words ähnelt ein wenig dem eines Indiana Jones. Jet Li als Dr. Wai reist von einem exotischen Ort zum nächsten, kümmert sich dort um diverse Angelegenheiten und weiß immer genau, wie er vorzugehen hat. Durch seinen tollpatschigen Gehilfen erweist sich dieses Unterfangen aber nicht immer einfach. So sind auch ein paar Lacher garantiert und die Ähnlichkeiten zu Indiana Jones nehmen nicht weiter ab. Auch hier verfällt der Doktor einer Frau, wenn auch nicht ganz so stark wie sein von Harrison Ford verkörpertes Vorbild. Selbstverständlich erwarten uns in Ching Siu-Tungs Film auch einige Abweichungen vom amerikanischen Original. So gibt es gelegentlich einige Schlägereien, die choreographisch gut im Film umgesetzt wurden, wenn die Abwechslung bei den Kämpfen durchaus vielseitiger sein könnte. Außerdem dürften die Auseinandersetzungen gerne ein paar Minuten länger und action-lastiger ausfallen.

Keine originale Tonfassung!

Es ist schön anzusehen, dass Jet Li und Rosamund Kwan wieder einmal zusammen vor der Kamera stehen. Zwar geben sie hier kein so gutes Paar ab, wie noch in den ersten drei Once-upon-a-Time-in-China-Teilen, doch an schauspielerischem Können büßen sie nichts ein. Auf der Rückseite der DVD erfahren wir, dass der Film mit neu erstelltem High Definition Master auf der Disc zu finden ist. Zwar merken wir, dass das 16:9-Bild des Films aus dem Jahr 1996 schon deutlich besser ausfällt, als beispielsweise noch Kung Fu Cult Master, doch die unscharfen Bilder des Endprodukts sprechen eine andere Sprache. Immerhin gefällt uns die neue deutsche Synchronisation, bei der unter anderem wieder mal Simon Jäger Martial-Arts-Meister Jet Li spricht. Die originale Synchronfassung ist seltsamerweise nicht auf der Disc enthalten – das ist sehr schade und Fans des Originals müssen zu einer älteren DVD oder zum Import greifen. Apropos DVD: Eine Blu-Ray des gerade mal 88 Minuten langen Films existiert nicht, ebenso wenig Bonusmaterial. Bis auf ein paar Trailer zu anderen Filmen lässt sich auf der Disc nichts finden. Wer darauf also wert legt, wird enttäuscht. Jet-Li-Fans bekommen mit Dr. Wai and the Scripture without Words einen Film spendiert, den man wunderbar an regnerischen Nachmittagen angucken kann – sogar mit nicht-asiatisch-affinen Freunden!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Es ist erstaunlich, dass mich der Film doch noch überzeugt hat, obwohl ich mir den einen oder anderen negativen Gedanken deswegen vor dem Anschauen gemacht habe. Zu einfach erschien mir die Umwandlung eines Dr. Jones in die des Dr. Wai, doch nach den ersten schönen Szenen und dem Auftreten von Rosamund Kwan, ist es um mich geschehen. Zusammen ergeben die beiden eine mehr als nur gute Kombination im Schauspiel-Business. Das merkt man auch an diesem Film (zwar nicht so deutlich wie in Once upon a Time in China) an einigen Szenen sehr deutlich, doch aus Spoiler-Gründen werde ich nun nicht näher darauf eingehen. Schade ist meiner Meinung nach nur, dass man auch hier nicht den technischen Fortschritt genutzt und den Film auf eine Blu-Ray gepackt hat – selbstverständlich mit Bildverbesserung, beim Ton hat es ja auch funktioniert. Ebenfalls ist schade, dass sich nur die deutsche Tonspur auf dem Datenträger befindet. Fans des Originals werden sicherlich enttäuscht sein. Ich kann euch diesen Film aber auf jeden Fall ans Herz legen – besonders wenn ihr Freunde, Verwandte oder Familienmitglieder davon überzeugen wollt, dass auch asiatische Filme ihre Daseinsberechtigung haben, ist Dr. Wai and the Scripture without Words einer der besten Filme, den man dazu hernehmen kann, da er über einige westliche Elemente verfügt.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dr. Wai and the Scripture without Words!

Review: Kung Fu Cult Master

Vor einigen Monaten haben wir euch bereits die ersten sieben Ausgaben der Jet-Li-Reihe in umfassenden Reviews vorgestellt. Mit dem Film Kung Fu Cult Master geht die Serie rundum das Martial-Arts-Talent Jet Li in die achte Runde – allerdings nur auf DVD.

In einem nicht explizit genannten Land, wobei die Idylle natürlich an das alte China erinnert, konkurrieren zwei verfeindete Kampfschulen, die der Ming und der Shaolin, um die Kontrolle zweier machtvoller Schwerter. Um an Informationen des Standortes eines der Schwerter zu kommen, werden die Eltern eines kleinen Jungen ermordet. Dieser Junge, Zhang Wuji genannt, wird mit einem Symbol gezeichnet, so dass er die mächtigsten Kung-Fu-Künste nicht erlernen kann – trotzdem schwört er Rache. Viele Jahre später ermöglicht es ihm ein unglücklicher Zufall, dass er die ihm einst verbotenen Künste nun doch erlernen darf. Zhang Wuji begibt sich auf die Suche nach den Mördern seiner Eltern. Zudem lernt er neue Kampfkünste und vereint mehrere Kampfschulen, um gegen das Böse ankämpfen zu können.

Vorsicht: Cliffhanger!

Diese Geschichte beinhaltet im Grunde alles, was ein Fantasy-Film (gepaart mit Martial-Arts-Elementen) beinhalten sollte. Allerdings hapert es vor allem an der Story. Die Kapitel sind im Einzelnen zwar nachvollziehbar, doch fehlt es an den sinnvollen Verknüpfungen. Jet Li und seine Schauspielkollegen werden von einer Szene in die nächste geschickt. Während er sich gerade noch in einer Höhle befindet, geht es anschließend in einer Wüste weiter. Zudem endet der Film noch mit einem Cliffhanger, was bei Filmen ohne Fortsetzung nicht gerade für die Qualität der Geschichte spricht. Obwohl dies nicht unbedingt sinnvoll für den interessanten Handlungsverlauf ist, können uns die im Film vorkommenden Charaktere beziehungsweise ihre Schauspieler überzeugen. Zhang Wuji (Jet Li), der ohne Eltern aufwuchs und nur wenig über die Außenwelt und das Leben weiß, kann uns ebenfalls tiefer in den Bann der Welt von Kung Fu Cult Master ziehen, wie Sharla Cheung (als die anhängliche Zhao Min). Das Beste am Film sind definitiv die zahlreichen Kampfszenen, die choreografisch gut umgesetzt sind die Spannung der Handlung an diesen Stellen gut unterstützen.

Zeit für eine Restaurierung

Die Bildqualität des Films gehört leider zum Schlechtesten, was wir in den letzten Monaten erleben durften. Ständige Verunreinigungen, ein hackendes und zu langsam abgespieltes Bild stören das Filmerlebnis durchgehend. Während ersteres vielleicht noch verkraftbar ist und auf das Alter des Films (welcher 1993 entstanden ist) zurück zuführen wäre, gehen die letzten beiden negativen Punkte einfach nicht. Das im 16:9-Format gehaltene Bild versucht die Tonspur öfters einzuholen, um asynchrone Szenen zu vermeiden. Das funktioniert auch überwiegend, denn nur ein bis zwei Mal hatten wir kurz das Gefühl, dass hier etwas nicht funktioniert. Da dem Film wohl keine digitale Überarbeitung widerfahren ist, verstehen wir nun auch sehr gut, warum Splendid Film dieses Werk von Wong Jing nicht auf Blu-Ray veröffentlichen möchte. Die deutsche Synchronfassung ist durchaus gut, das kantonesische Original ist auch hier natürlich weitaus authentischer. Zuschaltbare Untertitel sind bei diesem 103 Minuten langen Film in Deutsch und Niederländisch vorhanden. Bonusmaterial fehlt ebenfalls – nur ein paar (bekannte) Trailer lassen sich auf der Disc finden. Fans von Jet Li können einen Blick riskieren, alle anderen suchen sich schleunigst Alternativen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Meinung (basierend auf der DVD-Fassung): Wenn es um eine asiatische Mischung aus Fantasy-Spektakel und Kampfkunst-Epos geht, bin ich meistens vorsichtig. Das geht meiner Meinung nach nicht immer gut, denn ich habe bisher noch keinen Film dieser Art gesehen, wo das wirklich sinnvoll funktioniert hat. Um die Jet-Li-Reihe von Splendid Film auch weiterhin zu verfolgen, durfte Wong Jings Kung Fu Cult Master natürlich nicht in meiner Sammlung fehlen und schon lag die DVD im Laufwerk. Jetzt ist es natürlich sehr schade, dass dieser Teil nicht auf Blu-Ray erschienen ist und mein Filmregal etwas seltsam wirkt. Das hat natürlich nichts mit dem eigentlichen Film zu tun, doch auch hier blieb ich eher unbeeindruckt. Zwar finde ich die Charaktere fast durchgehend grandios und die Schauspielkünste könnten bei einem Film wie diesen (fast) auch nicht besser sein, doch komme ich nicht wirklich mit der Handlung mit – zu schnell werden Übergänge, die für den Zuschauer nicht immer logisch sind, aufgebaut und verarbeitet. Ganz schlimm: Der Film endet mit einem Cliffhanger. Was ich bei Serien mag, kann auch bei Filmen funktionieren, wenn sie denn einen Nachfolger erhalten und hier sehe ich schwarz. Seit achtzehn Jahren warten wir bereits auf solch einen Film und ich denke nicht, dass dieser noch kommen wird. Abschließend bleibt zu sagen, dass ich Kung Fu Cult Master nicht empfehlen möchte – es gibt bessere Jet-Li-Filme!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Kung Fu Cult Master!

Review: Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten

In den Jahren 2008 und 2009 erschienen die Remakes der ersten beiden Teile der von Dragon-Quest-Fans geliebten Zenithia-Trilogie (Die Chronik der Erkorenen, beziehungsweise Dragon Quest IV und Die Hand der Himmelsbraut, ursprünglich als Dragon Quest V bekannt) auch in Europa. Nun hat es mehr als zwei Jahre gedauert, bis Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten den Weg über den großen Teich gefunden hat.

Im sechsten Serienableger der legendären Rollenspielserie übernehmen wir abermals die Rolle eines namenlosen (aber frei benennbaren) Helden, der gegen das ultimative Böse in einem fantasievollen Universum antreten möchte. Nachdem er sich dessen Existenz bewusst geworden ist, lernen wir mit ihm auf unserer Reise durch zahlreiche Königreiche kunterbunte Charaktere kennen, die allesamt sehr interessant gestrickt sind und über unterschiedliche Persönlichkeiten verfügen. Schnitz, groß und stämmig, ist ein ungeduldiger Geselle. Rebekka hat ihr Gedächtnis verloren und Adriels Intelligenz kann sich mit den Weisen des magiereichen Landes messen. In Dragon Quest VI müssen wir allerdings nicht nur eine, sondern gleich drei miteinander verbundene Welten vor dem Untergang retten und die Finsternis ein für alle mal vertreiben.

