Review: Steve Jobs – Hippie und Milliardär

Steve Jobs - Hippie und Milliardär (1)Steve Jobs war einer der bedeutsamsten Menschen der Computerindustrie, der aus entdeckten Technologien Innovationen schuf. Sein Ideenreichtum, seine Vorstellungen und seine Firma Apple beeinflussen auch zwei Jahre nach seinem Tod noch Unternehmen und Privatpersonen.

Steve Jobs - Hippie und Milliardär (2)Am fünften Oktober 2011 brach für viele Apple-Fans eine Welt zusammen, denn an diesem Tag starb Apple-Mitgründer und Visionär Steve Jobs an den Folgen seiner Krebserkrankung. Die Dokumentation Steve Jobs – Hippie und Milliardär befasst sich mit dem Leben von Jobs und beginnt mit diesem Ereignis, bevor die Dokumentation zum Beginn von Jobs Karriere springt. Zunächst versucht die Dokumentation zu erklären, was für ein Mensch Jobs war und lässt somit nicht außer Acht, dass er zwischen der Hippie-Bewegung und dem verstärkten Aufkommen von Computertechnologie gefangen war. Seiner Meinung nach sei Technologie, welche den Menschen beherrscht, schlecht, doch wenn der Mensch die Kontroller über den Computer übernehme, sei diese Technologie wertvoll. Damit stand Jobs im starken Kontrast zu den anderen Anhängern der Bewegung. Steve Wozniak, der in dieser Dokumentation auch zur Sprache kommt, erklärt, dass der Ursprung von Apple in der Zeit Jobs als Frutarier liegt. Jobs lebte zuweilen in einer Bauernhofkommune, wo er sich zeitweise angeblich nur noch von Äpfeln ernährt haben soll und ihm so die Idee zum Firmenname und Logo gekommen sei. Die erste Amtszeit von Jobs bei Apple von 1976 bis 1985 wird anschließend leider nur kurz angeschnitten. Es wird auf die Produkte Apple I, Apple II und Macintosh eingegangen.

Das Leben eines Visionärs

Steve Jobs - Hippie und Milliardär (3)Im weiteren Verlauf der Dokumentation wird erläutert, wie Steve Jobs nach Streitigkeiten mit John Sculley, den er zum Präsidenten von Apple gemacht hat, das Unternehmen verlässt. Die folgenden Jahre, in denen Jobs NeXT Computer gründete, in die Pixar Animation Studios investierte und anschließend zu Apple zurückkehrte, werden ebenfalls nur kurz angeschnitten. Die Dokumentation legt jedoch großen Wert darauf, zu zeigen, dass Steve Jobs nicht nur ein Interesse am Inneren eines Computers hatte, sondern sich ebenfalls dafür einsetzte, dass die Betriebssystemoberfläche einfach verständlich aufgebaut ist. Es wird angerissen, dass er die bereits vorhandene Technologie, wie zum Beispiel Computermäuse, ausnutze, um daraus ein innovatives Produkt zu erstellen. Wie seine innovativen Vorstellungen in Form des iPhones, des iPads und weiteren Apple-Produkten genau umgesetzt worden sind, wird nicht so genau verraten. Das ist auch das einzige Manko, welches man der Dokumentation vorhalten kann. Sie möchte nur zeigen, was für ein Mensch Jobs gewesen ist und mit welcher Mentalität und auch welchem Verständnis er seine Produkte schlussendlich vermarktet hat. Wer mehr über Apple beziehungsweise Apple-Produkte erfahren möchte, ist bei der Dokumentation eher falsch. Fünfzig Minuten lang wird hier (in Englisch oder auf Deutsch) dafür gut der berufliche Werdegang Jobs’ vorgestellt, bis der Film abrupt endet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Meine einzige Berührung mit Apple besteht darin, dass ich vor sechs Jahren einmal iTunes verwendet habe – und zwar maximal für eine Viertelstunde, bis ich die Probleme des Programms verinnerlicht hatte. Aufgrund von iTunes und anderen Defiziten, die mir bei Apple-Produkten sofort ins Auge springen, habe ich um Apple bis heute einen großen Bogen gemacht. Trotzdem fasziniert mich die Geschichte des Unternehmens aus Kalifornien und ebenso das Leben von Steve Jobs, denn ohne ihn wäre Apple sicherlich nicht zu dem Unternehmen geworden, welches wir heute kennen. Da ich mich über Apple schon ein wenig informiert habe, kam mir die Dokumentation gelegen, da sie sich mehr mit dem Menschen Steve Jobs beschäftigt. Schade finde ich nur, dass die meisten Szenen entweder Interviews mit Steve Wozniak, Sir Timothy Berners-Lee und Stephen Fry oder eingespielte beziehungsweise eigens produzierte Szenen sind, in denen die Marke Apple hervorgehoben oder das entspreche Lebensgefühl definiert wird. Trotzdem bin ich mit der Dokumentation sehr zufrieden, denn die Geschichte eines Visionärs, der mit einer kleinen Garagenfirma begann und zum Zeitpunkt seines Todes Milliardär war, gibt es in dieser Form sicherlich kein zweites Mal zu erzählen.

Vielen Dank an Polyband für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars zu Steve Jobs – Hippie und Milliardär!

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