Review: One Piece Box 14 (Episoden 422-456)

In der letzten Serienbox löste ein unerwartetes Ereignis eine Kettenreaktion aus, die schließlich dazu führte, dass sich die Charaktere kreuz und quer über die Welt verteilt haben. In der vierzehnten Box konzentriert sich die Handlung von One Piece dabei hauptsächlich auf Ruffy.

Eigentlich hatten die Strohhüte als ihr nächstes Ziel die Fischmenscheninsel anvisiert. Diese befindet sich allerdings tausende Meter unter der Meeresoberfläche, weshalb die Crew auf dem Sabaody-Archipel einen Schiffshandwerker finden mussten, der ihr Schiff entsprechend beschichtet, sodass es auch in die Untiefen des Meeres abtauchen kann. Durch die Entführung der Meerjungfrau Kamy legten sich die Piraten allerdings mit den Weltaristokraten an, wodurch die Marine auf den Plan gerufen wurde und sogar einer der sieben Samurai der Meere, Bartholomäus Bär, auf dem Archipel erschien. Der Cyborg brauchte mit seiner Hand jeden der Strohhüte aufgrund seiner Fähigkeit nur einmal leicht berühren, um sie einzeln drei Tage und drei Nächte auf eine Weltreise zu schicken. So landeten alle Charaktere auf verschiedenen Inseln an unterschiedlichen Plätzen auf der Welt. Obwohl die Helden voneinander getrennt sind und eine gemeinsame Weiterreise erst einmal in weite Ferne rückt, nehmen die Abenteuer für sie deshalb aber noch lange nicht auf. Auf Amazon Lily, einer von Frauen bevölkerten Insel, erfährt Ruffy schließlich, dass sein Bruder Ace in weniger als einer Woche im Marine-Hauptquartier hingerichtet werden soll. Da Ace derzeit noch im Unterwassergefängnis Impel Down einsitzt, beschließt Ruffy ihn zu retten und ihn so vor dem Tod zu bewahren.

Aus Feinden werden Freunde

Hauptsächlich spielen die Episoden 422 bis 456 in besagter Strafanstalt. Auf mehreren Ebenen werden in diesem Gefängnis der Marine Piraten aufgrund unterschiedlich starker Verbrechen vor der Außenwelt verwahrt. Ein Eindringen ist fast völlig unmöglich, doch da alle sieben Samurai der Meere sich im Marine-Hauptquartier melden sollen und der Weg dank einer Strömung durch den Calm Belt unweigerlich an Impel Down vorbeiführt, hat Ruffy ein Ass im Ärmel. Da sich die Anführerin der Frauengruppe auf Amazon Lily, Boa Hancock, in den Strohhutträger verliebt hat und zufälligerweise eine der sieben Samurai ist, erfüllt sie ihm sehr gerne seinen Wunsch und schmuggelt ihn in das Gefängnis ein. Obwohl er ihr mit einem Ehrenwort verspricht, kein Chaos in der Strafanstalt anzurichten, geht wie gewohnt einiges bei seinem Plan schief. In Impel Down sitzen nämlich auch ein paar Gestalten ein, die Ruffy auf seiner bisherigen Reise durch den Eastblue und über die Grandline schon kennengelernt hat. Buggy, der Clown muss ausgerechnet während Ruffys Einbruch seinen Ausbruch planen und schnell werden die Wärter auf die beiden Piraten aufmerksam, die sich daraufhin zusammenschließen. Wenig später wird das ungleiche Duo von weiteren (ehemaligen) Feinden und Freunden ergänzt: Unter anderem gibt es ein Wiedersehen mit Bon Curry und Sir Crocodile.

Wettlauf gegen die Zeit

Im Hintergrund tickt mit jeder Episode unermüdlich die Zeit bis zur Hinrichtung herunter. Es bleibt somit stets spannend, wie Ruffy und seine neuen Kumpanen im Kampf gegen die Wärter des Gefängnisses ankommen. Vor allem die Auseinandersetzung mit Direktor Magellan, der seine Teufelskraft durch den Verzehr der Gift-Frucht erlangt hat, gehört zu den ausweglosesten Kämpfe, in die der Strohhut-Pirat bisher geraten ist. Obwohl der Fokus klar auf dem Handlungsstrang in und um Impel Down liegt, wird hin und wieder auch das Geschehen der anderen Figuren erläutert: Beispielsweise muss sich Chopper auf einer Insel mit riesigen Vögeln herumschlagen, Frankie wird zu einem Cyborg umfunktioniert, der nun mit Tee statt mit Cola betrieben wird und Nico Robin landet in einem Land, dessen Bewohner siebenhundert Jahre lang auf einer gigantischen Brücke leben und diese fertigstellen sollen. Diese Geschehnisse kommen in der vierzehnten Serienbox allerdings ein wenig zu kurz; stattdessen wird der Impel-Down-Handlungsstrang sehr in die Länge gezogen, ohne jedoch mit Filler-Episoden zu nerven. Einzig und allein ein mehrere Episoden umfassendes Ereignis, das auf den aus One Piece: Strong World bekannten Charakter Shiki kurz und knapp eingeht, ist zwar deutlich als Special reklamiert, wirkt jedoch viel zu gewollt in die Story der Anime-Serie eingewoben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 422 bis 456 der Serie): Es ist in gewisser Weise schon ulkig, wie sich die Erzählstrategie des Franchises ändert. In einer Serienbox wird noch ein langer Handlungsstrang in aller Seelenruhe zu Ende erzählt und schon im darauffolgenden Episodenpaket kommen eher kleinere Geschichten zur Geltung. Die vierzehnte Serienbox von One Piece gehört trotz einer Handvoll kleinerer Geschichten eher zu den Volumes, die sich auf eine längere Handlung einstellen. Entsprechend wirkt der Einbruch im Tiefseegefängnis Impel Down ein wenig gestreckt, fällt aber aufgrund vieler toller Ideen – sowohl in der architektonischen Ausarbeitung als auch bei den Insassen und Wärtern – nicht wirklich negativ auf. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten, die Ruffy hunderte Episoden früher freundlich oder feindlich gesinnt waren, jetzt aber auf seiner Seite kämpfen oder es zumindest versuchen. Eine weitere Situation sorgt wiederum dafür, dass die Serienhandlung wieder mit älteren Ereignissen verknüpft wird, was erneut verdeutlicht, wie ausgearbeitet die Story von One Piece ist. Der Handlungsstrang von Impel Down gehört zwar nicht unbedingt zu den Sternstunden des Franchises, doch jeder Zuschauer, der bereits die Story in und um Enies Lobby erfolgreich verarbeiten konnte, wird auch hier wieder zufriedengestellt!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Box 13 (Episoden 422-456)!

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