Preview: Watch Dogs 2

Watch Dogs 2 (1)2014 veröffentlichte Ubisoft mit Watch Dogs ein Open-World-Action-Spiel, das sich bewusst stark an der Assassin’s-Creed-Reihe orientierte. Viele Meinungen verglichen das Spiel sogar mit dem Serienauftakt der Meuchelmörderserie und hoffen auf den Durchbruch mit Teil 2.

Watch Dogs 2 (2)Ubisoft musste sich nach der Veröffentlichung von Watch Dogs negativer Kritik von gleich zwei Seiten stellen. Auf der einen Seite hat man mit Gameplay-Szenen und Trailern, die man zuvor auf Messen wie der Electronic Entertainment Expo und der Gamescom, sowie im Internet gezeigt hat, eine weitaus hübschere Grafik bei Texturen und Co versprochen, als das Spiel schlussendlich bei Release bot. Dass die Konsolen, vor allem Xbox 360, PlayStation 3 und Wii U diese Grafikpracht natürlich nicht halten konnten, wäre es auf dem PC definitiv problemlos möglich gewesen, wie später entwickelte Modifikationen bewiesen haben. Auf der anderen Seite waren Fans von Nintendos Wii U enttäuscht darüber, dass sie das Spiel erst ein halbes Jahr später und nur in einem halbwegs fertigen Zustand spielen konnten. Letzteres wird sich nicht wiederholen, da Watch Dogs 2 bisher nur für den PC, die PlayStation 4 und die Xbox One angekündigt ist. Das ist zwar schade, aber ein logischer und vor allem nachvollziehbarer Grund, da die Hardware von Nintendos Plattform bereits 2012 bei Launch schon Jahre zuvor veraltet war. Nicht veraltet und reichlich Abwechslung verspricht der neue Handlungsort. Während Watch Dogs im eher tristen Chicago bei Laub und Herbstwetter spielte, dürfen wir in Watch Dogs 2 das sehr viel sonnigere San Francisco samt Umland erkunden.

Motivierter Hacker Marcus Holloway

Watch Dogs 2 (3)Ebenfalls neu ist der Held des Spiels. Aiden Pearce ist nach nur einem Serienteil vorerst in Rente gegangen und überlässt das Feld dem afroamerikanischen Marcus Holloway. Dieser ist Mitglied der Hacking-Gruppe DedSec und dafür verantwortlich, dass seine Organisation in der San Francisco Bay Area an Einfluss gewinnt. Wie das genau funktionieren soll, hat man uns zwar noch nicht verraten, doch wir gehen stark davon aus, dass wir uns wieder kreuz und quer durch die zweitgrößte Stadt des Areals hacken und uns gegen das Central Operating System stellen müssen. Dieses überwacht wie in jeder dystopischen Version unserer Realität die Bürger; natürlich zu ihrer Sicherheit. Marcus Holloway wurde von diesem System durch seine persönlichen Daten eines Verbrechens angeklagt, dass er nicht begangen hat. Welche Straftat das genau sein soll und ob dies auch seine Motivation rechtfertigt, können wir an dieser Stelle aber noch nicht sagen. Allerdings ist es nur logisch, dass wir das System somit auch zu seinem Vorteil nutzen können. Wir werden uns also wieder in Überwachungskameras hacken und dürfen diesmal sogar Drohnen steuern, um sonst unerreichbare Schaltkreise zu unterbrechen. Bereits auf der Electronic Entertainment Expo 2016 hat man mitgeteilt, dass die Hacking-Optionen vielseitiger ausfallen werden wie beim Vorgänger. Wir sind zuversichtlich.

Auf den Straßen von San Francisco

Watch Dogs 2 (4)Am Rest des Gameplays dürfte sich wenig geändert haben. Wir können uns teure Sportwagen auf offener Straße unter den Nagel reißen, um uns mit der Polizei Verfolgungsjagden durch die Straßen von San Francisco zu liefern oder uns am Geld anderer bereichern, um uns in Geschäften mit neuer Kleidung auszustatten. Die Augmented-Reality-Minispielchen aus dem Vorgänger, die zugegebenermaßen manchmal ziemlich lächerlich wirkten, soll es hingegen nicht geben. Wir sind gespannt, welche Alternativen man uns hier noch vor die Nase setzen will, denn bis aufs Segeln oder Trips in die umliegenden Berge hat man uns noch nicht gezeigt. Da eine offene Spielwelt gut gefüllt sein sollte, um glaubhaft zu wirken, müssen die Entwickler hier noch ihr Können unter Beweis stellen. Wer nur ungern alleine spielt, wird sich auch darüber freuen, dass man Hacking-Eingriffe von anderen Spielern wie schon bei Watch Dogs zulassen kann. Soll heißen, dass andere Spieler jederzeit in unser Spiel eindringen und Schabernack anstellen dürfen. Wer keine Lust darauf hat, den Hacker zu erwischen, kann auch die Beine in die Hand nehmen und sich mit den Verfolgern eine Kopfgeldjagd liefern. Das klingt nett und wenn Ubisoft die Grafikversprechen diesmal hält, wird Watch Dogs 2 am 15. November 2016 wie einst Assassin’s Creed II sicherlich jeden Fan zufriedenstellen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Watch Dogs wollte ich mir damals zum Release kaufen, habe aber noch einige Monate damit gewartet, da ich doch enttäuscht darüber war, dass man dem Spiel ein Grafik-Downgrade spendiert hat und auch die fehlenden Möglichkeiten im Spiel fernab vom Abgrasen von Tourismuspunkten und Augmented-Reality-Minispielchen eher abgeschreckt haben. Trotzdem war Watch Dogs ein nettes Spiel, das ich gerne durchgespielt und nicht wie Assassin’s Creed Jahre zuvor nach zwei bis drei Spielstunden aufgrund ständiger Wiederholungen abgebrochen habe. Als dann der zweite Teil im Sommer 2016 ausgiebig vorgestellt wurde, habe ich eigentlich recht schnell das Interesse verloren. Ich mag zwar den neuen Handlungsort San Francisco, doch nach dem düsteren ersten Teil wirkte die Stadt für mich etwas zu bunt. Nachdem ich Watch Dogs 2 auf der Gamescom 2016 aber selbst einmal in Aktion sehen konnte, wurde ich schnell eines besseren belehrt. Die Größe der Landkarte und die geographischen Merkmale bieten so viele Möglichkeiten, die ein Spiel in Chicago oder New York City nicht ermöglicht hätte. Sowohl der Aufbau der Stadt, als auch die umliegenden Gebiete gefallen mir bisher sehr. Es bleibt am Ende aber zu hoffen, dass die offene Spielwelt zum Release mit vielen und vor allem abwechslungsreichen Inhalten gefüllt sein wird, damit ich auch abseits der Hauptmissionen genug in der San Francisco Bay Area zu tun habe – dann buche ich auch sofort meinen Flug nach San Francisco!

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation von Watch Dogs 2!

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