Review: Re:Zero – Starting Life in another World (Vol. 5)

Alles muss einmal ein Ende haben – und das gilt auch für die Anime-Serie Re:Zero – Starting Life in another World beziehungsweise deren erste Staffel. Im Juni 2020 veröffentlichte Kazé Anime die fünfte und letzte Volume der Season, die mit großem Tohuwabohu zu Ende geht.

Re:Zero – Starting Life in another World gipfelt in der letzten Folge der dritten Volume in einer großen Schlacht gegen den mächtigen weißen Wal. Dem Protagonisten Natsuki Subaru ist es gelungen, Crusch Karsten für seine Sache zu gewinnen, sondern auch Wilhelm van Astrea zu überzeugen, dem Feind ins Auge zu blicken. Dieser hat mit dem Monstrum noch ein Haar zu rupfen, denn schließlich verschwand im letzten Kampf gegen den bösartigen Wal vor vierzehn Jahren dessen Frau Theresia spurlos. Dieser aussichtslose Kampf wird im Auftakt der fünften Volume auf eine neue Ebene gehievt. Wie dieser Kampf endet, soll an dieser Stelle aber nicht verraten werden. Fakt ist aber, dass dieser Konflikt einerseits dafür sorgt, dass sich die Story danach wieder mehr auf Subaru konzentriert. Andererseits ist das vor allem deshalb so wichtig, dass der schon im dritten Episodenpaket gezeigte Angriff auf das Roswaal-Anwesen noch bevorsteht. So ist und bleibt die Thematik rund um die Zeitschleife stets aktuell, auch wenn Subaru in den letzten Folgen nicht so oft gestorben ist und damit die Geschehnisse eben selten neu in Gang gesetzt wurden. Das große Ziel, auf dass Re:Zero – Starting Life in another World hinarbeitet, ist die Kirche der Hexe. Zusammen mit ein paar Söldnern, die im Dienste von Crusch stehen, einem Haufen Händlern und ein paar Rittern im Schlepptau, geht es auf ins nächste Kapitel.

Der Lauf des Lebens mit Checkpoints

Mit von der Partie ist auch Julius Juukulius. Dieser gehört eigentlich zur königlichen Garde, ist dem Vorhaben aber keinesfalls abgeneigt. Entsprechend legt er Wert darauf, der Truppe unter einem schlichten Pseudonym beizutreten, da es sich für einen Ritter schließlich nicht ziemt, in den Kampf Seite an Seite mit einem Bürgerlichen zu ziehen. Mittels dieses ritterlichen Kodexes und anderen kleinen Details, wie die Angst der Dorfbewohner vor Halbelfen, kommt durchweg Atmosphäre auf, die der europäisch angehauchten und mittelalterlichen Fantasy-Welt gut tun. Genau in dieser Welt bleibt dann auch wieder etwas Platz für den finsteren und gefährlichen Petelgeuse, den Serienkenner bereits in der dritten und vierten Volume kennengelernt haben. Der Sündenbischof sorgt mit seinen Anhängern, Finger genannt, für Angst und Schrecken. Es entbrennt ein schrecklicher Kampf, der das Dorf Arlam in Mitleidenschaft zieht, den Tod vieler Nebenfiguren zur Folge hat und mit Explosionen gepflastert ist. Mehr soll über das Ereignis nicht verraten werden, zumal es – wie es sich für die Serie gehört – mehr als einmal erzählt und aus neuen Blickwinkeln geschildert wird. Re:Zero – Starting Life in another World bleibt sich hier dem ursprünglichen Konzept treu. Wer an Checkpoints denkt, wie sie mitunter in Star Fox 64 vorkommen, darf genüsslich schweigen und sich auf das Abenteuer einlassen.

Düstere Unterhaltung bis zum Schluss

Unter visuellen und akustischen Gesichtspunkten erstrahlt Re:Zero – Starting Life in another World einmal mehr mit den bekannten Merkmalen. Das heißt, dass optisch vor allem blasse Farben vorherrschen, die zum düsteren Ton im Kampf gegen die Kirche der Hexe passen. Bei der Musik gibt es vor allem bedrohliche Töne auf die Ohren, da ruhige Momente Mangelware sind. Talentierte Synchronsprecher wie Nakamura Yūichi oder Kobayashi Yūsuke runden das Gesamtpaket auditiv ab. Wer Anime lieber auf Deutsch synchronisiert sieht, darf sich auf ein Wiederhören mit Tim Schwarzmaier oder Tim Knauer freuen. Digitales Bonusmaterial gibt es bei der fünften und damit letzten Volume dieser Staffel auch: Hierbei handelt es sich aber nur um fünf weitere Mini-Episoden. Wie bei den vorherigen vier Ausgaben von Re:Zero – Starting Life in another World liegt auch der fünften Volume ein Guidebook bei. Das Booklet umfasst einen Episodenguide, in dem alle fünf enthaltenen Folgen in aller Kürze zusammengefasst werden. Ansonsten sind lediglich ein paar unkommentierte Skizzen enthalten. Damit ist das beiliegende Booklet leider das bis dato schwächste Guidebook der Anime-Serie. Hier hätten wir nach vier informativen Booklets ein wenig mehr von Publisher Kazé Anime erwartet. Der Anime-Serie tut dies aber keinen Abbruch, denn diese wird definitiv bis zum offenen Ende spannend erzählt, womit das Warten auf die zweite Season beginnt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Mit der fünften Volume von Re:Zero – Starting Life in another World geht eine Anime-Serie beziehungsweise dessen erste Staffel zu Ende. Die Erzählweise ist auch im Finale nach wie vor spannend, sehr erwachsen und düster, da wo es angebracht ist. Bis zur letzten Minute ist das durchaus unterhaltsam, auch wenn im Finale nicht alle Fragen beantwortet werden, die die Anime-Serie im Verlauf der 25 Episoden aufgeworfen hat. Auch, dass manche Figuren im Verlauf der Story plötzlich verschwinden, wirkt befremdlich. Die zweite Staffel wird die Aufgabe haben, diese wieder in die Geschichte einzuweben und zudem die unbeantworteten Fragen aufzuklären. Abgesehen davon sind die letzten Augenblicke von Re:Zero – Starting Life in another World absolut erinnerungswürdig.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Re:Zero – Starting Life in another World (Vol. 5)!

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