Review: Love, Chūnibyō & Other Delusions!: Heart Throb (Vol. 3)

Die zuckersüße Geschichte von der Anime-Serie Love, Chūnibyō & Other Delusions! geht in die nächste Runde. Nachdem die Serie am Ende der zweiten Volume einen neuen Höhepunkt erreicht hat, wirft die dritte Ausgabe fernab dessen ein paar neue und sogar alte Probleme auf.

Im Kern dreht sich die Handlung wie zuvor um das Pärchen Togashi Yūta und Takanashi Rikka. Obwohl Rikka ihn in der letzten Episode der zweiten Volume auf die Wange geküsst hat, entwickelt sich die Beziehung zwischen ihnen schleppend. Einerseits finden wir die langsame Entwicklung glaubhaft und nachvollziehbar und auf der anderen Seite bleibt so deutlich mehr Raum für die anderen Charaktere. In der achten Episode stellt sich zum Beispiel heraus, dass Dekomori Sanae die „echte“ Mori Summer gefunden hat – ganz zum Leidwesen von Nibutani Shinka, die zwar mit dem Achtklässlersyndrom abgeschlossen hat, ihren Titel aus einem ganz bestimmten Grund jedoch verteidigen muss. Die neunte Folge verlagert das Geschehen an den Strand, wo die Freunde nicht nur ihre Sommerferien verbringen wollen, sondern auch bei Tsuyuri Kumins Tante in einer Strandbar arbeiten möchten. In dieser Episode gibt es zudem ein Wiedersehen mit Tōka Togashi, die zu Besuch aus Italien gekommen ist und Cento, die Tochter ihres Arbeitsgebers, im Schlepptau hat. Da Rikka glaubt, dass ihre Kräfte schwinden, hat sie zur Unterstützung auch ihre Rivalin Shichimiya Satone eingeladen. Durch eine Münze, die Rikka in Yūtas Zimmer gefunden hat, leidet Satone plötzlich unter Liebeskummer. Folge 10 beschäftigt sich logischerweise voll und ganz mit Satones Umgang mit ihren Gefühlen.

Glaubhafte Strandidylle

Auf der technischen Seite kann Love, Chūnibyō & Other Delusions!: Heart Throb vor allem mit seiner sehr schönen Bildqualität punkten. Das Bild in 1080p und im bildschirmfüllenden 16:9-Format bietet nicht nur sehr knallige Farben, die zur meist heiteren Atmosphäre gehört, sondern spielt auch sehr gut mit Lichteffekten. Sowohl tagsüber, als auch in Szenen, die ins Abendrot getauft wurden, merken wir richtig das sommerliche Ambiente. Nur zu gerne würden wir durch den Fernsehbildschirm springen und uns zu der illustren Truppe in der Strandbar gesellen. Der Soundtrack tut sein Übriges, um die Idylle harmonisch zu untermalen. Zudem können die japanischen Originalsprecher, als auch die deutschen Stimmen den Charakteren wieder einmal vortrefflich gut Leben einhauchen. Im digitalen Bonusbereich finden wir zwei kurze Bonus-Episoden, die Geschehnisse zeigen, die irgendwann im Verlauf der Handlung tatsächlich stattgefunden haben könnten. Hier steht vor allem der Humor im Vordergrund, der auch in der eigentlichen Serie grundsätzlich fantastisch verkörpert wird. Allerdings müssen wir gestehen, dass der Humor nach mittlerweile fast zwei vollen Staffeln etwas an Glanz eingebüßt hat, da man sich zu oft auf dieselben Gags eingeschossen hat. Die sympathischen Charaktere und ihre wundervollen Geschichten lassen dieses Manko schnell vergessen.

Hochwertiges Booklet

Der Verkaufsversion der dritten Volume liegt wie den beiden vorherigen Ausgaben abermals ein Booklet bei. Dieses beginnt typischerweise mit einem Episodenführer, welcher einige Informationen zur achten, neunten und zehnten Episode bereithält. Es folgen Erläuterungen von Takanashi Hiroyuki zum Setting und zur Charaktergestaltung und den Outfits von Tōka, Cento, Kumins Tante und weiteren Charakteren. Ebenso interessant sind die Ausführungen zur Strandbar, welche der zentrale Handlungsort in Episode 9 darstellt. Weitere Einzelheiten zum Strandurlaub und zum kurz angerissenen Obon-Fest sind ebenfalls im Booklet vertreten. Neben zahlreichen farblichen Abbildungen wurde der Schluss des Booklets erneut mit Gesprächen markiert. Diese finden dieses Mal zwischen Regisseur Ishihara Tatsuya und Synchronsprecherin Uesaka Sumire, sowie zwischen Ishihara und der Sprecherin Nagamatsu Juri statt. Gemeinsam sprechen sie über etwaige Interessen des Regisseurs, als auch über die Synchronarbeiten und die Herausforderungen, den Charakteren Sanae und Satone in ihren derzeitigen Situationen glaubhaft Leben einzuhauchen. Das ist durchaus interessant und sorgt zusammen mit der hohen Druckqualität des Booklets dafür, dass man sich an den Texten und Bildern gar nicht mehr satt lesen beziehungsweise sehen möchte. So kann auch Volume 3 wieder punkten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich mir nach dem überraschenden Finale der letzten Folge aus der zweiten Volume ein wenig mehr erhofft habe. Der Kuss hätte vieles zwischen Yūta und Rikka verändern können, doch so bleibt die Geschichte um das Pärchen trotz des langsamen Erzählstils glaubhaft und lässt die Bühne frei für weitere Charaktere. Unerfüllte Liebe und Erinnerungen an eine verflossene Bekanntschaft sorgen zwar auf der einen Seite für viele lustige Momente, doch auf der anderen Seite werden diese Themen teilweise auch richtig ernst verkörpert. Love, Chūnibyō & Other Delusions! bleibt so auch in der dritten Volume der zweiten Staffel interessant. Ich frage mich nur, ob man die zweite Staffel mit diesen Ablenkungen zu einem zufriedenstellenden Ende führen kann, denn dieses erwartet mich bereits in der nächsten Volume. Obwohl ich hier noch ein wenig skeptisch bleibe, möchte ich auch diese Ausgabe allen Fans ans Herz legen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Love, Chūnibyō & Other Delusions!: Heart Throb (Vol. 3)!

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