Review: Pirate Pop Plus

pirate-pop-plus-1Das Zeitalter der technisch stark limitierten LCD-Spielchen liegt schon seit Jahrzehnten hinter uns. Pirate Pop Plus möchte mit seinem bewusst schmalspurigen Gameplay an alte Tugenden anknüpfen und verbindet dies charmant mit der Motivation, neue Inhalte freizuschalten.

pirate-pop-plus-2Obwohl es sich bei Pirate Pop Plus um ein aufs Nötigste reduzierte Geschicklichkeitsspiel handelt, existiert trotzdem so etwas wie eine Story. Wir schlüpfen in die Rolle von Pete Junior, der den gefürchteten Bubble-Piraten aus dem Weg räumen muss. Dieser feuert nämlich aus allen Rohren mit großen Blasen, die wir in zahlreichen Geschicklichkeitseinlagen mit Anker, Pistole und anderen Geschossen vernichten müssen. Immer wenn wir die große Blase zerstört haben, teilt sich diese in kleinere Blasen auf und diese dann wiederum nochmals in Bläschen, die wir ebenso zum Platzen bringen müssen. Je länger wir durchhalten, desto mehr Punkte landen auf unserem Kontostand. Hinzukommt, dass wir uns mit einer wechselnden Erdanziehungskraft herumschlagen dürfen. Gelegentlich laufen wir also auch an den Wänden oder an der Decke des quadratischen Spielraums herum, um dem Bubble-Piraten den Garaus zu machen. Während das Gameplay an ältere LCD-Spielgeräte erinnert, wirkt das Spiel optisch und akustisch wie ein Game-Boy-Titel. Das schmalspurige, aber dennoch süchtigmachende Gameplay ist schnell erlernt und wird mit freischaltbaren Grafikoptionen und weiteren Inhalten, die wir durch erbeutete Goldmünzen erwerben können, wunderbar unterstrichen. Schmerzlich vermissen wir einen Mehrspielermodus, sodass Pirate Pop Plus schnell in Vergessenheit gerät.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Wii-U- und der New-Nintendo-3DS-Fassung): Im Vorfeld habe ich mich sehr auf den Titel gefreut, da ich mich schon mit den ähnlich gestrickten Titeln der Game-&-Watch-Reihe von Nintendo stets anfreunden konnte. Pirate Pop Plus entführt mich in eben jene längst vergangene und vielleicht fast schon vergessene Zeit, in der das Gameplay eines Spiels aufs Nötigste reduziert war und verbindet dies mit der Motivation, stets neue Inhalte freischalten zu wollen. Obwohl der Titel vor allem wie gemacht für kurze Bus- und Bahnfahrten scheint, stören gerade in der mobilen New-3DS-Fassung seltsamerweise leichte Framerate-Einbrüche das Geschehen. Des Weiteren wirkt das Bild hier bei der möglichen Bildschirmvergrößerung einfach viel zu matschig. Warum die Entwickler gerade diese wichtige Version nicht die Technik des Handhelds angepasst haben, ist mir schier ein Rätsel. Deswegen möchte ich an dieser Stelle viel eher zur besseren Wii-U-Fassung raten, die unterm Strich einfach besser funktioniert. Beiden Versionen fehlt auf Dauer jedoch die Abwechslung, sodass ich den Titel dank des monotonen Gameplays nicht mehr so schnell anrühren werde. Ein Mehrspielermodus, selbst wenn dieser nur aus Online-Highscore-Tabellen bestehen würde, hätte hier sicherlich Wunder bewirkt. So bleibt es bei einem Geheimtipp für Nostalgiker!

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