Review: Accel World (Vol. 2)

In der ersten Volume der viergeteilten Veröffentlichung zur Anime-Serie Accel World wurden die Grundlagen geschaffen, um das Universum und das Brain-Burst-Programm zu verstehen. Die zweite Ausgabe von Accel World führt weiter in die Tiefe der vielschichtigen Handlung ein.

Zum Ende der ersten Volume drückte die Story ein wenig auf die Tränendrüse, denn fast schon mussten sich die Zuschauer von einem liebgewonnenen Charakter verabschieden. Um ihren Freund vor einem Autounfall zu beschützen, hat Kuroyukihime ihre Spezialfähigkeit innerhalb der verlangsamten Welt genutzt. So konnte sie Arita Haruyuki zwar gerade noch rechtzeitig zur Seite schubsen, doch erlitt sie dabei selbst schwere Verletzungen und landete prompt im Krankenhaus. Zwischenmenschlich wuchsen beide dadurch zusammen, wodurch nach wie vor deutlich ist, dass sich die Serie nicht nur mit den Kämpfen zwischen den verschiedenen Figuren auseinandersetzt, sondern auch Gefühle wie Liebe und Freundschaft wichtige Bestandteile der Story sind. Da sich Haruyukis Freundin vor der Welt beziehungsweise ihren Widersachern verstecken muss, darf sie jedoch nicht mit dem Netzwerk über ihren Neuro Linker verbunden werden, was im Hospital aber jäh geschieht und sich so herausstellt, dass Mayuzumi Takumu einer der Burst Linker ist, der auf der Suche nach Kuroyukihime ist. Dies stellt zum einen die Freundschaft zwischen Takumu und Haruyuki auf die Probe und zum anderen auch die Beziehung zwischen ihm und seiner Freundin Kurashima Chiyuri. Damit Haruyuki und Takumu über ihre Ansichten und Gefühle Klarheit erlangen können, erhalten sie Unterstützung von Himi Akira, die ebenso schnell wieder verschwindet.

Spannende Action und pubertärer Humor

Auf dieser Basis wird die Geschichte in der zweiten Volume fortgesetzt. Es werden nicht nur neue Einzelheiten zur Brain-Burst-Applikation vorgestellt, sondern auch weitere Figuren in die Story eingeführt. Eine neue Persönlichkeit, die in der zweiten Volume der Anime-Serie Accel World auftaucht, ist Haruyukis vermeintliche Cousine Saitō Tomoko. Wie er jedoch schnell herausfindet, ist ihr wahrer Name Kōzuki Yuniko – und eine Widersacherin von Kuroyukihime. Genauer gesagt handelt es sich bei Yuniko um die Nachfolgerin des Roten Königs. Dieser wurde, wie schon aus der ersten Volume von Accel World bekannt ist, von Kuroyukihime enthauptet, was dazu führte, dass sich ein großer Aufruhr unter allen Burst Linkern ausbreiten und ihre Welt auf den Kopf stellen konnte. In der zweiten Volume geht es also vor allem darum, mehr über Yuniko und ihren Plan herauszufinden, der deshalb so besonders wichtig ist, da sie auf die Hilfe von Haruyukis Avatar Silver Crow angewiesen ist. Dennoch vergisst die Serie von Animationsstudio Sunrise nicht den Humor. Das liegt vor allem daran, dass Haruyuki, Yuniko und Kuroyukihime zeitweise unter einem Dach leben und somit pubertäre Vorstellungen für etwaige lustige und peinliche Situationen sorgen. Aufgesetzt wirkt dieser Humor allerdings nicht und ergänzt somit wunderbar die Anime-Kulisse.

Darstellungsform der erweiterten Realität

Optisch hat sich in Accel World nicht geändert. Nach wie vor können alle Umgebungen ein glaubhaftes Stadtbild von Tōkyō erzeugen und auch die Charaktere sind detailliert gestaltet. Eine Ausnahme dabei bildet abermals Haruyuki, der wie schon in der ersten Volume eher kindlich dargestellt ist, um ihn von den anderen Figuren abzuheben oder schlichtweg „anders“ zu gestalten. In den Kampfszenen sind es hingegen die Avatare der Charaktere, die nicht so ganz zum Rest des Zeichenstils passen. Dies ist aber gewollt, da es sich hierbei um Kämpfe innerhalb der virtuellen respektive erweiterten Welt handelt und jeder, der schon mal ein Videospiel mit Augmented-Reality-Inhalten ausprobiert hat, kann diese Designentscheidung sehr wohl nachempfinden. Akustisch sind sämtliche Szenen gut unterlegt. Das heißt, dass bei ruhigen Szenen fröhliche Stücke gespielt werden. Falls die Charaktere dabei das weitere Vorgehen besprechen, können solche Tracks genauso wie die Musik während der Kämpfe die Spannung aufrechterhalten. Akustik und Optik greifen entsprechend wunderbar ineinander über. Digitales Bonusmaterial liegt nicht vor und physische Beilagen gibt es, zumindest laut Herstellerangaben auf der Website, nicht. Das ist schade, da die Volume damit ein wenig aufgewertet werden würde. So oder so mindert das aber nichts an der durchaus guten Qualität des Animes, der mit viel Humor, spannenden Geschichten und toller Action punkten kann.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): In den ersten Episoden von Accel World konnte sich die Handlung nur sehr langsam entfalten, da sich die Anime-Serie hier noch sehr damit beschäftigte, die nicht zu unterschätzenden Grundlagen zu festigen. Umso besser sind die Folgen der zweiten Volume von Accel World gestaltet, da hier die zwischenmenschlichen Beziehungen schon gefestigt sind und im Verlauf der Handlung vertieft werden. Durch neue Persönlichkeiten kommen des Weiteren Hintergründe über Kuroyukihimes Vergangenheit ans Tageslicht, was wiederum sehr in die Atmosphäre der Serie einfließt. Accel World gelingt der Spagat zwischen actionreichen Szenen und der spannenden Fortführung der Story. Hinzu kommt eine Prise Humor, die in einem gesunden Maß die Anime-Serie wunderbar ergänzt. Wer schon mit der ersten Volume seinen Spaß hatte, wird diesen noch viel mehr mit der zweiten Volume haben und sollte erneut zugreifen.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Accel World (Vol. 2)!

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