Review: Dragon Ball Super: Broly

Nachdem im März 2018 die letzte Folge der Anime-Serie Dragon Ball Super über japanische Fernsehbildschirme flimmerte, erschien mit Dragon Ball Super: Broly ein weiterer Ableger des Franchises in Filmform. Im Gegensatz zu anderen Filmen gehört dieser aber zum Kanon.

Dragon Ball Super: Broly beginnt mit einem Rückblick. Vor 41 Jahren trifft Korudo Daiō auf dem Planeten Bejīta ein und erklärt, dass sein Sohn Furīza die Kontrolle über seine Armee übernimmt. Das ist aber nicht das einzige Ärgernis, mit dem sich der König herumschlagen muss. In einer Aufziehstation für junge Saiyajin wächst der kleine Burorī auf, der angeblich über ein noch höheres Potenzial verfügt als Prinz Bejīta. Entsprechend wird Burorī mit einer Raumkapsel auf einen entfernten und unbewohnten Planeten geschickt, um die Gefahr zu bannen. Um Burorī vor der drohenden Einsamkeit oder gar dem Tod zu befahren, nimmt sein Vater Paragasu die Verfolgung auf. Einen fünfjährigen Zeitsprung weiter konzentriert sich die Geschichte auf Bādakku, der genau wie alle anderen Saiyajin auf Geheiß von Furīza zum Planeten Bejīta zurückkehrt. Hier verknüpft der Anime-Film die Geschichte mit der Handlung der Serie und beleuchtet das tragische Schicksal des Planeten, das in der Serie vor allem in Überlieferungen und Gesprächen stattfindet. Dank einer bösen Vorahnung schickt Bādakku seinen zweitgeborenen Sohn Kakarotto mit einer Raumkapsel zu einem Planeten namens Erde, was die Ereignisse in Dragon Ball überhaupt erst ins Rollen gebracht hat. Mit einem weiteren Zeitsprung erreicht der Film schlussendlich die Dragon-Ball-Super-Erzählebene.

Nahtlose Fortführung der Geschichte

Angesiedelt nach dem Turnier der Kraft, das sich über die Episoden der siebten und achten Serienbox erstreckt, trainieren Bejīta und Son Gokū munter weiter. Dennoch ärgert sich Bejīta immer noch darüber, dass Gokū ihren Erzfeind Furīza für Zen’ōs Turnier wiederbelebt und im Anschluss nicht zurück in die irdische Hölle geschickt hat. Kaum wurde dieser Umstand ein weiteres Mal in Worte gefasst, werden die von Buruma gesammelten Dragon Balls gestohlen – ausgerechnet von Übeltätern, die auf den Überwachungskameras als Mitglieder von Furīzas Armee identifiziert werden können. Wie es der Zufall so will, werden zu jener Zeit auch Burorī und Paragasu nach 36 Jahren gerettet. Furīza erklärt ihm, dass der Planet Bejīta nicht mehr existiert und auch der König bei dem „Vorfall“ umkam. Da Paragasu aber immer noch Rache nehmen will, wird ihm der Aufenthaltsort des einstigen Prinzen Bejīta verraten. Auf der einen Seite beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die sieben Dragon Balls sind mittlerweile alle beisammen und könnten entweder Buruma ihren Wunsch, sich fünf Jahre zu verjüngen, oder Furīzas Begierde, fünf Zentimeter zu wachsen, erfüllen. Auf der anderen Seite müssen sich Gokū und Bejīta in Acht nehmen, denn mit Burorī erwartet die beiden Kämpfer ein viel mächtigerer Gegner, als sie es sich vorstellen können. Da zittert und bebt die Erde!

Vergangenheit und Gegenwart

Dragon Ball Super: Broly verknüpft intelligent die Vergangenheit der einzelnen Charaktere mit dem gegenwärtigen Handlungsstrang. So und nicht anders wird eine Geschichte mit Niveau fortgeführt, ohne nur einen Kampf auf den nächsten folgen zu lassen, wie es der Zuschauer aus Dragon Ball Super bekannt ist. Der Film bereichert die Story ungemein um neue Facetten – und auch die Auseinandersetzung zwischen Burorī, Gokū und Bejīta gibt insbesondere den Fans des Franchises einen Einblick in den Ideenreichtum von Dragon-Ball-Erfinder Toriyama Akira, der auch das Drehbuch für Dragon Ball Super: Broly verfasst hat. Im Gegensatz zur Anime-Serie ist der rund 100-minütige Film im bildschirmfüllenden 16:9-Format und in 1080p auch wesentlich besser gezeichnet und animiert. Da kommen tatsächlich Gefühle auf, die so zuletzt bei Dragon Ball Z Kai zu spüren waren. Fans der alten deutschen Synchronisation von Dragon Ball Z dürfen sich im Übrigen darüber freuen, dass Gokū von Tommy Morgenstern, Bejīta von Oliver Siebeck und Pikkoro von David Nathan gesprochen werden. Bei der japanischen Fassung, die auch im Tonformat DTS-HD Master Audio 5.1 vorliegt, sind hingegen die Stimmen von Nozawa Masako, Horikawa Ryō und Furukawa Toshio zu hören, die den Charakteren ebenfalls reichlich Leben einhauchen. Zusammen mit der packenden Musik entpuppt sich Dragon Ball Super: Broly als überaus stimmiges Abenteuer!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Obwohl mir Dragon Ball sowohl in Serien- als auch in Filmform gefällt, finde ich es immer sehr schade, wenn Ereignisse aus den Filmen nicht zum offiziellen Kanon des Franchises gehören. Anders sieht es bei Dragon Ball Super: Broly aus, denn der Film bedient sich nicht nur vielen Hintergründen, die in den Serien an einigen Stellen erwähnt oder sogar in Szene gesetzt werden. Genauer gesagt führt er auch die eigentliche Storyline fort, die mit der achten Serienbox nach dem Turnier der Kraft abrupt endet. In einhundert Minuten wird mir hier eine äußerst mitreißende Geschichte erzählt, die wirklich jeden einzelnen Dragon-Ball-Fan überzeugen dürfte. Das liegt im Übrigen auch an den wesentlich besser gezeichneten Hintergründen und Animationen, die in der Anime-Serie leider nicht annähernd diese Qualität erreichen. Dragon Ball Super: Broly gehört somit zu den besten Filmen des Franchises, die sich kein Fan entgehen lassen darf!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Ball Super: Broly!

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