Review: Kirby und der Regenbogen-Pinsel

Kirby und der Regenbogen-Pinsel (1)Auf der Electronic Entertainment Expo 2014 kündigte Nintendo das Spiel im Rahmen ihres Digital Events erstmals an. Während die Japaner bereits im Januar Hand anlegen durften an Kirby und der Regenbogen-Pinsel, mussten Europäer fast ein ganzes Jahr auf den Titel warten.

Kirby und der Regenbogen-Pinsel (2)Die Geschichte von Kirby und der Regenbogen-Pinsel ist schnell erzählt, denn im Grunde hat sich nicht viel im Dream Land verändert. Kirby mampft sich fröhlich durch das Dream Land und gerade als er den nächsten Apfel in sich hineinstopfen möchte, öffnet sich plötzlich der Himmel. Aus einer Parallelwelt heraus stiehlt die gemeine Künstlerin Tonia dem Dream Land seine Farben, um ihre eigene Welt damit zu füllen. Kirby bleibt von Tonias Zauberkraft nicht verschont, doch zum Glück schafft es auch das bunte Wesen Eline aus der Parallelwelt in das nun durch und durch graue Dream Land. Schnell erlangt der Edelknödel seine Farbe zurück und beschließt auf der Stelle, seiner neuen Freundin Eline zu helfen. Anstatt sich also dem verblassten Apfel und somit der Völlerei hinzugeben, machen sich die beiden durch das Portal am Himmel auf, um Elines Welt vor ihrer ehemaligen Freundin Tonia zu retten. Es beginnt eine Reise durch sieben fantasievolle Welten mit jeweils drei typischen Levels und jeweils einer Bossgegner-Stage. Allerdings spielt sich Kirby und der Regenbogen-Pinsel durchgehend anders als die herkömmlichen Jump ’n’ Runs der Reihe. Hierbei handelt es sich weniger um ein Jump ’n’ Run, sondern mehr um ein Geschicklichkeitsspiel. Kirby kann zwar an einigen Stellen nach wie vor durch die Gegend hüpfen, doch kontrollieren wir ihn diesmal indirekt.

Der Regenbogen-Pinsel

Kirby und der Regenbogen-Pinsel (3)Tippen wir ihn beispielsweise an, schreckt der kugelrunde Vielfraß auf und rollt aufgrund seiner Körperstruktur los, bis er wieder zum Stillstand kommt. Um Kirby auf höhergelegene Plattformen zu dirigieren, zeichnen wir einfach mit Hilfe des Touch Pens eine Linie auf den Bildschirm des Wii U GamePads, damit er die Verbindung zwischen beiden Ebenen nutzen kann. Das machen wir durchgehend im ganzen Spiel, um überall Sterne einzusammeln, die bis zu fünf versteckten Schätze in einem Level zu finden und Gegner aus dem Weg zu rollen. Die Schwerkraft kann uns an den von uns gezeichneten Linien übrigens egal sein, denn hier klebt Kirby einfach dran und fällt nur herunter, wenn sich die Linie nach einigen Sekunden auflöst. Haben wir einhundert Sterne gesammelt, können wir auch einen Spezialangriff mit voller Kraft starten, um größere Gegner oder besondere Steine zu beseitigen. Hin und wieder ist das nötig, um an die bereits erwähnten Schätze in Truhenform zu gelangen, in denen sich sammelbare Figuren oder Soundtrack-Stücke aus früheren Kirby-Spielen befinden. Später ist das Einsetzen dieser Fähigkeit besonders knifflig, da wir mit Wasser, Lava, Bomben und noch gefährlicheren Gegnern zu tun bekommen, die uns bei Körperkontakt ausbremsen oder es gar schaffen, unsere Fähigkeit abzuwürgen. Als Kirby aus Knete hat man es eben nicht leicht!

Kurze Reise

Kirby und der Regenbogen-Pinsel (4)Kirby und der Regenbogen-Pinsel fällt größtenteils sehr leicht aus. Besonders die ersten paar Levels bieten kaum Herausforderungen und führen ins Spielkonzept ein. Ab der dritten Welt werden Spielabschnitte kniffliger und hin und wieder darf sich Kirby auch verwandeln. Je länger wir mit der Steuerung, die in den ersten zwei Spielstunden gewöhnungsbedürftig wirkt, auseinandersetzt, desto eher meistern wir diese Stellen. Scheitern wir mehr als zwei Mal an derselben Stelle, bietet uns der Titel sogar an, den Abschnitt zu überspringen. Wir verurteilen Nintendo für diese Praxis immer noch, da so selbst unerfahrene Spieler weniger Anreiz haben, selbst kleine Herausforderungen zu meistern. Abstellen lassen sich diese Anzeigen nach den zwei Fehlversuchen in den Optionen übrigens nicht. Kirby und der Regenbogen-Pinsel bietet außerdem auch einen Mehrspielermodus, in dem bis zu drei andere Spieler die Rolle von Waddle Dees übernehmen können, um Kirby zu beschützen. Dadurch, dass sich das Spiel um Kirby und nicht um die Waddle Dees dreht, wirkt der Modus aufgesetzt. Hier wäre sicherlich mehr möglich, würde die Wii U mehr als ein Wii U GamePad unterstützen. Optisch wirkt der Titel aufgrund seines Knetmassestils sehr charmant und die Musik gehört mit zum Besten in der gesamten Kirby-Reihe. Schade nur, dass Kirbys Reise nach circa fünf Stunden vorbei ist.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als der Titel angekündigt wurde, habe ich mich sehr darüber gefreut, dass auch Kirby nun sein erstes Abenteuer auf der Wii U erhält. Allerdings hielt die Freude nicht lange an, denn nachdem mir bewusst wurde, dass das Spiel ausnahmslos mit dem Touch Pen und dem Wii U GamePad gespielt wird, habe ich mich gefragt, warum Nintendo das Spiel nicht auf dem 3DS veröffentlicht. Wenn ich alleine spiele, ist es einfach Stromverschwendung, den Fernseher nebenbei laufen zu lassen – dort passiert nichts anderes, als auch auf dem Screen des Wii U GamePads, auf den ich ohnehin durchgehend starren muss. Der Mehrspielermodus bietet nämlich auch keinen großen Anreiz, sodass ich Freunde lieber zu einer Partie Mario Kart 8 oder Super Smash Bros. for Wii U einlade. Da der Titel außerdem über keine Online-Anbindung verfügt, über welche ich sehr gerne mit Freunden in Highscore-Listen gemessen hätte, verlängert der Titel seine Spielzeit nicht wirklich gut. Der Anreiz liegt in Kirby und der Regenbogen-Pinsel eher darin, wieder einmal alle versteckten Objekte zu finden, die kreuz und quer in der Welt verteilt sind. Ist man gut, kann man alle Inhalte des Story-Modus beim ersten Durchgang in unter fünf Stunden finden. Wenn man allerdings ungeübt ist und auch alle Herausforderungen bestehen will, kann man gerne drei bis vier Stunden dazu addieren. Kirby und der Regenbogen-Pinsel ist dadurch kein schlechtes Spiel. Es verfügt über ein paar spaßige Ideen, einen unvergleichlichen Look, einen tollen Soundtrack und obwohl mir die Steuerung anfangs zu ungenau erschien, komme ich genau mit dieser am Ende des Spiels am besten aus – genau dann, wenn das Spiel leider schon vorbei ist und im Regal verstauben wird.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

