Review: Immortals: Fenyx Rising – Ein neuer Gott

Am 3. Dezember 2020 veröffentlichte Ubisoft das Action-Adventure Immortals: Fenyx Rising für alle gängigen Plattformen. Fast zwei Monate später veröffentlichte der französische Konzern den ersten Download-Inhalt des Season Pass. Bühne frei für einen neuen Gott!

Bei Immortals: Fenyx Rising – Ein neuer Gott handelt es sich um den ersten von drei geplanten Download-Inhalten des Season Pass, die im Laufe des Jahres 2021 veröffentlicht werden sollen. Inhaltlich knüpft die Geschichte von Ein neuer Gott eng an das Ende von Immortals: Fenyx Rising an. Wer das Hauptspiel noch nicht beendet hat, sollte dies schleunigst nachholen, bevor er sich an die Download-Episode wagt. In dieser übernehmen wir nach wie vor die Rolle von Fenyx und erkunden je nachdem mit ihm oder ihr den Olymp. Dort müssen wir uns verschiedenen Aufgaben von Aphrodite, Athene, Ares, Hermes, Hephaistos und Zeus stellen. Diese Aufgaben ähneln den Gewölben des Tartaros aus dem Hauptspiel und sind sehr ähnlich aufgebaut, wirken mit ihrer hellen Farbgebung aber deutlich fröhlicher. Hier müssen wir wie gewohnt Schalter- und Schieberätsel lösen oder gegen mythische Feinde antreten, wobei uns ein Großteil der Mechaniken bereits aus dem Hauptspiel bekannt ist. Neue Gegnertypen gibt es nicht. Hier wurde viel recycelt. Dennoch erlernt Fenyx in der rund fünfzehnstündigen Story neue Fähigkeiten. So können wir uns mit dem Zorn des Ares noch höher in die Luft schießen lassen und mit dem Phosphortausch den Platz mit unserem Trugbild wechseln. Das macht besonders die späteren Rätsel um einiges kniffliger, hin und wieder aber auch nerviger, wenn wir eine vermeintliche einfache Spielmechanik nicht gleich auf Anhieb verinnerlicht haben.

Im Olymp nichts Neues

Eingebettet sind all diese Aufgaben in eine übersichtliche Oberwelt, dem Olymp. Im Gegensatz zur Goldinsel aus dem Hauptspiel lädt der Olymp jedoch nicht ansatzweise so gut zum Erkunden ein. Hier und da gibt es Schatztruhen zum Plündern, in denen meistens Artefakte mit Hintergrundinformationen zur römisch-griechischen Götterwelt schlummern. Wollen wir eine „geheime“ Aufgabe freischalten, die sich unter anderem als Verbeugung vor anderen Videospielen oder Sportarten versteht, müssen wir alle Artefakte sammeln. Wer aufmerksam durch die Levels läuft, dürfte aber in einem Rutsch alles finden. Abseits dessen können wir im Olymp noch Adamantscherben zum Verbessern von Waffen und Rüstungen einsammeln. Für alles gibt es eine neue Stufe, wodurch Fenyx noch mächtiger wird. Leichter wird das Spiel dadurch aber nicht, denn Heiltränke und andere Arten der sofortigen Lebensenergierückgewinnung wurden ersatzlos gestrichen. Rätsel abseits der Aufgaben, die als Instanzen losgelöst von der Oberwelt sind, gibt es im Olymp ebenfalls keine. Das ist unserer Meinung nach sehr schade, denn gerade das Abgrasen der mit Rätseln und kleinen Nebenaufgaben vollgestopften Oberwelt hat Immortals: Fenyx Rising doch gerade so motivierend gemacht. Trotz des Humors, der die Geschichte unterhaltsam untermauert, ermüdet Ein neuer Gott daher des Öfteren – aber nur so lange, bis hin und wieder genial designte Spielstellen für offene Münder sorgen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PlayStation-5-Fassung): Immortals: Fenyx Rising ist ein sehr motivierendes Spiel, das über sechzig Stunden unterhält. Mit Ein neuer Gott wird diese Spielzeit um fünfzehn Stunden erweitert. Leider kann der Download-Inhalt nicht mit dem Hauptspiel mithalten. So gibt es mit dem Olymp zwar eine neue Oberwelt, diese ist jedoch weitgehend steril und lädt nur bedingt zum Erkunden ein. Sie führt in erster Linie von einer Aufgabe zur anderen und dafür ist meiner Meinung nach eigentlich keine Oberwelt nötig. Die einzelnen Aufgaben, die wie die Gewölbe des Tartaros im Hauptspiel funktionieren, überzeugen mich dann aber dennoch weitgehend. Vor allem die späteren Spielabschnitte, in denen Fenyx noch mächtigere Fähigkeiten zur Verfügung stehen, hieven die kniffligen Rätsel auf eine ganz neue Ebene. Hin und wieder rege ich mich über wenige Stellen aber auf, weil die Möglichkeiten der neuen Fähigkeiten bei der ersten Verwendung nicht immer gänzlich klar sind. Unterm Strich bleibt ein solider Download-Inhalt, der die Geschichte von Fenyx fortführt oder gar zu einem Abschluss bringt. Wer das Hauptspiel schon beendet hat und noch ein kurzes Abenteuer mit Fenyx erleben will, darf aber guten Gewissens einen Blick riskieren!

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Immortals: Fenyx Rising (Season Pass)!

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