Review: Death Note – Box 1

Death Note - Box 1 (1)Vor einigen Jahren erschienen die Death-Note-Anime-Episoden bei einem anderen Anbieter in mehreren Volumes. Mittlerweile hat sich Kazé Anime die Rechte am Anime gesichert und veröffentlicht die von vielen Fans gelobte 37-teilige Serie in zwei einzelnen schicken Boxen.

Death Note - Box 1 (2)Light Yagami ist eigentlich ein normaler Oberschüler in der japanischen Hauptstadt Tōkyō, der jedoch mit dem Shinigami, einem Todesgott (beziehungsweise Todesgeist) Ryuk eine Gemeinsamkeit teilt. Sie sind der Welt der Menschen überdrüssig geworden, da sie Straftäter, welche die Welt schlechter machen, nicht verstehen. Eines Tages verliert Ryuk in der Welt der Menschen das Death Note. Beim Death Note handelt es sich um ein Notizbuch, welches übernatürliche Kräfte hat. Davon ahnt Light Yagami jedoch noch nichts, als er während des Unterrichts auf den Rasen schaut und dort das Buch bemerkt. Nach dem Unterricht nimmt er das Buch jedoch mit nach Hause. Die in Englisch geschriebene Anleitung im Buch kommt dem talentierten Schüler nur gelegen. Diese besagt nämlich, dass ein Mensch, dessen Namen und Gesicht man kennt, in vierzig Sekunden stirbt, wenn man seinen Namen in das Notizbuch schreibt. Als im Tōkyōter Stadtteil Shibuya ein Verbrechen geschieht und es im Fernsehen live durch die Nachrichten übertragen wird, probiert Light das Death Note aus. Überrascht ist er, dass dies tatsächlich funktioniert und schon bald sucht er sich neue Opfer, die einen Tod seiner Meinung nach verdient haben. Ein Vergewaltiger und selbst ein Klassenkamerad, der Schwächere ausnutzt, stehen schon bald auf seiner Todesliste. Da erscheint ihm Ryuk.

Mit der Lizenz zum Töten

Death Note - Box 1 (3)Light hat vor Ryuk jedoch keine Angst und nachdem Ryuk von Light erfährt, dass er mit der Macht des Death Note eine neue und bessere Welt erschaffen will, in dem die Menschen ohne Angst vor dem Bösen leben können, beschließt der Todesgott, dass er Ryuk beim Vorhaben stillschweigend unterstützen wird. Wir möchten nicht zu sehr ins Detail gehen, mit welcher Macht das Death Note tatsächlich ausgestattet ist, doch im Verlauf der ersten achtzehn Folgen erfahren wir genügend Regeln und Einschränkungen, die das Büchlein vielleicht doch nicht so allmächtig erscheinen lassen. Nach einigen Wochen leeren sich die Gefängniszellen in Japan. Gibt man jedoch nicht die Art des Todes an, an welchem die Person sterben soll, erliegen die Betroffenen dem Herzversagen. Genau dieses Herzversagen taucht jedoch so oft auf, dass die Polizei auf die Tode aufmerksam wird. Interpol leitet eine Untersuchung ein, die klären soll, wer dahinter steckt. Während man anfangs noch von einer Einzelperson absieht und größere Organisationen in Betracht zieht, ändert sich der Verdacht alsbald, als man beschließt, den mysteriösen Ermittler L einzubeziehen. Dieser ist Light in vielerlei Hinsicht nicht unähnlich und verfügt ebenfalls über einen scharfen Verstand. In wenigen Tagen gelingt es L, mehrere Tatsachen über Light herauszufinden. Dieser nimmt insgeheim Ls Herausforderung an.

Betagte DVD-Fassung

Death Note - Box 1 (4)Die Handlung von Death Note ist von Beginn an sehr ausgeklügelt. Mittendrin gibt es zwar immer die eine oder andere Szene, die den ganzen Anime um einigen Minuten pro Folge doch gerne mal streckt, aber im Endeffekt kann jede Episode gut unterhalten. Nicht nur Light und L sind dabei interessante Charaktere, auch ein bestimmter Inspektor bei der Polizei und noch eine weitere Figur, die nicht unwichtig für die Serie ist, mischen sich ins Geschehen ein und gestalten die Story um das Death Note sehr interessant. Was man am Inhalt nicht bemängeln kann, müssen wir jedoch an der technischen Seite anmerken. Death Note ist bisher – selbst in der japanischen Heimat – nur auf DVD erschienen. Das heißt, dass es sich hierbei immer noch um dieselbe technische Fassung handelt, die damals im Fernsehen ausgestrahlt und auf DVD schon einmal erschienen ist. Die Qualität geht größtenteils in Ordnung, doch einige Szenen wirken etwas unscharf, da man zu stark mit Weichzeichnern gearbeitet hat. Das unterstützt auf der anderen Seite die nicht vorhandene Transparenz der Handlung. Unterlegt werden die Szenen meist mit düsteren und teils melancholischen Klängen. Sowohl der japanische Ton als auch die deutsche Synchronisation wissen zu überzeugen. Wer die Serie nicht kennt und auf Bonusmaterial keinen Wert legt, bekommt mit Death Note – Box 1 einen sehr guten Einstieg.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Dadurch, dass ich vor ungefähr zwei Jahren bereits die Realverfilmungen gesehen habe, kannte ich die Handlung von Death Note bereits. Interessanterweise decken die Verfilmungen genau das ab, was wirklich wichtig ist. Das heißt, dass der Anime mit (für mich) bekannten Fakten arbeitet und diese zum Teil deutlich streckt. Kennt man die Filme jedoch noch nicht, ist der Anime sicherlich einer der spannendsten und vor allem storytechnisch ausgeklügelten überhaupt. In wirklich jeder Episode gefallen mir die Charaktere und wie sie im Anime mit der Zeit langsam, aber zielstrebig, eingeführt werden. Später kommen dann noch einige Überschneidungen dazu, die die Verbindungen unter den Charakteren wesentlich komplexer gestalten. Es gibt zahlreiche Wendungen, die den Anime zudem sehr intelligent erscheinen lassen. Kaum denkt man, dass Light L oder L Light auf die Schliche kommt, passiert etwas völlig unerwartetes und macht die Handlung um ein paar Folgen länger. Man bemerkt kaum, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man sich auf Death Note einlässt. Wer unbefangen an diesen genialen Anime herangeht, wird eines der besten Werke erleben, die in den letzten Jahren für Furore sorgten.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Death Note – Box 1!

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