Review: My Hero Academia – 3. Staffel (Vol. 2)

Nachdem der Startschuss für die dritte Staffel beim hiesigen Publisher Kazé Anime schon im August 2020 fiel, mussten sich Fans zwei Monate auf die zweite Ausgabe dieser Season gedulden. In dieser geht es neuen Schurken und somit neuen Bedrohungen an den Kragen!

My Hero Academia knüpft in der zweiten Volume der dritten Staffel an die Geschehnisse der ersten Ausgabe an. Nach wie vor befinden sich Midoriya Izuku und seine Mitschüler mitten im Sommercamp, welches jedoch im Auftakt der dritten Staffel überfallen wurde. So müssen sich die Freunde, aufgeteilt in mehrere kleine Gruppen, gegen die Widersacher behaupten. Welche Absicht diese haben, ist nicht ganz klar. In einem Augenblick der Unachtsamkeit gelingt es den Schurken jedoch, Bakugō Katsuki von der Yūei-Oberschule zu entführen. All das macht den Helden und auch dem Zuschauer klar, dass die Feinde zumindest das Ziel verfolgen, die Gesellschaft zu erschüttern. Wenn bekannt wird, dass die Helden plötzlich unterlegen sein könnten, würde das Vertrauen in sie verloren gehen. Ob die Schurken auf sich gestellt sind und eigenhändig handeln oder vielleicht nur die Schachfiguren einer größeren Macht im Hintergrund sind, sollte der Zuschauer aber selbst herausfinden. Damit die Gesellschaft auch weiterhin auf die Superhelden setzen kann, arbeiten die Helden mit der Polizei Hand in Hand, um die Schurken zu bekämpfen und Katsuki aus ihren Fängen zu befreien. Unter diesen Gesichtspunkten sind die Episoden in der zweiten Volume der dritten Staffel von My Hero Academia sowohl ruhig als auch actionreich – mit ein paar netten und coolen Ideen!

Heldenmut und Zerstörungswut

Während die Schurken unter anderem durch die Berichterstattung im Fernsehen abgelenkt werden, verkleiden sich Izuku und Co, um undercover an sie heranzukommen. Auch Superheld All Might ist mit von der Partie, um sich der Schurkenliga entgegenzustellen. Wie schon in den vorherigen Folgen versucht My Hero Academia auch in diesem Episodenpaket eine düstere und ernste Geschichte zu erzählen. Dem entgegen steht das illustre Charakterdesign. Jeder Superheld und jeder Superschurke verfügt über eine spezielle Fähigkeit und Schwäche. So sind es weiterhin nicht einfach nur Kloppereien zwischen Gut und Böse, sondern tiefgründige Schlagabtausche, bei denen auch die Umgebungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Hier geht wahrhaftig einiges zu Bruch. Nicht weniger konträr ist der Humor der Anime-Serie. So gibt es in den fünf enthaltenen Episoden wieder einiges zu lachen. Kein Auge bleibt trocken, auch wenn der Joke sich nur auf die jeweilige Situation bezieht, wenn beispielsweise ein Kämpfer von der Gegenseite beleidigt wird. Schnell wird der Zuschauer auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Schlimm ist das aber nicht, da die Story auf diese Art und Weise mitreißend bleibt und vor allem die langjährigen Fans zufriedenstellen sollte. Wer My Hero Academia noch nicht kennt, sollte sowieso nicht mitten im Handlungsverlauf einsteigen.

Gewohnt gelungenes Gesamtbild

Unter optischen Gesichtspunkten führt My Hero Academia das vorherige Konzept nahtlos fort. In der Full-HD-Auflösung und im bildschirmfüllenden 16:9-Format sind alle Umgebungen gestochen scharf. Auch die Charaktere mit ihrem markanten Design können im Gesamtbild glänzen. Fans der Anime-Serie dürfen sich auch aufgrund der recht flüssigen Animationen einfach nicht daran satt sehen. Akustisch kommt der typische Soundtrack der Serie nach wie vor im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0 zur Geltung. So werden sowohl die Action mit pulsierender Musik als auch die ruhigen Momente zum Durchschnaufen mit ruhigen Tönen unterlegt. Vor allem wenn sich die Charaktere zusammenschließen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, kann der Zuschauer richtig mitfiebern. Nicht ganz unschuldig daran sind auch die Synchronsprecher, die sowohl im Japanischen als auch im Deutschen sehr gut zu den ihnen zugewiesenen Rollen passen. Langweilig wird es dadurch in keiner einzigen Minute, aber Fans von My Hero Academia wissen das ja ohnehin schon seit Jahren! Diese dürfen allerdings nicht mit digitalem Bonusmaterial rechnen. Hier herrscht tatsächlich Flaute. Dafür gibt es laut Herstellerangaben ein Booklet, Sticker und eine Character Card obendrauf. Zu bewerten sind diese Materialien nicht, da sie leider nicht für dieses Review zur Verfügung standen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): My Hero Academia führt in der zweiten Volume der dritten Season die Handlung des Staffelauftakts wirklich gut weiter. Es gibt neue Feinde, die es zu bekämpfen gilt und auch im Hintergrund scheint schon einiges zu brodeln. Trotzdem konzentrieren sich die fünf enthaltenen Episoden vor allem auf die Kämpfe gegen die Schurkenliga, bei dem nicht nur Izuku, sondern auch Fanliebling All Might ordentlich austeilen darf. Die Auseinandersetzungen sind schön animiert und auch dass hierbei vieles zu Bruch geht, lässt den Zuschauer mit offenem Mund dem Geschehen folgen. Auch die Musik passt einmal mehr zum Geschehen. Schade ist jedoch, dass es nur physische Boni gibt. Digitale Einblicke in die Entstehung oder Interviews mit den Köpfen hinter dem Projekt gibt es leider nicht. Wahre Fans von My Hero Academia wird das aber kaum stören, da das Hauptaugenmerk nach wie vor auf der actionreichen Story liegt, die in der zweiten Ausgabe dieses Episodenpakets ein paar Highlights und Überraschungen bereithält.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von My Hero Academia – 3. Staffel (Vol. 2)!

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