Review: Fate/stay night [Unlimited Blade Works] (Vol. 2)

Die erste Volume der Anime-Serie Fate/stay night [Unlimited Blade Works] entpuppte sich in unserem Review als langatmige Exposition, in der man sich vor allem auf die Vorstellung der Charaktere konzentrierte und die Grundlagen für die spannende Serienhandlung legen konnte.

Alle Jahre wieder taucht in der japanischen Kleinstadt Fuyuki der Heilige Gral auf. Um dieses mythische Objekt dreht sich anschließend ein Krieg, in den bis zu sieben Kämpfer hineingezogen werden. Bei diesen Kämpfern handelt es sich um die so genannten Master. Das sind Magier, die sich einen Servant beschworen haben, um im Krieg Seite an Seite mit diesen um den Heiligen Gral zu kämpfen. Zwei dieser Master sind Tōsaka Rin und Emiya Shirō. Nach ersten Anfeindungen haben sich die beiden allerdings zusammengerauft und wollen zumindest zeitweise an einem Strang ziehen. Dass das ihre Servants allerdings nicht unbedingt begrüßen, merken wir spätestens zu Beginn der sechsten und damit ersten Episode der zweiten Volume. Plötzlich findet sich Shirō nämlich inmitten des Ryūdō-Tempels wieder, wo er vom Servant Caster gefangen und gequält wird. Dadurch, dass Shirō nicht im Stande ist, sich aus den Fäden des Servants zu befreien, kann er auch nicht seinen Servant Saber herbeirufen. Der Servant Archer eilt Shirō zur Hilfe, während Saber die Verfolgung aufnimmt. Vor den Toren wird sie allerdings von einem weiteren Servant, nämlich Assassin, zum Kampf aufgefordert und somit aufgehalten. Sowohl vor den Mauern als auch im Innern des Tempels entbrennt ein Kampf auf Leben und Tod, in dem Shirō von Archer eine wichtige Lektion erteilt bekommt.

Kampfkonstellationen

In der zweiten Volume der Serie wird Caster mit einer perfiden Idee zu einer gefährlichen Antagonistin ernannt. Wie ihr das gelingt und warum sie auf einfache Art und Weise mit anderen Servants zusammenarbeiten kann, wollen wir an dieser Stelle aus Spoiler-Gründen aber gar nicht verraten. Es sei jedoch gesagt, dass die clevere Umsetzung reichlich Spielraum bietet, um die Kämpfe in Fate/stay night [Unlimited Blade Works] in verschiedenen Konstellationen zu inszenieren. Des Weiteren nehmen sich die sieben enthaltenen Personen die Zeit, um zwei bis drei weitere Charaktere mehr oder weniger stark zu beleuchten. Zunächst einmal ist an dieser Stelle Matō Shinji zu nennen. In der ersten Volume haben wir bereits bemerkt, dass es ihm kaum gelingt, einen sozialen Umgang mit seinen Mitmenschen, insbesondere seiner Schwester Sakura, zu pflegen. Nun soll er – obwohl er selbst behauptet kein Magier und kein Master zu sein – auch noch für den mysteriösen Bannkreis verantwortlich sein, der auf einmal in der Schule jedem seine Lebenskraft raubt. Ebenfalls verdächtig verhält sich Lehrer Kuzuki Sōichirō, der sich zudem noch als Master eines Servants entpuppt und sich einen folgenschweren Kampf mit Rin und Shirō liefert. Die letzte Figur wäre ein blonder Ausländer, der sich in Fuyuki aufhält und Shinji ein wenig in sein recht mysteriöses Vorhaben einweiht.

Beklemmende Sonnenuntergänge

An der technischen Gestaltung hat sich an der zweiten Volume von Fate/stay night [Unlimited Blade Works] nichts verändert. Dem Animationsstudio Ufotable gelingt mit ihrem markanten Zeichenstil ein angenehmes Bild zu erzeugen. Da die Serie im Winter spielt, überzeugt uns in den Szenen, die in den späten Nachmittagsstunden stattfinden, vor allem das eingesetzte Licht bei Sonnenuntergängen, was sich in den Licht- und Schatteneffekten äußert. Schade ist nur, dass sich die dreidimensionalen Elemente, die sich in der zweiten Volume in Form von beschworenen Monstern äußern, sich nicht so recht in das schöne Gesamtbild von Hintergründen und Charakteren einordnen können. Hier hätten wir vom Animationsstudio, das auch an Werken wie The Garden of Sinners beteiligt war, mehr erwartet. Dies ist aber verschmerzbar, da der Anime im bildschirmfüllenden 16:9-Format und bei der Auflösung von 1080p immer noch reichlich schön anzusehende Momente bietet. Unterlegt wird das Geschehen durchgehend gut mit einer passenden, teils sogar richtig beklemmenden Musik, sodass die Atmosphäre im hochwertigen LPCM-2.0-Tonformat stets erhalten bleibt. Beide Tonspuren haben uns im Test überzeugt, doch gewinnt der japanische Originalton in puncto Authentizität. Bonusmaterial liegt einzig und allein in Form eines Clear Endings vor – zu wenig, wie wir finden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die erste Volume von Fate/stay night [Unlimited Blade Works] war in meinen Augen einzig und allein eine langgezogene Einführung in die Anime-Serie, die man auch ein wenig hätte kürzer fassen können. Selbiges gilt meiner Meinung nach auch für die zweite Volume. Zwar merke ich durchaus, dass man den Charakteren die Zeit gibt, um sich zu entwickeln und zu entfalten und besonders in der zweiten Volume ist dies in den letzten Episoden deutlich zu erkennen, doch auf der anderen Seite fühlt sich die Handlung dadurch ein wenig in die Länge gezogen an. Spannend bleibt es aufgrund einiger Wendungen und Überraschungen dennoch und durch die Weichen, die am Ende der zwölften Folge und somit dem Cliffhanger der ersten Staffel gestellt werden, kann in den nächsten beiden Ausgaben noch sehr viel passieren. Wer das Franchise-Universum mag und auch schon bei der ersten Volume zugegriffen hat, kommt um die zweite Volume nicht herum. Alle anderen sollten jedoch abwarten und schauen, wie sich die Serie entwickeln wird.

Vielen Dank an Peppermint Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Fate/stay night [Unlimited Blade Works] (Vol. 2)!

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