Preview: Project Zero: Priesterin des Schwarzen Wassers

Project Zero - Priesterin des schwarzen Wassers (1)Mit den ersten drei Teilen der Project-Zero-Reihe wurde auf der guten alten PlayStation 2 mitunter das damalig wohlgesonnene Genre des Survival-Horrors gefestigt. Inzwischen vertreibt Nintendo die Serie exklusiv, so auch den kommenden fünften Teil für die Wii U.

Project Zero - Priesterin des schwarzen Wassers (2)Als mit dem vierten Teil die Serie in die Hände von Nintendo übergeben wurde, blieb ein Release im Westen aus, was Fans erschütterte. Nachdem nun das Horror-Genre ein Comeback feiert und Nintendo jedes neue Wii-U-Spiel mit offenen Armen empfangen muss, öffnete der Publisher hierzulande wieder die Tore für die Serie. In Project Zero: Priesterin des Schwarzen Wassers wird die Geschichte aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Kozukata Yūri, Hinasaki Miu und Hōjō Ren brechen aus diversen Gründen in das gebirgige Hikamiyama auf, was ihre Schicksale verbindet. Das furchteinflößende Gebiet umhüllt einen Mythos von einzigartiger Grausamkeit: Angeblich begangen hier zahllose Menschen Suizid. Wer schon einmal einen Serienteil gespielt hat, wird wissen, was die Figuren erwartet. Es wimmelt dort nur so von Geistern und Verfluchten. Deren Hintergründe und die Ursache für das Chaos wird Stück für Stück entschlüsselt, an oberster Stelle steht aber das Überleben. Gewöhnliche Waffen können den Gegnern nur wenig anhaben, weswegen die Camera Obscura das beste Hilfsmittel zur Geisterbekämpfung darstellt. Mit nur einem Knopfdruck bannen wir den Schrecken auf Fotopapier. Deswegen wechselt das Spiel aus der dritten Person in die Ego-Ansicht, sodass wir den gruseligen Gestalten direkt ins Auge blicken müssen. Mit dem Wii U GamePad samt eingebautem Gyrosensor wird uns die Camera Obscura regelrecht in die Hände gelegt.

Horrorhafte Aussichten

Project Zero - Priesterin des schwarzen Wassers (3)Daneben wird auch das Erkunden der Umgebung wieder einen hohen Stellenwert einnehmen. Die Kamera kann versteckte Gegenstände und Hinweise aufspüren, was Mutige, die sich gerne länger als unbedingt nötig in gruseligen Gefilden aufhalten, belohnt. Denn die unbehagliche Atmosphäre hat schon in den Vorgängern nicht jedermann verkraftet. Die gemeine Kombination aus ruhigen Passagen und Actionsequenzen, die in Sekundenblitzen ineinander übergehen können, erfordern vom Spieler stets Aufmerksamkeit. Dauerhaftes Herzrasen ist also garantiert und zitternde Hände werden sich in den Kämpfen dank der Bewegungssteuerung direkt als ein natürlicher Schwierigkeitsgrad erweisen. Die technischen Verbesserungen tragen auch einiges zum Horror-Erlebnis bei. Grafisch schimmern hier und da noch die Wurzeln der Wii durch, das Sounddesign tut allerdings sein Übriges, um für dauerhafte Gänsehaut zu sorgen. Dafür war der japanische Horror stets berüchtigt. Die Mischung aus furchteinflößenden Anblicken und den Eindrücken, die sich der Spieler im Kopf selbst zusammenreimt, sorgt für ordentlichen Schweißtrieb. Entgegen dieser Elemente stehen höchstens die Outfits der weiblichen Spielfiguren. Seit dem ersten Teil huschen da knapp bekleidete Damen durch verspukte Einrichtungen, ohne sich in den Nächten auch nur eine leichte Erkältung einzuholen.

Geschrieben von Jonas Maier

Erics Prognose (basierend auf dem gezeigten Videomaterial): Vor ein paar Jahren wurde ich durch Project Zero 2: Wii Edition zum ersten Mal mit der Serie konfrontiert und war vom Spieldesign regelrecht begeistert. Während sich die Resident-Evil-Serie immer mehr in Richtung Action bewegt, wird hier noch klassischer Horror präsentiert. Beim veröffentlichen Videomaterial habe ich bereits genau dieses Gefühl und das finde ich richtig super. Die japanische Art, wie hier Angst und Schrecken versetzt wird, ist etwas ganz besonderes und sollte unbedingt von jedem einmal ausprobiert werden – auch wenn es dann erst beim fünften Teil so weit sein sollte. Für Project Zero: Priesterin des Schwarzen Wassers muss man hierzulande aber schon dankbar sein, dass es überhaupt in Europa erscheint. Würde sich die Wii U wie erhofft verkaufen, würde Nintendo sicherlich nicht das Wagnis eingehen, solch einen exotischen Nischentitel auf den Markt zu werfen. So wird zumindest die Software-Lücke im Oktober gestopft und ich komme in den Genuss eines weiteren tollen Spiels.

Jonas Prognose (basierend auf dem gezeigten Videomaterial): Was Fans von Horror-Spielen kaum noch für möglich gehalten haben, wird jetzt doch noch Wirklichkeit. Ob es an den lauten Protestrufen oder am aktuell mageren Videospielangebot der Wii U liegt, sei einmal dahingestellt – was zählt, ist, dass der bisher verschmähte fünfte Teil von Project Zero bis Herbst bei uns im Laden steht. Ein Spiel, das wie für die Wii U geschaffen scheint! Immerhin konzentriert sich das Kampfsystem und Elemente des Erkundens stark auf die Features des Wii U GamePads, was leider keine Selbstverständlichkeit ist. Ich bin gespannt, ob das Horror-Adventure der japanischen Art seinen Gruselfaktor auch mit einem zweiten Bildschirm erhalten kann, oder ob dabei die Übersicht beziehungsweise die Immersion aufs Spiel gesetzt wird. Abseits davon bin ich sehr zuversichtlich, dass uns hier ein potentieller Hit für die kalten Herbsttage ins Haus steht. Die düstere Berglandschaft mit ihren finsteren Geheimnissen wird sicherlich auch neue Spieler ansprechen, die Demo, die Nintendo veröffentlichen will, ist genau der richtige Schritt, um das in die Tat umzusetzen.

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