Preview: Hyrule Warriors

Hyrule Warriors (1)Seit vielen Jahren fordern Fans der The-Legend-of-Zelda-Reihe ein Online-Rollenspiel in den Weiten der Fantasy-Welt Hyrule. Dazu ist es bis heute nicht gekommen, doch stattdessen will man bei Nintendo und Tecmo Koei Helden Link in einen Krieg mitten in Hyrule schicken.

Hyrule Warriors (2)Eigentlich ist die Serie um den jungen Hylianer Link ein Action-Rollenspiel, welches voll und ganz auf einen Spieler ausgelegt ist – mal abgesehen von The Legend of Zelda: Four Swords Adventures. In der Reihe geht es darum, eine Welt voller Mythen und Legenden zu erkunden, Dungeons nach neuen Gegenständen zu durchforsten und diese im Verlauf des Abenteuers zu kombinieren, um den Weg zur Rettung des Landes zu ebnen. Dieses Grundkonzept findet in Hyrule Warriors ebenfalls Anklang, doch wird das Spiel von einer Vielzahl an Elementen aus der Dynasty-Warriors-Serie ergänzt. In der Fassung, die wir auf der Gamescom ausprobieren durften, können wir uns in die Rolle von Link, Zelda oder Midna hineinversetzen. Jeder Held oder jede Heldin soll sich zudem anders spielen und je nachdem welche Waffe der jeweilige Charakter einsetzt, verändert sich auch ein klein wenig die Spielweise. Wir entscheiden uns für Link. Ein paar Sekunden später finden wir uns in den Ebenen von Hyrule wieder. Erstmal machen wir uns mit der Steuerung vertraut. Da wir uns für das Schwert entschieden haben, machen wir mit diesem entweder kleinen oder großen Schaden. Das hängt davon ab, ob wir die Massen an anstürmenden Gegnern mit schnellen (leichten) Schwerthieben oder langsamen und schweren Attacken bearbeiten. Das ist einfach zu erlernen und geht leicht von der Hand.

Aufgaben auf dem Schlachtfeld

Hyrule Warriors (3)Eine Wirbelklinge, mit denen wir Gegner im Umkreis von einigen Metern bearbeiten können, ist ebenso möglich. Neu ist ein Superangriff, der gewaltigen Schaden macht. Es ist hier jedoch sehr wichtig, diesen Angriff im richtigen Augenblick einzusetzen, da der Angriff mit einer geringfügig längeren Cutscene eingeleitet wird und dieser sich kaum kontrollieren lässt. Wie sich die Superangriffe im fertigen Spiel unterscheiden werden, können wir jetzt noch nicht beurteilen. Wir sind uns jedoch sicher, dass diese Angriffe bei jedem Helden sehr einzigartig ausfallen können. Während wir uns durch die Gegnerhorden schnetzeln, erhalten wir diverse Einblendungen mit Aufgaben, die wir zu erfüllen haben. Beispielsweise sollen wir Zeldas Zofe Impa helfen, einige Angreifer abzuwehren. Hier fällt dann auch direkt auf, dass es nicht nur einfaches Futter für unser Schwert gibt. Einige Gegner sind mit Schilden bewaffnet und lassen sich nicht ganz so einfach besiegen. Hier müssen die Gegner wie in der Hauptreihe mit dem L-Knopf anvisiert werden, weichen den Angriffen aus und stehen dann plötzlich hinter ihnen und lassen den Gegner unseren Zorn spüren. Als nächstes öffnet sich an anderer Stelle plötzlich eine Mine. In dieser Mine befindet sich nur eine Truhe, in denen wir Bomben finden. Anschließend wird die Mine verschüttet, sodass wir uns mit dem Utensil erst befreien können.

Mehrspieler-Potenzial

Hyrule Warriors (4)Auf der Übersichtskarte des Spiels sehen wir jederzeit, welche Standpunkte von den Truppen, die auf unserer Seite kämpfen, gehalten werden. Über Sieg und Niederlage entscheidet aber in der Regel unser Held. Wir müssen also darauf achten, dass wichtige Positionen nicht von den Feinden eingenommen werden. Das kann auch bedeuten, dass wir Prioritäten auf dem großen Schlachtfeld setzen müssen. In der fertigen Version wird das Spiel zudem einen Multiplayer-Modus für zwei Spieler beinhalten. So können Aufgaben locker geteilt werden und da beide Spieler dank des Wii-U-GamePads alles wunderbar im Blick behalten können, geht auch nicht die Übersicht flöten. Es ist nur sehr, sehr bedauerlich, dass Nintendo keinen Online-Modus für das Spiel plant. So kann man eine Konsole, die sich nicht gerade sehr gut verkauft, absolut nicht pushen. Trotzdem ist das nur ein Kritikpunkt neben vielen stupiden Gegnern, die wir in Hundertschaften ins Jenseits befördern. Aus der Masse heraus stechen die Bossgegner, die wir aus früheren Teilen der Serie kennen. In der Probierversion stehen wir König Dodongo aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time gegenüber. Kenner wissen natürlich, was zu tun ist – alle anderen möchten wir nicht spoilern. Hyrule Warriors bietet bereits im aktuellen Zustand viel Abwechslung und wir hoffen, dass das Endprodukt ebenso jede Menge Spaß bieten wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Wii-U-Fassung und der Nintendo-Direct-Ausgabe): Zum Glück war ich am Freitagmorgen einer der ersten, der das Spiel auf der Messe noch anspielen konnten. Obwohl ich mehrmals am Stand vorbeigelaufen bin, hat es zeitlich einfach nicht geklappt. Als ich jedoch endlich das GamePad in die Hand genommen habe, ist alles um mich herum vergessen. Das Spielprinzip ist im Grunde sehr stupide – sofern man es sich nicht einmal von der anderen Seite anschaut. Hyrule Warriors bietet an allen Ecken und Enden ein gewisses Potenzial – Taktik ist gefragt und auch der richtige Einsatz von Items ist abermals ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Mir hat Hyrule Warriors bereits in den zahlreichen Nintendo-Direct-Ausgaben gefallen und jetzt selbst durch Hyrule zu laufen und Gegner ins virtuelle Jenseits zu befördern, hat mir jede Menge Spaß bereitet. Ich hoffe sehr, dass mich das fertige Spiel mit noch mehr Details überraschen und das Spiel noch mehr Taktik von mir verlangen wird. Schade ist für mich nur, dass es mal wieder keinen Online-Modus gibt. Das gehört im Jahr 2014 einfach zum guten Ton dazu – zumal man die Wii U ja mit Argumenten verkaufen will. Außerdem frage ich mich noch, ob der Titel langfristig abwechslungsreich bleibt und nicht nur herausgekramt wird, wenn ein Freund der Schnetzelorgie beitritt.

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