Review: My Hero Academia – 4. Staffel (Vol. 3)

Nachdem der hiesige Publisher Kazé Anime die ersten beiden Volumes zur vierten Staffel der Anime-Serie My Hero Academia im Sommer 2021 veröffentlicht hat, ging es im Oktober und somit im Herbst mit dem Mittelstück der vierten Season munter und brachial weiter.

My Hero Academia führt den bisherigen Handlungsstrang im dritten Episodenpaket fort. Die illustren Helden der Yūei-Oberschule befinden sich nach wie vor im Kampf gegen die Shie Hassaikai, einer kriminellen Yakuza-Organisation. Angeführt vom Superschurken Overhaul, auch bekannt unter seinem bürgerlichen Namen Chisaki Kai, wollen sie der Yakuza zu neuem Glanz und zur Herrschaft der Unterwelt verhelfen. Um dieses Ziel erreichen und sich gegen jeden Widersacher mit Spezialitäten genannten Superkräften durchsetzen zu können, plant die Shie Hassaikai, mit besonderen und in Blut getränkte Patronen jeden Konkurrenten zu besiegen, indem seine Spezialität vernichtet wird. Der Schlüssel zum Sieg ist die kleine Eri, die Enkelin des Chefs der Shie Hassaikai. Um sie zu retten, machen sich die Helden der Yūei-Oberschule in die Unterwelt auf. Seit der letzten Volume wütet im wahrsten Sinne des Wortes unter der Erde der Kampf gegen Overhaul. Tōgata Mirio alias Lemillion ist es trotz labyrinthartiger Vorkehrungen seitens der Schurken gelungen, zu Overhaul vorzudringen. Damit das Grauen ein Ende nimmt, fordert er Overhaul auf, Eri sofort in seine Obhut zu übergeben. Dass die Geschichte so einfach nicht enden wird, dürften Fans von My Hero Academia bereits wissen. Stattdessen eskaliert die Situation in diesem Moment erst richtig.

Aus dem Ruder gelaufene Abrechnung

Ein Großteil der fünf enthaltenen Episoden der dritten Volume beschäftigt sich vor allem mit dem Kampf gegen Overhaul. Bevor die Auseinandersetzung seinen Zenit erreicht, schickt er zwei seiner Handlanger ins Gefecht. Die Rede ist von Nemoto Shin und Sakaki Deidoro, die mit ihren Spezialitäten ein gefährliches Doppel abgeben. Während Shin mit seiner Fähigkeit Wahrheitsentlockung den ahnungslosen Mirio dazu bringt, seine Spezialität zu offenbaren, kann Deidoro die Leute in seiner Nähe den Gleichgewichtssinn rauben. Wie im Vollrausch eben, wie seine Spezialität genannt wird. Ob und wie es Mirio gelingt, seine beiden Gegner in Schach zu halten, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Ohne die Hauptfigur Midoriya Izuku kann aber auch das Finale dieses Erzählstrangs nicht zu Ende gebracht werden. So mischt sich dieser in den Schlagabtausch mit Overhaul ein. Während der Kampf mehr und mehr eskaliert, kann auch die kleine Eri nicht mehr stillstehen. Diese verfügt nicht nur über das Blut, mit dem anderen die Spezialfähigkeit anderer Menschen ausgelöscht wird. Sie kann auch in gewisser Weise die Zeit für einzelne Personen zurückdrehen, kann jedoch ihre wertvolle Spezialität nicht kontrollieren. Sir Nighteye, der eigentlich einen sicheren Blick in die Zukunft werfen konnte, hat all das nicht kommen gesehen. Es bleibt also spannend!

Gelungener Abschluss des Handlungsstrangs

Wenn es eine Anime-Serie gibt, in der schier alles möglich ist, dann ist dies mit ziemlicher Sicherheit My Hero Academia. Vergleichbare Anime-Serien gibt es kaum. Es macht sehr viel Spaß, den Helden beim Kampf gegen die Schurken vor dem Bildschirm beizustehen. Der Konflikt mit Overhaul gehört definitiv mit zum Besten, was die Serie in den bisherigen Staffeln präsentiert hat. Auch inszenatorisch gibt es durch die Spezialfähigkeiten von Eri, Overhaul und Izuku wieder einiges zu sehen, was den Zuschauer von den Socken hauen dürfte. Riesige Erdsplitter, die aus dem Boden schießen und derlei Effektfeuerwerk gibt es nicht alle Tage zu sehen. Zu guter Letzt gibt es auch noch kurze Einblicke in das Leben der Yūei-Oberschüler, die am Kampf und am Internship nicht teilnehmen können und sich in der Zeit mit dem Sonderkurs zum Erlangen der vorläufigen Superheldenlizenz beschäftigen. In technischer Hinsicht braucht der Zuschauer keine großen Änderungen erwarten. Nach wie vor erstrahlt die meist bunte Serie im bildschirmfüllenden 16:9-Format in der Auflösung von 1080p. Akustisch gibt es einige sehr heroisch wirkende Musikstücke auf die Ohren, die in DTS-HD Master Audio 2.0 erklingen. Auch die japanischen als auch die deutschen Sprecher bringen den Wahnsinn der Anime-Serie wunder auf den Punkt. Digitale Boni gibt es wie bei der letzten Volume nicht. Entschädigen sollen das Booklet, Sticker und eine Character Card.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): My Hero Academia wird von Folge zu Folge spannender. Nach dem eher ruhigen Staffelauftakt entwickelte sich die Geschichte des ersten Handlungsstrangs der vierten Season peu à peu weiter und gipfelt im dritten Episodenpaket schließlich im Höhepunkt. Der Kampf zwischen Izuku, Mirio und Eri gegen Kai respektive Overhaul ist nicht nur ausufernd, sondern auch wendungsreich. Vor allem in Hinblick der umgeworfenen Zukunftsaussicht von Sir Nighteye wird mit falschen Ideen und Annahmen aufgeräumt. So bleibt es auch in den fünf Episoden der dritten Volume verdammt spannend. Da der erste Handlungsstrang in dieser Ausgabe abgeschlossen wird, bleibt an dieser Stelle abzuwarten, ob die daran anknüpfende Story eine ähnliche Qualität erzielt. Ich freue mich auf jeden Fall auf die vierte und auch schon die fünfte Volume der vierten Staffel!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von My Hero Academia – 4. Staffel (Vol. 3)!

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