17 Kommentare zu “Review: Kirby und der Regenbogen-Pinsel

  1. #Kirby-Gewinnspiel
    Wer Kirby schon zu Zeiten des Game Boys gespielt hat, wird ihn einfach nur lieben. Mir gefällt die quitschbunte Grafik sehr und ich hätte wirklich lust mal in die Welt hineinzuschauen.

  2. #Kirby-Gewinnspiel
    Na das sieht doch nach einem perfekten Mädchen-Spiel aus 🙂 Als unsere Tochter gerade schaute was ich hier schon wieder so treibe, meinte sie sofort: Oh wie niedlich ❤
    Noch Fragen ?
    Schöne Grüße

  3. #Kirby-Gewinnspiel
    Ich mag Kirby und bin auch gespannt auf den neuen Teil. Schade finde ich, daß man keine Fähigkeiten von anderen mehr stehlen kann. Aber ich bin offen für Neuerungen, Kirby wird bestimmt wie immer Spaß machen.

  4. #Kirby-Gewinnspiel

    Der Grafikstil ist echt gut gewählt und fügt sich perfekt in das Kirby Universum ein, so wie ich es kenne, hoffe es hat auch wieder einen tollen Soundtrack. Was ich bis jetzt gelesen habe, gefällt mir sehr gut, meinen kleinen um so mehr glaube ich.

  5. #Kirby-Gewinnspiel
    Also Kirby fand ich schon als Kind mega toll 😀
    Besonders gut finde ich die Grafik und der Spielinhalt ist super gut umgesetzt 🙂

  6. Ich fand Kirby schon als Kind cool. Aber der neuste Streich macht echt Lust auf mehr. „#Kirby-Gewinnspiel

  7. #Kirby-Gewinnspiel
    Das spiel sieht einfach nur toll aus! So schön farbenfroh und kirby halt 🙂
    Früher schon gerne Sachen aufgesogen, da habe ich mal wieder richtig Lust drauf!
    Und das es halt nur auf dem pad gespielt wird finde ich nicht schlimm. Die Steuerung klingt interessant und dann bleibt der tv halt aus beim spielen 🙂

  8. #Kirby-Gewinnspiel Der knet look spricht mich an Scheint toll zu sein Kirby ist immer super habe es als kind schon sehr gemocht ,aber es ist wohl eher ein Mädchen Spiel.

  9. #Kirby-Gewinnspiel
    Ich mochte die kleine Kullerkugel schon immer und da wir (endlich) bald eine WiiU besitzen würde ich das auch wahnsinnig gern spielen. Mir gefällt auch der Grafikstil des Spiels, like Playdoo xD Außerdem mag ich Regenbögen 😛

  10. #Kirby-Gewinnspiel
    Der bunte Knet-Look spricht mich auf jeden Fall an und Kirby liebe ich schon seit Kirby’s Dream Land auf dem GameBoy.
    Irgendwie passt dann auch das Klischee mit dem Mädchen-Spiel 😉
    Zwar scheint das Game auch ein paar Macken zu haben, aber Spaß macht es bestimmt trotzdem.

  11. #Kirby-Gewinnspiel – Ich mag ja die Kirby games und den Vorgänger für den DS Powermalpinsel mochte ich auch. Ich finde es zwar etwas schade das die Kirby spiele meistens nun nur noch sehr leicht sind aber ich glaube Nintendo hat Kirby gern als eine art einsteiger spiel für Kleinere und nicht gaming begeisterte leute die auch ab und an mal eine runde was spielen wollen.
    Dafür ist der Look des games aber wirklich toll der ganze Knetgummi look sieht toll aus und gibt dem game was sehr eigenes .

  12. Scheint wie ein klassischer Titel für Casual Gamer und / oder Mädchen. 😀 Das weiß Nintendo wohl auch.
    Allerdings ist es schon so, dass das Pad bisher (trotz des Alters der Wii-U) wenig genutzt wurde, ich nutzte es bisher immer nur für Mario Kart als Hupe.
    Darum wäre es schon mal schön zu sehen, was für Möglichkeiten im Pad stecken.

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