Review: Bleach (Box 8, Episoden 152–167)

Im siebten Episodenpaket der jahrelang das Fernsehen dominierenden Anime-Serie Bleach wurde endlich wieder der Handlungsstrang des Mangas nach etlichen Filler-Episoden aufgegriffen. Dieser wird in der achten Volume mit gewohnten Mitteln fortgeführt und vorläufig beendet.

Um die Ausgangslage der 152. Folge und damit der ersten Episode der achten Ausgabe von Bleach zu verstehen, sollten Kenntnisse über die vorherigen Geschehnisse vorhanden sein. Als Inoue Orihime verschwunden ist, sind Protagonist Kurosaki Ichigo und seine Freunde, Kuchiki Rukia, Ishida Uryū und Sado Yasutora sofort zur Stelle, um ihre Mitstreiterin zu retten. In der Zwischenwelt Hueco Mundo angelangt, die in gewisser Weise die Soul Society und auch das Diesseits miteinander verbindet, setzen sie alles daran, den ewigen Bösewicht Aizen Sōsuke zur Strecke zu bringen und Orihime aus seinen Klauen zu befreien. Dies wollen wiederum Sōsukes Anhänger, die Arrancar, verhindern – wodurch erneut Kämpfe zwischen den Helden und Schurken entbrennen. Ein solcher Kampf ist auch zu Beginn der 152. Episode im Gange, denn in dieser attackiert Ichigo seinen Gegner Dordonii Alessandro Del Socacchio. Er weiß, dass Ichigo zum Hollow werden kann und sorgt dafür, dass er seine Kräfte demonstriert. Das ist aber nur der kalte Tropfen auf den heißen Stein, denn auch in Hueco Mundo gibt es Unstimmigkeiten unter den Akteuren der Führungsebene. Beispielsweise befehligt Sōsuke ein Exekutionskommando, die so genannten Exequias. Deren Aufgabe ist eigentlich das rücksichtslose Entfernen von unfähigen Anhängern, doch verhelfen sie Ichigo diesmal zur Flucht.

Mosaikartige Genialität

Auch wenn solche Story-Schnipsel das Geschehen in Bleach vor allem in den Kämpfen stets auflockern, konzentriert sich die Erzählung aber vor allem auf die Auseinandersetzungen mit den Gegnern. Uryū muss sich beispielsweise mit Cirucci Sanderwicci herumschlagen, spielt ihr im Kampf zu seinem Nachteil jedoch unweigerlich in die Hände. Rukia lernt wiederum den maskierten Aaroniero Arruruerie kennen. Nach einem kurzen Gespräch, in dem nichts so ist, wie es scheint, beginnt auch hier das Geplänkel. All diese leicht ausufernden Kämpfe haben jedoch gemein, dass die Charaktere auf der einen Seite neue Fähigkeiten einsetzen und auf der anderen Seite alte Techniken verfeinern können. Das ist ein Konzept, das bereits Serien wie Dragon Ball oder One Piece verstanden haben – und auch Bleach schafft es, mit solchen Methoden den Zuschauer bei Laune zu halten. Ähnlich wie in den Werken von Toriyama Akira und Oda Eiichirō ist auch der Manga von Kubo Noriaki in Anime-Form mit der einen oder anderen Überraschung gespickt, sodass es selten langweilig wird. Bleach war allerdings nicht immer so – umso mehr überrascht es, dass nach der hervorragenden siebten Volume auch die achte Ausgabe auf ganzer Linie überzeugt. Zwischen der 152. und 167. Episode gibt es in der mosaikartigen Erzählung einfach sehr viele genial inszenierte Highlights.

Traditionelles Gesamtbild

In technischer Hinsicht hat sich in der achten Serienbox von Bleach nichts geändert. Das ist vor allem am gewohnten Bild zu erkennen, denn wie schon die vorherigen Folgen wird das Geschehen im 4:3-Format wiedergegeben. So bleiben auf Breitbildfernsehern links und rechts schwarze Balken, die das Geschehen entsprechend einrahmen. Altersbedingt ist das zwar zu verschmerzen, die Kämpfe wirken dadurch aber leider nicht ganz so dynamisch, wie sie sein könnten. Fans von Ichigo und Rukia werden in der achten Episode am ehesten bedient, da ihre Kämpfe tatsächlich zu den spannendsten Auseinandersetzungen gehören, die bisher in der Serie zu sehen waren. Die aus den Jahren 2007 und 2008 stammenden Episoden zeigen bildtechnisch stimmige Spezialeffekte und Animationen, die in Tradition zu den 151 früheren Folgen stehen. In musikalischer Hinsicht gibt es die bekannten Melodien der Anime-Serie im Tonformat Dolby Digital 2.0 auf die Ohren. Auch die japanische und deutsche Synchronisation trägt zur Stimmung bei, auch wenn die falsche Aussprache von japanischen Begriffen in der deutschen Fassung nach wie vor für Kopfschütteln sorgt. Abgesehen davon unterhält Bleach aber erneut über 16 Folgen mit gelungener Action und angemessenem Humoreinsatz.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 152 bis 167 der Serie): Bleach spart sich in der achten Volume eine Exposition. Diese ist auch nicht nötig, da das siebte Episodenpaket im Grunde die Einleitung für die Folgen 152 bis 167 darstellt. Somit sollte der Zuschauer mit der Ausgangslage vorab vertraut sein, um die verschiedenen Verbindungen zu verstehen. Die achte Serienbox von Bleach konzentriert sich zwar vor allem auf actionreiche Kämpfe, bietet jedoch auch genügend Dialoge, die die Erzählung mehr als deutlich vertiefen. Hinzu kommen unerwartete Wendungen und weitere Überraschungen, die den Zuschauer bei Laune halten. Dies geschieht überwiegend mit einer mosaikartigen Story, sodass das sehr spannende Geschehen aus mehreren Blickwinkeln eingefangen wird. Nach der hervorragenden siebten Volume überflügelt die achte Ausgabe einmal mehr die Vorarbeit. Großartig!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Bleach (Box 8, Episoden 152–167)!

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