Abenteuerliche Reise

Der Weg bis zur finalen Auseinandersetzung ist allerdings lang und beschwerlich – bis dahin werden wir viele Abenteuer in den Städten, Dörfern und Königreichen erleben. Mal müssen wir versuchen, eine Meerjungfrau durch drei Meere zu bugsieren und ein anderes Mal möchte ein Mann, der sich des Nachts zu einem unangenehmen Monster verwandelt, zur Besinnung gebracht werden. Diese Geschichten werden mit vielerlei Wortwitzen ausgedrückt, so dass wir mehr als nur einmal ins Schmunzeln geraten – toll! Obwohl die schön erzählten und voneinander meist unabhängigen Abenteuer nett erzählt sind, verliert die eigentliche Handlung bereits nach einem guten Viertel der Spielzeit stark an Fahrt. Erst gegen Ende kann das Abenteuer um die Wandler zwischen den Welten wieder auftrumpfen.

Freiheiten mit Sinn für Zufallskämpfe

Dem Spiel kommt es da ebenfalls nicht sonderlich zugute, dass es abseits der Haupthandlung nur wenige Nebenaufgaben zu finden gibt. Mehr als das bekannte Sammeln aller hundert Minimedaillen, dem Glücksspiel im Kasino und dem einen oder anderen Minispiel wird im Grunde nichts geboten, was leider zufolge hat, dass ein gewisser Anteil an Leerlauf in das Spiel integriert wird. Immerhin erzeugt das Spiel bereits ab der zweiten Spielhälfte ein Gefühl, man würde eine offene Welt erkunden. Mit schwimmenden Inseln und fliegenden Betten dürfen wir die entlegensten Winkel der Welt erkunden. Dabei kommt es mitunter vor, dass alle paar Sekunden der Kampfbildschirm aufpoppen kann – Zufallskämpfe gibt es in Dragon Quest VI also in Massen. Die Auseinandersetzungen mit den Feinden laufen relativ schnell ab – mag man es eher gemütlich, kann man die Geschwindigkeit der Kämpfe in den Optionen jederzeit drosseln. Mit mächtigen Zaubersprüchen, die wir mit Level-Aufstiegen und dem Erlernen von Berufen in der Allesneu-Abtei erlernen, sowie mit gewaltigen Waffen, die wir in den zahlreichen Läden erwerben, versalzen wir den Monstern gehörig die Suppe.

Rollenspiel der alten Schule

Der Schwierigkeitsgrad des Spiels befindet sich auf einem mittleren Niveau. Hin und wieder kommt es zwar durchaus vor, dass uns ein stärkerer Gegner über den Weg läuft, doch wahre Herausforderungen sind bei Dragon Quest VI rar gesät. Optisch befindet sich der Titel auf demselben technischen Stand, wie die beiden ersten der Teile Zenithia-Trilogie. Wir erleben satte Farben, putzige Charaktere und schöne Effekte in Massen. Bis auf ein, zwei Ausnahmen wird das Geschehen mit einem rollenspieltypsichen Soundtrack gut untermalt. Im Grunde gibt es auch nichts an der Bedienung zu bemängeln, einzig allein die Menüführung beim Austauschen von Gegenständen wirkt altmodisch, da jeder Gegenstand mühselig einzeln transferiert werden muss. Für Fans ist das aber auch nichts neues, für sie gehört es seit 1986 zur Rollenspielserie einfach dazu. Wer sich nicht mehr auf Xenoblade Chronicles gedulden kann, bekommt mit Dragon Quest VI ein überdurchschnittliches Rollenspiel geboten, was für circa vierzig Stunden motivieren kann und die Wartezeit auf kommende Titel super verkürzt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Nintendo-DS- und Super-Nintendo-Fassung): Lange hat es gedauert, bis wir Europäer in den Genuss des Spiels gekommen sind. Original erschien der Titel ja bereits Mitte der Neunziger für das Super Nintendo, um einen nachträglichen Import vor einigen Jahren kam ich da natürlich nicht herum. Da meine Japanisch-Kenntnisse allerdings alles andere als ausreichend sind, hatte ich nur wenig Spaß mit dem Spiel und seither fristete das Modul sein Dasein im Regal. Da habe ich mich sehr gefreut, dass im Mai endlich auch in Europa der sechste Teil der Reihe erschienen ist. Dank Nintendo hat man nach dem neunten Teil auch diese Episode wieder mit einer Zahl im Titel versehen, nachdem Koch Media das 2008 und 2009 ordentlich versemmelt hat. Das Spiel an sich hat mir relativ gut gefallen, das Kampfsystem spielte sich sehr flott und bot gewohnte Action, die der neunte Teil nicht ganz so gut hinbekommen hat. Die für ein Rollenspiel wichtige Handlung wurde bei Dragon Quest VI: Wandler zwischen den Welten teilweise vernachlässigt – die ersten zehn Spielstunden werden noch relativ gut erzählt, danach darf man sich mehr als zwanzig Stunden kreuz und quer durch die fantastische Welt kämpfen und nebensächliche Geschichten erleben. Das ist zwar interessant und unterstützt zwar auch das Grundgerüst des Spiels, doch der Kern wurde nicht annähernd so gut getroffen wie beim vierten oder achten Teil der Serie. Immerhin ist das Geschehen zum Ende hin wieder interessanter. Auch wenn der Titel ein paar Schwächen aufweist, so kann ich ihn trotzdem empfehlen und sei es nur als Lückenfüller, bis Xenoblade Chronicles erscheint.

Umfrage-Ergebnis: Freudige Einkäufe im eShop

Seit dem vierzehnten Juli befragten wir unsere Leserschaft, was sie vom Angebot des Nintendo-3DS-eShops halten. Zehn Prozent geben an, dass sie überhaupt nicht mit der Auswahl an Spielen und Software zufrieden sind. 21% sind weniger von dem Angebot überzeugt – ganze 48% sind hingegen durchaus zufrieden mit dem Angebot, erkennen aber anscheinend ein paar Mängel im System. 21% geben an, dass sie sehr mit Nintendos Auswahl an Spielen und Programmen zufrieden sind. Halten wir also fest, dass gut ein Drittel unsere Leser mit Nintendos eShop auf dem 3DS unzufrieden oder weniger zufrieden sind. Die überwiegende Mehrheit hält das Angebot für mehr als akzeptabel und freut sich auf neue Einkäufe. Vielen Dank, dass ihr an unserer Umfrage teilgenommen habt!

Partner: Das NMag verlost eine limitierte Zelda-Tasche

Wer am Dienstag aufmerksam auf Gameplay Gamers gesurft ist, wird vermutlich festgestellt haben, dass Nintendo den Preis des Nintendo 3DS drastisch senken wird und wer sich jetzt noch schnell ein Exemplar sichert, erhält außerdem zwanzig Virtual-Console-Spiele als Download geschenkt. Alle Informationen dazu entnehmt ihr bitte dieser News.

Das NMag verlost nun unter allen Teilnehmern eine limitierte The-Legend-of-Zelda-3DS-Tasche, die eigentlich nur Vorbestellern der 3DS-Version von The Legend of Zelda: Ocarina of Time vorbehalten war. Das einzige was ihr dafür machen müsst, ist euch im NMag-Forum anzumelden und den QR-Code eures Miis im entsprechenden Thread hochzuladen, damit ihr euren Mii mit den anderen Usern tauschen könnt. Alle Informationen zur Verlosung findet ihr hier. Übrigens: Wer sich im NMag-Forum registriert, hat deutlich die Nase vorn – bald wird es möglich sein, seine dort verdienten nCoins in tolle Prämien und Lose für Verlosungen einzutauschen. Zudem landet man in einer tollen Community, in der fleißig über Nintendo diskutiert wird. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück!

News: True Crime: Hong Kong lebt!

Für Fans des eingestellten True Crime: Hong Kong geht vielleicht schon bald ein Wunsch in Erfüllung. Activision hat das Spiel an Square Enix verkauft, bei denen das Spiel vermutlich in Zukunft weiter entwickelt und anschließend vermarktet wird. Die Namensrechte bleiben aber weiterhin bei Activision, weshalb das Spiel bei Square Enix einen neuen Titel erhält. Dies berichtete die Redaktion der Website Game2gether vor einigen Tagen auf ihrer Internetseite. Das Spiel wurde 2008 für PC, Xbox 360 und PlayStation 3 angekündigt. Eine Portierung auf die Wii U wäre unserer Meinung ebenfalls denkbar.

Erics Meinung: Ich habe mich sehr über diese Neuigkeit gefreut, da ich sehr bestürzt darüber war, dass das Spiel eingestellt worden ist. Ich freue mich schon sehr auf das „asiatische Grand Theft Auto“ und bin schon sehr gespannt, was der Rollenspielkonzern alles in das Spiel einbauen wird.  Ich hoffe darauf, dass nicht zu viele Rollenspielelemente ihren Weg in das Spiel finden werden, da es sich sonst vielleicht zu sehr Yakuza von Sega ähneln könnte. Da sich Square Enix vor einiger Zeit mit Eidos zusammen tat, gehe ich aber nicht wirklich davon aus. Schließlich ist Kane & Lynch 2: Dog Days auch ein Action-Feuerwerk geworden.

News: Preissenkung des Nintendo 3DS

Für Besitzer eines Nintendo 3DS kommt diese Nachricht wie eine Hiobsbotschaft – Nintendo senkt den offiziellen Preis ihres neuesten Handhelds von 249 auf 169 Euro, weniger als fünf Monate nachdem die Konsole offiziell ihren Weg in den europäischen Handel fand. Trotzdem müssen sich Besitzer nicht bei Nintendo beschweren, denn als Wiedergutmachung erhält jeder Spieler, der sich bis zum 11. August 2011 mindestens einmal mit dem Nintendo eShop verbunden hat, ganze zwanzig (!) Virtual-Console-Spiele geschenkt. Darunter fallen zehn NES-Spiele, die ab dem ersten September 2011 für die so genannten 3DS-Botschafter zur Verfügung stehen werden. Dazu zählen Titel wie Super Mario Bros, Donkey Kong Jr., Balloon Fight, Ice Climber und The Legend of Zelda – die restlichen fünf Titel sind bisher noch nicht bestätigt.

Bei den restlichen zehn Titeln handelt es sich um GameBoy-Advance-Spiele, die allerdings erst später in diesem Jahr exklusiv für 3DS-Botschafter zum Download bereitstehen werden. Dazu zählen unter anderem die Spiele Yoshi’s Island: Super Mario Advance 3, Mario Kart: Super Circuit, Metroid Fusion, WarioWare Inc.: Minigame Mania und Mario vs. Donkey Kong. Ein genauer Termin und die Betitelung der restlichen fünf Spiele stehen noch offen. Diese Informationen entnehmen wir der offiziellen Nintendo-Homepage, den Preis haben wir der Website von Amazon entnommen (Stand 31. Juli 2011).

Erics Meinung: Grundsätzlich freue ich mich als Besitzer eines Nintendo 3DS über diese – für mich – frohe Kunde. Nicht alle Tage bekommt man zwanzig Spiele, die man teilweise noch nie gespielt hat, für lau zum Download angeboten. Es ist nur schade, dass sich der qualitativ eigentlich hochwertige Nintendo 3DS nicht so gut verkauft hat. Da sieht man mal wieder, dass die Software verantwortlich für die Verkäufe Hardware ist. Man sieht also, dass das bisherige Angebot an Spielen auf dem 3DS  bis auf wenige Titel sehr durchwachsen ist und kaum einen Anreiz bietet, sich eine Konsole zu kaufen. Derzeit wird Nintendos Handheld bei vielen Händlern und Online-Versandhäusern für knapp zweihundert Euro gehandelt. Wenn ihr noch keinen 3DS besitzt, solltet ihr vielleicht dennoch zuschlagen – dreißig Euro mehr sind immer noch weniger, als das was man für zwanzig Spiele bezahlen müsste. Zudem sind die GameBoy-Advance-Spiele bisher nur exklusiv für 3DS-Botschafter angekündigt. Ich gehe allerdings davon aus, dass früher oder später ein jeder in den Genuss der Titel kommen wird, da Nintendo es sich sicherlich nicht nehmen lässt, ihre Marken auszubeuten.

