Preview: Resident Evil VII: Bioharzad

resident-evil-7-preview-1Horror-Spiele feiern in den letzten Jahren wieder ein gewisses Comeback. Hauptsächlich liegt das an den Spielen, die aus der Ego-Perspektive präsentiert werden und auf schnelle, aber wirkungsvolle Schockeffekte setzen. Auf den ersten Blick gilt das auch für Resident Evil VII: Biohazard.

resident-evil-7-preview-2Um die Resident-Evil-Reihe stand es in der letzten Zeit nicht allzu gut, ähnlich erging es den Silent-Hill-Spielen, die 2015 allerdings mit dem spielbaren Teaser P. T. für Furore sorgen konnte – im positiven Sinne. Die Demo hat neue, ungeahnte Maßstäbe des Horrors mit einer Ankündigung eines neuen Silent-Hill-Spiels kombiniert. Erst, wenn man die mysteriöse Demo mit ausgefuchsten Rätseln durchgespielt hatte, offenbarte einem das neue Projekt von Kojima Hideo und mit der Schwarmintelligenz des Internets im Rücken war dies schnell geschehen. Nachdem sich Konami allerdings dazu entschied, diese Horror-Hoffnung zusammen mit allen anderen großen Marken für die nächste Zeit auf Eis zu legen, war der Frust groß. Survival-Horror-Spiele mit einem großen Budget, die mehr wollen, als nur für eine kurze Zeit ein gruseliges Ambiente mit Jump-scares zu füllen, sucht man seit einiger Zeit vergebens. Große Marken wie Alone in the Dark, Project Zero und auch Resident Evil sind entweder kaum noch existent oder driften zunehmend in Richtung Action ab. Capcom scheint inzwischen allerdings erkannt zu haben, welches Potential in ihrer Videospielreihe noch schlummert. Schon am 24. Januar 2017 wird es soweit sein, denn dann erscheint Resident Evil VII, das nach Teil 4 den zweiten großem Umbruch in der Reihe darstellen wird.

Willkommen bei den Bakers

resident-evil-7-preview-3Schon auf der Gamescom 2015 wurde eine Demo namens Kitchen hinter verschlossenen Türen gezeigt, nur wusste da noch niemand, dass es sich dabei um Resident Evil VII handelt. Die Demo ist unter dem Namen Resident Evil VII: Beginning Hour frei zugänglich, allerdings wird sie nach bisherigen Informationen kein Bestandteil des Hauptspiels sein. Ton und Setting sind allerdings klar: In den heißen, schmierigen und sumpfigen Südstaaten Amerikas verschlägt es uns diesmal. Welche bekannten Figuren zurückkehren oder ob dieses Mal auf Ikonen wie Jill Valentine und Leon S. Kennedy verzichtet wird, steht noch in den Sternen – letzteres halten wir aber unserer Einschätzung nach für sehr wahrscheinlich. Denn auf jeden Fall übernehmen wir die Rolle von Ethan Winters und zuzeiten auch von seiner Frau Mia, die beide einen Ausweg aus dem Baker-Anwesen suchen. Wir begrüßen, dass dieses Mal neben den restlichen Neuerungen auch neue Helden in den Mittelpunkt rücken, die von der ansässigen Baker-Familie begrüßt werden. Diese ominöse Sippschaft steht in irgendeinem Zusammenhang zur Umbrella Corporation, die auf jeden Fall wieder mit von der Partie ist. Das interessante Setting erinnert durchaus an die spanischen dörflichen Gebiete aus Resident Evil 4 und nicht zuletzt an den Südstaaten-Horror aus Film- und Fernsehen. Dass diese Szenen trotz ihrer grellen und heißen Implikationen eine sehr gute Horror-Grundlage für Resident Evil bilden können, steht außer Frage.

Eine Neuerfindung des Klassikers

resident-evil-7-preview-4Neben der Horror-Erfahrung ist allerdings auch das Gameplay wichtig. Während Resident Evil 6 noch actionlastiger war als jeder Teil zuvor und kaum auf eine Gruselstimmung setzte, scheint der Begriff Survival nun wieder ein Kernaspekt darzustellen. Zwar wird es Kämpfe aus der Egoperspektive geben, die Munition scheint allerdings wieder schön rar zu sein. Das Verstecken und Fliehen stellt vielleicht sogar die sinnvolle Alternative angesichts der Gegner dar, die durchaus viel Einstecken können. Bestätigt ist außerdem, dass die ikonischen Speicherräume mit ihren Item-Boxen wieder fester Bestandteil der Spielwelt sein werden. Auch Heilkräuter gibt es selbstverständlich, die zusammen mit anderen Items in der klassischerweise kleinen Tasche verwahrt und kombiniert werden wollen. Um die Rückkehr von typischen Rätseln muss ebenfalls nicht mehr gebangt werden. Grafisch wurde seit der Veröffentlichung der Demo auch geschraubt, ein Update hat hier schon einiges an Verbesserungen gebracht und auch die neuesten Gameplay-Eindrücke waren allesamt technisch solide. Resident Evil VII wird vor allem auch Virtual-Reality-Freunde glücklich machen. Ersteindrücke dazu fielen auf der Gamescom sehr positiv aus, allerdings wird es im Konsolenbereich wohl die Hardware-Power der PlayStation 4 Pro brauchen, um die sehr immersive Spielerfahrung zu liefern, die Capcom verspricht.

Geschrieben von Jonas Maier

Erics Prognose (basierend auf dem gezeigten Videomaterial): Schon immer habe ich mich irgendwie für die Resident-Evil-Reihe interessiert und besitze auch einen Großteil aller Spiele. Dass die Serie in den letzten Jahren immer uninteressanter wurde, lag vor allem daran, dass sich Capcom keine Käuferschichten mehr vom klassischen Gameplay versprach. Womit der Konzern vielleicht richtig liegen dürfte, verstimmte man damit die Fans der ersten Stunde – zumal nach Resident Evil 4, das ich bis heute als so ziemlich besten Teil der Reihe trotz starker Action-Einflüsse halte, nichts Neues mehr geboten wurde. Resident Evil VII könnte den Spieß wieder umdrehen und halbwegs zu den Wurzeln zurückkehren. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das Gameplay aus der Ego-Perspektive noch genauso gut funktionieren kann, wie mit starren Kamerablickwinkeln oder eine Verfolgerperspektive. Ende Januar 2017 werden wir sicherlich schlauer sein.

Jonas‘ Prognose (basierend auf der PlayStation-4-Demofassung und auf gezeigtem Videomaterial): Als Resident Evil VII auf der E3 2016 angekündigt wurde, konnte ich beim gezeigten Trailer-Material bis zur Einblendung des Logos nicht erkennen, um welches Spiel es sich handelt. Zwar kehren nach wie vor eine Menge typischer Elemente aus Resident Evil zurück, aber trotzdem verspricht der siebte Teil bisher ein richtig frisches Erlebnis. Der Sprung in die Egoperspektive und das neue Setting sind nur zwei Punkte auf einer großen Liste von Neuerungen. Solange das fertige Spielerlebnis ebenso entschleunigt, beklemmend und immersiv ausfällt wie es sich bisher präsentiert, hoffe ich, dass Capcom mit diesem Projekt auch einen Erfolg einfährt.

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