Review: Black Clover (Vol. 4)

Nachdem sich die Helden in der Anime-Serie Black Clover in einen mysteriösen Dungeon begeben und in den Straßen der königlichen Hauptstadt für Recht und Ordnung gesorgt haben, sehen sie sich in der vierten Volume mit einem weitaus gefährlicheren Feind konfrontiert.

Ein paar Tage sind vergangen, seitdem die königliche Hauptstadt von der Terrororganisation Das kalte Auge der weißen Nacht attackiert und in Brand gesteckt wurde. Während des groß angelegten Wiederaufbaus beruhigen sich die Gemüter. Asta und seine Mitstreiter bekommen ihren Lohn ausgezahlt und dürfen ihren freien Tag genießen. Das führt Asta in die Stadt Nean, in der er während eines Gruppen-Datings die hübsche Rebecca Scarlet kennengelernt hat. Da er ihr versprochen hat, mit ihren Geschwistern zu spielen, will er seine Zeit mit den Kindern verbringen. Zur gleichen Zeit macht sich auch Gauche Adlai auf nach Nean, um seine kleine Schwester Marie zu besuchen und mit Geschenken zu überhäufen. Hier erhält der Zuschauer tiefgehende Einblicke in die tragische Vergangenheit der beiden Charaktere, die mit dem Tod ihrer Eltern in Verbindung steht. Als Gauche Marie endlich findet, muss er feststellen, dass gerade Asta mit ihr spielt – und als Marie dann auch noch frech behauptet, dass Asta eines Tages ihr Bräutigam wird, eskaliert die Situation zwischen den beiden Kämpfern. Stets im Hintergrund wird diese Szene von Noelle Silva beobachtet, die heimlich in Asta verliebt ist. Sie kann es nicht ertragen, wenn jemand anderes ihn ihr wegschnappen würde. Als Rebecca Asta dann noch fragt, ob er nicht bei ihr übernachten will, liegen die Nerven bei ihr blank.

Kampf dem Terror

Mit der 30. Episode fängt Black Clover eher unscheinbar an, doch wird Sinn und Zweck der vermeintlichen Nebenhandlung schnell deutlich: Außerhalb von Rebeccas Haus wird es mit jeder Minute kälter und auf einmal bedeckt Schnee die Dächer von Nean – obwohl es noch nicht einmal Winter ist. Mitten in der Nacht verschwinden Kinder und werden in eine Höhle in den Bergen gelockt. Asta und Gauche machen sich zusammen mit Ordensschwester Theresa Rapual auf den Weg, um die Kinder zu retten. Während Asta alle Kinder im Sinne hat, ist Gauche tatsächlich nur an seiner kleinen Schwester Marie interessiert, was die Rettungsaktion etwas verkompliziert. Noelle verweilt hingegen weiterhin in Nean, um die Stadt zu schützen. Zudem gibt sie dem Hauptquartier des magischen Ritterordens Bescheid und wendet sich dort an Sekke Bronzazza, der den Schwarzen Stier informieren soll. Dort angekommen, hat er jedoch erhebliche Kommunikationsschwierigkeiten. Während Gordon Agrippa ihm Angst einjagt, glaubt Sukehiro Yami eher, dass Sekke irgendwelche Trinkschulden einsammeln will. Es entbrennt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn den Kindern soll ihre Magie entzogen werden. Einmal mehr tritt Das kalte Auge der weißen Nacht in Erscheinung, sodass ein Kampf gegen ein Schlammmonster und einen übermächtigen Lichtmagiebenutzer auf dem Plan steht.

Stilistisch bekanntes Gesamtbild 

An der künstlerischen Gestaltung von Black Clover hat sich im vierten Episodenpaket nichts verändert. Nach wie vor sind die verwendeten Farben eher trist und schlicht. Häufig werden sie dabei in diffuses Licht gehüllt. Da viele Szenen im Dunkeln respektive in geschlossenen Räumen spielen, werden auch Lichteffekte zum Aufhellen der Schauplätze genutzt, was im bildschirmfüllenden 16:9-Format regelrecht begeistert. Stilistisch erinnert die Serie weiterhin an Anime-Serien wie Attack on Titan oder Fairy Tail. Das sehr gelungene Charakterdesign könnte wiederum aus Videospielen wie Fire Emblem: Three Houses stammen. Im Gegensatz zu den ersten drei Volumes können die deutschen Synchronstimmen ein ganzes Stück mehr überzeugen; die japanische Synchronisation ist aber immer noch ein wenig atmosphärischer. Am Bonusmaterial hat sich ebenfalls nur wenig getan. So befindet sich auf dem ersten der zwei Datenträger sowohl ein Clear Opening als auch ein Clear Ending. Eine Bonus-Episode im Chibi-Format bleibt Kazé Anime dem Zuschauer diesmal aber schuldig. Dafür gibt es im physischen Umfang ein weiteres Mal sowohl ein 24-seitiges Artbook mit vielen Artworks und Konzeptzeichnungen als auch ein 16-seitiges Booklet mit interessanten Informationen zur Serie obendrauf. Hier wird sicherlich jeder einzelne Fan von Black Clover zufriedengestellt!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Schon nach wenigen Minuten fällt auf, dass Black Clover ähnlich wie die Anime-Serie One Piece kaum bis gar nicht auf überflüssige Geschichten setzt. So bekommt auch das Gruppen-Dating, das bis dahin die Wirkung einer Filler-Episode versprühte, eine essentielle Bedeutung für den Einstieg in den neuen Handlungsstrang. So fällt dieser mit seiner durchgehenden Erzählweise nach wie vor positiv auf. Hinzu kommt, dass die Erzähltechnik aufgrund der intelligent gestrickten Charakterkonstellationen stets spannend bleibt. Beispielsweise erfährt Asta, dass die Schwester Theresa Rapual aus der Stadt Nean Lily Aquaria aus dem Dorf Hage oder den adligen Fuegoleon Vermillion aus ihrer Zeit als Zofe kennt. Marie Adlai ist wiederum nicht nur die Schwester von Gauche, sondern auch mit Rebecca befreundet, die insgeheim Gefühle für Asta hegt. Mit jeder neuen Figur wird dieses Konzept weiter auf die Spitze getrieben. So kann auch die vierte Volume von Black Clover mit durchweg nachvollziehbaren Charakterkonstellationen überzeugen. Es bleibt abzuwarten, welche Ideen in den nächsten Ausgaben noch auf den Zuschauer warten.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Black Clover (Vol. 4)!

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