Review: The Rolling Girls (Vol. 2)

the-rolling-girls-vol-2-1Die erste Volume der zwölfteiligen Anime-Serie The Rolling Girls nutzt die ersten zwei Episoden, um die Ausgangslage zu erklären, um im Anschluss vier Freundinnen auf einen Road Trip zu schicken. Mit der zweiten Volume wird die Reise durchs knallbunte Japan fortgeführt.

the-rolling-girls-vol-2-2Mehrere Jahre sind seit dem Großen Krieg von Tōkyō vergangen. Das Land ist in zehn Nationen gespaltet, an deren Spitzen jeweils ein Anführer, so genannten Mosa, stehen. Obwohl wir bereits in der ersten Volume gerne ein paar Hintergründe und vor allem Ursache und Auslöser des Krieges erfahren hätten, so hüllen sich auch die vier Episoden der zweiten Volume in Schweigen. Nachdem sich Utoku Masami alias Maccha Green und Shigyō Kuniko die Köpfe eingeschlagen haben und anschließend im Krankenhaus gelandet sind, müssen die Aufgaben der Friedensstifterin von anderen Personen übernommen werden. Dazu meldet sich Masamis beste Freundin Moritomo Nozomi freiwillig und will gemeinsam mit ihrer Freundin Kosaka Yukina durch Japan ziehen, um die Aufgaben und Aufträge von Maccha Green zu absolvieren. Die Gruppe wächst jedoch auf vier Köpfe, sodass auch die aufbruchswillige Hibiki Ai und die schüchterne Misono Chiaya mit an Bord sind. Über letztere haben wir am Ende der vierten Episode erfahren, dass sie gar nicht mehr so sehr an den Mondlichtsteinen interessiert ist, da sie mit Nozomi, Yukina und Ai stattdessen Freundinnen gefunden hat. Allerdings gehört ihre Mutter zu einer Organisation, die jetzt auf der Suche nach den Steinen und nach Chiaya ist.

Explodierende Fisch-Dachziegel

the-rolling-girls-vol-2-3Die Reise der vier quirligen Mädchen führt zunächst in die ehemaligen Präfekturen Aichi und Mie, die seit dem Großen Krieg von Tōkyō eine noch namenlose Nation bilden. Entsprechend geht es in der fünften und sechsten Episode von The Rolling Girls um die Namensfindung der Nation. In Nagoya angekommen, erfahren sie, dass die beiden Gruppierungen Aichi Tenmusu und Mie Motors um die Vorherrschaft im Gebiet kämpfen. Während Tenmusu Aichi stolz auf das gleichnamige, berühmte Nagoyaer Gericht Tenmusu ist, fordert Mie Motors seine Feinde stets mit Motorradrennen heraus. Vor diesem Hintergrund findet jedoch die eigentliche Story statt, denn kurz nach ihrem Eintreffen in Nagoya treffen sie auch schon auf ihre Auftraggeberin Uotora Himeko, die jedoch keinerlei Erinnerungen daran hat, sich jemals per Brief an die Friedensstifterin Maccha Green gerichtet zu haben. Nach jahrelanger Abwesenheit in Form einer Weltreise und aufgrund von großer Langweile ist Himeko zu ihrem Vater, dem Ziegelsteinhersteller Mamoru, zurückgekehrt. Da in der Stadt plötzlich alle Fisch-Dachziegel explodiert sind und Mamoru angeblich nicht mehr mit seinen Händen arbeiten kann, fordert er seine Tochter dazu auf, in seine Fußstapfen zu treten. Dass sich diese dagegen sträubt und unsere vier Heldinnen unbedingt eingreifen müssen, ist von Vornherein klar und vorprogrammiert.

Musikalische Handlungsfortführung

the-rolling-girls-vol-2-4Nach diesem Abenteuer geht es für die vier Mädchen weiter nach Kyōto, wo sie auch weiterhin unermüdlich auf der Suche nach den Mondlichtsteinen sind. Diese gelten in der früheren japanischen Hauptstadt jedoch als Unglücksbringer, tauchen aber wundersamer Weise nach jedem Musikfestival wieder auf. Als sie in Kyōto eintreffen, erfahren wir als Zuschauer ebenso etwas über den ehemaligen Autoren und Musiker Momiyama Kuranosuke. Dieser arbeitet für Chiayas Mutter Haruka und soll das Mädchen selbstverständlich nach Hause bringen. Ob ihm das gelingt und welche Bedeutung der Auftritt einer Band für ihn hat, verraten wir euch an dieser Stelle aber nicht. Ihr solltet aber nicht erwarten, dass die vorliegenden Episoden sehr spannend sind. Sie erzählen die Handlung stringent und langsam weiter, sodass mehr Zeit für die Charaktere und vor allem für die einzelnen Geschichten bleibt. Das ist in unseren Augen mehr als schade, da der Anime-Serie so nur noch vier weitere Folgen bleiben, um die Story rund um die Mondlichtsteine zufriedenstellend abzuschließen. Am restlichen Gesamtbild hat sich hingegen erfreulich wenig geändert. Die kontrastreichen Charaktere stechen nach wie vor dem meist etwas verblassten Hintergrund hervor und der Soundtrack unterlegt das Geschehen mit lieblichen Klängen sinnvoll. Wer den Serienauftakt mochte, wird auch hier zufrieden sein.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem ich nur peu á peu in die Story von The Rolling Girls einsteigen konnte, habe ich mich nach der ersten Volume aber schon sehr auf das Mittelstück der dreigeteilten Veröffentlichung gefreut. Der Road Trip macht Halt in den Präfekturen Aichi und Mie, sowie in Japans früherer Hauptstadt Kyōto. Mit Motorradrennen, regionalen Spezialitäten und einem Musikfestival wird in der zweiten Volume zwar in erster Linie jede Menge Abwechslung geboten, doch vergessen die Köpfe hinter dem Projekt, dass im Hintergrund auch eine durchgehende Handlung erzählt werden muss. Diese bleibt in der zweiten Volume etwas auf der Strecke. Ich finde das auf der einen Seite zwar schade, doch auf der anderen Seite sollte diese Entscheidung auch eine Warnung für die Produzenten sein! Es bleiben nun nur noch vier Episoden, um die Geschichte zu Ende zu erzählen und aus Erfahrung weiß ich, dass sich so mancher Regisseur damit im Anime-Segment sehr schwer tut. Wem der durchgehende Handlungsfaden allerdings mehr als nur sehr wichtig ist, sollte vielleicht noch auf meine Rezension zur dritten Volume warten. Trotzdem: Wer den Serienauftakt mit seiner seichten Handlung und seinem netten Humor jedoch schon mochte, darf auch bei der zweiten Volume ohne zu zögern zuschlagen. Enttäuscht wird man dann sicherlich nicht.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Rolling Girls (Vol. 2)!

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