Review: One Piece: Abenteuer in Alabasta – Die Wüstenprinzessin

One Piece - Abenteuer in Alabasta - Die Wüstenprinzessin (1)Als der Film 2007 in Japan veröffentlicht wurde, befanden sich die Strohhüte noch mitten in der Handlung auf Enies Lobby. Es war also kein Platz für das Einweben eines neuen Films mit eigenständiger Story. Stattdessen hat man sich an das Abenteuer in Alabasta erinnert.

One Piece - Abenteuer in Alabasta - Die Wüstenprinzessin (2)Der achte Film der Reihe, One Piece: Abenteuer in Alabasta – Die Wüstenprinzessin, bietet grundlegend dieselbe Handlung wie schon die Episoden der vierten Serienbox. Soll heißen, dass man nichts verpasst, wenn man den achten Kinofilm auslässt. Dieser beginnt übrigens damit, dass die Strohhut-Piraten Prinzessin Vivi bereits aufgenommen haben und mittlerweile auf dem Weg zum Königreich Alabasta sind. Kurz vor ihrem Ziel angeln Ruffy und Lysop mit Vivis Ente Karuh als Köder den Charakter Bon Curry. An Bord angekommen entpuppt er sich als Verwandlungskünstler, der die Fähigkeit hat, jedes Lebewesen zu imitieren, wenn er es nur einmal berührt. Bei seiner Verabschiedung erfahren die Strohhüte seinen Namen, der für Vivi nicht neu ist. Bon Curry gehört nämlich zu Sir Crocodiles Leuten, die im Königreich Alabasta eingefallen sind und langsam versuchen, die Macht zu übernehmen. Mit ihrer Firma Baroque sind sie drauf und dran, König Kobra abzusetzen und einen Militärstaat zu errichten. Ruffy und Co können das selbstverständlich nicht zulassen und versichern Vivi, dass sie ihr helfen werden, ihr Königreich und ihren Vater zu retten und Sir Crocodile aus ihrem Land zu vertreiben. Da wird auch das Leitthema Freundschaft deutlich, welches ebenso stark im Film wie damals in der Fernsehausstrahlung in verschiedenen Situationen charakterisiert wird.

Unterschiede zwischen Film und Serie

One Piece - Abenteuer in Alabasta - Die Wüstenprinzessin (3)Grundsätzlich erfahren wir im achten Film der One-Piece-Serie nicht mehr und nicht weniger, als in den Episoden der Fernsehserie. Man hat sich hier allerdings auf die wichtigsten Fakten beschränkt, an den eher unwichtigen Stellen stark gekürzt und sich auf das Wesentliche der Handlung konzentriert. Viele One-Piece-Fans lieben das Abenteuer in Alabasta und genau die werden sich auch über die Kürzungen freuen. Wenn wir uns an die Episoden erinnern, denken wir vor allem die Zusammenfassungen am Anfang der Folgen inklusive Landkarten, auf der sämtliche Charaktere mit ihren Positionen auf der Insel festgehalten werden. Das fällt im Film zum Glück flach, um nicht wertvolle Zeit zu verlieren. Damit der Film inhaltlich Sinn ergibt, hat man an verschiedenen Stellen allerdings nicht nur gekürzt. Geringfügige Änderungen sind ebenso enthalten, um an anderen Filmstellen Zeit einzusparen. Beispielsweise erfahren wir im Film direkt von den Markierungen an den Armen der Strohhüte und nicht erst später, um das Überraschungsmoment zu erzeugen beziehungsweise im Film vorwegzunehmen, da es später kaum Bedeutung hätte. Die Änderungen muss man zwar als Fan der Serie nicht mögen, sind allerdings sehr sinnvoll eingewoben, um den Film mit begrenzter Laufzeit sehr gut zu füllen. Das heißt aber auch, dass Dialoge gekürzt worden sind, um die Kämpfe besser zu betonen.

Reduzierung aufs Nötigste

One Piece - Abenteuer in Alabasta - Die Wüstenprinzessin (4)Trotzdem: Wer Kämpfe erwartet, die sich minutenlang strecken, wird vom achten One-Piece-Film enttäuscht sein. In Alabasta tauchen so viele Gegenspieler auf, dass nicht einmal alle im Film auftauchen können. Die prägnantesten für die Handlung allerdings werden meist schnell abgearbeitet oder in alternierender Reihenfolge bekämpft. Die Verantwortlichen haben sich dennoch Gedanken gemacht und die Handlung, die im Anime auf circa achthundert Minuten kommt, auf anderthalb Stunden runtergekürzt, ohne dass es Verständnisprobleme gibt und das muss man erst einmal schaffen. Der offensichtlichste Unterschied zwischen Serie und Film ist aber wohl das Bildformat. Während die Serie damals noch im 4:3-Format auf DVD erschien, erstrahlt das Bild hier im 16:9-Format. Auf der Blu-ray-Fassung selbstverständlich in Full-HD. Das Tonformat liegt in Dolby Digital 2.0 und in DTS HD Master Audio 5.1 vor, sowohl in der deutschen als auch in der japanischen Synchronisation (mit deutschen Untertiteln). Beide Sprachfassungen sind hervorragend gelungen. Blöd ist nur, dass Chopper-Synchronsprecher Martin Halm nicht nur das Rentier, sondern auch den Rebell Corsa spricht. Im Endeffekt stört das aber kaum, da sich beide Charaktere nie miteinander unterhalten. Schade ist aber, dass auf der Blu-ray Disc keinerlei Bonusmaterial vorliegt. Über Hintergründe hätten wir uns gefreut.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die Folgen, die in Alabasta spielen, sind für mich immer noch ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite mag ich es, wie genial die einzelnen Charaktere (insbesondere Prinzessin Vivi) charakterisiert werden, aber auf der anderen Seite hat sich die Handlung doch ein wenig gestreckt. Der Film wiederum ist meiner Meinung nach schon zu sehr komprimiert. Man hätte ihm ruhig eine halbe Stunde mehr geben können, um tiefer in das Innenleben der Charaktere hineinblicken zu können. So sind die Charaktere allesamt sehr oberflächlich dargestellt, da vor allem einzelne Verknüpfungen fehlen. Zudem wird vom Film stellenweise vorausgesetzt, dass man die Episoden allesamt kennt. Sicherlich richtet sich solch ein Streifen nur an die Kenner der Serie und alle anderen werden ohnehin nicht zuschlagen, doch haben die Produzenten vergessen, was ein Film wirklich ausmacht. Man kann One Piece: Abenteuer in Alabasta – Die Wüstenprinzessin zwar anschauen, doch wer die Serie und vor allem die Episoden, die im Wüstenstaat spielen, kennt, kann den Film ruhig auslassen, da er nur eine leicht alternative Version von der Serie zeigt.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Abenteuer in Alabasta – Die Wüstenprinzessin!

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