Review: Re:Zero – Starting Life in another World (Vol. 3)

Nachdem Fans der Anime-Serie Re:Zero – Starting Life in another World zwischen den ersten beiden Volumes zwei Monate warten mussten, verkürzte sich diese Wartezeit auf die dritte Volume um die Hälfte. Im März 2020 veröffentlichte Kazé Anime den Mittelteil der Serie.

Anstatt direkt an die Ereignisse des zweiten Episodenpakets von Re:Zero – Starting Life in another World anzuknüpfen, springt die elfte und damit erste Folge dieser Volume in der Zeit ein paar Jahre zurück. Der Zuschauer erfährt, wie die beiden Zwillingsschwestern Ram und Rem in ihrem Heimatdorf als Neugeborene zunächst ausgestoßen, dann aber dennoch noch aufgezogen werden. Ihre Kindheit wird als beschwerlich dargestellt, sodass die Andeutungen bezüglich der Vollständigkeit des Geschwisterpaars in der zweiten Volume nun viel besser für den Zuschauer nachvollziehbar sind. Nach etwa neun Minuten wechselt das Geschehen aber wieder in die Gegenwart, wo Natsuki Subaru mit den Zwillingen auf der Flucht aus dem Wald sind. Ulgarm, Bestien in Hundegestalt, sind ihnen dicht auf den Fersen. Damit Ram und Rem aus dem Dickicht entkommen können, setzt Subaru sich ihnen zur Wehr. Das führt vor allem dazu, dass die „zwischenmenschlichen“ Beziehungen der Charaktere gestärkt werden, was für die nächsten Episoden noch von Bedeutung ist. In der zwölften Folge von Re: Zero – Starting Life in another World geht die Geschichte hingegen in die nächste Runde. Emilia gilt nach wie vor als Anwärterin auf den Thron von Lugnica. So verlagert sich die Handlung in die königliche Hauptstadt, wo sich Emilia zur Wahl stellt. Subaru begleitet sie zum Ursprungsort der Story.

Vorhang auf zum Game of Thrones

In der dritten Volume von Re:Zero – Starting Life in another World betreten neue Akteure die Bühne. Zum Beispiel trifft Subaru in einer Seitengasse auf die arrogante Priscilla Barielle, die von den drei Halbstarken bedroht wird, die Subaru noch von seiner Ankunft in Lugnica kennt. Erst als der schlicht gekleidete Ritter Aldebaran auftaucht, verziehen sich die Halunken. Dass es sich bei Priscilla jedoch ebenfalls um eine Anwärterin auf den Thron handelt, weiß Subaru zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Eine weitere Kandidatin für das Amt ist Crusch Karsten, die die Gabe hat, zu erkennen, ob ein Mensch lügt oder die Wahrheit spricht. Auf der vierten Position befindet sich wiederum Anastasia Hoshin. Als Großhändlerin aus dem Reich Karagi wägt sie jede Entscheidung mit Auswirkung auf Gewinn und Verlust ab. Am Ende der zwölften Episode von Re:Zero – Starting Life in another World wird noch eine fünfte und letzte Dame vorgestellt, die sich für die Königswahl bereitstellt. Um wen es sich dabei handelt, soll an dieser Stelle aus Spoiler-Gründen aber nicht verraten werden. Damit nicht genug, eskaliert die Situation bei der Vorstellung im Thronsaal. Einzelne Charaktere werden diffamiert und die fünf Kandidatinnen beginnen sich anzufauchen. Daraufhin überschlagen sich die Ereignisse einmal mehr, sodass die Anime-Serie einen ganz neuen Handlungsbogen aufschlagen kann.

Setzen von neuen Akzenten

Interessant ist auch, dass das eigentliche Konzept von Re:Zero – Starting Life in another World im Mittelstück nur wenig Anwendung findet. Es gibt für Subaru zwar ein paar brenzlige Situationen, doch oft stirbt er nicht und hat so kaum die Möglichkeit, getroffene Entscheidungen zu korrigieren und den Verlauf der Geschichte zu beeinflussen. Daher muss sich Subaru wirklich nur auf seine Fähigkeiten verlassen, um die richtigen Entschlüsse zu fassen. Das zeigt dem Zuschauer einmal mehr, wie sehr sich die Handlung weiterentwickelt und so in jeder Volume neue Akzente setzt. Fast durchweg bleibt die erwachsene Story sehr spannend. An der einen oder anderen Stelle gibt es aber auch ein paar humorvolle Momente, die das Geschehen auflockern. Unter optischen Gesichtspunkten bleibt alles beim Alten. Nach wie vor ergänzen sich hübsche Charaktermodelle mit stilvollen Hintergründen und schönen Lichteffekten. Hinzu kommen kleine Details, wie beispielsweise das dichotomische Zusammenspiel zwischen dem japanischen Einfluss auf die europäisch angehauchte Fantasy-Welt. Während das Volk der Oni halbwegs auf die Yōkai zurückzuführen ist, deutet die Bildnische im Elternhaus von Ram und Rem auf die japanische Architektur von Wohnhäusern hin. Zusammen mit der netten Musik ergibt sich in Re:Zero – Starting Life in another World einmal mehr ein atmosphärisches Gesamtbild, das außer Konkurrenz von sehr vielen Anime-Serien steht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Mit der dritten Volume erreicht Re:Zero – Starting Life in another World ihren vorläufigen Höhepunkt. Zum einen beginnt endlich die hier und da bereits erwähnte Königswahl und zum anderen muss sich Subaru mit innerlichen und äußerlichen Konflikten herumschlagen. Die Story wird erwachsen erzählt und bleibt dabei zu jeder Zeit sehr spannend. Zwar rückt das Zeitschleifenkonzept, wie es in den ersten beiden Episodenpaketen fabriziert wurde, in den Hintergrund, doch spielt das vor allem in Subarus Charakterentwicklung hinein. Für die nächsten beiden Volumes dürfte das durchaus wichtig sein, da so langsam aber sicher die Weichen für das Finale gelegt werden. Wer die Serie bis zu diesem Zeitpunkt verfolgt hat, wird sich in der dritten Volume die vermutlich besten Folgen von Re:Zero – Starting Life in another World ansehen dürfen. Diese sind einfach fantastisch!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Re:Zero – Starting Life in another World (Vol. 3)!

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