Review: Metal Gear Solid V: Ground Zeroes

Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (1)Bis Metal Gear Solid V: The Phantom Pain erscheint, müssen wir uns noch bis 2015 gedulden – in der Zwischenzeit müssen wir uns mit dem Prolog Metal Gear Solid V: Ground Zeroes begnügen. Vorab stellt Konami klar, dass das Spiel kurz ist und die Spielmechanik vorstellt.

Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (2)Lange ist es her, dass wir einen weiteren Teil der Hauptreihe des beliebten Franchises auf den Konsolen spielen konnten. Metal-Gear-Solid-Schöpfer, Hideo Kojima, gilt wegen des Titels als eine Legende unter den Videospielentwicklern. Im Jahr 1987 veröffentlich Konami das erste Spiel mit dem Namen Metal Gear und nun gibt es schon weit mehr als zehn Spiele, die in diesem fiktiven Universum angesiedelt sind. Erstmals wird uns eine neue und zudem frei begehbare Welt versprochen, in der wir unseren Handlungen freien Lauf lassen dürfen. Diese Versprechen beziehen sich allerdings eher auf The Phantom Pain statt auf Ground Zeroes. Wir bekommen nämlich keine wirklich offene Welt geboten, sondern nur die Möglichkeit in einem bestimmten Areal verschiedene Wege zu gehen, die uns zum Ziel führen. Wir haben auch die Möglichkeit, die Gegner in aller Ruhe zu beobachten und einen Plan zu schmieden, wie wir vorgehen möchten. Entscheidungsfreiheit ist das absolut passende Wort und genau darauf will uns das Spiel vorbereiten und warm auf den nächsten Ableger einstellen. Unsere Mission ist es, ein geheimes Camp der US-Regierung zu infiltrieren und zwei Ziele aus der Gefangenschaft zu befreien – das war es dann auch schon. Nach der Hauptmission stehen uns zusätzlich vier Nebenaufträge zu Verfügung, welche aber allesamt im selben Areal spielen.

Entscheidungsfreiheit

Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (3)Die offene Spielwelt stellt uns natürlich primär vor zwei verschiedenen Vorgehensweisen – Sturmangriff oder leises und unauffälliges Vorgehen. Actiongeladener ist natürlich ein direkter Angriff auf den Stützpunkt, jedoch müssen wir mit viel Widerstand rechnen. Wir können als Infanterist in das Camp laufen und uns bis zu den Panzern durchschießen, um diese dann benutzen zu können, um nur noch mehr Chaos zu stiften. Natürlich können wir es auch leise angehen lassen, unsere Gegner systematisch einzeln rauspicken um diese dann mit Betäubungsschüssen in den sanften Schlaf zu wiegen. Auffällig ist, dass die Spielmechanik sich um einiges geändert hat. Wir können nun gegnerische Soldaten durch ein Fernglas markieren und deren Bewegungen sogar durch Gegenstände hindurch wahrnehmen – hier stellen wir uns die Frage, was das noch mit der ursprünglichem Intention des Franchises zu tun hat. Was uns aber sehr gefreut hat, ist, dass die albernen Sounds der Soldaten und die Markierungen über deren Köpfe wie noch in Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots verschwunden sind. Das Spiel nimmt sich wesentlich ernster und wird nicht durch alberne Aktionen ins Lächerliche gezogen. Auch wenn sicherlich viele Spieler gerade darin den Charme der Reihe entdeckten, freut sich zumindest der Schreiberling dieser Zeilen.

Mauer Inhalt mit viel Potenzial

Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (4)Wie schon angesprochen ist der Inhalt für bis zu dreißig Euro wirklich gering. Die Story haben wir in weniger als neunzig Spielminuten abgeschlossen, für Nebenmissionen brauchen wir vielleicht je fünfzehn Minuten. Insgesamt kommen wir also auf knapp zweieinhalb Spielstunden für den stolzen Kaufpreis. Das ist zwar nicht viel, lohnt sich unter bestimmten Umständen dennoch. Es ist einfach nett zu sehen, wie gut zum Beispiel die gegnerische künstliche Intelligenz reagiert. Die feindlichen Soldaten haben keine wirklich feste Routen und viele Variablen spielen eine Rolle. So müssen wir mit Bedacht vorgehen, uns in grünen Wiesen verstecken und hoffen, dass uns die Gegner nicht sehen. Falls dies doch der Fall sein sollte, können wir auf viele und effektive Nahkampftechniken zurückgreifen. Überhaupt ist es eine große Freude, dass Kojima weiterhin den Möglichkeiten die Treue hält. So überraschen wir Gegner mit gezückter Waffe von hinten, weisen sie an die Hände zu heben und warten dann gespannt darauf, ob sich diese ergeben oder den Helden zu spielen wollen. Es ist eben das Unvorhersehbare, was in Kombination mit der offenen Spielwelt einen spannenden Effekt hinzufügt. Gerade diese Möglichkeiten sorgen auch dafür, dass es deutlich befriedigender für uns ist, durch die Mission zu schleichen, statt wie wild loszuschießen.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Bis zu dreißig Euro für vielleicht drei Stunden Spielzeit ist ein bisschen hoch gegriffen und auch das einzige, was wir dem Spiel vorwerfen können, denn spielerisch sehne ich mich nun heiß nach einem Nachfolger – nach Metal Gear Solid V: The Phantom Pain! Die offene Welt, viele Möglichkeiten und auch die wunderschöne Grafik wissen mich zu begeistern. Einige nette Easter Eggs sind zudem im Spiel versteckt und sorgen für Kenner immer wieder für ein Schmunzeln. Ich habe die Hauptmission und alle Nebenmissionen in einem Zuge durchgespielt, was heute nur noch selten bei den meisten Spielen ist und gerade so etwas zeigt mir, dass mich das Spiel wirklich fesseln kann – leider nur nicht sonderlich lang. Für Fans der Reihe lässt sich der Prolog Metal Gear Solid V: Ground Zeroes nur empfehlen, vor allem da der gespeicherte Spielstand sich auch für The Phantom Pain wieder verwenden lassen soll und so einige Vorteile bringen kann. Ich bin schon sehr gespannt, wo die Reise des Franchises in Zukunft hingehen wird.

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Metal Gear Solid V: Ground Zeroes!

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