Gewinnspiel (16. – 31. Juli 2011)

Wer sich schon länger auf Gameplay Gamers herumtreibt, hat bestimmt schon von unserer Facebook-Seite und den damit verknüpften Gewinnspielen gehört. In diesem Monat möchten wir unser erstes Gewinnspiel ausrichten, bei dem wir zwei Spiele, die uns freundlicherweise von Nintendo zur Verfügung gestellt wurden sind, verlosen werden. Um am Gewinnspiel teilzunehmen müsst ihr auch überhaupt nicht viel tun:

Um an der Verlosung zu Mario Sports Mix teilnehmen zu können, müsst ihr einfach nur Fan auf unserer Facebook-Seite werden (dies geschieht, in dem ihr auf „Gefällt mir“ klickt). Wollt ihr zusätzlich an der Verlosung von Donkey Kong Country Returns teilnehmen, müsst ihr auf unserer Facebook-Seite den entsprechenden Gewinnspiel-Beitrag mit einem „Gefällt mir“ versehen und den zugehörigen Link auf eurer Pinnwand mit euren Freunden „teilen“.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die über einen aktiven Facebook-Account verfügen und mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben, sowie ihren festen Wohnsitz innerhalb Deutschlands haben. Bei minderjährigen Nutzern wird eine Einverständniserklärung der Eltern benötigt. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und von Nintendo sind von der Verlosung ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich über ihren Facebook-Account informiert. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich nicht auf Facebook erwähnt, sie dürfen sich aber gerne selbst unter dem Facebook-Beitrag oder dem Gameplay-Gamers-Artikel als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 31. Juli 2011, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung von Mario Sports Mix und Donkey Kong Country Returns!

Umfrage: Eure Meinung zum Nintendo-3DS-eShop!

Der Start des Nintendo 3DS lief für Nintendo vermutlich nicht wie geplant. Wir möchten hier nicht von Verkaufszahlen reden, eher von einem Feature des Nintendo 3DS, welches zum Launch noch überhaupt nicht vorhanden war: Dem eShop, wo ihr Virtual-Console-Klassiker, 3D-Remakes und DSiWare-Spiele herunterladen könnt. Anfangs hieß es, dass der eShop mit dem Software-Update im Mai nachgereicht wird. Dieses Update verschob sich allerdings auf Juni und kam nur mit einer mickrigen Auswahl an Spielen daher. Einzig allein Super Mario Land, Alleyway und Tennis bot der japanische Konzern den Spielern.

Das hat man 2006 mit der Wii deutlich besser gemacht. The Legend of Zelda: Link’s Awakening wurde noch in der ersten Woche nachgereicht. Es folgten außerdem noch Donkey Kong und Kirby’s Dreamland. Immerhin steigt die Zahl der Virtual-Console-Spiele auf dem 3DS wöchentlich, überwiegend auch mit durchaus guten Titeln. Doch Nintendo hat es immer noch nicht geschafft, eShop-Karten einzuführen. Wer also nicht über eine Kreditkarte verfügt, muss also weiter warten. Derzeit ist Ende Juli für diese Karten terminiert.

Doch was haltet ihr von der aktuellen Gesamtsituation? Reicht euch die überschaubare Auswahl an Klassikern und DSiWare-Titeln aus? Was haltet ihr von den 3D-Videos, die heruntergeladen müssen und nicht gestreamt werden? Fehlen euch noch Features für den eShop? Lasst uns eure Meinung wissen! Viel Spaß beim Abstimmen!

Umfrage-Ergebnis: U are the winner!

Auch in diesem Jahr fand im Juni die wichtigste Videospielmesse der Welt in Los Angeles statt. Die Electronic Entertainment Expo, kurz E3, bereitet einigen Videospielfans schon im Vorfeld die eine oder andere schlaflose Nacht. Wenn dann auch noch geniale Ankündigungen auf der Messe gemacht werden, gibt es für den einen oder anderen Zocker keinen Halt mehr. Während Microsoft weiterhin auf Kinect setzt und Sony mit der PlayStation Vita endlich den PSP-Nachfolger in den Startlöchern hält, punktete Nintendo mit der Ankündigung der Wii U.

Wir haben euch gefragt, welcher der drei großen Hersteller die diesjährige E3 gewonnen hat. Microsoft und Sony teilen sich gleichermaßen den zweiten Platz, da sie jeweils 16% der Stimmen einkassiert haben. Nintendo schlägt mit überzeugender Mehrheit mit 68% zu Buche. Unserer Meinung nach kam dieses Ergebnis nicht sehr überraschend, da das innovative Konzept der Wii U durchaus vielversprechend ist. Abschließend möchten wir uns noch bei allen Teilnehmer dieser Umfrage bedanken: Dankeschön!

Partner: Mario-Kart-Wii-Turnier #7

Der Sommer im NextGen-Forum wird heiß, denn am 17. Juli 2011 lassen wir ordentlich die Reifen quietschen – im siebten Mario-Kart-Wii-Turnier des NextGen-Forums. Seit 2008 wird diese Veranstaltung ein bis drei Mal jährlich ausgefochten und jedes Mal gehen alle Teilnehmer mit einem Lächeln aus dem Spiel. Wenn ihr auch Interesse an Mario Kart Wii habt und euch mit einer der besten Communities des Internets messen wollt, dann würden wir uns sehr freuen, wenn ihr euch bis zum 16. Juli 2011 im Thread registrieren würdet.

Review: The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D

Im Jahr 1998 erschien mit The Legend of Zelda: Ocarina of Time ein wegweisendes Spiel auf dem Nintendo 64. Mit diesem erfolgreichen Action-Adventure zeigte Entwicklerlegende Shigeru Miyamoto, wie sich Serie und Genre in Zukunft entwickeln sollten. 13 Jahre später beglückt Nintendo die Fans mit einem Remake in autostereoskopischen 3D!

An der bereits damals märchenhaften Handlung hat sich bis heute nichts getan. Nach wie vor kontrollieren wir den jungen Hylianer Link, der fernab seines Volkes im Dorf der Kokiri lebt. Vom mächtigen Deku-Baum erhalten wir den Auftrag, eine Prinzessin in einem gar nicht so weit entfernten Schloss zu beschützen. Unsere Reise führt uns durch das mystische Land Hyrule. Schon bald erfahren wir, dass sich der Großmeister des Bösen Ganondorf dem Triforce, einer  sagenumwobenen Macht, bedienen möchte, um Hyrule zu unterjochen und die Herrschaft an sich zu reißen. Das können wir natürlich nicht tatenlos mit ansehen und schicken unseren Helden, nach etwa einem Drittel der Spiels, durch die Zeit – auch wenn die daraus resultierende Handlung nicht ganz ohne Paradoxon ist.

Zeitenreisen – inklusive Paradoxon

Dieses Spielkonzept fühlt sich auch 13 Jahre nach der Erstveröffentlichung im Jahr noch taufrisch an. Dieses Feature müssen wir für Nebenaufgaben und selbstverständlich auch für den wichtigen Story-Verlauf mehrmals nutzen, um im Spiel voran zu kommen. Pflanzen wir beispielsweise in unserer Kindheit eine magische Bohne ein, können wir sieben Jahre später auf einem schwebenden Blatt somit ein Herzteil (vier davon erweitern unsere Lebensenergie) auf einer vorher unpässlichen Anhöhe erreichen. Oder wir müssen während unseres Lebens als Erwachsener ein Lied erlernen, womit wir in der vorherigen Epoche ein bestimmtes Ereignis auslösen können. Aber nicht nur durch das Zeitreise-Element tun sich uns immer mehr Möglichkeiten auf. Viel wichtiger ist es, die in den Dungeons gefundenen Gegenstände sinnvoll in der weitgehend offenen Spielwelt zu benutzen. Steine können mit Bomben gesprengt oder mit einem Hammer aus dem Weg geräumt werden, fliegende Gegner holen wir mit unserem Bogen vom Himmel – die Möglichkeiten sind durchaus groß. Nebenaufgaben finden wir in Hyrule fast wie Sand am Meer. Da möchten entlaufene Hunde eingefangen, spezielle Hühner aus einer Menge an Gefieder ausgesucht und Bogenschießwettbewerbe gewonnen werden. Beschäftigungsvielfalt wird in den Nebenaufgaben genauso groß geschrieben, wie die facettenreichen Dungeons.

Von Rätseln und Bossgegnern

Die im Spiel vorkommenden Labyrinthe unterscheiden sich untereinander sehr. Während wir im Feuertempel mit extremen Temperaturen kämpfen und im Schattentempel nur mit dem Auge der Wahrheit versteckte Plattformen aufspüren, müssen wir im Geistertempel einfallende Lichtstrahlen geschickt auf bestimmte Objekte projizieren, um Durchgänge zu öffnen. An der Methode, wie wir an einen Tempel herangehen, ändert sich im Spiel durchgehend allerdings nichts. So finden wir meist zuerst Karte und Kompass, damit wir uns in den Dungeons nicht verlaufen und noch nicht geöffnete Schatztruhen aufspüren können. Durchstöbern wir das Verlies lange genug, finden wir früher oder später in einer Truhe ein neues Item, mit dem wir dann meistens auch den jeweiligen Bossgegner besiegen können. Hier erwartet uns im Übrigen auch schon die erste Neuerung des Spiels. Keine Sorge, die Bosskämpfe fühlen sich nach wie vor noch so an, wie einst 1998. Allerdings können wir nun gegen jeden Bossgegner, den wir bereits besiegt haben, nochmals kämpfen. Dazu müssen wir uns einfach in Links Baumhaus aufs Bett legen und den entsprechenden Kampf auswählen. Allerdings sind wir nur so stark, wie wir auch zum Zeitpunkt der ersten Auseinandersetzung waren. Es ist also nicht möglich, Bomben auf Spinnenkönigin Gohma zu werfen oder mit dem Bumerang König Dodongo zu bekämpfen. Hier hat Nintendo ordentlich Potential verschenkt, da besonders diese Möglichkeiten für experimentierfreudige Fans sicherlich sehr interessant gewesen wären. Da die 3DS-Cartridge ebenfalls über keine Online-Modi oder Street-Pass-Funktionen verfügen, ist der Austausch von Highscores ebenfalls ausgeschlossen.

Ver(schlimm)besserte Menüführung

Trotzdem macht das Fehlen dieser Komponente aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D noch lange kein schlechtes Spiel. Die Entwickler haben dann doch an allen Ecken und Kanten versucht, den Titel eine neue Spielerfahrung zu verpassen. So entfällt in der neuen Fassung das ständige Aufrufen des Menüs, um im Wassertempel die Eisenstiefel ständig an- und abzulegen. Ab sofort fallen die ehemaligen Ausrüstungsgegenstände in die Kategorie der Items. Das ist sinnvoll und hat den flüssigen Spielablauf bei unserer Durchspielsession deutlich erleichtert. Außerdem ist das Menü nicht mehr starr angeordnet, wie noch auf dem Nintendo 64 oder dem Gamecube. Jedes Objekt kann miteinander vertauscht werden, um etwaige Suchen nach einem bestimmten Item zu erleichtern. Apropos Menü: In den Dungeons wird auf dem unteren Bildschirm die Karte samt ungeöffneten Schatztruhen eingeblendet. Der Ansatz hat uns gefallen, doch wird die eigene Position nur auf der Minimap des oberen Screen angezeigt. Warum sich Entwickler Grezzo für diesen sinnfreien Schritt entschieden hat, wissen wir nicht.

