Review: Re: Hamatora (Vol. 1)

re-hamatora-vol-1-1Nach einer kurzen Pause im japanischen Fernsehen wurde die Anime-Serie Hamatora – The Animation mit Re: Hamatora, also einer zweiten Staffel, bereits im Jahr 2014 fortgesetzt. Im deutschsprachigen Raum mussten wir uns auf die Fortsetzung fast ein Jahr lang gedulden.

re-hamatora-vol-1-2Das Warten auf die zweite Staffel hat sich allerdings durchaus gelohnt, wie der Auftakt von Re: Hamatora zeigt. Wer sich auf die Sequel-Serie einlassen will, sollte unbedingt die erste Staffel gesehen haben und jetzt am besten nicht weiterlesen, um nicht gespoilert zu werden. Seit der zwölften und letzten Folge von Hamatora – The Animation sind mittlerweile drei Monate vergangen. Im Yokohamaer Café, in welchem Naisu und seine Freunde die Detektei Hamatora eröffnet haben, ist Trauerstimmung zu spüren. Naisu hat das Zeitliche gesegnet und unter den männlichen Anwesenden wird darüber debattiert, wer Naisus Erbe – genauer gesagt seine pornografischen Filme – bekommen soll. In Yokohama selbst müssen sich die so genannten Minimum Holders seit den Geschehnissen in der zweiten Hälfte der ersten Staffel nicht mehr verstecken. Sie werden von der Gesellschaft akzeptiert und bringen sich in den Alltag mit ihren Fähigkeiten ein – im Guten, wie im Schlechten. Durch diese Umstände erhalten sie wesentlich weniger Aufträge und meist noch dubiose dazu. So sollen die Freunde tatsächlich den aufstrebenden Popstar Hikaru umbringen. Da sie jedoch keine Auftragsmörder sind, beschließen sie, stattdessen einen Auftrag von Hikarus Agenten anzunehmen. Sie sollen das Leben der Ikone vor seinen weiblichen und wutentbrannten Fans schützen. Anstrengend!

Alter Hase, neue Tricks

re-hamatora-vol-1-3Pro Episode steht in Re: Hamatora wieder ein Auftrag beziehungsweise eine Geschichte im Vordergrund. Diesmal sind die einzelnen Folgen aber wesentlich besser miteinander verknüpft, da die einzelnen Charaktere mit ihren Persönlichkeiten bereits bekannt sind und man den Fokus zumindest zu Beginn der zweiten Staffel auf einen durchgehenden Handlungsstrang legt. So taucht schon sehr bald einer ihrer alten Widersacher auf. Āto, der vermeintliche Mörder von Naisu, erscheint wieder auf der Bildfläche und verfolgt weiterhin seine dubiosen Pläne, die jetzt jedoch einen völlig neuen Anstrich erhalten und deutlich greifbarer sind. Da er selbst – wie er immer beteuert – kein Minimum Holder ist, geht er mit Gewalt gegen diese vor. Bewaffnet ist er jedoch vor allem mit Spritzen, die er in die Adern von den Minimum Holdern jagt, um ihr Minimum auszusaugen beziehungsweise dieses zu rauben und sie somit machtlos zu machen. Da Naisus Freunde und andere Minimum Holder dem gefährlichen Āto auf der Spur sind, muss er jedoch handeln und beginnt damit, sich je nach Bedarf und Situation das entsprechende Minimum aus seiner Sammlung in seine Blutbahn zu spritzen, um davon zu profitieren. So kann er die unterschiedlichsten Fähigkeiten nutzen, um aus jedwedem Konflikt einen Vorteil zu ziehen. Ganz schön gerissen und ganz schön gefährlich!

Bild dir (nicht) deine Meinung!

re-hamatora-vol-1-4Die dritte auf der Disc enthaltene Episode dreht sich um den Sträfling Samura. Dieser ist ein blinder Maler und wurde früher aufgrund seiner Kunstwerke von den Massen geliebt. Durch sein Minimum hatten seine Werke Einfluss auf deren Betrachter. Sobald sich der Blick eines Menschen in einem der Gemälde verliert, wird die Person gewalttätig und versucht, jedes Individuum im Umkreis zu töten. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch Āto sich in diesen Kampf verwickelt. Beim Auftakt von Re: Hamatora können wir mit Fug und Recht behaupten, dass es sich hierbei um die bisher besten Episoden der Anime-Serie handelt. Die Handlung wird besser erzählt, die Charaktere wirken glaubhafter und die Spannung will gerade deswegen nicht abnehmen. Genauso gut gelungen ist den Schöpfern der technische Aspekt, welcher der Qualität der ersten Staffel in Nichts nachsteht. So können uns die Charaktere mit ihren scharfen Konturen vor wirklich traumhaften Hintergründen stets begeistern und auch die musikalische Untermalung passt hervorragend zum dargestellten Geschehen. Die Erstauflage der ersten Volume wird mit einem schicken Schuber ausgeliefert. Ein kleines Booklet und zwei Profilkarten gibt es obendrauf. Diese Inhalte standen uns zwar nicht zum Testen zur Verfügung, doch ist es anzunehmen, dass deren Qualität den Boni der ersten Staffel ähnelt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Wer meine Reviews zu Hamatora – The Animation gelesen hat, wird sehr wohl wissen, dass ich am Anfang gar nicht so sehr begeistert von der Anime-Serie war und ich nur peu á peu ein Fan des Franchises geworden bin. Ich bin deshalb sehr froh, dass ich die gesamte erste Staffel gesehen habe und bis zum wirklich guten Finale dabei geblieben bin. Der gemeine Cliffhanger am Ende der vierten Volume wird in der zweiten Staffel natürlich fast direkt am Anfang geklärt, sodass man mit ruhigem Gewissen auch weiterschauen möchte. Das liegt aber vor allem an der wirklich gelungenen Handlung. Diese ist nun alleine aufgrund der gefestigten Charaktere wesentlich greifbarer und kann stringent erzählt werden. Mit Āto hat man einen Bösewicht aufgebaut, der in der zweiten Staffel zu einer noch größeren Bedrohung heranwachsen kann und somit für genügend Spannung sorgt. Ich bin definitiv begeistert und freue mich schon sehr auf die nächsten Volumes, denn wenn die Serie weiterhin so sehr an Qualität gewinnt, wird sie sich sicherlich auch mit größeren Marken messen lassen können. Ich drücke Re: Hamatora dabei fest die Daumen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Re: Hamatora (Vol. 1)!

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