Special: Ubisoft auf der E3 2013

Ubisoft E3 2013 (1)Im letzten Jahr konnte uns Ubisoft mit seiner Pressekonferenz auf der Electronic Entertainment Expo alle überzeugen – ob das daran lag, dass die Konferenz so überragend war oder die Konkurrenz kaum etwas bieten konnte, sei einmal dahingestellt.

Ubisoft E3 2013 (2)Den rockigen Start macht der Musiker Jerry Cantrell mit einem Gitarren-Live-Auftritt, um gleich einmal die Aufmerksam des Publikums vollends auf sich zu ziehen. Gleichzeitig bewirbt er auch noch einen neuen Teil der Rocksmith-Reihe, die so genannte All New 2014 Edition. Schnell wird er aber von Aisha Tyler abgelöst, die schon letztes Jahr die Präsentation erfolgreich geleitet hat. Sie selbst bezeichnet das neue Rocksmith-Spiel als die beste und zugleich schnellste Möglichkeit, um den Umgang mit einer Gitarre zu erlernen. Für Tyler, selbst eine überzeugte Gamerin, ist die Electronic Entertainment Expo eine der besten Zeiten des Jahres und deswegen scheint sie auch sichtlich froh zu sein, auf der Bühne von Ubisoft zu stehen. Zunächst schenkt sie aber noch Spielen Aufmerksamkeit, die schon demnächst erscheinen werden. So geht der französische Konzern noch einmal auf Splinter Cell: Blacklist und auf Rayman Legends in Form von einem Trailer genauer ein und nennt natürlich noch einmal die genauen Erscheinungstermine, damit auch keiner diese Top-Titel verpasst. Neuer dagegen ist das extrem bunte The Mighty Quest, ein Burgen-Simulator, in dem wir unsere eigenen Festungen errichten, mit Fallen bestücken und schließlich gegen feindliche Spieler verteidigen, die es natürlich auf unsere Schatzkammer abgesehen haben.

Grafische Kontraste

Ubisoft E3 2013 (3)Bunt geht es mit einer kurzen Meldung zu South Park: The Stick of Truth weiter. Das Spiel soll nämlich noch dieses Jahr erscheinen. Lang will man sich mit der Zeichentrickadaption nicht aufhalten und schwenkt lieber direkt zu einem Genre über, dass für Ubisoft noch relativ neu ist. Dafür lässt sich auch Yves Guillemot, seines Zeichens CEO von Ubisoft, auf der Show-Bühne blicken und kündigt stolz The Crew an. Dieses Rennspiel will die gesamten Vereinigten Staaten von Amerika zu seinem einzelnen Schauplatz machen und besonders von den diversen Kulissen, die das Land bietet, profitieren. So sollen neben unterschiedlichen Städten auch schneebedeckte Gebirge sowie offene Felder befahren werden können. Im Mittelpunkt steht die Konnektivität mit anderen Spielern, mit denen wir unterschiedliche illegale Rennmissionen erledigen und infolgedessen des Öfteren von der Polizei fliehen müssen. Das Spiel nimmt sich viel vor und bis jetzt ist es auch alles andere als grafisch auf einer Höhe mit vergleichbaren aktuellen Rennspielen. Wie groß die Spielwelt aber im exakten Vergleich zu Titeln wie Forza Horizon ist, lässt sich nur erahnen. Die Grafikbombe Watch Dogs profitiert davon gleich doppelt, denn zu dem ansehnlichen Open-World-Action-Spiel im Zukunftsszenario gibt es einen neuen Trailer mit einer neuen Gameplay-Demo zu bestaunen.

