Review: Pullblox World

Pullblox World (1)2011 erscheint Pullblox für den 3DS und nur ein Jahr später erscheint mit Fallblox auch schon der nächste Nachfolger der Reihe für Nintendos Handheld. Am 19. Juni 2014 macht die Serie mit Pullblox World einen Sprung auf die Wii U, um uns dort Gehirnschmalz abzufordern.

Pullblox World (2)Mallo, der Held der ersten beiden Teile, ist in Pullblox World abermals die tragende Figur. Er ist unterwegs mit ein paar Freunden; allesamt Kindern. Sie erreichen den Pullblox Park von Meister Blox. Hier ist Schreckliches passiert, denn Kinder haben in seinem Park gespielt und stecken nun in den Blöcken fest. Das ist natürlich eine Aufgabe für unseren Helden Mallo, der sofort zur Tat schreitet und im Park die Kinder aus ihrer misslichen Lage retten will. Wer bis hierhin folgen konnte, wird das Grundkonzept von Pullblox World schon kennen und hat auch die Vorgänger gespielt. Für alle, welche die beiden Spiele auf Nintendos Handheld noch nicht gespielt haben, denen sei gesagt, dass sich das alles vielleicht ein wenig theatralisch anhört, das Spiel aber wesentlich kinderfreundlicher ist. Die Levels beziehungsweise Rätsel des Titels spielen sich in einem dreidimensionalen Raum ab. Am Boden sind Markierungen angebracht, an denen wir erkennen können, in welchem Raster sich die Blöcke hinausschieben lassen. Die stecken allesamt in einer unsichtbaren Wand an der Rückseite des Levels. Wir können quasi nur ihre Vorderseite sehen, welche wir packen können und auf dem sichtbaren Feld ziehen wir den Stein dann wahlweise bis zum Maximum hinaus. Auf einen Block, der nur ein Feld nach oben groß ist, können wir springen und so auch schon den nächsten Block herausziehen.

Liebesgrüße aus Persien

Pullblox World (3)Das Spielkonzept ist leicht verständlich und geht schnell in Fleisch und Blut über. Mit der Zeit werden die Herausforderungen nicht weniger und das Spiel interessanter. Zum Beispiel können wir einen Block auch von der Seite packen und ihn hinausziehen. Später kommen noch weitere Elemente hinzu. So stecken dann verschiedenfarbige Luken in den Blöcken, die uns jeweils zu ihrem gleichfarbigen Pendant führen. Außerdem gibt es Schalter, die mehrere Blöcke aus der Wand holen oder sie in diese zurückführen. Am Ende des Aufstiegs steckt dann in einem Block immer ein Kind. Es reicht nicht, dass wir den Block herausziehen. Wir müssen auf den letzten Block tatsächlich kraxeln und das nach seiner Mutter schreiende Kind in den Arm nehmen. Natürlich kann es vorkommen, dass wir von den Blöcken ganz oben bis nach ganz unten fallen. Schaden nehmen wir dabei nicht, doch kann es mitunter sein, dass wir dann keinen direkten Weg mehr nach oben finden. Anstatt auf den Reset-Knopf am Boden eines jeden Levels zu drücken, können wir die Zeit auf Knopfdruck zurückspulen. Die ganze Zeit, in der wir uns bewegt haben, wird dann revidiert. Das erinnert an Prince of Persia: The Sands of Time und Ubisofts Prinz würde neidisch erblassen, falls er jemals Pullblox World spielen könnte. Eine Vorspulfunktion, falls wir zu viel zurückgespult haben, gibt es aber nicht.

Zweihundertfünfzig Herausforderungen

Pullblox World (4)Die meisten Rätsel sind schon binnen weniger Minuten gelöst. Der Schwierigkeitsgrad ist in Pullblox World jedoch – subjektiv gesehen – nicht ausgereift. Zwischendurch gibt es nämlich immer mal wieder ein paar Rätsel, die exorbitant schwieriger wirken und uns regelrecht zur Verzweiflung treiben. Wenn wir partout nicht auf die Lösung kommen, können wir aber auch im Miiverse einen Screenshot von der Situation posten. In unserem Test hat sich sogar prompt ein anderer Spieler gemeldet, der uns Screenshots gezeigt hat, wie wir das Rätsel lösen dürfen. An solchen Stellen merkt man immer wieder, wie großartig Nintendos Miiverse eigentlich ist. Der Titel bietet über zweihundertfünfzig neue Herausforderungen und bis wir jede einzelne davon abgearbeitet haben, dürften etliche Stunden vergehen. Ist das noch nicht genug, können wir im Editor, in welchem mit fortgeschrittenem Spielstand immer mehr Features zugänglich werden, auch noch eigene Rätsel kreieren und sie mit der Welt teilen. Schade nur, dass der Titel sowohl online als auch offline keine kooperativen Spielmodi bietet. Auch das GamePad wird im eigentlichen Spiel nicht ausreichend genutzt. Wir können lediglich das Geschehen auf dem Screen verfolgen. Immerhin kann der farbenfrohe Grafikstil und die schönen Melodien darüber ein klein wenig hinwegtrösten. Pullblox World begeistert wohl jeden Rätselfan!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Zwar habe ich mir vor kurzem Pullblox und Fallblox heruntergeladen, doch zu erst gespielt habe ich Pullblox World. Das macht aber auch nichts, da sich die Spiele wohl nicht so stark unterscheiden. Zudem ist das Spielkonzept sehr leicht zu erlernen. Genau so und nicht anders sollte ein Puzzle-Spiel funktionieren. Von der ersten Minute an fesselt mich Pullblox World und sobald ich ein Kind aus einem Block gerettet habe, kribbelt es mir schon wieder in den Fingerspitzen. Ich muss sofort das nächste Rätsel lösen, um mein Gemüt zu besänftigen. Ein Kreislauf, der sich ständig schließt und von Neuem beginnt. Bis ich wohl sämtliche Rätsel von Pullblox World gelöst habe, werden noch etliche Stunden vergehen. Schade, dass ich diese Zeit nur alleine vor dem Fernseher verbringen kann. Die Entwickler haben es abermals versäumt, einen Mehrspielermodus zu integrieren. Dabei wäre ein Modus, in welchem ich kooperativ mit einem Freund ein Rätsel nach dem anderen lösen könnte, genau die Langzeitmotivation, welche Pullblox World gut getan hätte. Der Level-Editor und die farbenfrohe Optik samt charmanten Soundtrack kann dennoch entschädigen und mich dazu bewegen, Pullblox World immer und immer wieder zu starten. Genial!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Pullblox World!

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