Review: The Garden of Sinners: Film 1-2

The Garden of Sinners Film 1-2 (1)Bereits 2011 erschien der Anime The Garden of Sinners hierzulande auf DVD. 2012 folgten dann auch die Blu-rays, doch zum Leid der Fans blieb es bei einer Gesamtausgabe in Form der Premium Box, in der die ersten sieben Filme mitsamt den Soundtracks enthalten waren.

The Garden of Sinners Film 1-2 (2)Mittlerweile sind zweieinhalb Jahre vergangen und endlich zeigt Kazé Anime Erbarmen mit den Fans, denn in insgesamt drei Volumes soll einer der besten Anime aller Zeiten endlich veröffentlicht werden. Ein Vorteil der vorliegenden Veröffentlichung ist zudem, dass die sieben in Deutschland erhältlichen Filme nicht einzeln, sondern zweimal im Doppelpack und einmal in einer dreifachen Filmausführung erscheinen. So müssen Nichtkenner nicht sehr lange auf die Fortsetzung der Reihe warten, da der Anime zu Beginn ohnehin nicht sonderlich zugänglich erscheint. So fällt es uns 2011 wie heute schwierig, die Handlung von The Garden of Sinners zu umschreiben, da die Filme in einer unchronologischen Reihenfolge spielen. Ein Makel, das wiederum für die Serie spricht. In Film 1: Thanatos erfahren wir nur wenig über die Protagonistin Ryōgi Shiki. Sie tritt als eine Art Medium auf, welche mit Geistern kommunizieren kann, diese aber wie eine Dämonentöterin jagt. Gemeinsam mit ihren Freunden Kokutō Mikiya und Aozaki Tōko untersucht sie die mysteriösen Mordfälle in der Fuji-Siedlung. In den Achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts erbaut, sollen die dortigen Gebäude seit Kurzem abgerissen werden. Gewöhnliche Mädchen, die keinerlei Gemeinsamkeiten oder Kontakt zueinander haben, springen hier Tag für den Tag von den Dächern der Gebäude in den Tod.

Dunkle Geheimnisse

The Garden of Sinners Film 1-2 (3)Für Shiki steht schnell fest, dass es sich dabei um keine selbstgewollten Suizide handeln kann und beginnt mit der Aufklärung. Wer jetzt nicht mehr gespoilert werden will, da wir jetzt auf den zweiten Film eingehen wollen, darf diesen Absatz in unserem Review getrost überspringen. Die Handlung von Film 2: Mordverdacht (Teil 1) spielt drei Jahre vor den Geschehnissen des ersten Films. Somit wird die Story aus dem Jahr 1998 ins Jahr 1995 verlegt. Hier erfahren wir, wie der noch junge Kokutō Mikiya die ebenfalls noch junge Ryōgi Shiki zunächst während einer Schneeschauer auf der Straße trifft und später auf der Oberschule kennenlernt. Obwohl die Freundschaft noch auf wackeligen Beinen steht, fangen die beiden an sich in gewisser Weise zu mögen, doch die Freundschaft wird alsbald durch eine Mordserie getrübt. Auf offener Straße werden fünf Menschen grausam getötet. Mikiyas Cousin arbeitet bei der örtlichen Polizei und soll die Morde aufklären. Von ihm erfährt er, dass wohl ein Schüler hinter der mysteriösen Mordserie steckt, da an einem Tatort das Emblem seiner Schule gefunden wurde. Außerdem soll sich der Täter am Ellbogen verletzt haben, was leider auch auf seine Freundin Shiki zutrifft. In Mikiya beginnen zugleich Zweifel und Optimismus zu wachsen. Je besser er Shiki kennenlernt, desto mehr erfährt er über ihr dunkles Geheimnis. Spannend!

Auftakt eines Meisterwerks

The Garden of Sinners Film 1-2 (4)Die ersten beiden The-Garden-of-Sinners-Filme sind kurz und geizen anfangs mit Informationen. Stellenweise fühlen sich die Filme dadurch in die Länge gezogen an, doch sollte jedem Zuschauer mit den späteren Filmen klar werden, warum die Story genau so erzählt wird. Als zeitgemäßer Anime sind die Filme im 16:9-Format aufgebaut und liegen in der Blu-ray-Fassung in HD vor. Allerdings befinden sich beide Filme auf demselben Niveau wie die letzte Blu-ray-Veröffentlichung, die wir vor zwei Jahren bereits kritisiert haben. Schlecht sehen die ersten beiden Filme dadurch immer noch nicht aus, denn die hypnotisierenden Lichteffekte, die Liebe zum Detail und die Charakteranimationen sind noch immer so schön anzusehen wie bereits Jahre zuvor. Schön gezeichnete Orte, wie der Bambuswald oder das Anwesen der Ryōgi werden mit den passenden Klängen unterlegt, was der Atmosphäre sehr zu Gute kommt. Sowohl die japanische, als auch die deutsche Synchronisation sind gelungen, da man sich auf bekannte Sprecher verlassen hat. So gibt es unter anderem ein Wiederhören mit der deutschen Sprecherin von Uma Thurman. Wer sich auf die japanische Synchronisation freut, muss jedoch mit deutschen Untertiteln leben. Diese lassen sich abermals nicht abschalten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nun sehe ich The Garden of Sinners mittlerweile zum dritten Mal und noch immer hat der Anime nichts an seiner Faszination verloren. Die Zeichnungen sind wundervoll animiert und mit paralysierenden Klängen unterlegt. Schade ist nur, dass die HD-Fassung der ersten beiden Filme in puncto Bildqualität nur auf höherem DVD-Niveau liegt. Das war zwar bereits bei der Premium Box so, doch glaube ich nicht, dass man im Land der aufgehenden Sonne die Bildqualität dieses Meisterwerks in den Anfängen nicht anpassen will. Die Hoffnung auf eine anständige Umsetzung des Bildmaterials rückt mit dieser Veröffentlichung in weite Ferne. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt jedoch einen Anime zu spüren, der wirklich faszinieren kann. Die Handlung ist zwar schwer durchschaubar, doch setzen sich die Elemente aufgrund der unchronologischen Erzählung mit der Zeit vortrefflich zusammen und ergeben ein wirklich rundes Gesamtbild, das mich auch aufgrund des Soundtracks immer und immer wieder angucken will. The Garden of Sinners hat direkt einen Platz in meiner Liste der besten Anime aller Zeiten gefunden. Wer sich auf das Mystery-Genre und viele japanische Elemente einlässt, wird mit The Garden of Sinners wirklich seine wahre Freude finden. Ich kann die ersten beiden Filme als Einstieg nur empfehlen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Garden of Sinners: Film 1 – 2!

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