Review: Mario and Donkey Kong: Minis on the Move

Mario and Donkey Kong - Minis on the Move (1)Der Aufruhr im Miniland ist seit zwei Jahren vorbei. Anstatt Mario erneut gegen Donkey Kong antreten zu lassen, konzentriert sich Nintendo jetzt auf die Rätsel. Wir haben uns durch Unmengen an Rätseln gekämpft und sind zu einem eindeutigen Schluss gekommen.

Mario and Donkey Kong - Minis on the Move (2)Story-Fanatiker müssen jetzt ganz stark sein, denn eine Geschichte erzählt Mario and Donkey Kong: Minis on the Move nicht. Obwohl wir jetzt also ohne Handlung auskommen müssen, macht das die Geschicklichkeitseinlagen, die über die 180 Levels verteilt sind, definitiv nicht schlechter. Insgesamt geben wir uns vier ähnlichen, aber doch unterschiedlichen Spielstilen, sowie einigen Minispielen, die das Angebot auflockern, hin. Eines haben alle Spielstile aber gemeinsam: Alle Miniaturen müssen unter Zeitdruck das Level-Ende erreichen und dabei alle Münzen einsammeln. Im Spielmodus Mario-Marsch springen nach und nach kleine Mario-Figuren aus der Warp-Röhre, die dann auf einem von uns vorgefertigten oder noch in der Vollendung befindenden Weg loslaufen. Dabei rennen die Miniaturen ausnahmslos geradeaus – Intelligenz besitzen die aufziehbaren Rabauken nicht. So wäre das Spiel aber auch viel zu langweilig, weshalb wir die Bodenplatten geschickt legen müssen. Diese fallen in einer ganz bestimmten Reihenfolge aus einer separaten Röhre heraus, weshalb die Lösung zwar durchaus unterschiedlich ausfallen kann, in einigen Fällen lässt das Spiel jedoch nur eine Lösung zu. Um bestimmte Münzen zu erreichen und gefährliche Gegner in Form von Shy Guys und kleinen Gorillas zu besiegen, müssen von uns bestimmte Wege hervorgehoben werden.

Abwechslungsreiche Rätsel

Mario and Donkey Kong - Minis on the Move (3)Ähnlich sieht es auch im Spielmodus Rätselpalast aus. Hier ist es jedoch unsere Aufgabe, alle vorhandenen Bodenplatten zu verbrauchen, damit die Miniaturen alle Münzen einsammeln können. Beim Mini-Massenchaos ist es so, dass die Bodenplatten miteinander vertauscht oder verschoben werden können. Da hier in der Regel immer mehrere kleine Miniaturen unterwegs sind, ist das sicherlich der hektischste aller Spielmodi. Schließlich laufen die kleinen Minis nur geradeaus und können nur durch geschickt von uns gewählte Wege ins Ziel kommen. So müssen wir bestimmte Schalter betätigen, damit Laufbänder ihre Richtung ändern oder auf der einen oder anderen Bodenplatte weichenartig den Weg stellen. Bei bestimmten Blöcken oder wenn sich zwei Miniaturen treffen, schlagen diese den entgegengesetzten Weg ein. So manch eine Miniatur trägt auch einen Schlüssel, um ein Schloss am Ende des Weges zu erst öffnen zu müssen. Erst danach können die anderen Minis hinterher watscheln. Wem diese Modi irgendwann keine Herausforderungen mehr lassen, darf sich dem Riesendschungel stellen. Auf dieser gigantischen Karte ist es nicht ganz leicht den Überblick zu behalten und nur wer geübt im Umgang mit der Spielmechanik und dem Touchpen ist, wird hier Erfolge feiern können. Für viele kopfzerbrechende Nachmittage ist also reichlich gesorgt!

Langzeitvergnügen

Mario and Donkey Kong - Minis on the Move (4)Um sich vom harten Spielalltag abzulenken, kann man sich auch bei den Minispielen etwas entspannen. Hier müssen entweder Minis gegen Zielscheiben geschleudert, Fly Guys geangelt oder Würfel zerschlagen werden. Letzteres erinnert uns stark an Boom Blox, doch fühlt sich das Würfelzerschlagen hier wesentlich dynamischer an. Auf der Hebestation müssen wir hingegen eine Miniatur auf- und absteigen lassen, damit diese von den Kugelwillis nicht getroffen wird. Die Minispiele wirken keinesfalls aufgesetzt, da sie für sich genommen sehr gut funktionieren und dem eigentlichen Spiel und den vielen tollen Rätseln nicht im Wege stehen. Mit zunehmender Spieldauer werden die Rätsel nämlich immer anspruchsvoller. Die ersten Levels beendet man binnen weniger Minuten, doch eine Rätselkopfnuss kann später auch schon mal eine ganze Viertelstunde in Anspruch nehmen. Wer nach dem Lösen aller Rätsel tatsächlich immer noch Hunger auf mehr verspürt, der baut sich mit dem mitgelieferten Editor ganz einfach seine eigenen Levels und kreiert so neue Rätsel, die man jederzeit online mit der Welt teilen darf. Das Beziehen neuer Levels ist auf diesem Wege entsprechend ebenso möglich und bietet Rätselfans langfristig genügend Inhalte zum kostenfreien Herunterladen. So sieht ein guter Download-Titel bei der Schmerzensgrenze von zehn Euro aus!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Ich muss zugeben, dass ich am Anfang skeptisch war. Der letzte Ableger der Reihe, welcher noch für den DS erschienen ist, hat mir zwar sehr gut gefallen und mir ebenso sehr viel Freude bereitet, doch habe ich mich gefragt, ob man das noch einmal toppen kann. Nach einigen Spielstunden kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass man das kann. Die Perspektive wechselt jetzt zwar von der Seitenansicht in die Vogelperspektive, doch dadurch werden die Rätsel nur noch tiefgründiger und abwechslungsreicher. Ich muss gestehen, dass ich bis heute noch nicht alle Rätsel von Mario and Donkey Kong: Minis on the Move gelöst habe. Ich weiß aber, was ich bei langen Bus- und Bahnfahrten demnächst zu tun habe. Man kann nicht jedes Rätsel auf Anhieb lösen beziehungsweise durchschauen, doch je länger man sich mit der Materie beschäftigt, desto eher versteht man sie. In gewissen Maße trainiert das Spiel die kognitiven Fähigkeiten, doch eine Abhandlung darüber würde jetzt zu weit gehen. Mario and Donkey Kong: Minis on the Move bietet ab Werk genügend Rätsel, die mich noch lange Zeit beschäftigen werden und falls ich diese jemals alle beenden werde, kann ich mich immer noch mit weiteren Rätseln online eindecken. Für zehn Euro bekomme ich hier also jede Menge Inhalte geliefert. Grandios – bitte mehr solche genialen Einfälle!

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