Review: Psycho-Pass – Vol. 3 (Episoden 13 – 17)

Psycho-Pass - Vol. 3 (1)Mit Psycho-Pass – Vol. 3 erscheint die vorletzte Volume der Anime-Serie. Die Handlung der vorherigen Episoden wird dabei nahtlos fortgesetzt, gibt Einblicke in das Sicherheitssystem in der Stadt beziehungsweise hinterfragt dieses durch Antagonisten und Protagonisten.

Psycho-Pass - Vol. 3 (2)Nach den Geschehnissen der vorherigen Episoden geht es in Psycho-Pass nonstop weiter. Die Trauerfeier für Akane Tsunemoris Freundin, die vom Straftäter Shōgo Makishima vor ihren Augen hingerichtet wurde, findet gerade statt. Sie erkennt, dass sie zum Trauern jedoch keine Zeit hat. Sie unterhält sich mit ihrem Kollegen Shinya Kōgami, der ihrer Meinung ist und sie fortan bei der Ermittlung unterstützt. Es geht ihr nicht nur darum, ihre Freundin zu rächen, sondern Gerechtigkeit für alle Opfer von Makishima zu erkämpfen. Der Direktorin des Amts für öffentliche Sicherheit ist es jedoch wichtig, dass Makishima nicht getötet wird. Das Team soll ihn unter keinen Umständen töten und ihn lebendig gefangen nehmen. Der Psycho-Pass von Makishima steigt jedoch nicht an, wie wir es in den letzten Folgen erfahren haben. Daher ist es schwierig, den Verbrecher dingfest zu machen. Trotzdem findet das Team schon bald eine Spur; sie sind Makishima dicht auf den Fersen. Das nützt jedoch nur wenig, denn gerade als sie die Ermittlung vertiefen wollen, wird die Stadt von einer neuen Welle des Verbrechens heimgesucht. Mit Helmen maskierte Personen beginnen willkürlich friedliche Bewohner und korrekte Angestellte zu ermorden. Das Problem ist dem Team auch bestens bekannt, denn der Psycho-Pass von den Übeltätern steigt ebenfalls nicht an. Sie kopieren gar den der Opfer!

Ausnahmezustand

Psycho-Pass - Vol. 3 (3)Die Handlung von Psycho-Pass bleibt gewohnt spannend. Die Ermittlungsmöglichkeiten sind zwar weitgehend erklärt, doch werden uns aufgrund der Vorfälle weitere Einsatzoptionen mit neuen Gegenständen erläutert. Da der Dominator nur reagiert, wenn der Psycho-Pass einen bestimmten Wert überschreitet, ist dieser nutzlos, um auf Personen zu zielen, deren Psycho-Pass sich nicht verändert. Entsprechend wird das Team um Akane Tsunemori zum einen mit Elektro-Schlagstöcken ausgerüstet, um im Nahkampf gegen ihre Gegner gefeit zu sein. Zum anderen erhalten sie Granaten, die einen elektromagnetischen Impuls aussenden und auch die Umgebung elektronisch überlasten. Diese Granaten sollen sie zwar nur im Notfall einsetzen, da sie die direkte Umgebung in Mitleidenschaft ziehen, doch ihr Einsatz zeichnet sich von Anfang an unwiderruflich ab. Nachdem die Maskierten willkürlich durch die Bevölkerung morden, beginnt diese sich zu wehren und zu drastischen Maßnahmen zu greifen. Somit ist es verständlich, dass sich Kōgami und Co. mit der Waffe zur Wehr setzen müssen, um der Überzahl der Gegner Herr werden zu können. Interessanter ist jedoch, dass wir langsam ein Gespür dafür und Tatsachen serviert bekommen, welchen Plan Makishima eigentlich verfolgt. Auch ein sehr interessanter Storytwist am Ende von Episode 16 sorgt für offene Münder.

Song-Austausch

Psycho-Pass - Vol. 3 (4)Die gesamten Episoden haben uns nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch wieder einmal sehr gut gefallen. Der düstere Stil, der an dystopische Filme und Spiele erinnert, gefällt uns vor allem deshalb sehr gut, da er mit der erwachsenen Handlung hervorragend harmoniert. Lichteffekte und Animationen machen im 16:9-Format bei 1080p auch einen hervorragenden Eindruck. Außerdem passt sich die musikalische Untermalung den jeweiligen Situationen sehr gut an. Zudem fällt auf, dass die Köpfe hinter dem Projekt mit dieser Volume eine geänderte Titelmelodie und einen neuen Song beim Abspann verwenden. Anstatt also Abnormalize und Namae no nai Kaibutsu beim Vor- und Abspann zu hören, vernehmen wir nun durchgehend Out of Control und All alone with you. Das macht aber nichts, denn beide Songs passen thematisch sehr gut zum Anime. Bei der Synchronisation schenken sich beide Tonspuren nichts. Sowohl der japanische Originalton (der nur mit deutschen Untertiteln auswählbar ist), als auch die deutsche Synchronisation gefallen uns sehr gut. Die Sprecher hauchen sämtlichen Charakteren in beiden Sprachfassungen Leben ein. Bonusmaterial liegt in digitaler Form nur von Trailern von weiteren Kazé-Anime-Titeln vor, Einblicke in die Produktion gibt es leider abermals nicht. Dafür entschädigen drei physische Postkarten mit Motiven der Charaktere.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Psycho-Pass ist derzeit unschlagbar der Anime, bei dem ich ungeduldig auf die nächste Volume warte. Wirklich jede Episode ist sehr spannend und führt mich immer tiefer in die Welt von Psycho-Pass ein, ohne dabei auch nur im geringsten langweilig zu werden. Hinzukommen gelegentliche Storytwists, die mal mehr, mal weniger das bisher erlangte Wissen umschmeißen oder erweitern. In die Tiefe möchte ich nicht gehen, doch die Entwicklung eines bestimmten Charakters habe ich vielleicht vermutet, aber nicht in dieser Form kommen sehen, wie sie tatsächlich in Episode 16 vorkommt. Es bleibt also auch noch in den kommenden Episoden sehr spannend und ich frage mich tatsächlich, wie das noch enden wird. Ich kann den Anime an dieser Stelle aufgrund seiner erwachsenen Handlung, seines düsteren Stils, seinen tiefgründigen Charakteren und seinem interessanten Zukunftsszenario nur einmal mehr empfehlen. Psycho-Pass gehört in jede gut sortierte Anime-Sammlung!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Psycho-Pass – Vol. 3 (Episode 13 – 17)!

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