Review: Liar Game (Band 18)

liar-game-band-18Bald wird feststehen, wer endgültig mit erheblichen finanziellen Problemen aus dem Liar Game austreten muss, wer eine Menge Geld abkassieren wird und wer sich auf plus minus null retten kann. Die Vorrunde des letzten Liar Games – der Menschenauktion – neigt sich dem Ende zu. Hierbei bieten die Teilnehmer auf ihre Mitstreiter, um ihr Team für die finale Auseinandersetzung zu verstärken. Konzepte der Massenpsychologie gehen hier wunderbar auf, wenn während eines Zeitlimits vor den Augen aller anderer die Menschen mit Geldmengen aufgewogen werden und man gleichzeitig nicht nur auf sein Vermögen, sondern auch noch auf die Kompetenz der zu ersteigernden Spieler achten muss. Genie Akiyama ist natürlich höchst gefragt, damit sinkt aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass die eher treudoofe Nao, die nur durch Akiyamas Intelligenz überhaupt so weit gekommen ist, ins selbe Team aufrücken kann. Beide Hauptfiguren im Finale als Gegner gegenüberstehen zu sehen, hält das Potential für eine Menge Spannung bereit. Größter Konkurrent Yokoya begleitet uns wohl auch noch bis ins Finale. Endlich hat sich ein ebenbürtiger Gegner für Akiyama gefunden, der es mit seinen geistigen Fähigkeiten nicht nur aufnehmen kann, sondern auch gute Chancen hat, gegen ihn zu gewinnen.

Kampf der vier Reiche

Nach dieser Vorrunde beginnt auch sogleich die letzte Runde mit dem Namen Die Chroniken der vier Reiche. Das frische und packende Spielkonzept ist an die Zeit der Drei Reiche angelegt, in der China ab etwa dem Jahr 200 unserer Zeit in drei Königreiche unterteilt war. Im Liar Game gesellt sich noch eine vierte Fraktion dazu, die alle zusammen an einem strategischen Kampf um ihre Existenz teilnehmen. Allianzen mit Mitspielern entscheiden auch hier wieder über Sieg und Niederlage. Anders als in der Politik, werden hier Fehlentscheidungen und schlechte Planung direkt bestraft, sodass nur wenig Spielraum für Experimente bleibt. Damit erwartet uns eines der bisher spannendsten Spielkonzepte, das würdig ist, das Finale einzuläuten. Auch hier entdeckt Akiyama immer neue Facetten im Spiel und nutzt diese, um das Blatt zu wenden. Einmal mehr hat er die Schlauheit mit Löffeln gegessen. Die anderen Figuren sind allerdings nicht vorsätzlich vom Autor Kaitani Shinobu mit minderer Intelligenz gesegnet, sondern verhalten sich stets nachvollziehbar auf einer Höhe mit normalen Menschen. Dies unterstreicht nicht nur die famose Klugheit der Genies, sondern bringt uns auch alle anderen Figuren als lebensechte Menschen näher. Im letzten Band, der Anfang Oktober 2016 erscheint, wird nicht nur diese Runde, sondern der gesamte Manga seinen Abschluss finden. Wir sind gespannt!

Geschrieben von Jonas Maier

Jonas Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Bald ist es soweit! Der vorletzte Band hat in mir noch einmal die Vorfreude auf das kommende Finale geschürt, dem ich erwartungsvoll entgegenblicke. Im Vergleich zu den vorherigen Bänden zieht die Handlung spürbar an und es wird kaum mehr Zeit mit Wiederholungen und Erklärungen verschwendet. Besonders darauf, was den Verlieren widerfahren wird, bin ich sehr, sehr gespannt – und natürlich welche Personen und welche Intuitionen sich hinter der Liar-Game-Verwaltung verbergen. All das wird im letzten Band sicherlich gelüftet werden. Darüber, was sich Kaitani Shinobu inhaltlich erlauben und leisten kann, kann ich jedoch nur spekulieren. Mein Interesse ist auf jeden Fall geweckt!

Vielen Dank an Egmont Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Liar Game (Band 18)!

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