Review: Dracula – Prince of Darkness

Dracula - Prince of Darkness (1)Spätestens seit der Twilight-Buchreihe und der Fernsehserie The Vampire Diaries erfreuen sich Vampire großer Beliebtheit. Leider nur auf einer eher romantischen Art und Weise und weniger als blutrünstige Monster. Dracula – Prince of Darkness macht da keine Ausnahme.

Dracula - Prince of Darkness (2)Die hintergründige Handlung von Dracula – Prince of Darkness orientiert sich an dem Film Bram Stoker’s Dracula aus dem Jahr 1992, weicht von dessen Geschichte aber schnell ab. Fürst Dracul zieht in den Krieg und lässt seine Frau Elisabeta zurück. Bei seiner Rückkehr erfährt er, dass diese angeblich von den Türken ermordet worden sei. Der Fürst weicht von Gottes Pfaden ab und stellt sich gegen ihn, weshalb er Unsterblichkeit erlangt. Ein ganzes Jahrhundert vergeht und der Film macht einen Sprung zu den Dämonenjägerinnen Alina und Esme, die im Wald auf den Vampirjäger Leonardo Van Helsing warten. Von den Geräuschen von Untoten aufgeschreckt, verirren sich die beiden Frauen im Wald und werden darauf von einer Diebesbande, angeführt von Lucian, aufgenommen. Diese interessieren sich jedoch nur für ihr Hab und Gut. Als Van Helsing die Szene betritt und den Lichtbringer, jene Waffe, mit der nach christlichem Glauben Kain Abel erschlagen haben soll, an sich nehmen will, tauchen in den Wäldern plötzlich die bereits genannten Untoten auf. Auf Lucian reagiert die Waffe und kann die Untoten somit in die Flucht schlagen, doch entführt der Untote Wrath Alina auf die Burg des Fürsten Dracula. Lucian, Esme und Van Helsing nehmen die Verfolgung auf und bekommen bald wohlwollende Gesellschaft vom axtschwingenden Dämonenjäger Andros.

Romantisches Transsylvanien

Dracula - Prince of Darkness (3)Während sich die eine Hälfte des Films mit der Reise zur Burg des Fürsten beschäftigt, liegt es an der anderen Hälfte der Erzählung, die Geschehnisse im Schloss vorzustellen. Dracula erkennt in Alina seine unsterbliche Liebe Elisabeta wieder und beginnt freundlich, die junge Dame zu umgarnen. Obwohl sich diese zunächst gegen Dracula wehrt, verfällt sie bald dem Zauber des Vampirs und erkennt in ihm eine tragische Figur und keine Bestie, welche die Welt ins Verderben stürzen will. Luke Roberts, der hier als Dracula zu sehen ist, wirkt in der Rolle des Fürsten sehr weichgespült. Den mächtigen Vampir, den man sich beim Hören seines Namens vorstellt, zeigt man in Dracula – Prince of Darkness jedenfalls nicht. Obwohl der romantische Anteil des Films erheblich ist und sicherlich seine Daseinsberechtigung in dieser Intention hat, spart das Produktionsteam nicht mit Kämpfen. Die Untoten werden mehrmals vom Schloss des Fürsten losgeschickt, um den anrückenden Dämonenjägern aufzulauern. Hier merken wir auch, dass man sich wirklich Mühe mit der inhaltlichen Struktur gegeben hat. Keine Szene wirkt fehl an ihrem Platz. Manchmal wünschen wir uns nur, dass man der einen oder anderen Szene etwas mehr Raum gegeben hätte. Der Kuss zwischen Alina und Lucian kommt so plötzlich und hat in der finalen Konfrontation kaum Bedeutung mehr.

Unsterbliche Geschichte

Dracula - Prince of Darkness (4)Kelly Wenham, welche Alina verkörpert, passt jedoch absolut ins Bild dieser hundertjährigen Liebesgeschichte. Fehlbesetzt ist hingegen Jon Voight als Van Helsing. So gerne wir den Schauspieler in Filmen sehen, wirkt er in dieser Rolle zu stumpf und zu edel; auch wenn letzteres sicher wieder dem romantischen Anteil des Films geschuldet ist. Dafür gefallen uns sowohl die Kostüme, als auch die Gestaltung der Szenerie. Es wirkt alles wie aus einem Guss. Da fallen selbst die eher mauen, aber unterpräsenten, Spezialeffekte kaum auf. Am Bild der Blu-ray-Fassung haben wir uns übrigens nichts auszusetzen. Dieses wirkt sehr scharf und beweist mit einem düsteren Farbton jederzeit die Stimmung der fantasievollen Welt, in der Dracula – Prince of Darkness angesiedelt ist. Das Bild in 1080p wird dabei mit einem ebenfalls gelungenen Soundtrack unterlegt, der die Szenen sehr atmosphärisch wirken lässt. Sowohl die deutsche, als auch die englische Sprachfassung des Films hat uns gefallen. Wir empfehlen jedoch den englischen Originalton, da dieser etwas authentischer wirkt. Nach rund einhundert Minuten findet die Vampirjagd ihr Ende, doch mit Bonusmaterial können wir uns nicht weiter in die Welt des Films vertiefen – es liegt nicht vor. Wer Fantasy-Filme mag und einem großen romantischen Anteil nicht abgeneigt ist, darf guten Gewissens zugreifen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Liebe stirbt nie! So und nicht anders wird Dracula – Prince of Darkness auf der Packung beworben. Dieser Leitfaden trifft den Film genau, denn es dreht sich im Grunde alles nur um die Liebe zwischen Dracula und Elisabeta, die jetzt in Form von der Dämonenjägerin Alina neu entfacht wird. Die Vampirjagd ist zwar ebenfalls ein Thema, welches im Film charakterisiert wird, doch nimmt die Jagd auf Dracula einen sehr beiläufigen Handlungsfaden ein, obwohl sich die meisten Szenen außerhalb der Burg abspielen. Während die Geschichte an manchen Stellen aufgesetzt wirkt und sich wohl eher hier und da aus anderen Filmen oder gar Spielen wie Castlevania bedient, gilt dies nicht für die gelungene Schneiderarbeit. Die Kostüme wirken wirklich umwerfend und ebenso die Kulissen machen eine sehr gute Figur, die man als Fantasy-Liebhaber sicherlich schon mal in sehr ähnlicher Form in anderen Produktionen gesehen hat. Trotz des romantischen Anteils sollte man Dracula – Prince of Darkness nicht verschmähen. Auf der Rangliste der besten Vampirfilme aller Zeiten mischt er jedoch nur im Mittelfeld mit.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dracula: Prince of Darkness!

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