Links Augen und der 3DS

Steuerungstechnisch hat sich ebenfalls etwas getan. Zwar kontrollieren wir den jungen Link wie gewohnt noch über das Schiebepad und geben unsere Befehle mittels Tasten und Knöpfen ein, doch können wir dieses Mal auch die Bewegungssensoren des 3DS ausnutzen. Wenn wir durch die Ego-Perspektive schauen, brauchen wir nun nicht mehr mühevoll das Schiebepad bewegen – es reicht nun vollkommen aus, dass wir den 3DS in alle Himmelsrichtungen schwenken. Allerdings haben die Entwickler nicht daran gedacht, dass diese Funktion bei eingeschaltetem 3D-Feature eher schlecht als recht funktioniert. Wir müssen genau darauf aufpassen, dass wir unsere Augen simultan zum Handheld bewegen. Zwar können wir in den Optionen auf die allseits bekannte Schiebepad-Steuerung umstellen, doch empfehlen wir eher für den kurzen Moment die 3D-Funktion abzustellen. Besonders beim Bogenschießen fällt uns nämlich auf, dass die Bewegungssteuerung deutlich besser funktioniert.

Die Zelda-Identität

Änderungen der Gamecube-Version, wie das Entfernen der auf den Islam zurückzuführenden Symbole, von Mond und Stern auf dem Spiegelschild, wurden durchgehend übernommen. Nintendo hat es aber trotz allen doch noch geschafft, Nebencharakteren neue Namen zu verleihen. So heißen die beiden Vogelscheuchen auf einmal Peter und Paul und die Zimmermänner hören nun nicht mehr auf die Namen der Beatles. Auch die Hommage an die Comicserie Gespenstergeschichten in der Zitadelle der Zeit hat durchweg ihren Sinn verloren. Diese Änderungen stehen natürlich nicht für die restliche Qualität des Spiels ein, doch hat man hier dem Spiel ein wenig seine ursprüngliche Identität geraubt. Eine positive Änderung ist allerdings die aufgebohrte Optik des Titels. Wo man nur hin sieht, wirken die Texturen nun deutlich schärfer (wenn auch ein bis zwei Texturen bei genauem Hinschauen auch mal etwas matschig wirken). Die Umgebungen erstrahlen in satteren Farben als noch beim Original und auch jeder einzelne Charakter wirkt nun deutlich glaubhafter. Einzig allein selten auftretende Einbrüche in der Bildwiederholungsrate und sporadisch auftretende Grafikfehler, wie das falsche Einfügen des 3D-Effekts können das Spielerlebnis kurzzeitig beeinträchtigen.

Trotz Mängeln ein würdiges Remake

Der imposante Soundtrack unterlegt das Geschehen jederzeit sehr, sehr gut – allerdings fragen wir uns, warum Nintendo sich beim Remake eines der unter Fans wohl beliebtesten Teile der Reihe nicht für einen orchestralen Soundtrack entschieden hat. Dass das technisch umsetzbar ist und auch durchaus gut klingt, erfahren wir beim Abspann, wo der einzige orchestrale Titel aus den Lautsprechern dröhnt. Abschließend bleibt uns nur zu sagen, dass The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D trotz der vereinzelten Mängeln ein würdiges Remake eines zeitlosen Klassikers darstellt. In kaum einem anderen Spiel haben wir später nochmals so viele Nebenaufgaben, Mythen und Geheimnisse entdecken können – und wenn doch, dann gehört dieser Titel vermutlich sowieso zur The-Legend-of-Zelda-Reihe. Sammler haben aufgrund des Soundtracks (den es bei einer Registrierung bis zum 30. Juni kostenlos dazu gab) bereits zugeschlagen, Kenner brauchen den Titel allerdings nicht noch einmal im Regal stehen haben, da die Änderungen im Grunde nur im Detail liegen. Jüngere Spieler und jene, die dieses Spiel schlichtweg nicht gespielt haben, kommen um den Kauf allerdings nicht herum, um einen der besten Teile der Serie in seiner ganzen Pracht erleben zu können.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der 3DS-, Gamecube- und Nintendo-64-Version): Kurz vor der Jahrtausendwende hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit, The Legend of Zelda: Ocarina of Time spielen zu können. Da es eines meiner ersten Spiele in einer dreidimensionalen Spielwelt war, habe ich mich anfangs noch relativ schwer damit getan. Vor jedem Absprung musste ich aus Reflex den A-Knopf des dreizackigen Nintendo-64-Controllers drücken, da ich aus meinen Super-Nintendo-Zeiten nichts anderes gewohnt war. Mit der Zeit hatte sich das natürlich relativiert und ich konnte 2001 auf meinem eigenen Nintendo 64 erstmals wirklich für mich alleine die Spielwelt erkunden. Allerdings hat Ocarina of Time für mich niemals den Stellenwert eingenommen, wie für viele andere Spieler auch. Mir kam es immer so vor, als ob andere Spieler mit The Legend of Zelda: Ocarina of Time ihren Einstieg in die The-Legend-of-Zelda-Welt gefunden haben. Für mich war es nicht wirklich mehr als ein aufgebohrtes A Link to the Past, verpackt in einer dreidimensionalen Spielwelt. Bis zum Jahr 2002 favorisierte ich aus diesem Grund auch den Super-Nintendo-Ableger. Dann erschien aber Majora’s Mask, welches bis heute mein absolutes Lieblingsspiel der Reihe – Ocarina of Time fehlte einfach eine wirklich lebendige Welt mit Charakteren, die auch tatsächlich ihrem Tagwerk nachgehen und nicht nur stumm in der Gegend herumstehen. Trotzdem kam ich ein paar Wochen später auch noch in den Genuss der Gamecube-Fassung, die der limitierten Erstauflage von The Legend of Zelda: The Wind Waker beilag. Diese habe ich dann noch mehr genossen als die einstige Nintendo-64-Version. Heute, etwa neun Jahre später, habe ich meine Meinung zu Ocarina of Time nicht geändert. Das Spiel mag wirklich gut sein, daran besteht überhaupt kein Zweifel, doch in der 3DS-Ausgabe fallen mir schon wieder genau die Punkte ein, die ich an dem Spiel damals bemängelte. Außerdem taten sich neue Punkte auf: Wie kann es bei einem Remake passieren, wo man sich größtenteils nur auf die technischen Aspekte konzentriert, dass Grafikfehler ungeschoren durch die Qualitätssicherung kommen und der Titel nach dreizehn Jahren nicht mit einem orchestralen Ingame-Soundtrack gewürdigt wird? Das ist bei einer Neuauflage meiner Meinung nach nicht entschuldbar. Trotzdem habe ich das Durchspielen des Titels abermals genossen. Das freischaltbare Master Quest (eine schwierigere Version des Originals mit veränderten Dungeons und erstmals einer gespiegelten Welt von Ocarina of Time) werde ich dann vermutlich aber erst zum Einstieg des nächsten Zeldas auf der Wii einlegen.

Review: The Legend of Zelda: Phantom Hourglass (Manga)

Als The Legend of Zelda: Phantom Hourglass 2007 für den Nintendo DS erschien, spaltete es die Fans. Die einen mochten das neue Konzept, Link mittels Stylus durch die Welt zu lenken und die innovativen Rätsel zu lösen. Die anderen Spieler konnten sich partout nicht mit dem zu einfachen Schwierigkeitsgrad und der Linearität anfreunden. Mit dem Manga werden aber dieses Mal beide Spielertypen zufriedengestellt, zumal sie nicht ins Geschehen eingreifen müssen. Link segelt handlungsgetreu mit Piratin Tetra über die Meere, immer auf der Suche nach einem neuen Abenteuer. Eines Tages stoßen die beiden auf ein Geisterschiff, woraufhin Tetra entführt wird und Link sein Matrosendasein aufgeben muss. Auf einer Insel bekommt der Recke Schwert und Schild in die Hand gedrückt, entdeckt ein magisches Stundenglas und erhält zudem den Auftrag, dessen Inhalt zu füllen und anschließend gegen das Böse zu kämpfen. Unterstützung erhält das wackere Kerlchen vom Piraten Linebeck und der geheimnisvollen Fee Ciela.

Piratenpack

Der Manga erzählt die Geschichte des Spiels spannend und führt uns an viele Orte, die wir so auch noch aus dem Spiel in Erinnerung haben. Zwar dümpelt die Handlung zwar gelegentlich vor sich her, doch besonders zu Beginn und am Ende ist sie deutlich stark vertreten, wecken in uns sogar das Gefühl, wir würden gerade selbst über das blaue Meer in Phantom Hourglass segeln. Schade nur, dass bisher kein Manga zu The Legend of Zelda: The Wind Waker erschienen ist. Somit wird der Charakter Tetra nur am Rande erklärt und ihre wahre Bedeutung kommt im Manga nicht sonderlich gut zur Geltung. Akira Himekawa haben Links Abenteuer wunderschön mit schwarzweißgrauen Zeichnungen in Szene gesetzt, auch die deutschsprachige Übersetzung von Hirofumi Yamada ist wieder einmal gut gelungen. Wer bereits gerne auf seinem Nintendo-DS-System über die Weltmeere schippert, wird auch mit dem Manga zufriedengestellt. 188 Seiten für fast sieben Euro sind hier ein fairer Preis.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Was habe ich 2007 über das Spiel geflucht, welches diesen Manga ausmacht. Zu leicht, zu gradlinig und zu wenig zu tun war mein Fazit vor mehr als dreieinhalb Jahren in den Foren dieser Welt. Mit eben diesen Erwartungen ging ich nicht gerade unvoreingenommen an die Rezension des Mangas, aber ich wurde so schnell eines besseren belehrt. Der Manga lässt alle negativen Aspekte, die ich auch heute noch am Nintendo-DS-Spiel bemängle, vergessen und bezaubert mich mit einer strukturierten und durchdachten Handlung. Jede der 188 Seiten habe ich sehr gerne gelesen und die Zeichnungen begutachtet, zumal sie sich vom Stil her sehr von denen der anderen Mangas abheben. Ich finde es nur schade, dass man das meiner Meinung nach deutlich bessere The Wind Waker nicht in Manga-Form veröffentlicht hat – so kommt vor allem Tetras wahre Bedeutung nur sehr geringfügig zur Geltung, hier wäre deutlich mehr Tiefgang drin gewesen. Trotzdem bereue ich es nicht, den Manga gelesen zu haben. Auch ohne diese relativ wichtige Information kann man der Handlung sehr gut folgen. Wer das Spiel bereits mochte, wird auch mit dem Manga zufrieden sein – ein vorerst würdiger Abschluss der Manga-Reihe!