Keine Ubisoft-Konferenz ohne Assassinen

Ubisoft E3 2013 (4)Im direkten Kontrast wird das ganze mit Just Dance 2014 aufgelockert, dass zum Glück nur mit einem kurzen Ankündigungsvideo beworben wird. In die Läden kommt das Tanzspiel schon in diesen Oktober. Interessanter wird es mit Rabbids Invasion. Dahinter verbirgt sich nicht etwa nur ein neuer Rabbids-Ableger, sondern gleich eine ganze Fernsehserie, die sogar interaktiv mit Minispielen auf Touchscreen-Geräten beeinflusst werden können soll. Wie genau das allerdings vonstatten geht, will uns Ubisoft noch nicht verraten. Viel zu viel Zeit schenken die Franzosen dagegen Assassin’s Creed IV: Black Flag. Die zwei dazugehörigen Videoclips bestätigen noch einmal, dass nun auch das Assassinentum auf den Weltmeeren weitergeführt wird. Danach kündigt Ubisoft noch zwei Nachfolger der Erfolgsmarke Trials Evolution an – einen für mobile Geräte und einen für die großen Konsolen. Und zum Schluss kommt noch Massiv Entertainment auf die Bühne, um über ihren Online-Multiplayer-Third-Person-Shooter mit Rollenspielelementen, Tom Clancy’s The Division, zu reden. Es spielt in einem Endzeit-Setting, an dem ein verheerender Virus schuld ist. Parallelen zu anderen Tom-Clancy-Reihen wie zu Splinter Cell sind anhand des Interface-Designs und nicht zuletzt des Charakter-Movements eindeutig zu erkennen. Mit diesem Spiel wird die Pressekonferenz erfolgreich beendet.

Geschrieben von Jonas Maier

Erics Fazit (basierend auf der Ubisoft-Pressekonferenz): Ich habe mir, und dass muss ich ganz ehrlich zugeben, erst in diesem Jahr eine Presssekonferenz von Ubisoft auf der Electronic Entertainment Expo angeschaut. Sonst haben mich nur die drei typischen Konferenzen der Konsolenhersteller interessiert, doch nachdem man mit Watch Dogs im letzten Jahr die Messe für sich gewinnen konnte, habe ich auch der französischen Firma in diesem Jahr eine Chance bekommen. Dass Watch Dogs und Assassin’s Creed IV: Black Flag gezeigt werden, war bereits im Vorfeld klar, doch trotzdem gehören diese Titel mit zu den Highlights der Pressekonferenz. Viel mehr freue ich mich allerdings auf das neue Tom Clancy’s The Division und sogar auf The Crew. Ubisoft versteht es derzeit, entgegen dem Trend der Franchise-Ausschlachtung, neue Franchises zu kreieren. Davon können sich Unternehmen wie Electronic Arts eine Scheibe von abschneiden. Trotzdem kann Ubisoft noch an der Aufmachung der Pressekonferenz üben, denn ich kaufe Aisha Tyler bei Weitem nicht ab, dass sie eine Videospielerin ist. Ihre Kommantere während der Show sind meiner Meinung nach mehr als lachhaft. Da es aber wie immer in erster Linie um die Spiele geht, bin ich doch zufriedengestellt und darf mich mit Splinter Cell: Blaclist auf gefühlt fünf gute bis sehr gute Ubisoft-Titel in den nächsten zwölf Monaten freuen.

Jonas‘ Fazit (basierend auf der Ubisoft-Pressekonferenz): Wie schon im letzten Jahr präsentierte Ubisoft eine sehr offene und lockere Konferenz, was natürlich nicht zuletzt an Aisha Tyler liegt. Davon können sich andere Firmen meiner Meinung nach ruhig eine Scheibe abschneiden. Es ist unverkennbar, dass Ubisoft nun auch in noch unerschlossenen Genres Fuß fassen will und sich das erste Mal so richtig an einem Open-World-Racer und einem Online-Third-Person-Rollenspiel-Shooter, auch wenn es in einem vertrauten Stil designed wird, versuchen will. Ubisoft hat sich nicht auf dem Titel der besten Konferenz aus dem letzten Jahr ausgeruht und konnte auch dieses Jahr mit einer Menge interessanter Spiele begeistern. Schon allein aus psychologischer Sicht war es klar, dass alle Zuschauer auf genau die Enthüllung gewartet haben, die es letztes Jahr in Form von Watch Dogs gegeben hat und die dieses Jahr auf keinen Fall wiederholt werden konnte. Deswegen beendete Ubisoft ihren Auftritt auch nur mit einem akustischen Knall, der den gesamten Saal erhallen ließ, um die Journalisten, egal ob sie eingedöst waren oder nicht, aus den Träumen wieder zurück in die Realität zu holen und ihnen klar zu machen, dass die Präsentation doch ziemlich ordentlich war.

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