Review: Brynhildr in the Darkness (Vol. 3)

In der dritten Volume von Brynhildr in the Darkness dreht sich alles um Magie, außerirdisches Leben, Freundschaft, Verführungsversuche und Labor-Experimente. Ein elementarer Bestandteil ist diesmal auch der Wunsch nach Freiheit – und allen dazugehörigen Genüssen.

Zu Beginn der achten Episode kehren Murakami Ryōta und Kazumi Schlierenzauer aus dem Tōkyōer Stadtviertel Akihabara nach einer ausschweifenden Shopping-Tour mit anschließendem Besuch in einem Maid-Café zurück. Ryōta möchte sich allerdings fürs Erste von Kuroha Neko und den anderen Magierinnen zurückziehen, um die deutschsprachigen Materialien, die sie durch die Ersatzteile aus Akihabara überhaupt erst lesen konnten, zu studieren. Aus der Ruhe wird jedoch nichts, da am späten Abend Kazumi vorbeischaut und – neben dem einen oder anderen Verführungsversuch – Ryōta beim Unterfangen unter die Arme greift. Schon am nächsten Tag gelingt es Ryōta, eine Kirche aufzuspüren, wo er nach neuen Anhaltspunkten suchen kann. Diese ist jedoch zerstört und kurz nachdem er sich bei einem Laden in der Nähe nach der Ursache erkundigt, taucht vor Ort die Polizei auf, die Ryōta verhaften will. Im Tumult tauchen auch seine Freundinnen auf, um ihn zu unterstützen. Andernorts bedauert Ryōtas Onkel Hashiratani Kogorō immer noch, dass er seinem Neffen nicht helfen und das lebensnotwendige Medikament für die Magierinnen herstellen kann. Dafür freut sich dieser über eine neue Erkenntnis, dass er tatsächlich eine Eizelle eines Außerirdischen in die Hände bekommen hat. Wer sich erinnert, wird sehr wohl noch wissen, dass Ryōtas Freundin aus Kindheitstagen, Kuroneko, quasi wegen Außerirdischen ihr Leben lassen musste.

Freunde der Freiheit

Es gibt außerhalb Ryōtas Spurensuche noch weitere Geschichten, die in Brynhildr in the Darkness erzählt werden wollen und schließlich in die Rahmenhandlung einfließen. Beispielsweise der Handlungsbogen um Nanami Tokō, die unter der Aufsicht eines Angestellten des Forschungslabors steht und für diesen Leute beeinflussen soll. Ihre Spezialfähigkeit ist das Sehen, Lesen und Manipulieren von Erinnerungen anderer Menschen. Ihr Wunsch nach Freiheit ist zwar vorhanden, doch ist sie den Wissenschaftlern im Labor ebenso hörig und versucht entsprechend Kuroha und Co aufzuspüren. Allerdings will sie die Zeit, die sie in Freiheit genießen kann, auch wie ein ganz normales Mädchen erleben und versucht, einen Tag lang keine Magie einzusetzen. Die Protagonisten der Serie versuchen währenddessen Nanami in den Straßen mit Hilfe von Kazumi aufzuspüren. Ob es den Freunden schließlich gelingen wird, Nanami auf ihre Seite zu ziehen und sie vor den Mitarbeitern des Labors auch noch beschützen zu können, wird an dieser Stelle nicht verraten. Es sei jedoch gesagt, dass die Mission nur mit Ryōtas Onkel Hashiratani Kogorōs Eingriff erst erfolgreich sein kann. Nach wie vor gelingt es den Köpfen hinter dem Projekt, die facettenreiche Geschichte stets spannend und unterhaltsam zu erzählen. Das heißt, dass sich ernste Themen mehr als nur einmal mit humorvollen Szenen abwechseln, was der Anime-Serie definitiv und durchgehend gut tut.

Humor mit Sexappeal

Der Humor der Serie nutzt an allen erdenklichen Stellen, an denen das Leben der Charaktere einmal nicht bedroht wird, alle Möglichkeiten, um auf Perversionen hinzuweisen. Kazumi droht Ryōta beispielsweise damit, seine sexuellen Vorlieben allen anderen preiszugeben, wenn er nicht ihre Brüste berührt. In anderen Szenen explodiert Kuroha förmlich, wenn Kazumi wieder einmal mit Ryōta flirtet. Die Themen Liebe und Sexualität lockern die Geschichte auf und machen die zwischenmenschlichen Beziehungen unter den Charakteren wesentlich glaubhafter. Das war in den vorherigen beiden Volumes zwar genauso, doch ist es sehr erfreulich, dass das Animationsstudio Arms die Qualität in jeder einzelnen Episode halten kann. Allerdings gilt dies auch für die weniger schönen Aspekte, denn während sowohl die Hintergründe als auch die Charaktere selbst wirklich schön und detailreich gestaltet sind, fallen die Animationen ein wenig aus dem Rahmen. Hier wäre mehr möglich gewesen. Beim Soundtrack gibt es ebenso keine Veränderungen: Sämtliche Szenen werden je nach Stimmung mit heiteren oder düsteren Klängen unterlegt. Wer auf Bonusmaterial gehofft hat, wird enttäuscht. Auf dem Datenträger befindet sich kein digitales Material und laut Herstellerangaben auf der Webseite darf man sich auch auf physisches Material leider nicht freuen. Immerhin bietet die zehnte Episode ein neues Opening, über das sich Fans der Serie möglicherweise auch freuen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Brynhildr in the Darkness macht auch in der dritten Ausgabe genauso viel richtig wie in den vorherigen beiden Volumes. Die Handlung ist nach wie vor spannend erzählt und bietet gleich so verschiedene Facetten, die dafür sorgen, dass einem tatsächlich nie langweilig wird. Während andere Anime-Serien immer und immer wieder auf einem Element herumkauen, bis es auch der letzte Zuschauer verstanden hat, bietet Brynhildr in the Darkness fast schon mit jeder Szene etwas Neues. Hinzu kommt Humor, der jede erdenkliche Situation nutzt, um mit Anspielungen auf weibliche Körperteile oder den Liebesakt selbst jedem Zuschauer ein Schmunzeln ins Gesicht zu zaubern. Jetzt ist nur noch zu hoffen, dass die vierte und leider auch schon letzte Volume der Anime-Serie die Geschichte zu einem runden Ende führt. Daran scheitern, wenn auch gewollt, nämlich viele andere Anime und Brynhildr in the Darkness kann dieses Ende getrost erspart bleiben, um für immer im Gedächtnis bleiben zu können.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Brynhildr in the Darkness (Vol. 3)!

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