Review: Hamatora – The Animation (Vol. 4)

Hamtora - The Animation (Vol. 4) (1)Nach den ersten drei Volumes, die in aufsteigender Reihenfolge an Qualität gewonnen haben, kann die vierte Volume von Hamatora – The Animation endlich unsere Erwartungen erfüllen – nur um uns am Ende noch einmal zu ärgern. Das meinen wir diesmal aber im positiven Sinne.

Hamtora - The Animation (Vol. 4) (2)In den ersten neun Episoden konnte der Anime das eigene Universum ausgiebig schildern. In der Welt von Hamatora – The Animation existieren so genannte Minimum Holders. Diese Menschen verfügen jeweils über eine Spezialfähigkeit, die sich von denen anderer Minimum Holders teilweise stark unterscheidet. Bisher lebten diese Übermenschen im Geheimen und selbst wenn etwas an die Öffentlichkeit geraten ist, wurde es von der Facultas-Akademie, dem Ort, an dem die Minimum Holders ausgebildet werden, geleugnet. Durch Surīs ungewollten Auftritt in der neunten Folge des Anime ist es mit der Geheimhaltung seit Kurzem allerdings vorbei. Die zehnte Episode nutzt den Vorfall gekonnt, um reale Parallelen zu schlagen. Im Zeitalter des Internets verbreiten sich sämtliche Informationen schnell und so schnell sich die Daten im Netz verbreiten, so schnell wird auch pauschalisiert. Die Bekanntmachung der Existenz der Minimum Holders ist jedoch nicht das einzige Problem, mit dem sich Naisu und seine Artgenossen jetzt konfrontiert sehen müssen. Es gelangt eine Liste ins Internet, welche die Minimum Holders mit Wohnort aufführt und die engstirnigen Massen mobilisiert. Wie die Massen unwissend darauf reagieren, wird zum einen in Umfragen dargestellt und zum anderen durch Kommentare auf diversen Internetseiten, welche diese Menschen abgeben.

Gefahren des Internets

Hamtora - The Animation (Vol. 4) (3)Der Strippenzieher hinter diesem Vorfall ist jedoch der Auffassung, dass damit die Gleichheit zwischen starken und schwachen Individuen nicht wiederhergestellt werden kann. Entsprechend wird bei jedem abgegebenen Kommentar zusätzlich der Wohnort des Menschen unwissend abgegeben, sodass in den sonst ruhigen Straßen von Yokohama schon bald ein kleiner Bürgerkrieg ausbricht. In den ersten drei Volumes war es bisher so, dass die Fälle, die Naisu und seine Freunde bearbeiten, im Vordergrund standen und alles wichtige eher im Hintergrund aufgebaut wurde. Bei der vierten Ausgabe dreht sich das Verhältnis endlich um, sodass nun endlich Platz für die eigentliche Handlung gemacht wird. Dennoch müssen sich die Helden auch um andere Probleme kümmern. So ist ihr alter Bekannter Takahiro aus dem Gefängnis ausgebrochen und versucht, seine wahre Gestalt wieder zu erlangen. Naisu und Co sollen ihn bei diesem Vorhaben unterstützen. In der elften Folge erkennt Takahiro jedoch, zu welcher Aufgabe er tatsächlich berufen ist. Hamatora – The Animation wartete in einigen Folgen jedoch mit einer gewissen Tragik auf und auch Takahiros Schicksal endet nicht so, wie sich das Naisu gerne gewünscht hätte. Naisu ist ohnehin immer noch damit beschäftigt, den verschwundenen Āto aufzuspüren, der nicht auf seine Besuche und Anrufe reagiert.

Höchste Qualität

Hamtora - The Animation (Vol. 4) (4)In der letzten Folge dieser Volume treffen Moraru und Naisu schließlich aufeinander. Ob und in welcher Form der Konflikt zwischen den beiden gelöst wird und ob damit der Bürgerkrieg in den Straßen von Yokohama ein Ende findet, verraten wir natürlich nicht. Das Ende dieser Staffel wartet allerdings mit einem überraschenden Cliffhanger auf, der tatsächlich große Lust auf die zweite Staffel macht. Es ist schon überraschend, wie die Qualität des Anime von einer auf die andere Volume immer besser wurde und schließlich in der Form vorliegt, die wir uns schon von Anfang an gewünscht hätten. Da die einzelnen Geschichten der Charaktere außerdem schon so gut wie zu Ende erzählt sind, haben die drei Episoden der vierten Volume eine wesentlich angenehmere Wirkung. Die Handlung formt sich zu einem Ganzen und lässt wichtige Nebencharaktere genau so einfließen, wie sie auch wirklich von Bedeutung sein sollen. In anderen Belangen hat sich der Anime nicht grundlegend verändert. Der Stil des Animes ist immer noch genauso schön anzusehen, wie in den ersten drei Volumes. Die deutsche Synchronfassung steht der japanischen übrigens in kaum einen Punkt nach. Wir vermissen jedoch digitales Bonusmaterial über die Produktion des Anime. Dafür gibt es ein letztes Mal ein feines Booklet und zwei Visitenkarten mit biografischen Daten zu zwei wichtigen Charakteren.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die ersten drei Volumes von Hamatora – The Animation haben mir gezeigt, wie man einen Anime vielleicht nicht unbedingt aufbauen sollte, sofern man parallel nicht den Manga liest oder die Eckdaten kennt. Die vierte Volume hingegen hat meine Erwartungen endlich getroffen, die ich schon seit der ersten Ausgabe des Anime hatte. Die Handlung wird durchgehend spannend erzählt, Nebencharaktere sind nur am Rande vorhanden und alle Elemente, die in den Vordergrund gehören, tauchen auch nur noch in diesem auf. Die drei letzten Episoden dieser Staffel konnte ich mir so hervorragend in einem Rutsch anschauen. Jetzt ärgere ich mich natürlich sehr darüber, dass man am Ende tatsächlich auf einen gemeinen Cliffhanger setzt, der die Macht hat, die ganze Handlung umzuschmeißen. Dann hoffen wir mal, dass Kazé Anime die zweite Staffel schon bald in hiesigen Gefilden veröffentlichen wird. Ich kann es jedenfalls kaum mehr erwarten!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Hamatora – The Animation (Vol. 4)!

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