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: A Link to the Past (Manga)

1991 verzauberte ein Titel wie kein anderer alle Nintendo-Spieler. Die Rede ist vom dritten Teil der The-Legend-of-Zelda-Reihe, genannt A Link to the Past. Schöne 16-Bit-Grafieken und ein ausgeklügeltes Gameplay ließen dabei leider etwas außer Acht: Die Story. Obwohl diese in vielen Teilen der Serie ähnlich aufgebaut ist und auch nie wirklich stört, wäre sie für die Manga-Umsetzung essentiell gewesen. So taucht auch hier der Zauberer Agahnim im Lande Hyrule auf und verschleppt sieben Mädchen inklusive Prinzessin Zelda in die Schattenwelt. Dort versucht der Großmeister des Bösen Ganon Zugang zum heiligen Reich zu erlangen, um sich an den Kräften des goldenen Triforce bedienen zu können. Natürlich kann Link das nicht tatenlos mit ansehen, weshalb er sich finsteren Monstern und Dämonen stellt, dem Bösen den Garaus zu machen. Die Parallelen zum Spiel sind zwar vorhanden, doch treten sie nur sporadisch in Erscheinung. Nach der Rettung von Prinzessin Zelda zu Beginn des Mangas, entkommen die beiden nicht durch einen geheimen Tunnel zur Kathedrale. Während der Flucht wird die holde Maid von Agahnim entführt und nicht erst später, wie im Spiel. Außerdem trifft Link unterwegs auf eine Diebin, die sich ihm öfters in den Weg stellt und so nicht im Videospielklassiker vorkommt.

Nur für Fans

Auch über die Vergangenheit Links wird im Spiel nicht eingegangen, dafür aber umso mehr im Buch. Das ist zwar ein interessanter Blickwinkel, untermauert aber nicht den Charme des Originals und trägt im Wesentlichen auch nicht zur Geschichte bei. Zudem wurde der Schattenwelt-Aspekt von Akira Himekawa völlig fehlinterpretiert. Link kann sich ganz ohne Mondperle in der Schattenwelt bewegen, seine Schattengestalt als hilfloser Hase nimmt er nicht an. Die Zeichnungen sind den beiden Künstlerinnen dafür aber wieder einmal gut gelungen, zumal man einige Orte (die Schattenpyramide oder der Platz in den Verlorenen Wäldern, wo das Master-Schwert auf den Helden wartet) aus dem 16-Bit-Klassiker schnell wiedererkennt. Übersetzt wurde A Link to the Past von Hirofumi Yamada, dieses Mal aber etwas weniger humorvoll und dafür ernster. Der 183-seitige Manga (inklusive einem weniger interessanten sechsseitigen Interview mit Akira Himekawa und Eiji Aonuma) ist zu einem Preis von knapp sieben Euro erhältlich, dürfte aber nur für die größten Fans interessant sein.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): The Legend of Zelda: A Link to the Past war mein drittes Super-Nintendo-Spiel und zugleich mein erstes The-Legend-of-Zelda-Spiel, welches ich genießen durfte. Ich weiß noch ganz genau, wie ich mich am Morgen nach dem Kauf aus dem Bett geschlichen und  mich durch den virtuellen Regen gekämpft habe, aber den geheimen Eingang in die Burg nicht gefunden habe. Rückblickend ist mir das doch etwas peinlich, aber ein paar Stunden später versuchte ich es erneut und erlebte kurz darauf eines der epischsten Super-Nintendo-Spiele aller Zeiten. Ebenso groß waren meine Erwartungen auch an den Manga. Selbstverständlich konnte ich nicht mit einer umfangreichen Geschichte rechnen, doch dass man sich dermaßen abseits der eigentlichen Handlung bewegt, fand ich dann doch etwas schwach. Immerhin haben die beiden Zeichnerinnen nicht die Existenz von Agahnim und Ganon aufgelöst, denn bis heute weiß niemand, ob es sich dabei um zwei verschiedene Bösewichte handelt, oder ob Agahnim Ganons Gestalt in der Lichtwelt darstellt. Auch die deutsche Übersetzung hat mir dieses Mal nicht ganz so gut gefallen, auch wenn sie thematisch zu den aussagekräftigen Zeichnungen gepasst hat. Den Manga kann ich dieses Mal leider nur den Fans interessieren, denen das Spiel auch nach dem zwanzigsten Durchspielen noch Spaß gemacht hat und endlich ein wenig Abwechslung suchen.

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: The Minish Cap (Manga)

Alle einhundert Jahre öffnet sich das Tor zu einer kleinen Welt, die unter unseren Füßen schlummert. Gemeint ist die Welt der Minish, daumengroßen Wesen die einst einen Helden mit einem Schwert ausstatten, damit dieser gegen das Böse in der großen Welt kämpfen konnte. In diesem Jahr jährt sich das Ereignis erneut zum hundertsten Mal, doch dieses Mal scheinen auch wieder dunkle Kräfte mit am Werk zu sein. Der finstere Vaati verwandelt Prinzessin Zelda in eine steinerne Statue und versucht mit allen Mitteln die Macht in Hyrule an sich zu reißen. Link erhält vom König den Auftrag, nach den geheimnisvollen Minish im Wald zu suchen, denn nur diese sollen wissen, wie die Hylianer mit dem Debakel umgehen und ihre geliebte Prinzessin zurückverwandeln. Der junge Held begibt sich zusammen mit einer sprechenden und ebenso geheimnisvollen Mütze auf eine Reise durch ganz Hyrule und lässt dabei im wahrsten Sinne des Wortes kein Mauseloch unentdeckt.

Kleiner Mann ganz klein

Die beiden Zeichnerinnen fangen die Geschichte von The Minish Cap optisch sehr gut ein. Auch wenn man aufgrund der kleinen Auflösung des GameBoy Advance nicht wirklich die Videospielwelt als Vorbild für die schwarzweißgrauen Zeichnungen nutzen kann, wird der Manga dem Spiel in jeglicher Weise gerecht. Zwar wird auch hier die Handlung auf ein gesundes Minimum reduziert, doch bleibt die interessante Geschichte von Link und auch der sprechenden Mütze Ezelo durchweg spannend und im Rahmen des Fantasy-Einmaleins auch logisch erklärt. Für die deutsche Übersetzung aus dem Japanischen ist ab diesem Manga der Reihe allerdings nicht mehr Michael Ecke, sondern Hirofumi Yamada zuständig. Der Qualität tut dies allerdings keinen Abbruch. Zwar wird der Humor etwas zurückgefahren, doch auch hier gibt es noch genügend witzige Dialoge zwischen den Charakteren, die passender in die ernste Thematik eingebaut werden. 181 Seiten begleiten wir Link durch das kleine und große Hyrule, auf den letzten sechs Seiten erhalten wir noch kurze Einblicke in das frühe Leben des jungen Vaati, welche ebenfalls recht schön anzusehen und interessant ausgefallen sind. Wie die anderen Mangas fällt auch The Minish Cap mit etwas weniger als sieben Euro zu Buche.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Als ich vor einigen Jahren das erste Mal The Minish Cap auf meinem GameBoy Advance spielen konnte, war ich sofort vom Spielprinzip überzeugt. Sicherlich gab es die Möglichkeit, seinen Spielcharakter schrumpfen zu lassen in dem einen oder anderen Videospiel schon, aber in The Minish Cap ist dieses Element von vorne bis hinten, passend zum Rest des Spiels, in die Spielwelt eingebaut. So ist es auch beim Manga. An keiner einzigen Stelle wird die Schrumpft- und Großwerde-Option falsch eingebaut, jeder einzelne Moment im Manga ist wunderschön in Szene gesetzt und ich könnte mir keine Stelle vorstellen, die man hätte besser machen kann. Von der ersten Begegnung mit Vaati bis hin zum Bosskampf am Ende des Buches ist der Manga strukturiert und durchgehend flüssig aufgebaut, so lob ich mir das! Ich empfehle jedem The-Legend-of-Zelda-Fan, diesen Manga zu lesen und werde das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte dies schleunigst nachholen – hier wartet einer der besten GameBoy-Advance-Titel auf euch, den ihr unbedingt einmal gespielt haben solltet!

Vielen Dan an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: Four Swords (2) (Manga)

Nachdem sich unser Held Link im letzten Manga zu Four Swords viergeteilt hat, um gegen die bösartigen Schergen des hinterlistigen Zauberers Vaati zu bestehen, geht die Reise im zweiten Manga unaufhaltsam weiter. Drei der Links fanden sich nach ihrer unweigerlichen Trennung am Ende des letzten Mangas wieder zusammen, doch der Vierte im Bunde hat sich mit dem dunklen Ebenbild unseres Helden zusammengetan. Dessen Macht wird von einem magischen dunklen Spiegel gestützt, der ebenfalls für den Zauberer Vaati von Bedeutung ist. Um Vaati aus dem Lande zu vertreiben, ist die Zerstörung unumgänglich, doch wehrt sich der in dunkle Gewänder gehüllte Link dagegen – doch Vaati und der böse Link sind nicht die einzigen Feinde, mit denen das Vierertrupp rechnen muss. Der wahre Feind entpuppt sich schlussendlich beim Showdown an der Spitze des Turms der Winde.

Gute, aber nicht überragende Fortsetzung

Im zweiten Four-Swords-Manga werden genau wie im vorherigen Buch wichtige Begriffe wie Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt und Teamarbeit erläutert, welche wunderbar in das von Nintendo konzipierte Spiel und von Akira Himekawa verkörperten Manga passen. Leider lässt der zweite Band im Gegensatz zum Vorgänger etwas nach. Zusammenhänge werden nicht mehr ganz so gut erklärt, die Rettung der sechs Maiden wird extrem verkürzt. Ansonsten bekommen wir aber auch hier wieder mehr als nur ordentliche Zeichnungen spendiert, die Dialoge unter den Links sind wie im ersten Manga unglaublich gut gelungen und versprühen wieder eine Menge Charme und strotzen nur so voller Humor. Wer den Zeichenstil und den ersten Band bereits mochte, wird auch mit dem zweiten Ableger zufriedengestellt werden. Auf den letzten zehn Seiten werden übrigens lustige Szenen, die im Grunde nichts mit der Handlung oder dem Spiel zu tun haben gezeigt, beispielsweise sind dort die vier Links in einem Freizeitpark unterwegs. Eine nette Dreingabe, aber diese Seiten hätte man auch zur Vertiefung der eigentlichen Geschichte nutzen können. Das leider nur 173-seitige Werk ist für circa sieben Euro erhältlich und für Kenner des ersten Mangas definitiv einen Blick wert!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Als ich vor kurzem den ersten Manga über Four Swords konsumiert habe, war ich direkt von der Handlung und den damit verbundenen Geschichten sofort fasziniert. Leider erlebe ich bei den zwei Four-Swords-Mangas dasselbe Debakel wie einst bei den beiden Bändern von Ocarina of Time. Der Einstieg unglaublich gut gelungen, doch die Fortsetzung ebbt dann nach und nach ab, bis zum großen Finale. Dann sind die kleineren Fehler schnell vergessen und die restlichen Seiten wieder so gut wie der Rest des Manga. Im Manga wäre definitiv Platz für weitere Geschichten gewesen, zwanzig Seiten hätten ausgereicht, um auch die restlichen Maiden in irgendeiner Form in die Handlung mit einzufügen. Stattdessen dürfen wir bereits  nach 173 Seiten das Buch schließen. Versteht mich nicht falsch, beide Bände erzählen zusammen genommen eine packende Geschichte, doch Akira Himekawa haben bereits gezeigt, dass sie zu Größerem imstande sind, anders können wir die beiden Mangas zu Oracle of Ages und Oracle of Seasons nicht erklären. Trotzdem hatte das Lesen des japanischen Comic doch etwas Positives an sich: Ich habe plötzlich richtige Lust dazu bekommen, ein paar Freunde zusammen zutrommeln und das Gamecube-Abenteuer zumindest einmal durchzuspielen zu wollen.

