Review: Love, Chūnibyō & Other Delusions!: Heart Throb (Vol. 4)

Nach drei Volumes folgt mit der vierten und letzten Ausgabe von Love, Chūnibyō & Other Delusions!: Heart Throb das große Staffelfinale. Dieses lässt uns einerseits mit wohligen Gefühlen zurück, macht aber zugleich Hoffnung auf eine Fortsetzung in Film- oder Serienform.

Unser Pärchen, also Togashi Yūta und Takanashi Rikka, hat in den vergangenen Monaten so einiges durchlebt. Jüngst hat sich Yūtas Bekannte Shichimiya Satone in ihn verliebt. Entsprechend beginnt die elfte Episode genau da, wo die zehnte Episode aus Volume 3 aufgehört hat. Als sie im Regen davon stürmt, erkennt auch Yūta, das Satone Gefühle für ihn hegt. Deswegen setzt er sich mit seinen Freunden beziehungsweise Freundinnen aus der Schule zusammen, um eine Lösung für das Problem zu finden. Satone versucht hingegen ihre Gefühle für ihn zu unterdrücken und unterstützt Yūta ebenso dabei, nach Rikka zu suchen, als diese wieder spät am Abend ausgebüchst ist. Wie Satone ihr Problem lösen kann und was Rikka eigentlich immer so spät in der Nacht unterwegs treibt, solltet ihr am besten selbst in Erfahrung bringen. In der zwölften Episode erreicht die Serie dann darauf basierend ihren neuen Höhepunkt. Ob der für sämtliche Zuschauer befriedigend ist, sei einmal dahingestellt. Es passt allerdings sehr zur langsamen Handlung, die so noch reichlich Platz für eine Fortsetzung lässt. Die dreizehnte Folge wird als Extra-Episode betitelt, spielt aber definitiv nach dem Ende der zweiten Season. Da hier ein Streit zwischen Yūta und Rikka regelrecht eskaliert und somit ein wichtiger Punkt in der Entwicklung einer Beziehung markiert, fragen wir uns jedoch, warum man diesen nicht vor dem eigentlichen Ende ein wenig umstrukturiert in die tolle Handlung eingewoben hat.

Humorvolle Anspielungen

Unter technischen Gesichtspunkten macht Love, Chūnibyō & Other Delusions!: Heart Throb wieder alles richtig. Sowohl die Umgebungen, als auch die Charaktere sind wunderbar gestaltet und ergeben ein stimmiges Gesamtbild in der Auflösung von 1080p und im bildschirmfüllenden 16:9-Format. Hinzu kommt ein netter Soundtrack, der die Situationen gut mit Musik unterlegt. Sowohl die deutschen, als auch die japanischen Synchronsprecher sind sehr gut ausgewählt und leihen ihren zugeteilten Rollen hervorragend ihre Stimmen. Das ist bei dieser Serie ganz besonders erwähnenswert, da in beiden Synchronfassungen der Humor sehr gut zur Geltung kommt. Digitales Bonusmaterial liegt bei der vierten Volume wie bei den vorherigen beiden Ausgaben in Form von zwei kurzen Bonus-Episoden bei. Hier erleben wir die Charaktere der Serie bei lustigen Situationen im Alltag, die losgelöst von der Haupthandlung stehen. Hier dürfte kaum ein Auge trocken bleiben und Fans von Pretty Guardian Sailor Moon Crystal dürfen sich in der letzten Mini-Folge sogar über ein nettes Zitat freuen. Abseits des digitalen Bonusmaterials kann auch die vierte und letzte Ausgabe der zweiten Staffel mit einem wunderschönen Booklet glänzen. Dieses beginnt traditionell mit einem Episodenguide. Diesmal werden aber nicht nur die drei vorliegenden Episoden der eigentlichen Serie angerissen, sondern auch eine kurze Übersicht zu den angesprochenen sechs Bonus-Episoden gegeben.

Liebe zum Detail

Anschließend folgt im Booklet der wahre Fanservice. Zahlreiche Details, die sich in der Anime-Serie wie ein Mosaik zusammensetzen, werden hier auf einigen Seiten ausführlich vorgestellt. Sowohl Skizzen zu Yūtas Idol, als auch Bilder mit dazugehörigen Erläuterungen von Rikkas Traum, in dem sie sich in der Schatzkammer des Dark Flame Master befindet, haben hier ihren Platz. Es folgen weitere Konzeptzeichnungen zu den verschiedenen Charakteren mit ihrer speziellen Verkleidung, sowie Abbildungen zu den wichtigen Handlungsorten der letzten Volume. Wem zudem die ganzen Begriffe, die in der Serie oftmals nur angekratzt werden, zu viel sind, freut sich über ein kompaktes Chūnibyō-Lexikon im Heftchen. Ein Gespräch zwischen Regisseur Ishihara Tatsuya und Rikkas Synchronsprecherin Uchida Māya ist ebenfalls vorhanden. Es grenzt schon an Wahnsinn, mit viel Liebe zum Detail sowohl die Serie, als auch das Booklet gestaltet worden sind. Das zeigt sich selbst in der Abbildung des japanischen Briefes, der das Geheimnis um den Dark Flame Master lüften soll. Noch genauer wollen wir auf das Booklet an dieser Stelle gar nicht eingehen, doch die Investition in die vierte Volume lohnt sich definitiv. Käufer der limitierten Erstauflage der ersten Volume dürfen die vierte und letzte Ausgabe nach dem Kauf in den Schuber stecken und sich im Wissen zurücklehnen, eine der lustigsten und romantischsten Serien der letzten Jahre gesehen zu haben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die dritte Volume von Love, Chūnibyō & Other Delusions!: Heart Throb hat es sich in meinen Augen etwas zu leicht gemacht, sich gar ausgeruht und viel lieber Nebencharaktere in den Mittelpunkt der Handlung gerückt, anstatt die Beziehung zwischen Yūta und Rikka vernünftig fortzuführen. Das hat man mit den letzten Episoden dieser Staffel erkannt und den Fokus wieder auf das Pärchen gelegt. Schade finde ich – wie bei vielen anderen Anime-Serien mittlerweile auch – dass die letzte Folge wieder ein wenig losgelöst von der stringenten Handlung steht, obwohl sie vor allem bei Love, Chūnibyō & Other Delusions!: Heart Throb aufgrund ihres wichtigen Inhalts mit ein wenig Umstrukturierung so gut in den sonst wunderbar funktionierenden Story-Aufbau gepasst hätte. Dennoch möchte ich die Serie jedem empfehlen, der ein wenig übrig für Romanzen in Animes hat und Humor nicht abgeneigt ist. Wer aber die ersten drei Volumes schon sein Eigen nennt, wird der vierten Ausgabe sicherlich nicht den Einzug in die eigene Anime-Sammlung verwehren.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Love, Chūnibyō & Other Delusions!: Heart Throb (Vol.4)!

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