Review: The Expendables 3 – A Man’s Job

The Expendables 3 - A Man's Job (1)Stallone, Statham, Banderas, Li, Snipes, Lundgren, Grammer, Couture, Crews, Lutz, Rousey, Powell, Ortiz, Davi, Gibson, Ford und Schwarzenegger – Action-Fans wird bei diesen Namen schwindelig werden. Blöd nur, dass genug irgendwann auch wirklich genug heißt.

The Expendables 3 - A Man's Job (2)Die Eröffnungssequenz von The Expendables 3 – A Man’s Job zeigt uns bereits nach wenigen Minuten, was wir auch vom dritten Teil der jungen Action-Filmreihe erwarten dürfen. So ist das Team rund um Barney Ross mittlerweile auf vier Mann geschrumpft. Mit einem leichten Anflug von Melancholie möchte uns Regisseur Patrick Hughes zeigen, dass die besten Tage der Helden bereits vorbei sind und wird dies in den insgesamt 132 Minuten Filmmaterial des Extended Director’s Cut noch mehrere Male zeigen. Die Expendables haben von der Central Intelligence Agency einen Tipp bekommen, wo ein ehemaliger Team-Kamerad von den bösen Halunken einer nicht näher spezifizierten Militäreinheit gefangen gehalten wird. Schnell ist das Team mit einem Helikopter zur Stelle, der auf einem stark bewaffneten Zug landet, wo auch schon das erste große Feuergefecht stattfindet. Ihren Freund Doc, der seinen Namen nur bekommen hat, weil er angeblich mal als Arzt praktizierte, haben sie schnell befreit. Anstatt sich jedoch mit dem Hubschrauber in die Freiheit zu transportieren, muss Doc es noch einmal richtig krachen lassen und feuert mit einem Geschütz auf die näherkommende Bastion des Militärs. In letzter Sekunde können die Jungs dennoch fliehen und der Zug rast mit hoher Geschwindigkeit schnurstracks in die Festung, die daraufhin in die Luft fliegt. Explosiv!

Für die junge Generation

The Expendables 3 - A Man's Job (3)Nicht mehr und nicht weniger dürfen Fans der Action-Legenden im dritten Teil erwarten. Die wichtige Handlung reißt nämlich heutzutage ebenfalls keine Bäume mehr aus. Beim nächsten Einsatz in Somalia erwartet uns nämlich auch nicht weiter als heiße Explosionen. Dort sollen die Expendables einen Waffenhändler kaltstellen, doch dieser entpuppt sich als Barneys alter Verbündeter Conrad Stonebanks. Ohne mit der Wimper zu zucken und ohne auch nur einmal nachzudenken, zücken die Jungs ihre Kanonen und mähen alles nieder, was sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen kann. Bei den Schusswechseln wird Caesar stark verletzt und die Mission lautet nun ganz traditionell Rache. Barney will seine Freunde allerdings nicht mit in den Auftrag einbeziehen, da er nicht will, dass sie in eine Sache reingezogen werden, die nur ihn und Stonebanks betreffen. Stattdessen reist er lieber quer durch die Vereinigten Staaten, um die neuen, jüngeren und besseren Expendables anzuwerben. Zumindest trifft der Film diese Aussage und stößt damit Fans von Jason Statham, Dolph Lundgren oder Randy Couture dermaßen vor den Kopf, dass man sich fragt, was sich Drehbuchautor Stallone dabei wieder gedacht hat. Vermutlich ist er auch das (wie die gekürzte Kinofassung) der jungen Generation schuldig, damit diese auch bloß nicht in die Videothek gehen, um sich Klassiker auszuleihen.

Untertrieben und übertrieben

The Expendables 3 - A Man's Job (4)Ein weiteres Problem, welches The Expendables 3 plagt, sind nicht nur die neuen Gesichter, die absolut austauschbar sind und nicht annähernd ähnliche Referenzen bieten, wie Stallone und Co, sondern die schiere Masse an verschiedenen Charakteren. Bis zu fünfzehn Charaktere ballern sich gleichzeitig durchs Bild. Der Fokus wird zwar auf wenige Helden und Antihelden gelenkt, doch wirken diese meistens noch blasser als in den ersten beiden Teilen. Zumindest freuen wir uns über das Mitwirken von Harrison Ford und Mel Gibson. Besonders letzterer legt sich als Conrad Stonebanks wirklich in die Vollen, um einen glaubwürdigen Widersacher abzugeben. Schade nur, dass Nebenfiguren wie Goran Vata, gespielt von Ex-Bond-Bösewicht Robert Davi, deplatziert wirken und einfach nicht weitere Aspekte mit in die Story bringen. In unseren Augen hat man es mit The Expendables 3 – A Man’s Job gleichermaßen unter-, als auch übertrieben. Optisch lässt sich der Film dafür in wunderbarer Full-HD-Qualität genießen. Besonders das große Finale, wo man mit Helikoptern und Panzern auffährt, sieht richtig klasse aus – mit Ausnahme von einigen Explosionseffekten, die bei den Vorgängern deutlich besser waren. Den Soundtrack kann man getrost in die Tonne kloppen, da Spannung und Dynamik damit nicht aufkommen wollen. Zwei Stunden Bonusmaterial runden das Paket ab.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Wer an The Expendables 3 – A Man’s Job mit hohen Erwartungen herangeht, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Wer allerdings mit niedrigen Erwartungen an solch einen Film herangeht und diese Erwartungen dann im Verlauf des Films noch einmal unterboten werden, kann nicht noch mehr enttäuscht werden. Obwohl der Titel mit vielen großen Namen aufwarten kann, ist es genau dieser Aspekt, welcher dem Film das Genick bricht. Natürlich finde ich es toll, wenn reihenweise Charaktere vorkommen, die von Hollywood-Legenden wie Harrison Ford (der übrigens auch mein Lieblingsschauspieler ist), Arnold Schwarzenegger und Konsorten verkörpert werden – aber dann müssen diese Charaktere auch ausgearbeitet werden und nicht gesichtslos wirken oder so tun, als ob ihnen die gesamte Rachestory so nahegeht, obwohl reihenweise die Menschen um sie herum sterben. Ab einem bestimmten Punkt im Film habe ich echt das Gefühl gehabt, dass es in irgendeiner Weise nur noch darum geht, wie viele und auf welche Weise man seine Feinde umlegt. Zugegeben – das war in den beiden Vorgängern nicht viel anders, doch hat man sich dort zumindest noch Mühe gegeben, ansatzweise eine Handlung auszuarbeiten, um zumindest ein wenig über die Action-Ebene ansatzweise intelligent hinauszukommen. Unterm Strich bietet The Expendables 3 – A Man’s Job nicht mehr, sondern eher weniger als seine beiden Vorgänger. Bleibt zu hoffen, dass Stallone die Marke mit dem Teil einstampft oder sich beim vierten Teil zumindest auf alte Tugenden beruft.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung von The Expendables 3 – A Man’s Job!

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