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: Four Swords (1) (Manga)

Das unkonventionelle Spielprinzip namens Four Swords, in dem der Held viergeteilt wird, war erstmals im GameBoy-Advance-Remake vom Super-Nintendo-Klassiker A Link to the Past spielbar. Ziel des Spiels ist es, gemeinsam (oder alleine) Rätsel zu lösen und logisch mit seinen Mitspielern zu interagieren, um gegen die Monsterhorden bestehen zu können. Später durften auch Gamecube-Abenteurer mit den vier Links in einem neuen Spiel miteinander nach den Force-Kristallen suchen, um das Land vor dem bösen Zauberer Vaati zu beschützen. Die Handlung im Manga dreht sich um den gleichen Finsterling. Zelda merkt, dass sich böse Kräfte dem Schwert der Vier bemächtigen – kurz darauf verschwinden die sechs Maiden und die Prinzessin wird von einem dunkelgekleideten Link entführt. Dass lässt sich der junge Held selbstverständlich nicht gefallen und spaltet seine Persönlichkeit dank des sagenumwobenen Schwertes in vier Krieger. Gemeinsam erleben sie in Hyrule ein Abenteuer nach dem nächsten und widersetzen sich dem Feind, doch merken sie schnell, dass sich eine noch viel größere Macht hinter den Geschehnissen versteckt.

Viergeteiltes Abenteuer – vierfacher Spaß!

Auf den Konsolen baut das Vierspielerabenteuer auf ein durchgängiges Gameplay-Erlebnis auf, weshalb dort die Handlung kurz und knapp abgehandelt wird. Im Manga zu Four Swords bedienen sich die beiden Zeichnerinnen abermals interessanter Ideen. Die Rahmenhandlung bleibt bestehen, doch verknüpfen sie die Abenteuer, welche die verschiedenfarbigen Links auf ihrer Reise durch Hyrule erleben, mit vielen kleinen Geschichten und befreien am Ende der jeweiligen Erlebnisse eine der verschollenen Maiden. Der viergeteilte Link erkennt in Four Swords schon bald, dass sein Egoismus (der zu Beginn thematisiert wird) nicht in einem Team funktionieren kann – das sorgt gelegentliche für Spannung innerhalb des Team, was Übersetzer Michael Ecke auch hier gekonnt mit lustigen Kommentaren in den Sprechblasen untermauert. Der 191-seitige Manga kommt mit schön illustrierten Zeichnungen daher, welche den Stil des Spiels aber nicht ganz einfangen können. Nur die Charaktere und Monster erinnern stark an ihre Videospielvorbilder. Das Manga ist für weniger als sieben Euro im Laden erhältlich.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Vor einigen Jahren konnte ich Four Swords Adventures mit einem guten Freund auf dem Gamecube stellenweise erleben, durchgespielt habe ich das Spektakel allerdings nicht, da es meiner Meinung nach nur mit mehreren Leuten durchgehend Spaß macht. Umso mehr freue ich mich darüber, dass uns auch dieser Manga zur Verfügung gestellt wurde und ich so nun das Abenteuer erleben kann, ohne unzählige Stunden in ein Spiel stecken zu müssen. Der Ausgangspunkt des Abenteuers ist unverändert geblieben, aber das ganze Drumherum ist wirklich klug gestaltet und unterhält mich von der ersten bis zur letzten Seite, zumal der Manga auch versucht, die Wichtigkeit von Teamwork dem Leser näher zu bringen. Was in der Schule zwar meistens nicht wirklich klappt (faule Mitschüler), findet im späteren Berufsleben aber durchaus Anwendung. Da sich Mangas nicht nur für Jugendliche eignen, ruft uns dieses Werk die Wichtigkeit dieses Aspekts immer wieder vor Augen. Selten habe ich bisher erlebt, dass ein Comic oder in dem Falle ein Manga das zu schaffen vermag. Hier gebührt Akira Himekawa mein großer Dank!

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: Oracle of Ages (Manga)

Im Anschluss zum Manga von The Legend of Zelda: Oracle of Seasons erscheint auch schon der Manga zu Oracle of Ages. Das macht Sinn, da beide Spiele im Jahr 2001 zeitgleich auf den Markt kamen und zueinander kompatibel sind, um spezielle Spielinhalte frei zuschalten. Der Mange zu Oracle of Seasons bewegt sich relativ frei abseits der wichtigen Inhalte, doch der vorliegende Manga fällt komplett aus den Bahnen. Anstatt sich an der eher rückständigen Handlung des Spiels zu orientieren, versucht uns der Manga eine Geschichtsmixtur bestehend aus Rebellenaufständen, Zeitreisen und dessen Probleme, sowie Intrigen und Mordkomplotte zu vermitteln. Ein Jahr nach den Ereignissen im Land Holodrum suchen Link und Impa im magischen Reich Labrynna nach Dins Gegenstück Nayru, dem Orakel der Zeit. Ihre Reise führt unseren Helden in die Vergangenheit Labyrinnas, wo bereits Veran, eine durchtriebene Magierin mit dunklen Kräften und zu seiner Überraschung sogar jemand seiner Altvorderen auf ihn wartet.

Packender Fantasy-Thriller

Die Geschichte ist durchweg spannend erzählt und geht auch auf wichtige Charaktere, wie der Nachkomme Königin Ambis, ein. Persönlichkeiten wie Links Ahne Raven sind allerdings frei erfunden (sprich in keinem der Spiele taucht dieser Charakter bisher auf), vermitteln aber die nötige Dramatik, damit Oracle of Ages funktioniert. Wie in den vorherigen Mangas war auch für diese Ausgabe Michael Ecke verantwortlich, der für die Übersetzung vom Japanischen ins Deutsche zuständig war und somit mal wieder eine gute Portion Humor in die Sprechblasen gefüllt hat. Der Zeichenstil vom Team Akira Himekawa, funktioniert auch in Oracle of Seasons wieder hervorragend. Wie schon beim Vorgänger ist es auch hier nicht möglich, den Stil spielgetreu einzufangen, doch das Ergebnis lässt sich durchaus sehen. Auf 191 Seiten wird uns die überaus spannende Geschichte mit wunderschön illustrierten Zeichnungen mit Schwarz-, Weiß- und Grautönen näher gebracht und ist ihren Preis von ungefähr sieben Euro definitiv wert!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Mit dem GameBoy-Color-Spiel konnte ich damals nicht wirklich etwas anfangen. Sicherlich habe ich es mehrmals durchgespielt und die verbrachte Zeit im Spiel hat mir durchaus Spaß gemacht, doch das Zeitreiseprinzip wurde in meinen Augen schon weitaus genug in Ocarina of Time verbraucht. Deshalb freue ich mich auch darüber, dass mit Oracle of Seasons ein innovativer Titel zeitgleich erhältlich war. Wenn ich allerdings die beiden Mangas der Spiele vergleiche, gefallen mir beide gleich gut. Oracle of Seasons ist noch etwas mehr darauf bedacht, die Spielmechanik zu erklären und in Oracle of Ages erhalte ich einfach den Abschluss einer so spannenden Geschichte, wie ich sie zum letzten Mal in einem Manga von Dragonball oder Yu-Gi-Oh! erfahren habe. Für den einen oder anderen beinharten The-Legend-of-Zelda-Fan ist das natürlich ärgerlich, mir persönlich hat es allerdings durchgehend gefallen. Wer The Legend of Zelda gerne mal in einem etwas anderen Licht sehen möchte, wird mit dem besprochenen Manga durchaus zufriedengestellt. Von mir gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung!

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! 

Review: The Legend of Zelda: Oracle of Seasons (Manga)

Oracle of Seasons und Oracle of Ages gehören wohl zu den Ablegern der Serie, die aufgrund des interessanten Spielkonzepts niemals vergessen werden. Obwohl beide Titel eine andere Geschichte erzählen und sich einer anderen Spielmechanik bedienen, sind sie dennoch mit einander verknüpft. Link gelangt durch einen unglücklichen Zufall in das verwunschene Land Holodrum, wo er sich einer Gruppe Gaukler anschließt. Tänzerin Din entpuppt sich als das Orakel der Jahreszeiten und wird vom finsteren General Onox gefangen genommen, der ganz Holodrum unterjochen möchte. Link macht sich auf, um Din aus den Fängen des Generals zu befreien und trifft dabei auf bekannte Charaktere des Spiels, wie etwa die Hexe Martha, das Känguru Ricky und den geflügelten Bären Benny. Auch ein Wiedersehen mit Zeldas Amme Impa ist vorprogrammiert, doch hier merken wir bereits die ersten Anzeichen, welche das große The-Legend-of-Zelda-Universum ausmachen.

Schöner als das Original

Wie findige Spieler wissen, kontrollieren wir in jedem Titel meist einen anderen Link. So ist es auch bei The Legend of Zelda: Oracle of Seasons. Erinnerungen an frühere Abenteuer hat unser Held nicht, denn sonst würde es ihm auffallen, dass Impa auf einmal ein paar Pfunde mehr auf den Rippen liegen hat. Ebenfalls geändert wurde der Zeichenstil. Hier kann man allerdings nur geringfügig davon sprechen, dass man sich am GameBoy-Color-Spiel orientiert hat, da die mickrige Auflösung des Handhelds nicht gerade dafür geeignet ist. Trotzdem sehen alle Örtlichkeiten und Charaktere sehr ähnlich aus und überzeugen uns mit vielen lustigen Kommentaren, wieder einmal aus dem Japanischen übersetzt von Michael Ecke. Obwohl sich die beiden Zeichnerinnen nur an den Grundpfeilern der Handlung orientiert haben, schaffen sie es auch mit vielerlei Einsparungen den Charme der Spiele einzufangen. Auf 190 Seiten werden wir mittels hübschen schwarzweißgrauen Bildern auch hier bestens unterhalten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Mir hat der Manga zu The Legend of Zelda: Oracle of Seasons sehr gut gefallen, zumal Oracle of Seasons mein zweitliebster Teil der Serie ist. Zwar wird das Jahreszeiten-Element im Manga nur in abgewandelter Form dem Leser nähergebracht, doch die Kernaussage ist dieselbe und obwohl das Abenteuer auf dem Handheld von Nintendo definitiv länger ausfällt, sind es dort überwiegend die Spielelemente, die für eine lange Spielzeit verantwortlich sind und nicht etwa die zu kurz geratene Handlung. Diese wird dafür wiederum im vorliegenden Manga vortrefflich und mit schönen Zeichnungen in Szene gesetzt. Besonders die Illustrierungen zu Din haben mir sehr, sehr gut gefallen. Schon lange habe ich keine gezeichnete Dame mehr gesehen, die ohne Obszönitäten so zu gefallen weiß. Auch der durchgehend gute Humor hat sich im Gegensatz zu den früheren Mangas stark verbessert, was mir persönlich positiv auffällt. Für fast sieben Euro kann man bei diesem Werk definitiv nichts falsch machen.

