Review: My Hero Academia – 2. Staffel (Vol. 3)

Für alle Fans der Superhelden-Anime-Serie war der Sommer 2019 heiß, denn nachdem im Juni die zweite Volume der zweiten Staffel erschien, veröffentlichte Kazé Anime im Juli die dritte Ausgabe. Nach der Halbzeit geht es erzähltechnisch ab der ersten Minute stark weiter.

Überraschenderweise hat My Hero Academia den laufenden Handlungsstrang immer noch nicht verlassen. So steht auch in den Folgen des mittlerweile dritten Episodenpakets das glorreiche Sportfest der titelgebenden Yūei-Akademie im Fokus der Erzählung. Als Ersatz für die obsolet gewordenen Olympischen Spiele messen sich hier die Absolventen der Schule in ungeahnten Wettkämpfen, die unter Einsatz ihrer Superkräfte stattfinden. Ganz Japan blickt auf den Wettkampf, der nach wie vor in der dritten und letzten Disziplin angelangt ist. Um zu klären, wer der talentierteste Superheld ist, bekämpfen sich die besten Akteure in Kämpfen. Diese finden wie in Dragon Ball auf einem abgesteckten Ring statt, auf dem sich die Helden gegenüberstehen. Zu Beginn der dritten Volume muss der Zuschauer allerdings miterleben, dass Protagonist Midoriya Izuku seinem Gegenüber Todoroki Shōto noch nicht gewachsen ist. Mit diesem Dämpfer entwickelt sich der sportliche Wettkampf aber keinesfalls zu einer langweiligen Veranstaltung, zumal Izukus Kräfte ohnehin nur auf Sparflamme laufen können. Auch wenn Izuku nicht ins Finale einziehen kann, stehen in diesem mit Shōto und seinem Gegner Bakugō Katsuki dennoch zwei fähige Charaktere im Ring, die sich ein ordentliches, aber unter einem dunklen Stern stehenden Schlagabtausch in My Hero Academia liefern.

Praktikum für Helden

Während im Stadion und auf den Fernsehbildschirmen in der ganzen Stadt das Finale läuft, ist in den Straßen Akaguro Chizome unterwegs, besser bekannt als der Heldenmörder Stain. Was es mit diesem auf sich hat, soll an dieser Stelle aber noch nicht verraten werden. Es sei nur so viel gesagt, dass die Vergangenheit des Schurken mit der eines der Helden verwurzelt ist. Trotz der Vorkommnisse rund um den Heldenmörder geht das Leben weiter. Als nächste große Aufgabe müssen sich die Charaktere einen Superheldennamen geben, zumal sie durch die Fernsehausstrahlung des Turniers zu ruhmreichen Persönlichkeiten geworden sind. Die Wahl des Namens gehört zu den lustigsten Momenten, die die Anime-Serie bis zu diesem Zeitpunkt geboten hat. Für welchen Namen sich Izuku und die anderen entscheiden, sollte der Zuschauer sowohl aufgrund des durchgeknallten Humors als auch der Spannung aber am besten erleben. Bevor die Nachwuchshelden ihre Namen mit Stolz tragen dürfen, müssen sie jeweils ein einwöchiges Praktikum in Japan absolvieren. Mit solchen Tätigkeiten überrascht My Hero Academia, wie mit dem Sportfest, immer mal wieder. So hält sich die Anime-Serie stets frisch, weshalb der Zuschauer jede Folge mit großem Interesse erwartet. In der dritten Volume ist die Kreativität von Horikoshi Kōhei, dem Autor der Manga-Vorlage, an allen Ecken zu spüren.

Knall auf Fall

Entsprechend kreativ ist auch die Umsetzung der verschiedenen Auseinandersetzungen der Helden während des Wettkampfes. Abseits dessen entwickelt sich die Anime-Serie allerdings nicht weiter, was aber nicht weiter schlimm ist. Nach wie vor überzeugt die turbulente Action im bildschirmfüllenden 16:9-Format in der Auflösung von 1080p. Dies liegt insbesondere am kunterbunten und zum Genre passenden Zeichenstil, den gelungenen Spezialeffekten und den spärlich gesäten, dafür flüssigen Animationen aller Charaktere. Das Bild von My Hero Academia bleibt stets in Bewegung und untermauert damit die Action und den tollen Humor der Serie. Gepaart mit dem gelungenen Soundtrack im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0, der alle Szenen stimmungsvoll unterlegt, ergibt sich so ein herausragendes Gesamtbild, an dem sich nicht nur Serienfans erfreuen dürften. Herausragend ist auch die Synchronisation, denn sowohl im japanischen Originalton als auch in der deutschen Fassung passen wirklich alle Sprecher zu den ihnen zugeteilten Rollen. Während im Japanischen Izuku von Yamashita Daiki und All Might von Miyake Kenta gesprochen wird, übernehmen diesen Part Sebastian Fitzner und Matti Klemm in der deutschsprachigen Vertonung. Boni gibt es traditionsgemäß nur in Form eines Booklets, einer Character Card und einem Sticker. Klein, aber fein!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Mit der dritten Volume der zweiten Staffel schlägt My Hero Academia endlich den nächsten wichtigen Handlungsstrang ein, nachdem sich die Serie in den ersten beiden Ausgaben dieser Season voll und ganz um das Sportfest der Yūei-Akademie gedreht hat. Nun müssen sich Nachwuchsheld Midoriya Izuku und seine Schulfreunde nicht nur einen Superheldennamen ausdenken, sondern dazu auch noch ein Praktikum absolvieren. Die Anime-Serie bedient sich immer mal wieder neuen Ideen, um sich mit profanen Dingen stets frisch zu halten. Zudem wird der Heldenmörder Stain erwähnt, der durchaus noch eine große Rolle in der ganzen Serienhandlung spielen könnte. Es bleibt also spannend, welchen Schwerpunkt die vierte und fünfte Volume der zweiten Staffel legen wird. Alle, die sich von den letzten beiden Volumes unterhalten fühlten, dürfen erneut zuschlagen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von My Hero Academia – 2. Staffel (Vol. 3)!

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