Preview: Mario Kart 8

Mario Kart 8 (1)Autorennen sind nicht jedermanns Sache. Das war Nintendo bereits 1992 klar, als man mit Super Mario Kart das erste Fun-Rennspiel auf den Markt geworfen hat. 22 Jahre später soll Mario Kart 8 erneut beweisen, wie viel Spaß man mit Rennspielen haben kann.

Mario Kart 8 (2)Jeder Spieler, der mit Nintendo-Konsolen aufgewachsen ist, wird sicherlich einmal einen Teil der Mario-Kart-Reihe gespielt haben und folgende Situation kennen: Gerade ist man noch auf der Pole Position und plötzlich donnert von hinten ein Schildkrötenpanzer in das Getriebe. Im gefühlten Bruchteil einer Sekunde überholt der Fahrer auf dem zweiten Platz und fährt in die Ziellinie, die man schon förmlich am Horizont sehen konnte. Andernfalls kennt man auch das Glücksgefühl, wenn man auf einem der hinteren Plätze gelandet ist und man mit einem der kostbaren Supersterne temporär unverwundbar wird und jedes andere Kart von der Fahrbahn drängen darf. Sieg und Niederlage liegen in Mario Kart nah beieinander. Spätestens mit Mario Kart Wii hat Nintendo jedoch mit der Philosophie begonnen, dass jeder Spieler ein Gewinner ist. Das heißt, dass zum einen übermächtige Dinge geschehen, wie die Verwandlung in einen Kugelwilli oder nervige Objekte wie die Gewitterwolke auftauchen, die uns in ein paar Sekunden automatisch schrumpfen lässt. Da sich dadurch fast alle Fahrer auf der Piste zu nah beieinander befinden, wird das Rennspiel fast zur Glückssache. Zudem haben einige Spieler das Hinzukommen der Motorräder gestört, über die wir jetzt wieder klagen dürfen, da diese Vehikel außerhalb der Rennpiste fast keinen Geschwindigkeitseinbußungen haben.

Antigravitation

Mario Kart 8 (3)Hat man sie in Mario Kart 7 glücklicherweise vermisst, sind sie jetzt wieder da und können wohlmöglich abermals unfaire Vorteile bringen. Sollte Nintendo jedoch ähnliche Vorteile für die Karts integrieren, darf uns das Auftauchen eigentlich egal sein. Nintendo sollte sich aber Gedanken über den Spieltitel machen, denn schließlich heißt der Titel Mario Kart 8. In dem für April 2014 anvisierten Rennspiel gibt es jedoch eine Neuerung, die ein wenig an F-Zero erinnert. Mit Antigravitationselementen, die an unserem Vehikel befestigt sind, düsen wir über ausgefallene Strecken und können der Schwerkraft trotzen. Dass dadurch die eine oder andere Strecke ebenfalls an F-Zero erinnern wird, schließen wir an dieser Stelle nicht aus. Die verrückten Strecken werden durch Gleitschirmabschnitte und Unterwasserpassagen ergänzt, wodurch Abwechslung garantiert sein dürfte. In Mario Kart 8 wird es wieder möglich sein, dass zwölf Spieler gleichzeitig auf der Strecke unterwegs sein können – zumindest online. Hideki Konno spricht zwar von zwölf Karts lokal, doch gehen wir davon aus, dass es keinen Netzwerkmodus geben wird und er mit zwölf Karts maximal fünf Spieler und bis zu sieben Computergegner meint. Zur künstlichen Intelligenz der Computergegner hat man sich noch nicht geäußert. Wir erwarten die Stärken und Schwächen von den letzten beiden Titeln.

Ausnutzen der Hardware

Mario Kart 8 (4)Einen kleinen Mehrwert soll Mario Kart 8 in Form von Mario Kart 8 TV bieten. Darüber soll es möglich sein, Rennausschnitte im Miiverse zu teilen. Ein dreißig Sekunden langes Video soll die Highlights des Rennens zeigen. Das klingt gut, doch fragen wir uns, wie das Spiel eigenständig die Highlights auswertet. Eine willkürliche Auswahl von Szenen würden wir nur ungern in Kauf nehmen. Laut Hideki Konno, der sich in einem kurzen Entwicklervideo an uns richtet, sollen wir uns über Fehler ärgern und unsere Erfolge unseren Freunden unter die Nase reiben dürfen. In bedienungstechnischer Hinsicht kündigt Nintendo die Unterstützung des Wii U GamePads, dem Wii Wheel und der Kombination aus Wii Remote und Nunchuck an. Wir fragen uns, warum man die Unterstützung des Pro Controllers im Video nicht erwähnt. Der Konzern sollte doch bereits aus der Kritik zu New Super Mario Bros. U gelernt haben, dass man die hauseigene Hardware durchgehend unterstützen sollte. Zumindest soll das erste HD-Spiel der Reihe volle sechzig Bilder pro Sekunde auf den Bildschirm zaubern – hoffentlich auch mit voller lokaler Besetzung. Hideki Konno ist überzeugt davon, dass man mit Mario Kart 8 das beste Spiel der Serie entwickelt. Wenn Nintendo es dann noch schafft, dass Können endlich wieder mehr als Glück zählt, stehen die Anzeichen gar nicht mal so schlecht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf dem veröffentlichten Videomaterial): Schon immer habe ich die Mario-Kart-Serie geliebt. Ich finde es nur schade, dass Nintendo derzeit eine sehr seltsame Philosophie verfolgt, in der jeder Spieler ein Gewinner sein soll. Der Ansatz ist zwar gut und für sich genommen absolut nicht verwerflich, aber wenn spielerisches Können oftmals oder eher gesagt fast immer weniger als Glück zählt, dann kann ich mich ebenso in eine japanische Pachinko-Halle setzen und einen Yen nach dem anderen verspielen. Trotz dieses Problems habe ich Mario Kart Wii und Mario Kart 7 sehr gerne gespielt, doch würde mich das System von Mario Kart: Double Dash!!, verpackt in frischem HD-Gewand, sehr viel mehr reizen, als die Motorräder aus Mario Kart Wii und dem Gleiterzusatz aus Mario Kart 7. So wirkt die Rennserie zwar abgedreht und das macht sicherlich durchaus wieder Spaß, aber irgendwie will der Funke bei mir im Moment nicht richtig zünden. Sobald ich meine Disc aber in meine Wii U stecken darf, wird sich das vermutlich wieder ändern und dann wird mich auch Mario Kart 8 wieder von der ersten bis zur letzten Sekunde eines Grand Prix von allen möglichen anderen wichtigen Sachen ablenken. Wenn dann zu guter Letzt noch dieselben Freunde und Bekannte den Titel wie 2008 auf der Wii jedes Wochenende wie wahnsinnig online spielen, dann bin ich sowieso wieder mit von der Partie!

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