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: Majora’s Mask (Manga)

Von vielen Spielen aufgrund des Spielelements der Zeitmanipulation verhöhnt, von ebenso vielen dafür geliebt ist The Legend of Zelda: Majoras Mask für das Nintendo 64 eindeutig ein zweischneidiges Schwert. Der Manga dreht sich ebenso wie die Videospielvorlage erneut um den jungen Link, der nach seinen Abenteuern in den beiden Ocarina-of-Time-Mangas nach einer alten Freundin in den östlichen Wäldern suchen möchte. Anstatt auf sie, trifft der junge Held auf das Horror Kid, welches mit ihm Schabernack treibt. Sein Pferd Epona wird entführt und Link wird in einen Deku-Jungen verwandelt. Den Bösewicht verfolgt er bis Unruh-Stadt, wo bereits in drei Tagen der Mond auf das sagenumwobene Land Termina stürzen soll. Zwar gelingt es Link, seine wahre Gestalt wieder zu erlangen und am dritten Tag die Zeit auf Anfang zurückzudrehen, doch kann er nicht tatenlos zusehen, wie das Horror Kid seine bösen Möchte verwirklichen wird – ein nicht aufzuhaltender Kampf gegen die Zeit beginnt. Die liebevoll gezeichneten Orte und Charaktere sind der Videospielwelt, wie schon in den Mangas zu The Legend of Zelda: Ocarina of Time, weitgehend nachempfunden.

Tribut an das Original

Auch in diesem Manga bedienen sich die beiden Zeichnerinnen einigen Tricks, um die Handlung voranzuschreiten und den Leser nicht zu langweilen. So bereist Link nicht jeden Ort des Nintendo-64-Spiels, kämpft beispielsweise gegen die vier Bossgegner meist vor dem Tempel und betritt diesen erst gar nicht. Ebenso wenig trifft Link auf jede Persönlichkeit der Hyrule-Parallelwelt, was in unseren Augen auch ein Stück der Unmöglichkeit gewesen wäre, alle Nebenhandlungen sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Immerhin haben sie die Liebesgeschichte von Anju und Kafei geschickt in die Rahmenhandlung eingebaut, was Fans des Spiels sehr gefallen wird. Zu guter letzt haben sich Akira Himekawa eine 17-seitige Bonusgeschichte ausgedacht, welche die Entstehungsgeschichte von Majoras Maske erzählt. Die ist durchweg gelungen und weiß ebenso zu überzeugen. Die eigentliche Geschichte wird auf 188 Seiten erzählt, die seriösen und teils humorvollen Sprechblasen wurden erneut von Michael Ecke gekonnt übersetzt. Für etwas weniger als sieben Euro erhalten Fans einen würdigen, wenn vielleicht auch teilweise zu kurz gekommenen Manga zu einem der letzten (und besten) Nintendo-64-Spiele.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Wie einige unserer Leser vielleicht schon wissen, ist The Legend of Zelda: Majoras Mask mein absoluter Lieblingsteil der Reihe. Auch wenn mir viele Spieler vorhalten möchten, dass sie der Zeitdruck stört, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Dieses Spielelement zeichnet diesen Titel geradezu aus, in keinem anderen Teil der Reihe gibt es eine Welt, die dermaßen voller Details atmet. Man kennt schon bald jeden Charakter und weiß, wo sich dieser zu welcher Zeit befindet und hat sogar die Option, die Zeit zu manipulieren. Leider ist genau dieses Element im Manga zum Spiel etwas zu kurz geraten. Gerade einmal eine Zeitreise unternimmt unser Held und rettet danach an einem Tag ganz Termina – das mag für die Spannung innerhalb der Erzählweise relativ nützlich sein, doch Kennern des Spiels wie mir, stößt das bitter auf. Besonders bei diesem Ableger hätte man auch noch einen weiteren Manga entwerfen können, um auch auf die Nebencharaktere der Spielwelt einzugehen. Schade, dass dem nicht so nicht, aber immerhin gefällt mir hier sogar die mythische Nebengeschichte über das erste Auftauchen der titelgebenden Maske. Wer das Spiel mochte, wird meiner Meinung nach auch mit dem Manga zufrieden gestellt werden.

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: Ocarina of Time (2) (Manga)

Mit dem ersten Manga der The-Legend-of-Zelda-Reihe feierte Tokyopop 2009 den Einstieg in eine Fantasy-Welt, der nicht besser hätte ausfallen können. Leider müssen wir bereits beim zweiten Manga Abstriche verzeichnen, doch der Reihe nach: Der junge Link zieht am Ende des ersten Bandes das Master-Schwert aus dem Felsen und reift zum Erwachsenen heran. Nach dem Schwerttraining mit Impa, wird der Held der Zeit im wahrsten Sinne des Wortes nun in die Wüste geschickt. Dort angekommen wird er auch schon von Ganondorfs treuen Gefolgsleuten erwartet, wie etwa den Killa Ohmaz oder dem Shiekah Shiek. Dieser entpuppt sich, wie Kenner der Videospielvorlage mit Sicherheit wissen, als die Zukunft von Hyrule. Im zweiten Band legen die beiden Zeichnerinnen größeren Wert auf die Kulturen des mystischen Landes, wie etwa den Gerudo. Leider hat dies Auswirkungen auf die eigentliche Geschichte, denn wer hofft, dass wir im zweiten Manga alle verbliebenen Handlungsorte des Spiels kennenlernen werden, wird leider enttäuscht.

Kein würdiger Abschluss

Der Wassertempel wird zusammenhanglos auf dem Weg in die Wüste dazwischen gequetscht, der Schattentempel ausgelassen und der Geistertempel ist nur kurz von außen zu bestaunen. Außerdem werden die Items, welche Link bei seiner Reise durch Hyrule bedient, weniger subtil eingeführt als im ersten Manga. So wirft Naboru Link den Spiegelschild während eines Kampfes mit den Hexen einfach zu – das stört die Gesamtatmosphäre, zumal die Geschichte von The Legend of Zelda: Ocarina of Time bereits nach der Hälfte des Buches beendet wird. Anstatt die Handlung weitaus feinfühliger und umfangreicher zu gestalten, haben sich die beiden Zeichnerinnen einfach gedacht, stattdessen zwei interessante, aber weniger wichtige Bonuskapitel aufs Papier zu bannen. Immerhin erfahren wir so noch ein wenig über die Kultur der Kokiri, welche den Tatsachen im Spiel sehr nahekommen, aber dennoch Raum zum Interpretieren lassen. Das zweite Bonuskapitel befasst sich mit dem fliegenden Volk der Watarara, welche in der Spielserie keine Erwähnung finden. Das ist zwar nett, wäre aber nicht unbedingt nötig gewesen. Für knapp sieben Euro werden wir auf 192 Seiten zwar gut, aber nicht überragend, wie es noch beim ersten Ableger der Fall war, unterhalten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Wenn man vom ersten Teil einer Reihe, sei es ein Film, ein Spiel oder wie in diesem Fall ein Buch beziehungsweise ein Manga, durchweg überzeugt ist, dann ist es oftmals schwer, von Nachfolgewerken ebenso zufriedengestellt zu werden. Ähnlich verhält es sich bei mir auch beim zweiten Band des Mangas zu The Legend of Zelda: Ocarina of Time. Die Geschichte wird zu einem guten Ende geführt, die zum Verstehen wichtigen Grundlagen sind allesamt enthalten. Allerdings verstehe ich nicht, warum man sich beim ersten Teil noch richtig ins Zeug gelegt hat und die Charaktere und Orte wirklich sehr gut ausgearbeitet hat und beim zweiten Teil darauf hofft, dass sich der Manga nur noch gut verkauft – so kommt es mir persönlich zumindest vor! Akira Himekawa hätte die Zeit, welche sie für die Bonuskapitel aufgebracht haben, lieber in den Hauptplot investieren sollen. Mich freut es zwar, mehr über die Kokiri zu erfahren, aber ein neues Volk einzuführen, dass von Nintendo im Entstehungsjahr so noch nicht vorgesehen war und in ähnlicher Form erst 2002 in The Legend of Zelda: The Wind Waker mit den Orni eingeführt wurde, ist aus den Augen eines Fans schon recht ärgerlich. Auch wenn sich das jetzt recht negativ anhört, habe ich die Handlung dennoch bis zum Ende verfolgt und bin gewissermaßen mit dem Ergebnis zufrieden, wenn es auch nicht gerade eine Meisterleistung der beiden Zeichnerinnen darstellt.

Vielen Dan an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Review: The Legend of Zelda: Ocarina of Time (1) (Manga)

Bei Nintendo laufen derzeit alle Maschinen auf Hochtouren, damit das 3DS-Remake des einstigen Nintendo-64-Hits rechtzeitig im Juni bei uns erscheinen kann. Im Jahr 2009 ist nach sehr langer Wartezeit auch bei uns der erste Manga, welcher sich mit der The-Legend-of-Zelda-Serie beschäftigt, erschienen. Wie im großen Videospielvorbild lebt der junge Link abgeschottet vom Rest der Welt mit dem Volk der Kokiri im Wald am anderen Ende des Landes Hyrule, wo der Deku-Baum über das Waldvolk wacht. Als sich böse Mächte an ihm zu schaffen machen und ihm die letzten Kräfte entziehen, wird der noch ahnungslose Held der Zeit in die Welt hinausgeschickt, um das Land vor dem drohenden Untergang zu bewahren. Unterwegs trifft er auf alle wichtigen Gestalten, die Kennern des Klassikers sofort bekannt vorkommen. Zeldas Zofe Impa ist ebenso mit von der Partie, wie auch Bauer Talon samt Tochter Malon und Ruto, Prinzessin der Zoras. Die komplexe Handlung wird mit geschickt platzierten Verknüpfungen vorangetrieben. Hier haben sich die beiden Zeichnerinnen, die unter dem Pseudonym Akira Himekawa tätig sind, einen besonderen Kniff einfallen lassen.

(Nicht) besser als das Spiel

Anstatt der Geschichte des Spiels und den damit in Manga-Form eher uninteressanten Rätsel und anderen Gameplay-Elementen zu folgen, haben sich die Damen einfach zusätzliche Inhalte ausgedacht, die nahtlos ineinander übergehen. So spielt Link zum Beispiel bereits vor der Zusammenkunft mit Zelda im Schlossgarten mit ihr auf dem Marktplatz von Hyrule das eine oder andere Spielchen – die beiden Zeichnerinnen drücken somit gekonnt Zeldas Einsamkeit im Schloss auf, gar einen Kuss lässt Zelda ihrem Helden zukommen. Die Charaktere werden besser eingefangen als im Spiel, selbst Link ist in der Lage mit den anderen Persönlichkeiten des Landes zu sprechen. Der Humor im Manga wirkt sehr positiv auf uns, selten haben wir abseits des Slapstick-Humors des Spiels so mit unserem Helden gelacht. Die Geschichte des Mangas endet kurz nach Links Auftritt im Feuertempel als Erwachsener, der Rest der Handlung wird im zweiten Manga der Reihe erläutert. Für etwas weniger als sieben Euro erhalten wir einen 190-seitigen Manga, der uns mit seinen schwarzweißgrauen Bildern durchgehend zu überzeugen weiß.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Als ich damals die recht durchwachsene Zeichentrickserie rundum Link und Zelda gesehen hatte, war ich doch sehr enttäuscht von dieser gewesen. Umso mehr habe ich mich auf den Manga von Akira Himekawa gefreut und wurde fast durchgehend zufriedengestellt. Die Zeichnungen sind wirklich schön, die deutsche Übersetzung der Sprechblasen von Michael Ecke sind ausnahmslos gut gelungen und zeigen mir mit viel Humor, dass eine Diskussion zwischen Link und den anderen Bewohnern von Hyrule im Spiel ebenfalls funktionieren könnte. Aufgrund einiger Tatsachen, für die Nintendo berühmt und zugleich berüchtigt ist, wird dies allerdings wohl nicht so schnell auftreten. Aber ein Anime, basierend auf den Mangas, würde durchaus funktionieren können. Im gesamten Buch gibt es nur eine einzige Stelle, die mir ein wenig suspekt vorkam. So wird Schloss Hyrule bereits am Ende von Links Kindheit angegriffen – sieben Jahre später wehrt sich dann immer noch ein verzweifelter Soldat gegen Ganondorfs Armee. Auch wenn es sich hierbei um den Manga zu einem Fantasy-Videospiel dreht, ist das doch etwas weit hergeholt. Bis auf diese eine Tatsache kann ich den Manga aber allen The-Legend-of-Zelda-Fans wärmstens empfehlen. 

