Special: Ubisoft auf der E3 2014

Ubisoft auf der E3 2014 (1)Seit Jahren ist es üblich, dass nicht nur die Konsolenhersteller, sondern auch einzelne Third Parties ausführlich ihr Produktportfolio in einer Pressekonferenz vorstellen. Ubisoft legt die Messlatte selbst hoch, da der Konzern in den letzten Jahren die besten Konferenzen abhielt.

Ubisoft auf der E3 2014 (2)Das denken nicht nur wir, sondern auch viele Fans von Ubisoft. Entsprechend sind wieder alle heiß, vor allem auf die Überraschungen der diesjährigen Pressekonferenz. Den Anfang macht dabei das bereits angekündigte Far Cry 4, welches am 20. November 2014 endlich erscheinen soll. Wie schon im Vorgänger Far Cry 3 gibt es wieder einmal einen außergewöhnlichen und ziemlich durchgedrehten Gegenspieler, der im Rahmen der ersten sechs Spielminuten aus dem Spiel ausführlich vorgestellt wird. Anscheinend will man hier das funktionierende Rezept von Far Cry 3 einfach in einem zweiten Teil nochmals aufwärmen – nichts durchweg schlechtes, war der Vorgänger doch ein sehr gelungenes Spiel. Und was uns noch alles im Spiel erwarten wird, beschreibt einer der Köpfe hinter dem Projekt mit dem bösen F-Wort. Da können wir uns wohl sicherlich auf ein richtig tolles Action-Spektakel in einem fiktiven Land im Himalaja freuen. Danach geht es weiter mit der üblichen Tanzspieleinlage. Auch in Just Dance 2015 darf wieder getanzt werden und mit Just Dance Now will man gleich auch die Smartphone-Welt erobern. Just Dance ist schließlich eines der erfolgreichsten Franchises der Firmengeschichte von Ubisoft. Einen ausgiebigen Tanzteil mit Pharrell Williams’ Song Happy später, geht es wieder in ernstere Gefilde. Genauer gesagt mit The Division.

Keine Konferenz ohne Assassinen

Ubisoft auf der E3 2014 (3)Tom Clancy’s The Division wurde zuvor bereits in der Microsoft-Pressekonferenz gezeigt und wird nun zusätzlich mit einem Trailer und ein bisschen Story ausstaffiert. Was wir hier sehen, packt uns von der ersten Minute. Wir hoffen nur, dass der Titel diese Qualität dann bei Erscheinen halten kann. Ebenfalls mit einem Trailer präsentiert man uns auch das Rennspiel The Crew. Dieser verspricht vollmundig, dass man in dem im November erscheinenden Open-World-Rennspiel die gesamten Vereinigten Staaten von Amerika ohne Ladezeiten erkunden kann. Wie das Rennspiel wirklich funktioniert, darf man ab dem 23. Juli 2014 auch in einer Beta-Phase begutachten, zu welcher man sich bis auf Weiteres anmelden kann. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und haben uns längst für die Beta beworben. Die Qualität der Spiele scheint jedoch nicht abzunehmen, was wir von Ubisoft in dieser Form aber auch gewohnt sind. In den letzten Jahren geht der Firmenname Ubisoft jedoch Hand in Hand mit dem unglaublich erfolgreichen Assassin’s-Creed-Franchise. Es wirke in einfachen Worten also unglaubhaft, wenn man nicht auch hier das ein oder andere Wörtchen zum nächsten Teil der Reihe verlieren würde. Wie The Division wurde Assassin’s Creed Unity auch schon bei der Microsoft-Pressekonferenz vorgestellt, doch widmet man sich dem Titel ein weiteres Mal!

Kleine Überraschung am Schluss

Ubisoft auf der E3 2014 (4)Diesmal versetzt uns die Geschichtsschreibung der Reihe ins achtzehnte Jahrhundert. Die Abenteuer während der Französischen Revolution sehen zwar stark nach der üblichen Assassinenkost aus, wirken grafisch und atmosphärisch aber eindeutig großartig. Die erste wirkliche Ankündigung des Abends, sieht man von dem obligatorischen Just-Dance-Ableger ab, kommt dann mit dem Xbox-One-exklusiven Shape Up. Wirklich  beachtlich ist dabei eigentlich nur, dass der Kinect-Sensor in der Ubisoft-Pressekonferenz mehr Platz als in der hauseigenen bekommt. Bereits angekündigt und bereits in wenigen Tagen im Handel ist der Sidescroller Valiant Hearts: The Great War. Das Spiel basiert auf der hauseigenen Engine UbiArt Framework und spielt in den Wirren des Ersten Weltkriegs – eine ungewöhnliche Kombination. Bevor die Konferenz dann ihr Ende findet, kommt dann aber doch noch eine richtige Spielankündigung. Nein, die verzweifelten Schreie vieler Fans nach Beyond Good & Evil 2 werden nicht erhört, aber mit Rainbow Six: Siege kehrt eine andere und zudem äußerst beliebte Ubisoft-Marke zurück. Gezeigt wird der Multiplayer-Modus, in dem zwei Teams á fünf Mitglieder um eine Geisel kämpfen. Auf einen Singleplayer-Modus geht man leider nicht weiter ein.  Nach dieser Spielpräsentation ist die Konferenz dann auch schon beendet.

