Review: Food Wars: The Third Plate (Vol. 1)

Wer sich darüber geärgert hat, dass die zweite Staffel von Food Wars nur über 13 Episoden verfügte, darf bei Food Wars: The Third Plate aufhorchen. Die dritte Season kommt auf 24 Folgen, die den Werdegang von Protagonist Yukihira Sōma mit neuen Mahlzeiten fortführen.

An der grundlegenden Thematik hat sich auch in Food Wars: The Third Plate nichts getan, denn nach wie vor steht das Zubereiten von verschiedenen Mahlzeiten und das gegenseitige Übertrumpfen in Kochwettwerben im Fokus der Erzählung. Darin eingeschlossen ist der übereifrige Yukihira Sōma, der nach den Ereignissen am Ende der zweiten Staffel zurück an den Dreh- und Angelpunkt des Geschehens kehrt. Gemeint ist damit die Tōtsuki-Kochschule. An dieser findet das herbstliche Mondbankett-Festival statt, auf das sich alle Schüler fleißig vorbereiten. Auch hier gilt es erneut, mit den anderen Schülern respektive Köchen zu konkurrieren, um noch schmackhaftere Gerichte vorzubereiten, als es den Charakteren in den letzten Duellen möglich war. Der stärkste Gegner während der Festlichkeiten ist Kuga Terunori, der mit seiner chinesischen Küche jeden Kontrahenten aus dem Rennen schicken will. Dies führt natürlich dazu, dass Sōma unter allen Umständen besser sein möchte und fordert ihn heraus. Sollte es Sōma möglich sein, seinen Rivalen zu schlagen, würde dieser ihm sogar ein Shokugeki, sprich ein persönliches Kochduell, anbieten. Der Einstieg beginnt sehr turbulent, denn leider bedenkt Sōma nicht, dass er – sollte er mit seinem Feststand rote Zahlen schreiben – von der Schule fliegen wird. Daher muss Sōma jede Hilfe annehmen, die ihm geboten wird.

Spärliche Boni trotz bekanntem Gesamtbild

Storytechnisch bleibt es damit in der ersten Volume von Food Wars: The Third Plate bereits sehr spannend, da sich alles um das Vorbereiten aufs Fest, die Durchführung des Festivals und nicht zuletzt ums Konkurrenzdenken zwischen Sōma und Terunori dreht. Abseits des Trubels werden natürlich auch die zwischenmenschlichen Beziehungen der illustren Figuren ausgebaut und ihre Freundschaft gefestigt. Ebenso kommt die überdrehte Darstellung beim Verköstigen der mannigfachen Mahlzeiten hinzu, die wie für die Serie üblich auch leicht ins Erotische abdriften. So absurd das auch klingt, unterstreicht das für den Zuschauer zum einen den Geschmack der Mahlzeiten und zum anderen bleibt die Serie damit immer sehr humorvoll und sehr charmant inszeniert. Ein wenig schade und eigentlich schon unverständlich ist aber der äußerst geringe Umfang des Bonusmaterials. Während bei Food Wars: The Second Plate pro Volume noch mehrere Booklets beilagen, gibt es dieses Mal keinerlei kleine Heftchen mit weiterführenden Informationen zur Serie. In puncto digitales Bonusmaterial sieht es ebenfalls nicht sehr viel besser aus, denn neben dem Clean Opening und dem Clean Ending ist auf dem Datenträger rein gar nichts zu finden. Das schmälert zwar nicht die Qualität der Anime-Serie, aber dennoch das Erscheinungsbild der Veröffentlichung von Food Wars: The Third Plate.

Anime-Essen zum Anbeißen

Unter technischen Gesichtspunkten steht Food Wars: The Third Plate in der Tradition zu den ersten beiden Staffeln der Serie. So überzeugen die sechs Folgen der ersten Volume bereits mit fröhlichen und sehr satten Farben. Insbesondere die zubereiteten Gerichte der Charaktere erstrahlen in einem derart kunterbunten Glanz, dass ihr schmackhaftes Aussehen sehr positiv auffällt. Kaum ist eine neue Mahlzeit auf dem Bildschirm zu erkennen, knurrt auch schon der Magen des Zuschauers. Hinzu kommen hübsch gezeichnete Charaktere, die mit mal seichten und mal hektischen Animationen hervorragend zur Thematik passen. Die Umgebungen sind im bildschirmfüllenden 16:9-Format in der Auflösung von 1080p des Weiteren wieder schön gestaltet und insbesondere in der Küche kommt der absolut typische Flair des Franchises auf. Sowohl der japanische Originalton als auch die deutsche Synchronisation liegen im Format DTS-HD Master Audio 2.0 vor. Bei den Synchronsprechern hat sich nicht viel getan. Fast alle Sprecher der ursprünglichen Besetzung sind mit von der Partie. Fans von Nakiri Erina sollten aber stark sein, denn in der japanischen Fassung hat Taneda Risa den Stab an Kanemoto Hisako weitergegeben. Diese haucht Erina aber ebenfalls reichlich Leben ein und macht den Stimmenwechsel in der gelungenen ersten Volume von Food Wars: The Third Plate erträglich.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Food Wars: The Third Plate gelingt es mit dem ersten Episodenpaket wunderbar, die Geschichte in der mittlerweile dritten Staffel recht gut fortzuführen. Mit dem Mondbankett-Festival steht ein neues Ereignis im Mittelpunkt der Erzählung, was für einen spannenden Wettkampf zwischen Hauptfigur Yukihira Sōma und seinem Rivalen Kuga Terunori sorgt. Zusammen mit dem übertriebenen Humor, der auch vor der einen oder anderen erotischen Anspielung keinen Halt macht, ergibt so ein sehr schickes Gesamtbild. Auch optisch weiß die Anime-Serie mit der Darstellung von diversen Gerichten zu überzeugen, die wieder so schmackhaft inszeniert sind, dass der Zuschauer gerne sofort in den Bildschirm springen möchte. So und nicht anders darf es auch in der zweiten von insgesamt vier Volumes weitergehen. Vielleicht überrascht die Serie dann ja auch noch mit dem Bonusmaterial, denn dieses ist im Staffelauftakt leider fast gar nicht vorhanden.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Food Wars: The Third Plate (Vol. 1)!

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