Review: Magic Kaito: Kid the Phantom Thief (Vol. 4)

Magic Kaito - Kid the Phantom Thief (Vol. 4) (1)Insgesamt drei Volumes und somit neun Episoden lang haben wir die Einbrüche des titelgebenden Meisterdiebs in Magic Kaito: Kid the Phantom Thief verfolgt. Unsere Hoffnungen auf ein zufriedenstellendes Ende müssen wir mit der vierten Volume allerdings vorerst begraben.

Magic Kaito - Kid the Phantom Thief (Vol. 4) (2)Wer bis zur vierten Volume der Anime-Serie Magic Kaito: Kid the Phantom Thief tatsächlich durchgehalten hat, wird sicherlich auch bei der vorerst letzten Ausgabe nicht aufgeben und so den Abschluss der viergeteilten Veröffentlichung erleben wollen. Nach der ersten Volume der Serie, in der die Grundlagen gefestigt und die wichtigsten Charaktere eingeführt worden, hat sich der Anime nur peu á peu bis zur wirklich guten Qualität der abschließenden Folgen gemausert. Seit vor acht Jahren der Magier Kuroba Tōichi alias Kaito Kid das Zeitliche gesegnet hat, herrschte in der japanischen Diebstahlszene weitgehend Ruhe. Durch einen Zufall gelangt sein Sohn Kaito an seine ehemalige Ausrüstung und schlüpft in der Hoffnung, Informationen über den Tod seines Vaters zu erhalten, in die Rolle des einstigen Meisterdiebs. Durch seinen berühmten Vater ist Kaito finanziell jedoch abgesichert, sodass es ihm nicht darum geht, sich durch die Diebstähle zu bereichern. Stattdessen gibt er Diamanten, Rubine und Saphire lieber ihren wahren Besitzern oder zumindest den Personen, welche die wertvollen Edelsteine sehr viel mehr benötigen, zurück. Mit der Zeit hat sich nämlich herausgestellt, dass die Organisation, die für den Tod seines Vaters verantwortlich ist, hinter einem ganz besonderen Juwel her ist, das ewiges Leben spenden soll. Das muss Kaito Kid natürlich unbedingt verhindern.

Zwei neue Widersacher

Magic Kaito - Kid the Phantom Thief (Vol. 4) (3)Bei der dritten Volume haben die Köpfe hinter dem kreativen Projekt die Zeichen der Zeit sehr wohl erkannt und neue Charaktere eingeführt, um die Handlung auszubauen. Durch den Auftritt des Diebs Spider, in Wahrheit ein begnadeter Illusionist, hat sich nämlich ein Widersacher gebildet, der Kaito einfach nicht in Ruhe lassen kann. Ähnlich ist es mit Hakuba Saguru, ein angehender Detektiv und Mitschüler von Kaito, der die Polizei unter Leitung von Nakamori Ginzō unterstützt, um angeblich Kaito Kid zu überführen. In Wahrheit ist er aber nur an Spider interessiert, möchte aber nach dem ersten Zusammentreffen mit Kaito Kid auch die Identität des titelgebenden Meisterdiebs lüften. Hinzugesellen sich noch seine Freundin Aoko und die Hexe Akako, die beide so etwas wie Liebe für Kaito empfinden und sein Leben tagtäglich auf den Kopf stellen. Wäre das noch nicht genug, tauchen in der vierten Volume weitere Diebe auf, die mitmischen wollen. Kaitos französischer Kollege Chat Noir hat es auf den Ring Golden Eye abgesehen. Dabei handelt es sich aber nicht um das Kleinod aus dem gleichnamigen James-Bond-Film, sondern um ein Accessoire aus dem ehemaligen Besitz von Marie Antoinette. Der letzte Dieb, mit dem es Kaito zu tun bekommt, hört auf den Künstlernamen Nightmare, der zwei wertvolle Ohrringe jedoch nicht aus Eigennutz stehlen will. Interessant.

Großartige Episoden, schwacher Abschluss

Magic Kaito - Kid the Phantom Thief (Vol. 4) (4)Die drei abschließenden Episoden von Magic Kaito: Kid the Phantom Thief werden mit zwei neuen Widersachern wirklich stark bereichert. Obwohl diese wohl nur zwei Randfiguren bleiben werden, so sind sie dennoch erfrischend. Fraglich ist hingegen, warum man in so gut wie jeder Episode ganz am Rande die Figur Detektiv Conan als Easter Egg einbauen muss und bei Weitem nicht das Potenzial ausnutzt, ein richtiges Cross-over auf die Beine zu stellen. Selbiges fragen wir uns auch beim Intro der Serie, welches den Fokus viel zu oft auf Detektiv Conan legt und mit Magic Kaito: Kid the Phantom Thief nur noch sehr wenig zu tun hat. Ärgerlich ist jedoch am meisten, dass man die Geschichte um die mysteriöse Organisation und den Tod von Kaitos Vater nicht zu Ende erzählt. Die zwölfte Folge endet wie eine gewöhnliche Episode, eine Vorschau auf weitere Anime-Abenteuer mit dem Meisterdieb fehlt. Das ist enttäuschend und dürfte wohl auch die Fangemeinschaft stören, die sich der Anime zwölf Folgen lang aufgebaut hat. Da kann auch das gut gemeinte und etwa 25-minütige Special zur deutschen Synchronisation, die ohnehin nicht ans japanische Original heranreicht, wirklich kaum entschädigen. Es bleibt also nur zu hoffen, dass die Anime-Serie in Zukunft noch zu einem wirklichen Ende geführt wird. Der bittere Nachgeschmack bleibt fürs Erste jedoch erhalten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Während ich mich mit dem Anime recht schnell anfreunden konnte, wurde ich durch die fortführenden Episoden eher enttäuscht. Das liegt vor allem daran, dass die Episoden für mich so wirken, als ob ich mir eine Anime-Reihe anschaue, die hunderte Folgen beinhaltet und ich mir vereinzelte Abenteuer des titelgebenden Meisterdiebs rauspicke. Viel zu selten wird die eigentliche Handlung vorangetrieben und genau dann, wenn die Chance für neue Informationen da wäre, wird sie einfach nicht genutzt. In Anbetracht der ewigen Fortführung von Detektiv Conan kann ich das zwar aufgrund dieses Aspekts nachvollziehen, macht den Anime für mich deshalb aber nicht besser. Unterm Strich bleibt Magic Kaito: Kid the Phantom Thief also ein Anime, der sich eigentlich nur für beinharte Fans von Detektiv Conan eignet und weniger als eigenständiges Spin-off fungiert. Wer dem kleinen Detektiv aber gerne regelmäßig über die Schulter schaut und der wiederkehrenden Nebenfigur Kaito eine Chance geben will, kann sich jedoch auch die vierte Volume gönnen und sie jetzt wohlverdient in den mitgelieferten Schuber der Erstauflage stecken.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Magic Kaito: Kid the Phantom Thief (Vol. 4)!

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