Geschrieben von Björn Rohwer und ergänzt von Eric Ebelt

Björns Fazit (basierend auf der Ubisoft-Pressekonferenz): Ich habe mir die Konferenz erst in Nachhinein angesehen und hätte sie mir eigentlich auch ganz schenken können. Das liegt nicht an den vorgestellten Spielen, denn diese sind ja durchaus gut, aber Ubisoft hat dieses Jahr in meinen Augen wirklich auf  jegliche Überraschungsmomente verzichtet. Auf der einen Seite gab es wiederholte Fortsetzungen bewährter Franchises und auf der anderen Seite Titel, die bereits im letzten Jahr angekündigt worden sind. In den letzten Jahren hatte man sehr viel Material, aber nach solch einer Konferenz muss man sich ernsthaft fragen, ob da nicht die Gastauftritte bei zwei der drei Konsolenhersteller gereicht hätten. Ich werde mir jedenfalls im nächsten Jahr wieder nur die  Konferenzen eben dieser Konsolenhersteller ansehen und im Endeffekt bekomme ich dort am Rande ohnehin alles mit.

Erics Fazit (basierend auf der Ubisoft-Pressekonferenz): Die Pressekonferenz von Ubisoft fängt groß an. Far Cry 4 leitet nicht nur die Pressekonferenz ein, sondern wird vermutlich auch der erste Titel der Reihe sein, der mich in irgendeiner Weise anspricht. Das ist wohl dem Himalaja-Setting geschuldet. Winterlich geht es in The Division weiter. Ein spannender Titel, den man jedoch genau wie The Crew schon im letzten Jahr gesehen hat. Assassin’s Creed: Unity zeigt ebenfalls eindrucksvoll, was man mit der aktuellen Technik der Konsolen so alles anstellen kann. Während man zwischendurch Titel zeigt, die auf der Konferenz ein wenig deplatziert wirken, endet die Veranstaltung mit Rainbow Six: Siege, welches mich aufgrund der verschiedenen Vorgehensweisen direkt in seinen Bann gezogen hat, ein klein wenig überrascht. Mit Tom Clancy’s The Division oder Watch Dogs kann sich solch eine Überraschung zwar nicht messen, doch da ich noch nie einen Teil dieser Serie gespielt habe, kommt mir der Titel dennoch wie gerufen. Genau diese Titel sind Spiele, die ich unbedingt irgendwann auf irgendeiner Plattform spielen muss. Die Qualität ist gemessen an der Dichte an Spielvorstellungen während Ubisofts Pressekonferenz wirklich herausragend. Ubisoft hat mit dieser Pressekonferenz fast alles bis ins kleinste Detail richtig gemacht. Ich bin gespannt, ob man die Pressekonferenz im nächsten Jahr – fast traditionell – noch einmal toppen kann.

Jonas’ Fazit (basierend auf der Ubisoft-Pressekonferenz): Ohne Zweifel hat Ubisoft die letzten beiden Pressekonferenzen auf der Electronic Entertainment Expo dominiert; sowohl von den Spielen, als auch vom Beliebtheitsgrad beim Publikum. Diesen Trend versuchen die Franzosen mit Aisha Tyler natürlich fortzusetzen, am wichtigsten bleiben aber immer noch die gezeigten Titel. Eine Menge Zeit wurde auf inzwischen schon enthüllte Spiele wie Far Cry 4 und Assassin’s Creed: Unity investiert, die aber jeden, so auch mich, sehr begeistern konnten. Über die eingestreuten Tanzpassagen und Kinect-Spielereien kann ich da auch als notwendiges Übel hinwegsehen. Für den Schluss hat man sich Rainbow Six: Siege aufgehoben, was nach einem teambasierten und taktischen Multiplayer-Ego-Shooter aussieht. Zwar gibt es mit Sicherheit Innovativeres und auf jeden Fall eine Menge Spiele, die auch hätten angekündigt werden können, aber eine Sensation wie Watch Dogs gibt es eben nicht alle Tage. Die diesjährige Konferenz steht meiner Meinung nach den letztjährigen um einiges nach, hebt sich aber dennoch von der Konkurrenz positiv hervor.

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