Vielen Dank an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Umfrage: Schlachtfeld E3 2011

In der letzten Woche kämpften drei große Konsolenhersteller (Nintendo, Microsoft und Sony) um die Gunst eines jeden Videospielers. Nintendo stellte die neue Konsole Wii U vor, Microsoft präsentierte das kommende Kinect-Programm und Sony teilte mit, dass der PSP-Nachfolger auf den Namen PlayStation Vita hören wird. Jeder Konzern hat somit in diesem Jahr ein Alleinstellungsmerkmal etabliert, doch welchem Unternehmen gehört die Zukunft? Wer hat eurer Meinung nach das Beste auf der diesjährigen E3 gezeigt? Nehmt an unserer Umfrage teil. Das Ergebnis wird in circa drei bis vier Wochen bekannt gegeben.

E3 2011: They’re taking the Hobbits to Isengard

Nachdem sich Codemasters vom mittlerweile (fast) kostenlosen Online-Rollenspiel Der Herr der Ringe Online verabschiedet und die Arbeit voll und ganz Entwickler Turbine überlassen hat, präsentierte dieser laut der Redaktion der Zeitschrift Buffed auf der diesjährigen E3 einen neuen Trailer zum kommenden Add-On. Dieses Mal präsentiert man uns Dunland, die Pforte von Rohan und schlussendlich auch das Gebiet rundum einen der beiden aus dem zweiten Teil der Trilogie bekannten Türme, nämlich Orthanc samt Isengart. Neben einem neuen Schlachtzug für vierundzwanzig Spieler, wird die Levelgrenze von 65 auf 75 angehoben. Ab dem 27. September 2011 dürfen wir dem bösartigen Zauberer Saruman auf dem PC das Fürchten lehren, vorbestellt werden kann der Titel bereits auf der Seite von Turbine. Ob es auch eine Verkaufsversion für den Einzelhandel geben wird, ist bis Dato nicht bekannt.

Erics Meinung: Wer nun Lust auf das Add-On bekommen hat, darf sich gerne den Trailer ansehen. Im englischen Original ist die Synchronstimme Sarumans nicht gerade ein Paradebeispiel für eine gute Synchronisation, aber die deutsche Stimme schießt den Vogel ab. Nicht, dass sie nicht gut sei, sie ist einfach unpassend und klingt eher wie ein japanischer Samurai. Ich freue mich dennoch auf das Add-On und werde es mir auf jeden Fall zulegen, doch hoffe ich im Moment auf eine Kaufsversion im Laden, da ich auch gerne etwas im Regal stehen haben möchte. Jetzt frage ich mich nur, ob ich bis zum Release überhaupt mal die Minen von Moria unsicher gemacht habe. Diese stehen nämlich seit 2008 schon auf meiner Liste, zumindest geht es schon bald nach Eregion – ein kleiner Schritt für mich, ein großer Schritt für meinen Charakter.

E3 2011: Nintendo läutet die neue Konsolengeneration ein

Auf der diesjährigen E3-Pressekonferenz von Nintendo wurde eine neue Konsole vorgestellt. Der Name Wii U mag zwar bei dem einen oder anderen Coregamer auf Granit stoßen, doch sollte sich auch dieser Spielertyp die Konsole einmal genauer anschauen. Während der Messe zeigte Nintendo HD-Spiele, deren grafische Ausarbeitung zwar von der Xbox 360 und der PlayStation 3 stammte, doch dies bewies nur einmal mehr, dass Nintendo nun endlich in den HD-Markt vorstoßen möchte und nun (vor allem) ältere Nintendo-Fans wieder mit ins Boot zu holen. Selbstverständlich spricht Nintendo auch bei der neuen Konsole einmal mehr von Innovation. Den Controller könnt ihr euch wie ein Ipad aus dem Hause Apple vorstellen, allerdings mit genügend Knöpfen zum anständigen Zocken – zusätzlich zum Touchscreen. Auf dem Bildschirm werden dann Menüs angezeigt oder bestimmte Spielausschnitte vorgestellt. Bei einigen Titeln wird es auch möglich sein,  das Spiel auf den Bildschirm des Controllers streamen zu lassen, um das TV-Gerät zu anderen Zwecken nutzen zu können. Bis auf die Ankündigung eines neuen Super Smash Bros., welches ebenfalls für den Nintendo 3DS erscheinen soll und plattformübergreifend spielbar sein wird, blieben Ankündigungen aus dem Hause Nintendo allerdings offen. Da aber Spiele wie Darksiders II, Ninja Gaiden 3 und weitere Hochkaräter für Nintendos Wii U erscheinen sollen, können wir uns zumindest sicher sein, dass dieses Mal die Third-Party-Unterstützung nicht auf der Strecke bleibt. Außerdem wird die komplette Wii-Hardware- und Software-Riege auf der Wii U unterstützt werden. Bei einigen Spielen ist die Nutzung einer Wii Remote sogar Pflicht. Über den Anschaffungspreis hat Nintendo übrigens noch kein Wort verloren. Bis das Gerät im Laden stehen wird, wird allerdings noch einige Zeit vergehen, denn die Wii U soll erst in über einem Jahr erscheinen.

Erics Meinung: Das Nintendo einen weiteren Bildschirm auch im Heimkonsolenmarkt etablieren möchte, war mir schon seit Jahren klar. Der Erfolg des Nintendo DS und der Wii zu verknüpfen ist meiner Meinung nach ein logischer Schritt – ein Schritt in Richtung Zukunft. Ich finde es nur sehr schade, dass Nintendo keine hauseigenen Spiele präsentiert hat. Mario und andere Nintendo-Helden werden sicherlich früher oder später ihren Weg auf die neue Konsole finden, doch hätten mich die klassischen Serien in HD-Pracht doch sehr interessiert. Zumindest hat die Techdemo eines womöglich neuen The-Legend-of-Zelda-Spiels begeistert. In Zukunft möchte ich davon gerne mehr sehen. Da die Wii U aber sowieso erst in mehr als zwölf Monaten erscheinen wird, bleibt Nintendo bis zur Pressekonferenz im nächsten Jahr noch genügend Zeit. Bis dahin erscheinen dann hoffentlich noch Spiele wie The Last Story und Co. in Europa, um der Wii einen würdigen Abschied zu bereiten. Jetzt bleibt für mich nur noch zu hoffen, dass Nintendo endlich wieder das originale Qualitätssiegel einführt, um qualitativ gute Spiele damit auszuzeichnen. Das bleibt aber wohl nur ein Wunschdenken meinerseits.

E3 2011: The Legend of Zelda – für alle!

Nach unserer gestrigen E3-News bezüglich Luigis Mansion 2 und dem restlichen 3DS-Portfolio, erinnerte uns Nintendo zudem noch an The Legend of Zelda: Ocarina of Time, welches bereits in Kürze hierzulande auf dem 3DS erscheinen soll (Preview und Review folgen in Kürze auf Gameplay Gamers). Die Besitzer der ersten registrierten Exemplare des Spiels (auf der Homepage von Nintendo) erhalten außerdem noch die Soundtrack-CD des Spiels. Eine weitere CD mit orchestralen Tracks der Serie erscheint im laufenden Jahr. Überraschend gab Nintendo ebenfalls bekannt, dass sie The Legend of Zelda: Four Swords demnächst als kostenlosen DSiWare-Titel auf den Markt werfen. Das freut uns umso mehr, da in diesem Jahr das fünfundzwanzig-jährige Jubiläum der Serie ansteht. Um richtig die Korken knallen zu lassen, erscheint in diesem Jahr auch endlich der Wii-Titel The Legend of Zelda: Skyward Sword. Übrigens ist mittlerweile auch The Legend of Zelda: Link’s Awakening DX (sprich die GameBoy-Color-Fassung) im eShop erhältlich. Retro-Spieler und Innovationsfanatiker werden gleichermaßen bedient. Klasse!

Erics Meinung: Ich hätte nicht gedacht, dass Nintendo auch mal ein qualitatives Spiel für lau auf den Markt wirft, wenn auch nur als Download im eShop. Auch das restliche Angebot ist einfach nur umwerfend – so viele The-Legend-of-Zelda-Titel in einem Jahr zu veröffentlichen und schnelle Käufer von Ocarina of Time 3D mit dem Soundtrack zu bereichern ist eine feine Sache. Leider hat mich der diesjährige Trailer zu The Legend of Zelda: Skyward Sword nicht gerade vom Hocker gehauen. Die gezeigten Charaktere wirkten detailarm, worunter auch der Protagonist des Spiels fällt. Zum Glück sehe ich diesen überwiegend nur über die Schulter. Trotzdem: Wer ein Fan der Serie ist, wird in diesem Jahr ausreichend bedient – und sofern man den ersten Wii-U-Screenshots und Videos Glauben schenken mag, werden wir bestimmt schon nächstes oder spätestens übernächstes Jahr mit dem ersten Teil der Reihe in HD beglückt. Die Zukunft erstrahlt im Gold des Triforce.

E3 2011: Luigis Rückkehr als Geisterjäger

Der gestrige Tag wurde von vielen Nintendo-Fans lange erwartet. Nintendo stellte auf ihrer E3-Pressekonferenz nicht nur den Wii-Nachfolger, sondern auch noch neun (größtenteils bereits bekannte) 3DS-Spiele vor. Darunter gehören ein neues Mario Kart, ein Remake von Starfox 64, der dritte Teil von Kid Icarus, ein neuer Ableger der Paper-Mario-Serie, ein weiterer Aufguss von Animal Crossing, ein 3D-Super-Mario-Spiel und auch Luigis Mansion 2. Dieses Spiel machte auf uns einen netten, wenn auch nicht überragenden Eindruck. Wir sind skeptisch, ob das Prinzip auf Nintendos 3DS aktuell viel Sinn ergibt. Der Wii-Controller macht in unseren Augen mehr Sinn. Trotzdem freuen wir uns nach mehr als neun Jahren endlich wieder mit Marios Bruder auf Gespensterjagd zu gehen.

Erics Meinung: Ich habe mich sehr über die Ankündigungen gefreut, auch wenn ich bereits von der Existenz der meisten Spiele wusste. Hoffentlich schafft es Nintendo, alle Titel noch in diesem Jahr zu veröffentlichen. Nachdem mich das 3DS-Update eher enttäuschte, soll meine Lieblingsfirma zumindest die Spiele in einem angenehmen Tempo der Reihe nach veröffentlichen. Besonders über die Ankündigung von Luigis Mansion 2 habe ich mich sehr gefreut. Bereits den ersten Teil habe ich sehr gerne auf dem Gamecube gespielt. Allerdings hätte ich mir das Spiel lieber für die Wii gewünscht, wo besonders dank der angenehmen Steuerungseinheit die Gespensterjagd wesentlich intuitiver ausgefallen wäre. Aber wenn Nintendo genügend Features auf die 3DS-Cartridge packt, lasse ich mich gerne eines besseren belehren.