Review: Sword Art Online (Vol. 4)

Sword Art Online (Vol. 4) (1)Diese Staffel von Sword Art Online neigt sich mit der vierten Volume dem Ende zu. In den letzten fünf Episoden setzt Kirito zum Endspurt an, um seine geliebte Asuna aus den Fängen des selbst gekrönten Elfenkönigs Obeiron zu befreien und muss sich dabei neuen Gefahren stellen.

Sword Art Online (Vol. 4) (2)Während die ersten beiden Volumes gleich einen Zeitraum von ganzen zwei Jahren abdecken, spielen sich die Geschehnisse der letzten beiden Volumes im Grunde nur innerhalb von einer Woche ab – sofern man den Epilog und etwaige Rückblicke außer Acht lässt. Als Kazuto den Endgegner von Sword Art Online besiegt hatte, wachte er aus seinem zweijährigen Tiefschlaf auf und machte sich sobald wie nur möglich auf, seine totgeglaubte Ingame-Ehefrau Asuna im Krankenhaus zu besuchen, nur um vor Ort die Bekanntschaft mit einem neuen Feind zu machen. Die Rede ist von Sugō Nobuyuki, einem Angestellten im Unternehmen von Asunas Vater. Dieser ist schon lange an Asuna interessiert und möchte schließlich mit ihr Hochzeit feiern, obwohl Asuna nicht das geringste Mitspracherecht bei diesem Unterfangen hat. Da ihr Vater mit der Bindung allen Anschein nach einverstanden ist, musste sich Kazuto zunächst damit abfinden. Als er jedoch von seinem ehemaligen Mitstreiter Andoryū einen Screenshot aus dem Online-Rollenspiel Alfheim Online erhielt, der eindeutig Asuna in einem großen Vogelkäfig zeigt, überwand er seine Hemmungen und setzte sich abermals das NerveGear auf. So und nicht anders zog Kazuto alias Kirito ein weiteres Mal in die virtuelle Welt, um Asuna zu befreien. Ein paar Tage sind seither vergangen und sein Ziel ist in greifbare Nähe gerückt!

Versuchskaninchen

Sword Art Online (Vol. 4) (3)Das heißt, dass die vierte Volume damit beginnt, dass Kirito und seine Begleiterin Rīfa am Weltenbaum angelangt sind. Auf diesem soll der Elfenkönig Obeiron leben und jener Elfenrasse, die zuerst die Spitze des Baumes erreicht, unendliche Flugzeit in der virtuellen Welt ermöglichen. Durch die Begrenzung der Flugzeit und mittlerweile auch durch eine Höhenbegrenzung können mutige Abenteurer allerdings nicht einfach so am Stamm des gigantischen Baumes hochfliegen. Sie müssen sich einer Prüfung stellen, in der sie hunderte Wächter bekämpfen und schließlich ein Portal öffnen müssen. Genau hier kommen Kirito, Rīfa und Yui an ihre Grenzen und so müssen sie sich zunächst einen guten Plan überlegen – und im Hintergrund tickt die Zeit unermüdlich weiter. Die Handlung des Anime wird in den vorliegenden Episoden daher auch stärker aus dem Blickwinkel von Asuna gezeigt. Ihr gelingt kurzzeitig die Flucht aus dem Vogelkäfig und entdeckt das geheime Labor von Obeiron beziehungsweise dessen Spieler Sugō. Mit den dreihundert Personen, die sich am Spielende von Sword Art Online nicht ausloggen konnten, experimentiert er zu Marketing-Forschungszwecken. Gegen ihren Willen werden ihre Gehirn mit Informationen gespeist, welche die unfreiwilligen Versuchspersonen als gegeben annehmen. Auf diesem Weg will er sich Asunas Liebe erkaufen.

Akzeptanz in der Gesellschaft

Sword Art Online (Vol. 4) (4)Mehr können und wollen wir zum Inhalt der letzten fünf Episoden nicht verraten, denn jede weitere Information würde Spoiler mit sich führen. Man darf aber mit dem eigentlichen Ende der Serie aber sehr zufrieden sein. Am Ende wird der Bogen zu Sword Art Online geschlagen, wodurch die im Grunde zweigeteilte Handlung schließlich ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Während in den vorherigen Episoden oft eine deutliche Trennung zwischen Videospiel und Realität vollzogen wurde, gehen beide Existenzebenen spätestens am Ende des Animes ineinander über. In der Welt des Animes spielt Datenschutz nur eine untergeordnete Rolle und trotz der Gesellschaftskritik, die sehr wohl in Sword Art Online vorhanden ist, werden Online-Rollenspiele oder viel eher Online-Welten als legitime Möglichkeit anerkannt, sein Leben zu leben und Zeit nach eigenem Ermessen zu verbringen. Gefühle sind hier in beiden Welten echt und das ist im Grunde auch das zentrale Thema des Animes. Vor allem Liebe, die hier in besonderem Maße grenzenlos dargestellt wird, ist elementarer Bestandteil der Handlung. So wird auch das Privatleben von Kazuto mehrmals mit dem Spiel in verschiedener Art und Weise in Verbindung gebracht. Wollt aber ihr hingegen Freunde mit dem Anime in Verbindung bringen, könnt ihr die abermals die drei beiliegenden Postkarten wundervoll dazu nutzen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Es ist jetzt einige Tage her, seitdem ich den Serienauftakt des Anime gesehen oder eher gesagt regelrecht verschlungen habe. Von Beginn an war ich mit der Handlung sehr zufrieden und mag die Entwicklung, welche sie genommen hat, sehr. Zunächst stand Sword Art Online, also das titelgebende Online-Rollenspiel, im Mittelpunkt. Nach und nach lösten sich die begrenzten Strukturen der Online-Welt auf, das soziale Leben der Charaktere hat sich im Spiel verselbstständigt und schließlich existieren diese mit dem Spieler trotz zweier Ebenen in einer Person. An der einen oder anderen Stelle hätte sich der Anime zwar ruhig trauen können, etwas mehr Kritik zu äußern oder tiefgründiger als nur eine Liebesgeschichte zu werden, doch gibt es an allen Ecken und Enden Hinweise darauf – und damit kann ich ganz gut leben, da die Story vom Start des Online-Rollenspiels bis zum Epilog ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Da das Franchise mehr als nur diese Staffel umfasst, bin ich schon sehr gespannt, welche Abenteuer ich mit anderen Charakteren noch erleben werde. Sword Art Online genießt mit gutem Recht Kultstatus und das Universum bietet mit diesem Ende dieser Staffel wirklich mehr als genug Raum für weitere Geschichten!

Vielen Dank an Peppermint Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Sword Art Online (Vol. 4)!

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