Preview: Orcs Must Die! Unchained

Orcs Must Die! - Unchained (1)Am Multiplayer-Online-Battle-Arena-Genre scheiden sich die Geister. Die eine Spielerhälfte kann nicht genug davon kriegen und feiert E-Sportler im Internet. Die andere Hälfte der Gamer kann der Faszination nichts abgewinnen. Bei Orcs Must Die! Unchained ist das nicht anders.

Orcs Must Die! - Unchained (2)Von einer Handlung ist in Orcs Must Die! Unchained aktuell noch nichts zu bemerken. Es ist also im Moment noch nicht möglich, dem Sinn unserer Helden im Spiel irgendwie plausibel zu erklären. Bevor wir uns jedoch über solche Kleinigkeiten aufregen, starten wir vor dem Spielbeginn erst einmal das Tutorial. Hier wird relativ einfach erklärt, wie das Spiel in seinen Grundzügen funktioniert – leider aber sehr unspektakulär. Wir laufen durch das bisher einzige Spielgebiet und klicken Hinweissymbole an, woraufhin uns eine Stimme aus dem Off erzählt, welche Bedeutung eine Tür oder eine Spielfigur hat. Untertitel gibt es bisher keine und auch Spieler, die für die englische Sprache noch zu jung sind, könnten ein paar Probleme haben, das Spielsystem zu verstehen. An der Stelle hoffen wir, dass in der finalen Fassung auch ein deutsches Tutorial enthalten sein wird. Haben wir uns ohne Gegenwehr und gegen stupide Wachen bewährt, können wir auch schon das erste richtige Match bestreiten. Zunächst heißt es, einen Helden auszuwählen, mit dem wir uns ins Getümmel stürzen. Jeder Held verfügt dabei über verschiedene Spezialfähigkeiten, die einzelne Runden recht abwechslungsreich gestalten können. Vom Peitschenschwinger bis zur Magiebegabten ist alles dabei, was man sich nur wünschen kann. Die grundlegende Steuerung verändert sich dabei aber nicht.

Es ist eine Falle!

Orcs Must Die! - Unchained (3)Ziel einer jeden Partie ist es, die eigenen Schergen stückchenweise in einen Teleporter zu führen, der in der feindlichen Basis am anderen Ende des Spielfelds steht. Unterwegs stehen jedoch Wachen herum, welche die Schergen aufs Korn nehmen und Tore verhindern den weiteren Zugang zur gegnerischen Festung. Es ist also klar, dass wir unsere Schergen, die wir in unserer Burg phasenweise automatisch herstellen, unterstützten müssen. Während wir uns auf den Angriff auf die gegnerische Burg wappnen, sind unsere Gegner nicht untätig und so wollen diese selbstverständlich auch unsere Basis auf demselben Wege erobern. Für jeden besiegten Gegner erhalten wir Punkte, die wir in den Ausgangspunkt unserer Schergen investieren sollten. Je öfter wir das machen, desto besser werden unsere Kreaturen und haben so gegenüber ihren Gegnern ein Vorteil. Direkt aufeinandertreffen werden die Schergen aber nicht. Sonst wäre es nämlich schlicht zu unübersichtlich, da noch weitere Elemente in den Kampf zwischen den fünf Helden unseres Teams und unseren fünf Gegenspielern einfließen. Beispielsweise errichten wir für erspielte Punkte Fallen, die aber nur in dafür ausgelegten Korridoren gelegt beziehungsweise errichtet werden können. Sobald sich dann die Gegner durch den Korridor bewegen, steht Gehacktes oder Gegrilltes wieder auf dem Speiseplan.

Chat-Probleme

Orcs Must Die! - Unchained (4)Das Spielsystem klingt zwar interessant, doch steht ein ganz großer Faktor auf dem Plan, der gegen den Spielspaß spricht. Wir reden nicht von den Echtgeldtransaktionen, die sicherlich ihren Weg in die fertige Fassung finden werden, sondern von unseren Mitspielern. Während des gesamten Spiels haben wir die Möglichkeit, mit diesen zu chatten. Spieler, die jedoch ihre ersten Schritte im Spiel machen, werden von ihren Mitspielern jedoch verschmäht und wenn nach bereits drei bis vier Minuten Spielzeit keine Erfolge ersichtlich sind, haben wir in den Chats auch schon die ersten Beleidigungen bemerkt. Das ist ein bekanntes Problem, mit dem viele Online-Rollenspiele wie World of Warcraft zu kämpfen haben. Wir hoffen jedoch, dass es in der fertigen Version eine Funktion gibt, solche Spieler zu melden. Selbst wenn man nicht direkt von der Beleidigung betroffen ist, stören solche Bemerkungen dennoch – in einem Spiel soll man ja auch in erster Linie Spaß haben. Apropos World of Warcraft – die Grafiken des Spiels erinnern frappierend an Blizzards Online-Rollenspiel. Wer also auf eine extrem bunte Optik allergisch reagiert, wird an Orcs Must Die! Unchained kaum Gefallen finden. Wer sich aber darauf einlässt, kann in ein spaßiges Multiplayer-Online-Battle-Arena-Spiel abtauchen, welches bisher nur im Detail noch hier und da ein paar Ecken und Kanten hat.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation und der Beta-Fassung): Als ich vor einiger Zeit zum ersten Mal einen Titel des Multiplayer-Online-Battle-Arena-Genres in Augenschein genommen habe, habe ich direkt ein Genre gefunden, von dem ich mich wohl für immer fernhalten möchte. Als ich auf der Gamescom 2014 jedoch die Gelegenheit hatte, mir Orcs Must Die! Unchained anzuschauen, habe ich dem Genre noch eine Chance geben und eine weitere, als ich zuhause in die Beta-Fassung eintauchen konnte. Dies wird allerdings die letzte Chance gewesen sein, denn Spaß hatte ich persönlich nur bedingt. Das liegt absolut nicht daran, dass Orcs Must Die! Unchained ein schlechtes Spiel sei – das ist es nämlich absolut nicht! Viel mehr möchte ich mich in einem Spiel mit solch einer Kulisse auch verlieren können und da weder Helden noch Spielwelt einen Hintergrund haben, den ich hier in irgendeiner Form erleben kann, reduziert sich das Spiel wieder auf die Grundwerte des Genres. Hauptsache ich verstärke so schnell ich kann meine Schergen und lasse die in die gegnerische Basis einmarschieren. Das kann aufgrund diverser Spezialfähigkeiten aller Helden durchaus Spaß machen, aber für die finale Version des Spiels wünsche ich mir aber facettenreiche Siegesbedingungen, damit die Partien noch abwechslungsreicher sein werden.

Vielen Dank an Gameforge für die freundliche Bereitstellung des Betacodes und die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

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