Review: Magic Kaito: Kid the Phantom Thief (Vol. 2)

Magic Kaito - Kid the Phantom Thief (Vol. 2) (1)Vor einigen Monaten haben wir uns bereits den Auftakt zur zwölfteiligen Anime-Serie Magic Kaito: Kid the Phantom Thief angeschaut. Die drei enthaltenen Episoden der zweiten Volume wollen in die Fußstapfen der ersten Ausgabe treten, doch schaffen sie dies nur sehr bedingt.

Magic Kaito - Kid the Phantom Thief (Vol. 2) (2)Wir rekapitulieren: Vor acht Jahren hat sich der legendäre Zauberkünstler Kuroba Tōichi dazu entschlossen, im Diebesgewerbe sein Glück zu versuchen. Unter dem Pseudonym Kaito Kid ist der Meisterdieb jedoch so schnell am Horizont der Verbrecher aufgetaucht wie verschwunden. Nur durch einen Zufall ist es seinem Sohn Kaito gelungen, etwas über ihn herauszufinden. In einer geheimen Kammer des Hauses lagert nämlich noch immer die alte Ausrüstung seines Vaters. Kurzerhand beschließt Kaito, der sich ebenfalls für Zaubertricks interessiert, die Arbeit seines verstorbenen Erzeugers fortzusetzen. Mit Hilfe dessen ehemaligen Assistenten Jii Kōnosuke ist es ihm bereits gelungen, ein paar wertvolle Schätze zu stehlen. Allerdings führt er mit seiner Arbeit meistens nur die Polizei, angeführt von Kommissar Nakamori Ginzō, an der Nase entlang. Schließlich gibt er die Schätze ihren rechtmäßigen Besitzern zurück, damit er unter anderem Diebstähle von anderen Trickbetrügern vereiteln kann. In den letzten Episoden musste sich Kaito vor allem darum kümmern, dass seine wahre Identität nicht ans Licht kommt. Das ist vor allem deshalb schwierig, da er zusammen mit Aoka, der Tochter von Nakamori Ginzō, dieselbe Schulklasse besucht. In den drei Episoden der zweiten Volume stehen zwei übliche Diebstähle auf dem Plan – und ein Raub der ganz besonderen Art.

Was sich liebt, das neckt sich

Magic Kaito - Kid the Phantom Thief (Vol. 2) (3)Die vierte Folge von Magic Kaito: Kid the Phantom Thief dreht voll und ganz um eine neue Mitschülerin, die sich insgeheim der Hexerei hingibt und versucht, Kaito Kid bei einem seiner Raubzüge umzubringen. Dass das für Koizumi Akako aber nicht funktionieren wird, kommt für uns als Zuschauer wirklich nicht überraschend. Während sich Kaito Kid um den Diebstahl eines goldenen Siegels kümmert, erfahren wir im Hintergrund, wie Akako sogar Kommissar Nakamori verhext, um ihr Ziel zu erreichen. Eine Episode später wird Kaito erstmals mit der Organisation konfrontiert, welche für den Tod seines Vaters verantwortlich ist. Die Mitglieder der Organisation sind nämlich hinter dem indischen Saphir Blue Birthday her, dem magische Kräfte innewohnen und das Leben seines Trägers verlängern soll. Welche Erkenntnisse hier ans Tageslicht kommen, wollen wir aber noch nicht verraten – sonderlich viel ist es aber nicht. Während sich Kaito also mit den Bösewichten abrackern muss, feiert seine Freundin Aoka zu Hause ihren siebzehnten Geburtstag, den Kaito natürlich ebenfalls nicht verpassen will. Damit sich einige Klassenkameraden und Klassenkameradinnen näherkommen können, veranstaltet ihre romantisch veranlagte Lehrerin in der sechsten Serienepisode während einer Klassenfahrt in die japanischen Alpen partnerschaftliche Skiausflüge, bei denen kein Auge trocken bleibt.

Vertane Chancen

Magic Kaito - Kid the Phantom Thief (Vol. 2) (4)Eine einschneidende Wirkung hatten die drei Episoden der zweiten Volume auf uns eigentlich nicht. So ist zwar vor allem die fünfte Folge, sowohl für das Aufklären des Mordes an Kaitos Vater, als auch für die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Kaito und Aoka, von recht großer Bedeutung, doch wirklich vorangetrieben haben diese Folgen die Handlung nicht. Etwas ermüdend wirkten die Situationen trotz des netten Humors auf uns. Schon bei der ersten Volume ist uns aufgefallen, dass die deutsche Synchronisation nicht so ganz zum Anime passt – in der zweiten Volume fällt das noch sehr viel stärker auf, sodass wir dringend zum japanischen Originalton raten. Da kommt dann auch der Humor wesentlich mehr zu tragen. An der technischen Gestaltung können wir hingegen nichts aussetzen. Das Bild in der Auflösung von 1080p im bildschirmfüllenden 16:9-Format ist kontrastreich und kann mit den typischem Zeichenstil von Aoyama Gōshō punkten und Fans von Detektiv Conan verzaubern. Wer gut aufpasst, kann den kleinen Detektiv in der fünften und sechsten Episode sogar ganz kurz entdecken. Schade, dass man hier nicht den Mut gefunden hat, diese Crossover-Momente auszubauen. Wem die ersten Folgen in der ersten Volume bereits gefallen hat, dürfte trotz der Mankos auch mit dem zweiten Episodenpack zufrieden sein und hier bedenkenlos zuschlagen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die ersten Episoden der Anime-Serie Magic Kaito: Kid the Phantom Thief haben mir eigentlich sehr gut gefallen. Natürlich hat man sich hier vor allem auf den Einstieg, wenn auch in gekürzter Form, konzentriert, doch fand ich die Einbrüche von Kaito Kid vor einigen Monaten noch wesentlich spannender. In der zweiten Volume verkommen diese zur Nebensache und werden für meinen Geschmack viel zu schnell abgearbeitet. Zudem habe ich das Gefühl, dass man die Anime-Serie unnötig mit Nebensächlichkeiten in die Länge zieht. In der fünften Episode steht beispielsweise erstmals die Organisation im Rampenlicht, die für den Tod von Kaitos Vater die Verantwortung trägt. Warum man hier nicht verstärkt ansetzt und die aufkommende Spannung in die Höhe treibt, ist mir schier ein Rätsel. Weitestgehend habe ich mich mit den Episoden der zweiten Volume gelangweilt, denn nur wenige Inhalte tragen in diesen Folgen zum Verständnis des großen Zusammenhangs bei. Wem das aber nicht stört und das Franchise mag, wird aber sicherlich auch mit der zweiten Volume von Magic Kaito: Kid the Phantom Thief zufrieden sein!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Magic Kaito: Kid the Phantom Thief (Vol. 2)!

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